Synology NAS als Backup - Verständnisfrage

mossox
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Guten Morgen,

ich habe eine Vereständnisfrage:

Wir wollen ein NAS einsetzen, um mit Bordmitteln von Synology unsere 6 VMs (1 physischer Host) sichern.
In Frage käme z.B. die FlashStation FS2500. Aber es stehen auch noch günstigere Modelle zur Debatte.

Wir wollen vorhandene Backups natürlich Offsite an einem anderen "sicheren" Ort aufbewahren.
Ist es möglich, die Backups tageweise auf jeweils einzelnen physischen Platten (12 Bays sind ja vorhanden) laufen zu lassen und
einzelne Platten dann am Abend zu entfernen und je nach Sicherungsplan dann an einem anderen Tag wieder einzuschieben?
Verstehe ich das richtig, wenn die Rede von "Hot Swap" ist?

Oder sollte man besser externe Festplatten für dieses Szenario verwenden?

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Ausgedruckt am: 08.08.2022 um 01:08 Uhr

Mitglied: Xerebus
Xerebus 08.04.2022 um 10:35:30 Uhr
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Nein.
Die Plattenschächte sind Hotswap. Das ist zum austauschen im Laufendem Betrieb wenn mal eine im Raid ausfällt. Aber nicht um die so zu nutzen wie du vorhast.
Selbst wenn das funktionieren würde müsstest du das Sicherungsziel jedes mal anpassen bei einer neuen Platte.
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 10:41:32 Uhr
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Dachte ich mir schon irgendwie.

Also dann doch mit externen Platten machen?
Mitglied: kreuzberger
kreuzberger 08.04.2022 um 10:49:53 Uhr
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Hi mossox

wenn du eine halbwegs sichere Datensicherung haben willst lohnt es sich über eine zweischichtige Backuplösung nachzudenken, wo es

eine Online Backup Lösung gibt mit einem NAS wo ständig eine „Schattenkopie“ gesichert wird
und zudem eine Offline Backup Lösung wie zb eine Bandlibrary (LTO) ist, die deine Schattenkopie ständig sichert.
kreuzberger
Mitglied: Xerebus
Xerebus 08.04.2022 um 10:58:11 Uhr
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OffTopic
Ich finde das "Gefällt mir" Herz unpassend.
Wie in einer Partnerbörse. 😁
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 11:14:36 Uhr
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Zitat von @kreuzberger:

Hi mossox

wenn du eine halbwegs sichere Datensicherung haben willst lohnt es sich über eine zweischichtige Backuplösung nachzudenken, wo es

eine Online Backup Lösung gibt mit einem NAS wo ständig eine „Schattenkopie“ gesichert wird
und zudem eine Offline Backup Lösung wie zb eine Bandlibrary (LTO) ist, die deine Schattenkopie ständig sichert.
kreuzberger

Na klar, das klingt ja auch plausibel.
Ich werde noch mal recherchieren.

Welche Anbieter sind denn in diesem Bereich zu empfehlen?
Gibt es konkrete Empfehlungen für Hard-, Software und Cloudware?
Es handelt sich um ca. 5 TB Nutzdaten, die gesichert werden.
Wir machen das natürlich im geschäftlichen Bereich mit insgesamt 10 Nutzern (keine Privatanwender).
Mitglied: nachgefragt
nachgefragt 08.04.2022 um 11:31:35 Uhr
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Zitat von @Xerebus:
OffTopic
Ich finde das "Gefällt mir" Herz unpassend.
Wie in einer Partnerbörse. 😁
... und warum das "nicht hilfreich erst umständlich über die 3 Punkte gezogen werden muss. Daumen hoch/runter wäre besser.
Mitglied: nachgefragt
Lösung nachgefragt 08.04.2022 um 11:34:38 Uhr
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Zitat von @mossox:
Ist es möglich, die Backups tageweise auf jeweils einzelnen physischen Platten
Ja,
ich habe kleine Kunden die jeden Tag eine andere Festplatte einstecken und dort sichern, gesichert wird kostenlos mit Veeam.
In wieweit dann die 3-2-1-Regel und das Generationenprinzip eingehalten werden soll ist Kundensache, u.a. eine Frage der Kosten.
Mitglied: aqui
aqui 08.04.2022 um 11:37:11 Uhr
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Also dann doch mit externen Platten machen?
2tes NAS an dem Standort und mit den NAS bordeigenen Sync Tools das Backup Volume spiegeln. face-wink
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 13:44:21 Uhr
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Zitat von @nachgefragt:

Zitat von @mossox:
Ist es möglich, die Backups tageweise auf jeweils einzelnen physischen Platten
Ja,
ich habe kleine Kunden die jeden Tag eine andere Festplatte einstecken und dort sichern, gesichert wird kostenlos mit Veeam.
In wieweit dann die 3-2-1-Regel und das Generationenprinzip eingehalten werden soll ist Kundensache, u.a. eine Frage der Kosten.

so wollte ich das bei uns eigentlich auch machen. Aber dann kommt es ja darauf an, ob man die Festplatten einfach rausnehmen kann.

Wie der Kollege schon schrieb, müsste wahrscheinlich dann auf das Sicherungsziel jedes Mal wieder neu eingestellt werden. Klingt erst mal umständlich. Kannst du ein bisschen detaillierter erklären wie du das bei den Kunden realisiert hast?
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 13:45:49 Uhr
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Zitat von @aqui:

Also dann doch mit externen Platten machen?
2tes NAS an dem Standort und mit den NAS bordeigenen Sync Tools das Backup Volume spiegeln. face-wink

Daran dachte ich auch schon. Das zweite NAS Könnte ja ein ganz einfaches Modell sein, wo dann externe Platten angestöpselt werden.
Mitglied: kreuzberger
kreuzberger 08.04.2022 um 13:53:47 Uhr
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Mit eine zweiten NAS hat man dann KEIN Offline-Backup
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 14:02:08 Uhr
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Zitat von @kreuzberger:

Mit eine zweiten NAS hat man dann KEIN Offline-Backup

Wieso nicht?
An das zweite NAS würden im Wechsel externe Festplatten gehöngt werden, die an einem anderen Ort aufbewahrt würden.
Mitglied: kreuzberger
kreuzberger 08.04.2022 um 14:08:18 Uhr
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Das wäre umständlich, unsicher und zeitaufwendig für den, der das durchführen soll.

Mit einer LTO_Band-Library läuft sowas vollautomatisch.
Mitglied: mossox
mossox 08.04.2022 um 16:44:44 Uhr
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Gut. Aber ich habe keine Lösung, ein LTO über SAS anzubinden.
Kein mir bekanntes NAS hat eine externe Schnittstelle.
Selbst unser HPE 380 DL10 hat keine.
Mitglied: nachgefragt
nachgefragt 08.04.2022 um 17:10:25 Uhr
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Zitat von @mossox:
Kannst du ein bisschen detaillierter erklären wie du das bei den Kunden realisiert hast?
Die eingesteckten Festplatten haben immer den gleichen Laufwerksbuchstaben (gleiches Ziel), den Rest macht Veeam selbst. Die Kunden stecken meist einfach die "Tagesfestplatte" am Abend an, der Client fährt anschließend selbst runter.
Mitglied: jschneppe
jschneppe 11.04.2022 um 11:05:43 Uhr
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Hallo,

nimm doch einfach 2 St. (identische z.B. RS 820+ oder RS1221+), das eine nutzt du für deine regelmäßigen Backups und das 2. lässt du alle paar Tage automatisch Starten, syncen, nach erfolgreichem Syncen eine Mail versenden und wieder Runter fahren.

Für Backups brauchts meiner Meinung nach auch kein Flash Storage, hier reichen drehende Platten aus.

Greets
Mitglied: mossox
mossox 11.04.2022 um 12:10:49 Uhr
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Am liebsten hätte ich eine Software, die die Backups direkt auf dem Hyper-V Host macht und die 5 VMs sichert.
Von dort aus dann auf Externe Platten syncen.
Spart die Kosten für 1-2 externe NAS und den Strom.

Was kostet Veeam? Die schweigen sich ja aus auf der Website (Vertrieb kontaktieren - hab ich kein Bock).
Die Community-Edition reicht wahrscheinlich nicht aus, um stündliche inkrementelle Backups zu machen, oder?
Mitglied: jschneppe
jschneppe 11.04.2022 um 12:27:37 Uhr
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Mit einer FlashStation beginnen und dann doch nur 2 einfache USB Platten haben wollen....kann auch Funktionieren.

Am Ende muss jeder selber entscheiden was Ihm Datensicherheit wert ist, was aber ein NoGo ist, ist wenn der Quellhost und Zielhost die gleichen (gleiches Blech) ist.

Die Frage ist ja auch wieviel TB zu sichern sind (bei 1-2 TB mach ein riesen NAS auch keinen sinn), wie kritisch diese Daten sind (Backupverschlüsselung usw.), wie schnell im Notfall die Daten wieder verfügbar sein müssen.
Mitglied: Xerebus
Xerebus 11.04.2022 um 12:28:54 Uhr
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Du willst stündliche Backups und sparst an einem NAS?
Das mit den Festplatten die einer in der Firma wechselt, geht irgendwann schief...
Mitglied: jschneppe
jschneppe 11.04.2022 um 12:30:43 Uhr
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Zitat von @nachgefragt:

Zitat von @mossox:
Kannst du ein bisschen detaillierter erklären wie du das bei den Kunden realisiert hast?
Die eingesteckten Festplatten haben immer den gleichen Laufwerksbuchstaben (gleiches Ziel), den Rest macht Veeam selbst. Die Kunden stecken meist einfach die "Tagesfestplatte" am Abend an, der Client fährt anschließend selbst runter.

Mit der Aussage wäre ich vorsichtig, jeder noch so gute Kunden DAU schafft es dies zu verbocken und den tausch in der falschen Reihenfolge durchzuführen oder auch mal beide Platten gleichzeitig anzuklemmen und schwups ist das Konzept im Ars...
Mitglied: mossox
mossox 11.04.2022 um 12:40:49 Uhr
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Derzeit werden die VMs mit einem Powershell-Skript (export-vm) in der Nacht auf dem Hyper-V Host exportiert und auf externe Platten geschoben. Ja, der Plattenwechsel am Abend gefällt mir auch nicht. Es wurde auch schon vergessen.

Dem damaligen Chef erzählte der ITler, dass die Situation einer erforderlichen Rücksicherung wahrscheinlich nie eintreten würde. Und im Zweifel, sei ja höchstens die Arbeit eines Tages dahin.

Ich denke anders, bin kritischer und will es richtig machen bzw. delegieren/organisieren.
Wenn der Fall der Fälle eintritt, muss alles innerhalb von wenigen Stunden wieder funktionieren.
Mitglied: kreuzberger
kreuzberger 11.04.2022 um 16:51:20 Uhr
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Hi Mossox,

für einen Betrieb USB Platten als Backup zu nutzen halte ich in der tat nur für eine art Notlösung. man sollte das auf jeden fall mit passender software und Technik automatisieren, weil das ständige wechseln von USB Platten Unsicherheiten, Fehler, einfach Mist produziert. ausserdem bekommen USB Platten gerne auch mal Füße.

Als stufe eins ein NAS zu nutzen ist sicher erste wähl. Inzwischen bietet SYNOLOGY da auch mit „Acitve Backup for Business“ eine Lösung an die Büro-PCs (Bis win11), virtuelle Maschinen, physische Server und Dateiserver automatisiert sichern kann. Man muss eben darauf achten, dass man eine Synology Diskstation nimmt, die dieses Softwarepaket auch beinhaltet. Das trifft nicht auf alle NAS des Anbieter zu! (OnlineBackup)

Als Stufe zwei kann man dann wie oben beschrieben diese Backups noch mal auf ein weiteres NAS automatisiert kopieren lassen und das NAS nur einschalten lassen, wenn ein Backup von Stufe eins laufen soll. (OfflineBackup)

SSDs braucht man für keines der beiden NAS.

Krezberger
Mitglied: mossox
mossox 11.04.2022 um 19:08:35 Uhr
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Ich verstehe. Ich verstehe.

Aber Stufe 1 bietet doch alleine auch keine Sicherheit im Grund, oder?
Wenn die Hütte morgen abbrennt, sind die Daten futsch.

Wo würdet Ihr denn die Stufe 2 unterbringen?
Wahrscheinlich doch örtlich wo ganz anders, oder?
Extern, Cloud oder das dann doch über externe Platten?
Mitglied: Xerebus
Xerebus 11.04.2022 aktualisiert um 20:21:43 Uhr
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Anderes nas das einmal in der Woche Veränderungen am Wochenende wegsichert.
Lass das dich mal mit den doofen ext platten.
Die wechselt irgendwann keine sau mehr oder es interessiert keinen was damit passiert.

Hatte das mal das die in der Firma immer Bänder wechseln sollten.
Das machten die auch 12 Jahre immer schön. Nur leider war das Backuplaufwerk defekt.

Mach ein NAS mit Infomails.
Mitglied: kreuzberger
kreuzberger 11.04.2022 um 22:02:52 Uhr
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also ... mossox ..... wenn du 5TB Nutzerdaten hast, als ggf 8TB zu sichernde Daten inkl. VMs, dann besorg dir für eine externe Aufbewahrung im Wechsel eben 2 stück 8TB oder 10TB Platten, die du im Wechsel mit den Gesamttaten von NAS1 sicherst.

Das erste nas ist deine „Schattenkopie“, von der du mal eben schnell einzelne Sachen rücksichern kannst. („Meine Datei is kaputt, ich hab versehentlich gelöscht, Ich finde die Dateien XY.txt nicht ,mehr“)

Das NAS2 ist für das Desaster Recovery, also alles ist weg, ich muss neu aufbauen.

Die beiden 10TB Platten im Wechsel ist, dass der russe mit einer Rakete da war.