Custom Windows-10-ISO bauen (in kontinuierlicher Verbesserung) - Ausgabe 2021

Inhaltsverzeichnis


back-to-topEditorial


back-to-topkleines Vorwort


Ich hoffe, ich habe hier eine für den ein oder anderen Kollegen interessante Lösung zusammengestellt. Alles, was Ihr hier lest, ist die Niederschrift meiner Erfahrung und erworbenen Wissens in diesem Thema. Ich sage nicht, dass das der beste Weg ist, den ich hier vorstelle, aber mir hilft er, die Kirche im Dorf zu lassen. Falls jemand von Euch Sachdienliches wie konstruktive Kritik, weiteres Wissen zum Thema oder ähnliches beisteuern möchte, wäre ich sehr dankbar. Ansonsten hoffe ich, dass Ihr hier vielleicht auch etwas Inspiration finden werdet, wie man Dinge macht oder besser nicht. Viele Grüße

Euer bdmvg

back-to-topDie Grundidee


Schon zu Beginn der Installation, Windows auszudünnen, von Bloatware zu befreien und hinsichtlich Datenschutz von vorne herein zu härten.

back-to-topVorgängerausgabe


https://administrator.de/tutorial/custom-windows-10-iso-bauen-in-kontinu ...
Diese legte die Idee zu Grunde und funktionierte auf jeden Fall für die Build 19xx. Die neuen Builds machen nun eine neue Fassung erforderlich, auch wenn der Guide in Teilen immer noch funktioniert.

back-to-topWeiterentwicklung der Idee


Mit der Weiterentwicklung geht man nach heutigen Maßstäben ein gewisses Risiko ein. Dies ist meiner Ansicht nach aber auch der Fall, wenn man es nicht tut. Die Weiterentwicklung besteht auch darin, dass eine Windows-10-Workstation mit dem hier beschriebenen Weg von Windows-Update dahingehend entbunden wird, als dass sie keine Windows-Updates mehr laden wird. Im Höchstfall werden Treiber angezogen, aber Windows- und Updates für andere Microsoft-Programme (hoffentlich) nicht mehr.

back-to-topDas "Warum"


...lässt sich am besten erklären,
  • wenn man sich anschaut, wie kumulative Updates funktionieren und was sie am System "wieder" verändern, d.h. auch, welche vom Nutzer gemachten Einstellungen sie wieder zurücksetzen oder welche ungewollten Programme sie wieder einbauen (OneDrive z.B.)! Wenn man sich verschiedene Windows 10 Privatsphäre-Tools anschaut, so weißt jedes Tool darauf hin, dass nach der Installation der CUs die gemachten Einstellungen hinfällig geworden sein können.
  • mit der Entmündigung des Nutzers, selbst zu entscheiden, wann Updates angewendet werden und wann nicht. Der Nutzer kann zwar Updates bis zur Pro-Version hinauszögern oder durch Tricks diese ggf. verhindern, aber builtin ist das nicht vorgesehen, genauso wenig die Möglichkeit ungewollte Programme zu verhindern.

back-to-topIdee zur Zielführung


Da der Hersteller zurzeit zweimal im Jahr das Betriebssystem auswechselt, habe ich den Wunsch und die Möglichkeit, zweimal im Jahr selbst ein Upgrade durchzuführen oder eben nicht. Aber ich habe die Möglichkeit, es selbst zu testen und dann als Inplace-Upgrade selbst auszurollen. Dazu nutze ich die gleiche Anleitung und baue eine Custom-ISO, passend/angepasst zum Vorgänger. Das ist die Idee.

back-to-topDringende Empfehlungen


  • Ich kann nur raten, Windows 10-Images, einmal heruntergeladen, zu archivieren! Man kann nie wissen, wie sich Software und Hardware verändern und es kann sein, dass ältere Hardware ein älteres Windows-Image benötigt, um nochmal verwaltet werden zu können. Als Beispiel seien IPRMC wie iLO2 von HP oder Karten älterer Server von Fujitsu oder anderen Serverherstellern zu nennen. Auf neueren Images kann es sein, dass diese Karten und/oder Controller nicht mehr ansteuern kann.
  • Um ein Custom Image herzustellen, würde ich das heruntergeladene Image dazu verwenden, einen virtuellen Computer aufzusetzen und dann auf diesem die Custom-ISO zu bauen.
  • Integrierter Virenschutz Windows Defender: Hier ist zu überlegen, ob man ihn behält oder nicht. Im Falle, dass man ihn benutzen will, sollten seine Updates über einen geeigneten Weg bereitgestellt werden, wenn man auf WSUS und Windows Update verzichtet. Wohl bemerkt: Der Windows Update-Dienst sollte nicht blockiert sondern höchstens in die Irre (Fake WSUS) geleitet werden. Wichtige Infos dazu:


back-to-topBeschaffung und Herstellung der Custom-ISO

back-to-topDownload eines Windows-10-Images (Vorgang geprüft am 14.03.2021)


  • Gehe zu: https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows10
  • Klick auf die Schaltfläche "Tool jetzt herunterladen"
  • MediaCreationTool ausführen
  • Installationsmedien für anderen PC erstellen
  • Haken "Empfohlene Optionen für diesen PC verwenden" entfernen, Architektur auf "beide"
  • Als "ISO-Datei" speichern

back-to-topHerstellung eines bootfähigen Sticks zur späteren Aufnahme des Custom-Images (Ergänzt am 18.07.2021)


  • Ein 16GB-Stick sollte eingesteckt werden. Bis 32GB geht es so. Bei größeren Sticks ist das Verfahren etwas anders.
  • Kommandozeile mit erhöhten Rechten starten (und dann mit den Befehlen in " " fortfahren)
  • "diskpart" starten
    • "list disk" eingeben und den USB-Stick identifizieren (Disk Nr!)
    • "select disk x" ("x" ist die Nummer des USB-Sticks aus vorangegangenem Befehl)
    • "clean" eingeben, um den Stick zu löschen
    • "create partition primary" eingeben, um den Stick neu zu partitionieren
    • "active" eingeben, um die erzeugte Partition als aktiv (bootfähig) zu kennzeichnen
    • "format fs=fat32 quick" eingeben, um die Partition mit Fat32 zu formatieren
    • Mit "exit" diskpart verlassen.
  • USB-Stick einmal ziehen und wieder einstecken

back-to-topHerstellung eines bootfähigen Sticks (größer als 32GB) zur späteren Aufnahme des Custom-Images (Ergänzt am 18.07.2021)

  • Kommandozeile mit erhöhten Rechten starten (und dann mit den Befehlen in " " fortfahren)
  • "diskpart" starten
    • "list disk" eingeben und den USB-Stick identifizieren (Disk Nr!)
    • "select disk x" ("x" ist die Nummer des USB-Sticks aus vorangegangenem Befehl)
    • "clean" eingeben, um den Stick zu löschen
    • "create partition primary" eingeben, um den Stick neu zu partitionieren
Diskpart hier erstmal beenden. Der Stick ist jetzt RAW-formatiert und hat einen Laufwerksbuchstaben.
Diesen identifizieren und mit dem Programm h2format (bekommt man bei heise.de) formatieren. Dadurch erhält man einen USB-Stick mit FAT32 auch bei Partitionsgrößen über 32GB. Die künstliche Beschränkung vom Microsoft wird so umgangen.
Jetzt wieder zurück zu diskpart
    • "active" eingeben, um die erzeugte Partition als aktiv (bootfähig) zu kennzeichnen
    • Mit "exit" diskpart verlassen.
  • USB-Stick einmal ziehen und wieder einstecken

Ergänzung vom 21.07.2021:
Beachten Sie, dass ältere Computer unter Umständen Probleme haben, vom einem übergroßen Stick zu booten. Den Vorteil eines solchen Sticks sehe ich darin, dass
man die Entwicklungstools, ggfs. die ganze Entwicklungsumgebung in einem Unterverzeichnis mitführen bzw. auch das Treiberrepository dort ebenfalls ablegen kann.

back-to-topErzeugung des Custom-Images aus der vom Hersteller bereitgestellten und erzeugten ISO-Datei (am Beispiel der x64 Pro-Edition)

back-to-topVorüberlegungen


  • Der Hersteller kann Images ausliefern, die im "Sources"-Verzeichnis entweder eine install.esd- oder install.wim-Dateien enthalten.
  • Die oben heruntergeladene ISO-Datei enthält x86- und x64-Versionen von Windows mit verschiedenen Editionen.
  • Besagte install.*-Dateien befinden sich in den Pfaden x86\sources und x64\sources.
  • Die ISO-Datei kann mit 7-Zip entpackt werden.

back-to-topEntpacken und Einbinden der Pro-Edition


Tipp: Ich würde die nächsten Schritte nur auf einem frischen Windows durchlaufen. Es hat seine Vorteile, eine saubere Installation für das Customizing zu nutzen, da nach dem Mounten das Offline-Image mit dem Online-Image sehr stark verzahnt wird.

  • ISO-Datei mit 7-Zip öffnen
  • install.esd im Pfad x64\sources suchen und mit Drag-n-Drop entpacken.
  • Kommandozeile mit erhöhten Rechten starten
    • Befehl "dism /Get-WimInfo /WimFile:<Pfad zur Datei>\install.esd" feuern. Ausgabe beachten und Index-Nr. der Pro-Edition merken (hier Nr. 5).
    • Befehl "dism /Export-Image /SourceImageFile:<Pfad zur Datei>\install.esd /SourceIndex:5 /DestinationImageFile:<Pfad zur Datei>\install.wim /Compress:Maximum" feuern. Eine install.wim wird erzeugt, die größer als die esd sein wird und später auch so nicht auf den USB-Stick passen wird.
    • Befehl "dism /Mount-wim /WimFile:<Pfad zur Datei>\install.wim /index:1 /MountDir:<mountdir>" feuern, um das extrahierte "Windows 10 pro x64"-Image einzuhängen. Das Dateisystem des Images steht in dem Verzeichnis zur Verfügung, welches unter <mountdir> definiert wurde.

back-to-topErst Generalisieren und dann Spezialisieren (Customizing)

back-to-topWichtig

Immer zuerst generelle Änderungen auf das Image anwenden, bevor man eigene (spezielle) durchführt.
In diesem Fall hier, ist es nicht falsch, zuerst das letzte SSU und das letzte CU herunterzuladen und anzuwenden.

back-to-topGeneralisieren (oder generelle Änderungen auf das heruntergeladene Image anwenden)

In diese Rubrik fallen u.a. Treiber- und Windows-Updates.

back-to-topIntegration von Windows Updates
back-to-topBeziehen aktueller Windows-Updates (am Beispiel Build 20H2)
Entweder per Google nach folgendem suchen: "Updateverlauf von Windows 10" und dabei auf Links nach support.microsoft.com achten, ggf. auf Microsoft auf die Seite der aktuellsten Version wechseln oder den direkten Link für 20H2 verwenden: https://support.microsoft.com/de-de/help/4581839

Alternative:
https://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=cumulative+Build- ... ("Build-Nr durch 20H2 oder gewünschte Build ersetzen)

back-to-topEinspielen von Windows-Updates
Beachten:
  • Zuerst Servicing Stack Update einspielen (Verweis im MS-Beitrag zum CU)
  • Dann erst das passende, aktuelle CU.

Befehl "dism /image:<mountdir> /add-package /Packagepath:<updatedir>" feuern, um Updates einzuspielen.
Mountdir = Einhängepunkt des Images
Updatedir = Verzeichnis, in dem die Updates gesucht werden

back-to-topAntwort-Datei mit Windows ADK bauen und einspielen
back-to-topBeschaffen von Windows ADK
Im Prinzip hier: https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/get-started/adk-instal ...
Das Produkt ist letzten Endes sehr groß.
Wir brauchen den "Windows System Image Manager".

back-to-topGrundeinstieg
Man erstellt eine autounattend.xml und legt diese entweder ins Root-Verzeichnis der ISO oder des obigen USB-Sticks.
Wichtig ist, dass man diese nach Erstellung zuerst in einer Referenzinstallation vollständig testet, bevor man im Customizing weitermacht. Sonst wird es schwierig, etwaige Fehler den entsprechenden Abläufen zuzuordnen. Unten ist ein Listing einer funktionierenden autounattend.xml zu sehen. Die als Ausgangspunkt für eine eigene zu nehmen, ist kein Fehler.

Der Windows System Image Manager lädt die WIM-Datei, die oben exportiert wurde und baut einen geeigneten Katalog dazu auf (in Form einer CLG-Datei). Deswegen sollte erst das Generalisieren vor dem Spezialisieren stehen.

back-to-topIntegration von Treibern
Ich tendiere dazu, diese nicht ins Image zu integrieren, sondern dem Image beim Installationszugang verfügbar zu machen in Form eines lokalisierten Treiberverzeichnisbaumes (zumindest für Netzwerkkarten) und alle weiteren Treiber können über ein zentrales Netzwerkrepository bereitgestellt werden. Dazu muss man z.B. die Antwortdatei unten um zwei Komponenten erweitern:
  • xxx_Microsoft-Windows-PnPCustomizationsNonWinPE
  • xxx_Microsoft-Windows-PnPCustomizationsWinPE

xxx gibt die Platform an (x86 für 32Bit, amd64 für 64Bit)
In den Dateilistings zeige ich einen Codesnippet der Antwortdatei, der für eine Bereitstellung per Netzwerk benutzt werden kann.

Auch hier gilt:
Erst im Kleinen bauen und testen. Bei Erfolg erst weitermachen.

Eine entsprechende Antwortdatei kann so verwendet werden für ein In-Place-Upgrade, als auch für eine Erstinstallation.

back-to-topSpezialisieren
back-to-topOneDrive entfernen

Zwei Wege:

back-to-topPaket aus dem Image entfernen (solange das überhaupt möglich ist)
  • Das Referenzsystem in das das Image gemounted wird muss absolut sauber sein!
  • Es wird ein Tool namens Install_wim_tweak gebraucht. Es kann z.B. bei Deskmodder.de bezogen werden.
  • Kommandozeile mit erhöhten Rechten starten (und dann mit den Befehlen in " " fortfahren)
    • "install_wim_tweak.exe /p <mountdir> /l" listet alle Packages im Windows-Image auf und schreibt diese in die Packages.txt, die im Programmordner von install_wim_tweak liegen wird. Vorsicht! Nur nötigste Änderungen am Package-Cache machen! Sonst funktioniert die Installation nicht mehr.
    • "install_wim_tweak.exe /p <mountdir> /c Microsoft-Windows-OneDrive /r" feuern, um Microsoft OneDrive vom System zu entfernen.

back-to-topPaket auf dem System belassen und Installationstrigger deaktivieren
Verlinkung aus Startmenü löschen:
Man findet sie hier: cd <mountdir>\Users\Default\appdata\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs

Löschen der Registrierungseinträge

Das kann natürlich auch im Registrierungseditor direkt gemacht werden.

back-to-topSuchbox in der Taskleiste abschalten (falls gewünscht)


Das kann natürlich auch im Registrierungseditor direkt gemacht werden.

back-to-topAPPX-Pakete entfernen (Anzeigen und zum Löschen Selektieren)

Es gibt aus meiner Sicht keine Probleme, wenn man den Windows-Store ebenfalls löscht.
Danke an @tikayevent: , aber eins muss klar sein: Er lässt sich nicht mehr installieren! Das ist anscheinend nicht mehr richtig. Der Kollege hat in den Kommentaren beschrieben, wie es gemacht wird.

back-to-topKacheln aus dem Startmenü entfernen für alle Benutzer von Anfang an

Zur vorhandenen Datei <mountdir>\Users\Default\appdata\Local\Microsoft\Windows\Shell\DefaultLayouts.xml kommt eine namens LayoutModification.xml.
In den Dateilistings stelle ich eine zur Verfügung.

back-to-topFeatures aktivieren oder deaktivieren

Auflisten:
Aktivieren: (wenn externe Quellen notwendig - hier .NET Framework 3.5):
Deaktivieren:

back-to-topUnliebsame Apps aus dem Ordner \Windows\SystemApps deaktivieren

Dazu kann man unter <mountdir>\windows\SystemApps die gewünschten App-Ordner suchen und einfach umbenennen.
Ich empfehle zur Nachvollziehbarkeit einfach mit einem "_BLOCKIERT" den Verzeichnisnamen zu suffixen.
Achtung: Es gibt Apps, die man so nicht sperren sollte, da sich das System sonst nicht installieren oder hochfahren lässt.

Vorsicht! Man sollte nach und nach testen, welche sich so (noch) deaktivieren lassen und welche nicht!

Ergänzung vom 20.07.2021:
Ich lösche z.B. die App XboxGameCallableUI (einfach nach diesem String filtern) so vollständig raus. Das tangiert die Installation nicht.

back-to-topEdge Chromium entfernen (hinzugefügt am 18.07.2021, aktualisiert am 19.07.2021)

Der Edge ist vorinstalliert und deswegen aus meiner Sicht nicht sauber aus der ISO zu entfernen. Aber folgenden Weg habe ich getestet:
Anstatt ihn da rauszubrechen, kann er nach erfolgreicher Installation von Windows auch direkt deinstalliert werden.

Dazu erstelle ich zwei Scripts mit Namen SetupComplete.cmd und ErrorHandler.cmd.
Sowohl die Namen als auch der Speicherort der Scripts (hier: <MountDir>\Windows\Setup\Scripts) ist keinesfalls beliebig! (siehe Link). In den Dateilistings sind beide Scripts aufgeführt.

Es gibt auch Wege, dies über die Antwortdatei an drei Stellen umzusetzen, die ich aber derzeit nicht erwäge, zumal mit jedem kumulativen Update die Gefahr besteht, dass Edge Chromium wie OneDrive immer wieder zurückkehren kann.

Unter
<MountDir>\Windows\SystemApps entferne ich zwei Ordner, die den String "edge" enthalten. Das geht so:

Der erste Befehl stellt den Besitzer der Ordner und Dateien um.
Der zweite Befehl richtet volle Zugriffsrechte ein.
Beide grasen rekursiv durch die gesamte Unterordner- und Dateistruktur des angegebenen Ordners.

Dann kann man besagte Verzeichnisse mit dem "edge" löschen. Die Installation stört sich nicht daran.

back-to-topRegistry-Tweaks
back-to-topempfohlene Tools
  • AntiSpy-Tool: O&O-Software ShutUp10
  • Registry-Monitor: Sysinternals Process Monitor
  • Zum Bearbeiten der REG-Dateien: Notepad++
Immer die aktuellsten Versionen verwenden!

back-to-topEinstellungen eines (empfohlenen) AntiSpy-Tools in geeignete reg-Datei überführen
  • Überlegung: Die meisten (mir bekannten) AntiSpy-Tools erlauben nur an laufenden Systemen Änderungen durchzuführen, aber nicht an offline Images. Zusätzlich ist mir nicht bekannt, dass diese Tools einen Export der Einstellungen im REG-Format erlauben. Das wäre aber von Vorteil, um in die Registry eines Images importiert werden zu können. Also mache ich das durch gezieltes Monitoring und Konsolidieren der Einstellungen in einer REG-Datei.
  • So wird's gemacht
    • Auf einem sauberen, non-customized Referenzsystem werden obige Tools bereitgestellt.
    • Filtereinstellungen für Process Monitor (Schema: Colum Relation Value Action)
      • Process Name is OOSU10.EXE include
      • Operation is RegDeleteValue Include
      • Operation is RegSetValue Include
      • Operation is RegCreateKey Include
      • Operation is RegDeleteKey Include
    • Man startet ShutUp10 und wählt dann nach einander die gewünschten Einstellungen. Der Process Monitor erlaubt dann die Verfolgung, welche Einstellung welche Änderung in der Registry bewirkt.
  • Jede nachvollzogene Registry-Änderung exportiert man über den Registrierungseditor in eine REG-Datei. Ich empfehle dabei eine fortlaufende Nummerierung der Dateien und Unterscheidung des Kontextes ob maschinenweite oder nutzerbezogene Änderung. Dateien könnten z.B. so benannt werden Uxx.reg Mxx.reg:
    • Im Process Monitor:
      • Path = HKCU --> nutzerbezogene Änderung
      • Path = HKLM --> maschinenweite Änderung
  • Nun führt man alle Uxx.reg in eine Datei zusammen. Mit den Mxx.reg macht man gleiches (aber hier gilt zu unterscheiden, dass HKLM\Software und HKLM\System in zwei verschiedenen Registrierungsdatenbankdateien gespeichert werden. Ich habe unter Dateilistings zwei Beispieldateien (Stand März 2021) bereitgestellt (alle Einstellungen auf "ein"). Diese berücksichtigen den zuvor geschilderten Umstand nicht. Die zusammengeführte M.reg trennt man also ggf. in zwei weitere Dateien auf.
  • Jetzt muss man die korrekten Dateien der Registrierung aus dem Image einhängen
    • Der nutzerbezogene Teil liegt unter <mountdir>\users\default\ntuser.dat (HKCU-Baum)
    • Der maschinenbezogene Teil liegt unter
      • <mountdir>\windows\system32\config\software (HKLM\Software-Baum)
      • <mountdir>\windows\system32\config\system (HKLM\System-Baum)
  • Je nach Einhängepunkt im Registrierungseditor, müssen alle Dateien inhaltlich auf den korrekten Pfad angepasst werden, sonst werden Schlüssel und Werte an der falschen Stelle der Registry eingefügt.
  • Danach kann man alle Strukturen entladen.

back-to-topWeitere Policies über gpedit.msc monitoren, in REG-Dateien wandeln und ins Image laden
Überlegung: Ich habe keinen anderen Weg gefunden, deswegen beschreibe ich, wie ich es mache:
Ich nehme Process Monitor und überwache mit folgenden Filtereinstellungen:
  • Process Name is svchost.exe Include
  • Process Name is mmc.exe Include
  • Operation is RegDeleteValue Include
  • Operation is RegSetValue Include
  • Operation is RegCreateKey Include
  • Operation is RegDeleteKey Include

Damit ist es möglich, Änderungen am HKCU-Baum (durch mmc.exe) und Änderungen am HKLM-Baum (durch svchost.exe) zu überwachen. Jede geänderte Policy löst ein Event aus, das sofort nachvollzogen werden kann. Ich habe weiter oben beschrieben, wie man mit den REG-Dateien umgehen sollte.

back-to-topBearbeitung abschließen

back-to-topÄnderungen am Image bestätigen und Image schließen (zurück in geladene WIM-Datei schreiben)

back-to-topÄnderungen in WIM-File zurückschreiben.



back-to-topAbbildbereitstellung aufheben ohne Änderungen (erneut) zurückzuschreiben.


Der Vorgang ist zweigeteilt, damit man sehen kann, dass Commit und Aufheben getrennt funktionieren. Eine mögliche Fehlermeldung weißt bei einem kombinierten Vorgang nicht die Ursache aus und "hält" einen Commit für wahrscheinlich erfolgreich.

back-to-topAufräumen



Die fertige install.wim kommt zurück in den Ausgangsordner des Images oder des USB-Sticks und ersetzt dort die install.esd oder eine vorliegende install.wim.
Wenn die autounattend.xml ebenfalls am entsprechenden Platz ist, ist es Zeit, das Ganze zu testen.

Ergänzung vom 18.07.2021:
Es kann sein, dass die install.wim nach Bearbeitung für das FAT32-Dateisystem des Sticks zu groß sein wird. Es besteht die Möglichkeit, die WIM-Datei in SWM-Dateien zu splitten und diese auf den USB-Stick ins entsprechende Verzeichnis zu spielen.

Einfach folgenden Befehl anpassen und feuern:
Die SWM-Dateien können nachträglich nicht mehr bearbeitet werden. Also die WIM-Datei als Ausgangsdatei besser aufheben.

back-to-topInplace-Upgrade mittels custom Windows-10-ISO


Die Verwendung einer custom ISO kann zweierlei Zwecken dienen:
  • Erstinstallation eines Geräts (auch unter Verwendung der autounattend.xml)
  • Inplace-Upgrade via command line oder Script

Zum Inplace-Upgrade reicht es, die ISO in ein Share oder einen lokalen Ordner zu entpacken und die Setup.exe im Ordner mit entsprechenden Optionen aufzurufen.
Information: https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/manufacture/desktop/wi ...

Der Aufruf der Setup.exe kann z.B. so aussehen:

Was von Interesse sein kann, ist alle Einstellungen für die Setup.exe in eine setupconfig.ini zu legen und diese per Command-Line zu übergeben. Welche Optionen tatsächlich erforderlich sind, hängt vom gewählten/vorhandenen Szenario ab. Es sei einfach nur hier erwähnt, als eine Möglichkeit.

back-to-topDateilistings


back-to-topBeispiel einer LayoutModification.xml zur Entfernung aller Kacheln aus dem Startmenü:



back-to-topBeispiel einer AUTOUNATTEND.XML



back-to-topCodeSnippet zur Integration in eine AUTOUNATTEND.XML (für Treiberrepository über Netzwerkshare)



back-to-topREG-Dateien zur Implementierung der Einstellungen des AntiSpy-Tools


HINWEIS! Das sind Beispieldateien aus März 2021! Ich rate dazu, neue zu erzeugen. Diese dienen nur der Anschauung.

back-to-topMaschinenweite Einstellungen (HKLM\Software-Baum)



back-to-topMaschinenweite Einstellungen (HKLM\System-Baum)



back-to-topNutzerbezogene Einstellungen


back-to-topBenutzerdefinierte Scripts für Abschluss der Installation


back-to-topSetupComplete.cmd zur Entfernung des vorinstallierten Edge Chromium

Achtung! Der Pfad bei einem x86-OS lautet "Program Files" nicht "Program Files (x86)".


back-to-topErrorHandler.cmd zur Entfernung des vorinstallierten Edge Chromium, falls SetupComplete.cmd nicht funktioniert.


Content-Key: 665068

Url: https://administrator.de/contentid/665068

Ausgedruckt am: 24.07.2021 um 20:07 Uhr

Mitglied: tikayevent
tikayevent 13.06.2021 um 18:31:04 Uhr
Goto Top
Es gibt aus meiner Sicht keine Probleme, wenn man den Windows-Store ebenfalls löscht, aber eins muss klar sein: Er lässt sich nicht mehr installieren!
Doch, kann man, man muss sich nur aus dem Microsoft Store (über die Webseite die URL besorgen und über eine externe Seite dann die Download-Links extrahieren lassen) das Paket besorgen und kann es dann wieder installieren und sogar provisionieren. Ich hab den Store bei unseren Filial-PCs, wie alle möglichen appx-Anwendungen, entfernt und mache es jetzt rückgängig.
Mitglied: beidermachtvongreyscull
beidermachtvongreyscull 13.06.2021 um 21:09:17 Uhr
Goto Top
Hab Dank für die Info.
Ich korrigiere das umgehend.
Heiß diskutierte Beiträge
general
Kosten nicht gerechtfertigt? Dienstleister stellt Kosten für "Troubleshooting" bei Neuanschaffung von HCI + CoreSwitchDirty2186Vor 1 TagAllgemeinZusammenarbeit17 Kommentare

Hallo Zusammen, ich interessiere mich für Eure Meinung zu dem Thema Leistungsnachweise von Systemhäusern und Dienstleistern und deren Berechnung von Leistungen. Da sich hier ja ...

question
RAM-Zugriff auf einem neuen High-Performance Server, teilweise um Welten langsamer als auf einer WorkstationMysticFoxDEVor 13 StundenFrageBenchmarks31 Kommentare

Moin Zusammen, mir ist gestern beim Optimieren eines neuen Servers eine Sonderheit aufgefallen, die ich mir so beim besten Willen, momentan absolut nicht erklären kann. ...

info
Phishing Mail mit schädlichen Images in freier Wildbahn (.IMG Datei)wolfbleVor 1 TagInformationViren und Trojaner12 Kommentare

Moin Moin an alle Gestern bekam ich eine EMail mit irgendwelchen komischen Sepa Einzugsankündigungen die man angeblich der angehängten Datei entnehmen kann. Ging so um ...

question
Listet Microsoft Default ACLs von Windows?DerWoWussteVor 1 TagFrageSicherheit18 Kommentare

Moin Kollegen. Nach dem Sicherheits-GAU "Hivenightmare" stellt sich mir die Frage, wie ich in Zukunft sicherstellen kann, dass die ACLs der Systemdateien in Windows korrekt ...

question
Erfahrungen mit CodeTwo Exchange Migration von 2016-2019dlohnierVor 1 TagFrageExchange Server18 Kommentare

Hallo, ich möchte unseren Exchange Server 2016 der noch auf WIndows 2016 läuft auf einen Server 2019 mit Exchange 2019 migrieren. Habe das Tool "CodeTwo ...

question
Doppelte A-Records in DNSBPeterVor 1 TagFrageWindows Server10 Kommentare

Hallo, unsere Windows Notebooks registrieren sich im DNS mit ihrer Lan- und Wlan Adresse. D.h. es gibt 2 gleiche Namen mit 2 unterschiedlichen IP-Adressen. Wie ...

question
AD-Domäne über VPN beitreten -Ist das möglich?EnrixkVor 1 TagFrageWindows Netzwerk9 Kommentare

Hallo, ich bräuchte mal einen Rat von einem Netzwerkprofi. Ich habe bei mir zuhause ein Heimnetzwerk mit AD-Domäne, entsprechenden Ordnerfreigaben, NAS und servergespeicherten Windows-Profilen. Wenn ...

question
Abschlussprojekt - FiSi gelöst VerbranntesHuhnVor 1 TagFrageWeiterbildung6 Kommentare

Hallo zusammen, ich bin derzeit auf der Suche nach einem Abschlussprojekt (max. 35 Stunden) - Abgabe des Antrags - Stichtag 02.08.2021. Ich weiß jedoch nicht ...