TeamViewer gehackt !

Mitglied: aqui

aqui (Level 5) - Jetzt verbinden

19.05.2019, aktualisiert 10:12 Uhr, 8660 Aufrufe, 21 Kommentare, 1 Danke

Hat schon einen Grund warum verantwortungsvolle Admins diese Software nicht einsetzen und sie in den meisten größeren Firmen aus gutem Grund verboten ist:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/TeamViewer-war-2016-Opfer-eines- ...
Mitglied: Dani
19.05.2019 um 10:19 Uhr
Moin @aqui,
doppelt gemoppelt... siehe 1.
Beide Aritkel stammen von den selben Schreiber. Daher reicht ein Beitrag. Gerne darfst du oben den Heise Artikel noch posten. :-) face-smile


Gruß,
Dani
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Mitglied: NetzwerkDude
19.05.2019, aktualisiert um 17:54 Uhr
Hi aqui,

was wäre denn ein alternatives Konzept zu Teamviewer? Damit meine ich eine Lösung mit der jeder 08/15 Softwaredienstleister zurechtkommt.
Weil sehr viele Supportlösungen setzen auf Teamviewer - welches "praktischerweise" direkt in das Programm eingebaut ist.
Wenn ich so einem Hersteller dann mit VPNs mit 2 Faktor Auth und zeitlich begrenzten Tickets komme, winken die ab und dann muss das langwierig über die rechtsabteilung geklärt werden welche Fernwartung nun zu benutzen sei.
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Mitglied: fundave3
19.05.2019 um 18:57 Uhr
Nun, das sowas früher oder später passieren kann war klar. Mittlerweile häufen sich allerdigns die Probleme mit Teamviewer massiv.
In den letzten Jahren gab es immer mehr Aussetzer und Probleme mit der Erreichbarkeit der Dienste, da sollte man meinen die bekommen das in den Griff.

Wir als Dienstleister nutzen nun mal TV für Fernwartungen. DAs ist denke ich auch sinnvoll, da wir nicht zu jedem Kunden einen VPN Tunnel haben.
Es gibt Alternativen wie z.B pcvisit. Das ist aber unattraktiv durch das Kostenmodell.
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Mitglied: brammer
19.05.2019 um 20:27 Uhr
Hallo,

@NetzwekDude

Wir betreuen weltweit mehrere tausend Kunden.
Ausschließlich per VPN!
Entweder eine Site to Site Verbindung oder Cisco EzVPN. / FlexVPN.
Und das selbst bei weltweit agierenden Kunden oder Kunden oder Kunden die schon aus Prinzip paranoid sind (was ja nachvollziehbar und berechtigt ist).

Bisher haben wir das überall hinbekommen.

Teamviewer und Konsorten gibt es bei uns nicht.

Brammer
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Mitglied: NetzwerkDude
20.05.2019 um 10:01 Uhr
Hallo Brammer,

Interessant, wie läuft es bei der Site-to-Site, ist diese dauerhaft offen? Oder "dürft" ihr euch nur verbinden wenn der Kunde es freigibt?
Welche paranoiden Maßnahmen sind es im Einzelnen?
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Mitglied: brammer
20.05.2019 um 14:55 Uhr
Hallo,

@NetzwerkDude
die meisten sind permanent offen, wir haben aber ein Ticketsystem das mit den jeweiligen Remote Sessions abgeglichen wird.
Es gibt aber auch Kunden da gibt es eine Schlüsselschalter für das letzte Netzwerkkabel, oder eine Softwarelösung mit mit einer kleinen Industrie Firewall die der Operator vor Ort freigeben kann .
Paranoid ist sowas wie den VPN Router abschalten. sobald dieser eingeschaltet wird und per dhcp eine Adresse bezieht, bekommt der Admin einen Anruf und muss in die Firma.
Oder der Inhaber muss das mit einem Kennwort freigeben , auch nachts um 3....
Unsere Kunden sind da Fantasievoll

brammer
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Mitglied: aqui
20.05.2019 um 16:57 Uhr
doppelt gemoppelt... siehe
Hi Dani !
Du hast Recht. Sorry, shame on me...übersehen.
Ich kanns jetzt leider nicht löschen aber schaden bei solchen gravierenden Sicherheitsproblemn kanns ja auch nicht. Je mehr es nicht mehr nutzen umso besser ;-) face-wink
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Mitglied: rzlbrnft
21.05.2019, aktualisiert um 11:18 Uhr
Also wenn ich den Text so lese, dann wurden sie angegriffen. Ja gut, wer wurde das nicht? Wenn ich auf unsere Firewall schaue, versuchen jeden zweiten Tag IPs aus China da drauf zu kommen.

Die Frage ist ob der Angriff erfolgreich war, das ist wohl eher schwierig zu prüfen.

Ich für meinen Teil benutze Teamviewer, aber nur da wo es sinnvoll ist, auf einem Client, der gerade zu Hause sitzt und die Fernwartung manuell startet und wo es keine andere Möglichkeit gibt.
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Mitglied: aqui
21.05.2019, aktualisiert um 11:43 Uhr
Muss wie immer natürlich jeder selber entscheiden ob er das Risiko eingeht. In Firmen sollte das aber immer ein NoGo sein sowie keine eigenen Vermittlungsserver dazwischen sind.
Gut, bei Klempnermeister Röhricht im Büro wäre es sicher auch gerade noch tolerabel. ;-) face-wink
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Mitglied: rzlbrnft
22.05.2019, aktualisiert um 15:13 Uhr
Das sagt sich so leicht.
Hast du denn eine geeignete Alternative um jemanden zu supporten der zu Hause an seinem nicht standardisierten PC sitzt, auf dem noch nichts installiert ist, kein VPN möglich und der User ein Hohlbrot, das kein Englisch kann und mit PC nicht wirklich was anfangen kann?

Ich habs mit Dameware Remote Support probiert, aber das funktioniert auch nicht so richtig.

Ich würds ja gerne selbst hosten, nur mit was?

Geht nicht ist keine Option.
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Mitglied: NetzwerkDude
22.05.2019 um 14:53 Uhr
AnyDesk ist ganz gut, aber eben konzeptionell genauso wie Teamviewer - d.h. teufel mit dem beelzebub austreiben :) face-smile
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Mitglied: Dani
22.05.2019 um 15:30 Uhr
Moin,
Ich würds ja gerne selbst hosten, nur mit was?
Andydek Enterprise. :-) face-smile


Gruß,
Dani
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Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
24.05.2019, aktualisiert um 23:09 Uhr
wir hatten schon 2013 mal ein Assessment über diverse Support-Tools, dabei hielt der Teamviewer einem "white Hacker" nicht allzulang stand, seitdem steht er auf der Schwarzen Liste. Vermutlich ist der Hersteller über eine der gefundenen und ewig offengebliebenen Schwachstellen dann mal gehackt worden. Uns blieb das zum Glück erspart...

Heutzutage ist alles unsicher, und was offen erreichbar ist wird auch gehackt. Eine Honeypot-VM mit einem Terminalserver auf AWS war trotz aktuellem Patchstand und sicherem Kennwort nach 4 Tagen geknackt.
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Mitglied: Datax87
31.05.2019, aktualisiert um 00:35 Uhr
Zitat von GrueneSosseMitSpeck:

wir hatten schon 2013 mal ein Assessment über diverse Support-Tools, dabei hielt der Teamviewer einem "white Hacker" nicht allzulang stand, seitdem steht er auf der Schwarzen Liste. Vermutlich ist der Hersteller über eine der gefundenen und ewig offengebliebenen Schwachstellen dann mal gehackt worden. Uns blieb das zum Glück erspart...

Ah, interessant :) face-smile. Für mich stellt sich auch echt die Frage wie ein sicherer Remote-Support möglich ist. Es gibt natürlich auch andere Fernwartungssoftware als Teamviewer (AnyDesk, WebEx für Web-Meetings etc.) nur bin ich wie der Fall von "Teamviewer" ja auch klar aufzeigt der Meinung, dass die Hersteller eben bei Sicherheitsvorfällen auch gerne mal Schönreden oder damit erst gar nicht an die Öffentlichkeit gehen.

Wenn die Fernwartungssoftware bekannterweise unsicher ist, dann wird der Hersteller das niemals auch so aussagen.
Sicherheitslücken werden nach eigenem Ermessen (Schweregrade der Sicherheitslücke) und wirtschaftlichen Aspekten (Verhältnis zwischen finanziellem und zeitlichen Aufwand zum Nutzen) entweder geschlossen oder ungefixt stehen gelassen.
Heutzutage ist alles unsicher, und was offen erreichbar ist wird auch gehackt. Eine Honeypot-VM mit einem Terminalserver auf AWS war trotz aktuellem Patchstand und sicherem Kennwort nach 4 Tagen geknackt.
Habt ihr das echt mal gemacht?
Und dass dort eingebrochen wurde habt ihr dann an einem geänderten Passwort und
bestimmten Event-Logs bemerkt oder woran genau!?

Habe schon mal einen Kollegen ein wenig mehr Sensibilität zum Thema "IT-Security" beibringen wollen,
aber er wollte mir nicht glauben, dass viel mehr gehackt und Daten geklaut werden etc. als er denkt.

Viele Leute haben die Einstellung "Bei mir bricht doch keiner ein und bei mir gibt es doch eh nichts zu klauen." ...
aber wenn es dann mal passiert....
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Mitglied: aqui
31.05.2019, aktualisiert um 16:46 Uhr
VPN ist immer dein Freund wenn es sicher werden soll. Ganz sicher keine Lösung die einen Vermittlungsserver und damit alle möglichen Lauscher in der Mitte dazwischen hat !
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Mitglied: rzlbrnft
04.06.2019, aktualisiert um 09:29 Uhr
Zitat von aqui:
VPN ist immer dein Freund wenn es sicher werden soll. Ganz sicher keine Lösung die einen Vermittlungsserver und damit alle möglichen Lauscher in der Mitte dazwischen hat !

Wie gesagt, erklär mal einem Noob wie er das VPN einzurichten hat. Wenn die Geschäftsleitung verlangt, das du in dem Fall supporten musst, brauchst du eben eine benutzbare Möglichkeit.

In einem solchen Fall ist der Teamviewer Quicksupport vielleicht 15min offen, also das Argument mit dem White Hacker fällt da nicht so wirklich ins Gewicht. Es gibt immer Kompromisse zwischen Sicherheit, Benutzbarkeit und finanziellem Aufwand.

Ich kann auch einfach den Stecker ziehen und nur noch mit Stift und Block arbeiten, aber dann können wir die Firma auch gleich zu machen.
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Mitglied: Dani
04.06.2019, aktualisiert um 12:08 Uhr
Moin,
In einem solchen Fall ist der Teamviewer Quicksupport vielleicht 15min offen, also das Argument mit dem White Hacker fällt da nicht so wirklich ins Gewicht. Es gibt immer Kompromisse zwischen Sicherheit, Benutzbarkeit und finanziellem Aufwand.
Wir standen vor gleicher (eher noch schwierigeren) Anforderungen... schlussendlich sind wir bei Anydesk Enterprise gelandet, da der Vermittlungsserver im Haus steht und keinerlei Verbindung zu Anydesk aufbaut. Hat zwar ein Vermögen gekostet, aber unsere Stabstellen (Informationssicherheitsbeauftragter, Datenschutzbeauftragter, etc...) sind zu frieden und der Service Desk kann wie gewohnt auf der ganzen Welt Support leisten.


Gruß,
Dani
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Mitglied: aqui
12.09.2019 um 11:26 Uhr
Wie gesagt, erklär mal einem Noob wie er das VPN einzurichten hat.
Bei Wireguard reicht mittlerweile das man mit dem Smartphone einen QR Code abfotografiert um das VPN einzurichten. Einfacher kann man es NOOBs dann nicht mehr machen.
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Mitglied: frosch2
13.09.2019 um 11:00 Uhr
Moin aqui,


Ein Vermittlungsserver ist dann ausreichend?

Gruß Thomas
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Mitglied: aqui
13.09.2019, aktualisiert um 11:32 Uhr
Der Vermittlungsserver ist ja die (gewollte) sicherheitstechnische Acchillesferse solcher Systeme. Der der ihn betreibt kann alles mitlesen und ein Nutzungs Profil erstellen pro User. Was auch immer er damit macht. Bei einem US Inhaber sicher nicht immer das beste...
Ein Schelm wer Böses dabei denkt...
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Mitglied: aquilax
05.04.2020, aktualisiert um 18:21 Uhr
Was kostet der Spass?

Hab es mir gerade selbst beantwortet: https://www.admin-magazin.de/Das-Heft/2019/12/AnyDesk-Enterprise

"
- 5 x 1:n-Sitzungen: Fünf Administratoren können gleichzeitig arbeiten und unendlich viele Verbindungen öffnen: 7500 Euro einmalig, Servicevertrag ab dem zweiten Jahr 1500 Euro pro Jahr (entspricht 20 Prozent vom Listenpreis).

- 50 x 1:n-Sitzungen: 50 Administratoren können gleichzeitig arbeiten und unendlich viele Verbindungen öffnen: 16.500 Euro einmalig, Servicevertrag ab dem zweiten Jahr 3300 Euro jährlich (20 Prozent vom Listenpreis).

- 100 x 1:n-Sitzungen: 100 Administratoren können gleichzeitig arbeiten und unendlich viele Verbindungen öffnen: 26.500 Euro einmalig, Servicevertrag ab dem zweiten Jahr 5300 Euro jährlich (20 Prozent vom Listenpreis).
"
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