Hilfe bei der Auswahl des richtigen Switch

jekay95
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Hallo zusammen,

ich suche für meine Firma (mittelständisches Unternehmen mit 30 Mitarbeitern in der Zentrale) nach zwei neue Switche (für die Zentrale), da unsere HP Procurve 2848 mittlerweile ausgedient haben. Wenn ich es soweit richtig verstehe, benötigen wir Access- oder Distributionsswitche, da die Switche das Netzwerk für das gesamte Haus verteilen. Das WAN wird über eine Alcatel-Lucent 1850 tss-5c geroutet. Von da geht dann ein Kabel an einen Switch. Zukünftig möchte ich die Verbindung zwischen der Alcatel und den Switches via Glasfaser machen, am besten mit 10GB. Es sollten zwei 48-Port Switche sein und sollten so in der Preisklasse zwischen 3000€ und 10.000€ liegen.

Auch für Best-Practice Ansätze zur Verkabelung bin ich offen, da ich noch nicht weiß, was wirklich sinnig ist (und ich mich mit der Materie auch NOCH nicht so tief beschäftigt habe, da die Anschaffung noch etwas Zeit hat). Macht es Sinn schon zwei Switche zu stacken oder sollte man einen Trunk konfigurieren?

Freue mich auf euren Input, wenn ihr noch Infos benötigt, gerne Bescheid geben. Habe einen vereinfachten Netzwerkplan angehängt.

Mein Kollege meinte auch, da ich mich schon ein wenig in die Cisco Catalyst C9200 verguckt hatte, dass man bei Cisco hohe Lizenzgebühren zahlen würde, kann das irgendwer bestätigen?


Für Vorschläge so wie Belehrungen und Empfehlungen bin ich gerne offen.

Grüße
Jekay
netzplan

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Ausgedruckt am: 18.08.2022 um 23:08 Uhr

Mitglied: em-pie
Lösung em-pie 05.08.2022 um 09:28:05 Uhr
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Moin,

was wird denn an Funktionen benötigt?
  • VLAN
  • SpanningTree (Welche Version?)
  • RADIUS-Anbindung?
  • Web- oder FullManaged?
  • Stacking-Technologien?
  • LAG (zur Anbindung an den Alcatel?)
  • PoE?
...

Daraus ergibt sich ja dann der Hersteller/ das Modell.

Ich würde Beispielsweise mal bei der CBS-Serie von Cisco vorbeischauen.
Alternativ mal noch bei RUCKUS (vorm. Brocade) und der ICX-Serie; ggf. ab 7250 aufwärts.
Huaweii hat auch passable Produkte im Portfolio...

Gruß
em-pie
Mitglied: Jekay95
Jekay95 05.08.2022 um 09:51:31 Uhr
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Zu den Funktionen:

VLAN wäre nicht schlecht und POE, für die WLAN-Router. Andere Dinge wären nice to have, wenn aber der Kostenfaktor dadurch deutlich erhört wird, kann man gut darauf verzichten. Da IT hier quasi nur zur Unterstützung des Betriebs dient und nicht um als technischer Vorreiter dazustehen. Stacking wird glaube ich bei zwei Geräten nicht wirklich benötigt. STP ist glaube ich nie verkehrt.

Vielen Dank schonmal für die Modelle, grade am Durschauen.
Mitglied: kpunkt
Lösung kpunkt 05.08.2022 um 10:04:08 Uhr
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Schau mal bei den HPE OfficeConnect oder Aruba instant on.
Wenns nur VLAN und PoE ein soll.
Mitglied: radiogugu
Lösung radiogugu 05.08.2022 um 10:21:54 Uhr
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Hi.

Auch die Unifi Pro 48 PoE Geräte wären für da Szenario geeignet.

Genauso wie das Netgear ProSAFE M4300 mit 48 Ports und PoE.

Gruß
Marc
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 05.08.2022 um 10:33:58 Uhr
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Wenn du es verschieben kannst, dann verschiebe. Switches werden wieder deutlich günstiger. Mit deutlich ist gemeint bis zur Halbierung der Preise.
Habe Angebote mit Lieferzeitpunkt März 23 da sind auf heutige Preise 40-60% und die Preise sind garantiert. Wir kaufen im Moment nur noch Access-Pints und verlängern die Switches auf teilweise ein 8. Jahr.
Mitglied: Dobby
Lösung Dobby 05.08.2022 aktualisiert um 10:56:18 Uhr
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Hallo,

ich suche für meine Firma (mittelständisches Unternehmen mit 30 Mitarbeitern in der Zentrale) nach
zwei neue Switche (für die Zentrale), da unsere HP Procurve 2848 mittlerweile ausgedient haben.
1 x 48 Port ohne PoE als Access ~2000 €
M4300-52G (M4300-52G)
48x GbE (1000Base-T), 2x 10GbE (10GBase-T) 2 x SFP+

1 x 48 mit PoE (860 Watt) als Access ~2900 €
M4300-52G-POE+ (GSM4352PB)
(gibt es auch mit 480, 591, 860 und 1000 Watt aber zu anderen Preisen)
48x GbE (1000Base-T), 2x 10GbE (10GBase-T) 2 x SFP+
PoE+ unterstützt an 48 Ports, 860 W Budget

2 x 24 SFP+ Ports als Core ~2300 € - 2600 €
M4300-24XF (XSM4324FS)
24x SFP+ Ports


Wenn ich es soweit richtig verstehe, benötigen wir Access- oder Distributionsswitche, da die Switche
das Netzwerk für das gesamte Haus verteilen.
Kann man auch so machen, jeder eben wie er sein Netzwerk aufteilt! Man kann auch einen redundanten
Core bilden und dann die Access Switche daran direkt anbinden.

Das WAN wird über eine Alcatel-Lucent 1850 tss-5c geroutet. Von da geht dann ein Kabel an einen Switch.
Und der Alcatel kann/soll nicht ersetzt werden?

Zukünftig möchte ich die Verbindung zwischen der Alcatel und den Switches via Glasfaser machen, am besten
mit 10GB. Es sollten zwei 48-Port Switche sein und sollten so in der Preisklasse zwischen 3000€ und 10.000€
liegen.
Netgear M4300 Serie 2 x 24 Port Core , 1 x 48 Port PoE und eine 1 x 48 Port ohne PoE für insgesamt ~10.100 €!
Ihr könnt damit auch den Stapel (Stack) voll über Eure Etagen aufspannen (Spine & Leaf).

Auch für Best-Practice Ansätze zur Verkabelung bin ich offen, da ich noch nicht weiß, was wirklich sinnig ist
(und ich mich mit der Materie auch NOCH nicht so tief beschäftigt habe, da die Anschaffung noch etwas
Zeit hat). Macht es Sinn schon zwei Switche zu stacken oder sollte man einen Trunk konfigurieren?
LAGs die VLANs transportieren nennt man "Trunk", alle anderen LAGs nennt man LAGs.

Freue mich auf euren Input, wenn ihr noch Infos benötigt, gerne Bescheid geben. Habe einen vereinfachten
Netzwerkplan angehängt.

Mein Kollege meinte auch, da ich mich schon ein wenig in die Cisco Catalyst C9200 verguckt hatte, dass man
bei Cisco hohe Lizenzgebühren zahlen würde, kann das irgendwer bestätigen?
Bei Netgear M4300 ist alles mit an Board, L2/L3/L4 routing mit PIM, VRRP und OSPF, MLAG, LAG,......
alles mit drin, dran und drum

Für Vorschläge so wie Belehrungen und Empfehlungen bin ich gerne offen.
Budget:
2 x 48 Port UBNT
1 x UBNT Aggregation Switch

Normal
2 x M4300 (48 Port) Access
2 x M4300 (24 Ports) Core

Üppig Budget
Ruckus ICX 7750
Ruckus ICX 72xx


Man kann die Netzwerktopology wie folgt gestalten
WAN --- Access
WAN -- Core --- Access
WAN -- Core --- Distribution -- Access

Dobby
Mitglied: TwistedAir
Lösung TwistedAir 05.08.2022 um 17:55:21 Uhr
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Hallo Jekay,

geht es dir wirklich nur darum 30 Arbeitsplätze, ein paar Drucker und die WLAN-Routern (oder Access points?) ans WAN anzubinden? Ihr habt keine Server oder Speicher (SAN)?
Da die Clients eh‘ nur über ein Kabel ans Netzwerk angebunden sind, spielt in so einem Szenario das Thema Redundanz kaum eine Rolle. Hättest du Server, würde ich die zur Ausfallsicherheit mit zwei Kabeln an einen Switch-Stack anschließen. In deinem Fall - zumindest auf Basis der vorliegenden Informationen - ist Ein Stack nicht zwingend notwendig. Aber ein Stack macht dir die Verwaltung einfacher, da du dann beide Switches unter einer IP ansprichst.

Zukünftig möchte ich die Verbindung zwischen der Alcatel und den Switches via Glasfaser machen, am besten mit 10GB.
Laut Datenblatt kann der AL lediglich 1Gb/s, also muss auf der Switch-Seite dann ebenfalls ein SPF-Modul mit 1Gb/s stecken. Aber es ist gut, wenn der Switch für weitere Entwicklungen bei euch im Netzwerk „10G-ready“ ist. face-smile
This section provides procedures for checking basic cable and fiber connectivity for Alcatel-Lucent 1850 TSS-5C Ethernet ports. Each equipment configuration provides a specific set of interface ports as defined in the site engineering specification.
The Ethernet port types include:
  • GE(o)
  • FE(o)
  • 10/100Base-T (RJ-45 based)
  • 10/100/1000BT (SFP based)

Es sollten zwei 48-Port Switche sein und sollten so in der Preisklasse zwischen 3000€ und 10.000€ liegen.
Da solltest du beispielsweise bei der von Dobby ins Spiel gebrachten Netgear M4300-Serie fündig werden. Auf den Uplinks hast du in der Regel auch 10Gb/s, du kannst die verschiedenen Switches zu eine Stack zusammenfassen; auch PoE-Modelle mit nicht-PoE-Modelle. In deinem Fall könntest du ein 48-Port-Switch ohne PoE mit einem 24- oder 48-Port-PoE-Switch starken - da musst du mal durchzählen wie viele Portsmdu für was brauchst und was die Firma perspektivisch fürs Netzwerk plant.
Ein Auge würde ich beim PoE-Switch auf die Portgeschwindigkeit legen: wenn deine WLAN-Router (APs?) neueren Datums sind und schon 2,5 Gb/s über den Port schicken, sollte der Switchport auch Multi-Gig-fähig sein (auch wenn in der Praxis diese Geschwindigkeit seltenst erreicht wird). Und natürlich sollte der Switchport und der Switch als Ganzes das von den angeschlossenen Geräten geforderte Power-Budget liefern können.

Grüße
TA
Mitglied: TwistedAir
TwistedAir 05.08.2022 um 18:09:49 Uhr
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@Dobby
Bei Netgear M4300 ist alles mit an Board, L2/L3/L4 routing mit PIM, VRRP und OSPF, MLAG, LAG,......
alles mit drin, dran und drum

Leider ist MLAG bei den neuen Serien (und insbesondere bei der fully-managed-M4300-Serie) nicht mehr enthalten. MLAG gab‘s nur beim M7100/6100. Und der M7100 ist wenn nur gebraucht erhältlich, hat sein letztes Firmware-Update vor rund drei Jahren erhalten. Da ist von Netgear nichts mehr zu erwarten.

MLAG ist wie MACsec (IEEE 802.1AE) ein Feature, das ich bei den aktuellen Netgears am Meisten vermisse…

Schönes Wochenende
TA
Mitglied: Dobby
Dobby 05.08.2022 um 21:33:10 Uhr
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MLAG ist wie MACsec (IEEE 802.1AE) ein Feature, das ich bei den aktuellen Netgears am Meisten vermisse…
Leider war, ich habe das wphl überlesen weil man sich zwischen dem Stack (Spine & Leaf) und LAG entscheiden
muss.

Ein Auge würde ich beim PoE-Switch auf die Portgeschwindigkeit legen: wenn deine WLAN-Router (APs?)
neueren Datums sind und schon 2,5 Gb/s über den Port schicken, sollte der Switchport auch Multi-Gig-fähig
sein (auch wenn in der Praxis diese Geschwindigkeit seltenst erreicht wird). Und natürlich sollte der Switchport
und der Switch als Ganzes das von den angeschlossenen Geräten geforderte Power-Budget liefern können.
Die M4300 Serie kann man mit 480, 591, 890 und 1000 Watt bekommen, allerdings nur mittels 1 GB Ports für
einige wenige WLAN APs würde ich dann eher und lieber zu dem M4200 greifen wollen, der hat Multi-GiG
Ports 2,5, 5 und zwei 10 GBit/s Ports.

Dobby
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 07.08.2022 um 10:39:34 Uhr
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Zitat von @TwistedAir:


MLAG ist wie MACsec (IEEE 802.1AE) ein Feature, das ich bei den aktuellen Netgears am Meisten vermisse…


Ja, sehr schade. Wegen der Half Width Switches und 24/24 Kupfer/SFP war die Linie eigentlich immer recht interessant und ich wollte damit mal einen Test fahren.
Mitglied: Jekay95
Jekay95 10.08.2022 um 09:54:05 Uhr
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Zitat von @TwistedAir:

geht es dir wirklich nur darum 30 Arbeitsplätze, ein paar Drucker und die WLAN-Routern (oder Access points?) ans WAN anzubinden? Ihr habt keine Server oder Speicher (SAN)?

Jaein. In erster Linie geht es nur um die, da Server in einem gehosteten RZ stehen. Wir haben bei uns noch eine NAS stehen, die es aber auch nicht so wirklich Wert ist, redundant gesichert zu werden.

Aber ein Stack macht dir die Verwaltung einfacher, da du dann beide Switches unter einer IP ansprichst.

Dann muss ich mir darüber mal noch Gedanken machen ob oder ob nicht. Wobei wenn man die Config einmal hat, ist es ja am Ende "nur" Copy-Paste auf das zweite Gerät.

Laut Datenblatt kann der AL lediglich 1Gb/s, also muss auf der Switch-Seite dann ebenfalls ein SPF-Modul mit 1Gb/s stecken. Aber es ist gut, wenn der Switch für weitere Entwicklungen bei euch im Netzwerk „10G-ready“ ist. face-smile

Das habe ich vergessen zu erwähnen, die wird in naher Zukunft abgeschafft - mein Fehler.


Ein Auge würde ich beim PoE-Switch auf die Portgeschwindigkeit legen: wenn deine WLAN-Router (APs?) neueren Datums sind und schon 2,5 Gb/s über den Port schicken, sollte der Switchport auch Multi-Gig-fähig sein (auch wenn in der Praxis diese Geschwindigkeit seltenst erreicht wird). Und natürlich sollte der Switchport und der Switch als Ganzes das von den angeschlossenen Geräten geforderte Power-Budget liefern können.

Sind APs, keine WLAN-Router.


Vielen lieben Dank auch für die Empfehlungen, da werde ich mir die auch mal auf die Liste setzten face-smile
Mitglied: Jekay95
Jekay95 10.08.2022 um 10:01:19 Uhr
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Zitat von @unbelanglos:

Wenn du es verschieben kannst, dann verschiebe. Switches werden wieder deutlich günstiger. Mit deutlich ist gemeint bis zur Halbierung der Preise.
Habe Angebote mit Lieferzeitpunkt März 23 da sind auf heutige Preise 40-60% und die Preise sind garantiert. Wir kaufen im Moment nur noch Access-Pints und verlängern die Switches auf teilweise ein 8. Jahr.

Etwas Zeit haben wir, denke aber maximal an nächstes Jahr.
Mitglied: Jekay95
Jekay95 10.08.2022 um 10:14:45 Uhr
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Zitat von @Dobby:

Wenn ich es soweit richtig verstehe, benötigen wir Access- oder Distributionsswitche, da die Switche
das Netzwerk für das gesamte Haus verteilen.
Kann man auch so machen, jeder eben wie er sein Netzwerk aufteilt! Man kann auch einen redundanten
Core bilden und dann die Access Switche daran direkt anbinden.

Würde das Sinn machen einen Core zu bilden? Sofern die Firma jetzt nicht explodiert und wir auf einmal 200 Mitarbeiter bekämen, wäre das doch nur mehr Kosten, mehr Geräte, mehr potenzielle Problemstellen oder?


Das WAN wird über eine Alcatel-Lucent 1850 tss-5c geroutet. Von da geht dann ein Kabel an einen Switch.
Und der Alcatel kann/soll nicht ersetzt werden?

Ersatz steht schon da, vergessen zu erwähnen face-smile

Netgear M4300 Serie 2 x 24 Port Core , 1 x 48 Port PoE und eine 1 x 48 Port ohne PoE für insgesamt ~10.100 €!
Ihr könnt damit auch den Stapel (Stack) voll über Eure Etagen aufspannen (Spine & Leaf).

Klingt vom Konzept schlüssig, weiß nur noch nicht, ob das mit dem Core so sinnig ist.

Auch für Best-Practice Ansätze zur Verkabelung bin ich offen, da ich noch nicht weiß, was wirklich sinnig ist
(und ich mich mit der Materie auch NOCH nicht so tief beschäftigt habe, da die Anschaffung noch etwas
Zeit hat). Macht es Sinn schon zwei Switche zu stacken oder sollte man einen Trunk konfigurieren?
LAGs die VLANs transportieren nennt man "Trunk", alle anderen LAGs nennt man LAGs.

Danke für die Info.

Mein Kollege meinte auch, da ich mich schon ein wenig in die Cisco Catalyst C9200 verguckt hatte, dass man
bei Cisco hohe Lizenzgebühren zahlen würde, kann das irgendwer bestätigen?
Bei Netgear M4300 ist alles mit an Board, L2/L3/L4 routing mit PIM, VRRP und OSPF, MLAG, LAG,......
alles mit drin, dran und drum

Dann schreibe ich mir den ebenfalls mit auf, vielen Dank dafür.

Für Vorschläge so wie Belehrungen und Empfehlungen bin ich gerne offen.
Budget:
2 x 48 Port UBNT
1 x UBNT Aggregation Switch

Normal
2 x M4300 (48 Port) Access
2 x M4300 (24 Ports) Core

Üppig Budget
Ruckus ICX 7750
Ruckus ICX 72xx


Man kann die Netzwerktopology wie folgt gestalten
WAN --- Access
WAN -- Core --- Access
WAN -- Core --- Distribution -- Access

Dobby

Vielen Dank dir Dobby für die Antwort face-smile
Mitglied: Jekay95
Jekay95 10.08.2022 um 10:19:11 Uhr
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Vielen lieben Dank an alle für das ganze Feedback. Werde jetzt mal die Geräte auf eine Liste setzen und schauen, was für uns in Frage kommt. Ihr habt mir jedenfalls SEHR geholfen.
Mitglied: TwistedAir
TwistedAir 10.08.2022 um 22:02:26 Uhr
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Zitat von @Jekay95:
Zitat von @Dobby:
Wenn ich es soweit richtig verstehe, benötigen wir Access- oder Distributionsswitche, da die Switche
das Netzwerk für das gesamte Haus verteilen.
Kann man auch so machen, jeder eben wie er sein Netzwerk aufteilt! Man kann auch einen redundanten
Core bilden und dann die Access Switche daran direkt anbinden.
Würde das Sinn machen einen Core zu bilden? Sofern die Firma jetzt nicht explodiert und wir auf einmal 200 Mitarbeiter bekämen, wäre das doch nur mehr Kosten, mehr Geräte, mehr potenzielle Problemstellen oder?

(…)
Man kann die Netzwerktopology wie folgt gestalten
WAN --- Access
WAN -- Core --- Access
WAN -- Core --- Distribution -- Access

Klar wird dir jeder Netzwerker nach der reinen Lehre sagen, dass ein Netzwerk als „Three-Tier“-Netzwerk (Core - Distribution - Access), „collapsed core“ (core/Distribution-combined - Access) oder auch neumodisch in Form eines Spine-leaf aufzubauen ist. Warum gibt es diese Gruppierungen? Einerseits möchte man den Ausfall eines Switches kompensieren (Stichwort Redundanz), andererseits den Traffic in Nord-Süd- (Client/Server zum Core/ISP) und/oder Ost-West-Richtung (Server/Speicher zu Server/Speicher) verbessern (weniger Hops).
Dir geht es, soweit ich es deinen Angaben entnommen habe, aber gar nicht um diese Punkte, da die „wichtigen Sachen“ ausgelagert sind. Von daher wären die oben genannten Konzepte „overkill“, da sie mindestens 4 bzw. 6 Switches benötigen. Und eine redundante Verbindung fürs NAS bekommst du auch mit einem Switch-Stack hin, wenn dein NAS LACP (LAG) unterstützt. Und der „letzte“ Switch zum Client kann dir immer abschmieren, da rettet dich auch ein Core davor nicht.

Ein bisschen hört es sich so an wie ein Kalauer von früher: „Ich hätte gerne für fünf Pfennig gemischte Bonbons.“ - „Hier hast du zwei, mischen musst du sie dir selber.“ face-wink

Ich würde schauen, ob man das zur Verfügung stehende Budget neben einer Investition in qualitativ gute Switches mit den benötigten Features nicht auch in weitere Redundanz/Ausfallsicherheit investieren kann, z. B.
  • Switches mit zwei Netzteilen, die dann jeweils auf zwei verschiedene Stromkreise aufgelegt werden
  • Anschluss an eine USV (wenn nicht schon vorhanden)
  • Positionierung der APs derart, dass einzelne APs ausfallen können und trotzdem noch Abdeckung vorhanden ist
  • eine zweiten ISP als Rückfallebene, falls das WAN wegbricht (LTE/DSL, …)

Damit macht man seine User glücklich. face-wink

Grüße
TA