Dieser Beitrag ist schon älter. Bitte vergewissern Sie sich, dass die Rahmenbedingungen oder der enthaltene Lösungsvorschlag noch dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Collision Domain

Mitglied: it-administrator
habe eine Frage,kann mir jemand erklären was eine "collision domain in enem ip-segment" ist?
Bräuchte das ziemlich dringen.evtl.Websites oder anderes

Es geht darum wenn ich zwei Netzwerke habe mit unterschidlichen IP Adressen die evtl. mit einem Router verbunden sind schwierigkeiten auftauchen können und collision usw(aus sicht der layer 2 und layer 3)

Content-Key: 411

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Ausgedruckt am: 17.09.2021 um 18:09 Uhr

Mitglied: Frank
Frank 25.10.2002 um 00:43:57 Uhr
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Hallo,

hier mal ein paar Begriffe aus den Netzwerkwelt erklärt:

Collision Domain
Die Collision Domain beschreibt die Gruppe aller Rechner, die am gleichen Ethernet-Segment hängen und bei denen das gleichzeitige Senden zu Collisionen führt

Collisions
Eine Kollision tritt auf, wenn zwei Rechner an einem gemeinsammen Ethernet zur gleichen Zeit senden

OSI Modell
Das OSI Modell beschreibt die verschiedenen (8) Schichten, von der der Hardware-Übertragung bis zu Applications-Schicht. Auf den unteren Schichten wirken die verschiedenen Verbindungs Knoten von Kabelsegmenten:
1. Übertragungs Medium
2. Repeater (Switch)
3. Bridge
4. Router

Repeater
ein Repeater dupliziert die von einem Port kommenden Pakete auf alle anderen Ports. Dabei müssen auch Collisionen kopiert werden.
Im Gegensatz zu Bridges und Routern müssen die Informationen in den Paketen nicht analysiert werden. (Siehe OSI Modell)

Router
ein Router ermoeglicht die geziehlten Verbindung von mehreren Netzen und auch Protokoll Umwandlungen. So kann die Pakete soweit analysieren, dass er einen Weg zu (fast) jedem Ziel im Internet finden kann, aber auch bestimmte Pakete (z.B.Broadcasts) herausfiltern und auch Pakete auf sehr unterschiedliche Medien verteilen (z.B. wenn ein Paket in mehrere kleinere Aufgespalten werden muss) (Siehe OSI Modell)

Repeater
ein Repeater dupliziert die von einem Port kommenden Pakete auf alle anderen Ports. Dabei müssen auch Collisionen kopiert werden.
Im Gegensatz zu Bridges und Routern müssen die Informationen in den Paketen nicht analysiert werden. (Siehe OSI Modell)
Mitglied: Frank
Frank 25.10.2002 um 00:49:34 Uhr
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Hier noch ein paar Grundsätzliche Infos über das Layer 2, die 10Mbps Ethernet Technik

Die Norm IEEE 802.3 definiert 10Mbps Ethernet. Die Datenpakete werden nach dem CSMA/CD Prinzip übertragen:

Carrier Sense
Jede Station horcht vor dem Senden, ob nicht bereits eine andere Station sendet. Wenn das der Fall ist, wartet sie.

Multiple Access
Wenn keine Station sendet, kann jede Station mit dem Senden beginnen.

Collision Detect
Beim Senden hört jede Station mit, ob nicht noch eine andere Station dazwischenfunkt, also fast gleichzeitig begonnen hat zu senden. Ist das der Fall, unterbrechen beide ihre Übertragung und warten eine zufällige Zeit bis zum Neubeginn.

Die Signalübertragung kann technisch im Baseband (allein auf der Leitung) oder im Broadband (gemischte Mediennutzung) erfolgen. Basebandbetrieb ist einfacher und erheblich billiger. Dieser Betrieb wird 10Base genannt. Je nach Übertragungsmedium wird dieser 10Base Betrieb weiter unterschieden:

10Base5
Mit dem ThickWire Kabel lassen sich bis zu 500m lange Segmente aufbauen, in die bis zu 100 Stationen eingesteckt werden können. Der Abstand zwischen zwei Stationen muß ein Vielfaches von 2,5m betragen.

10Base2
Mit einem Coaxialkabel lassen sich bis zu 185m lange ThinWire-Segmente aufbauen. An ein derartiges Kabel können bis zu 30 Stationen angeschlossen werden. Der Abstand zwischen zwei Station muß ein Vielfaches von 50cm betragen.

10Base-T
werden für Punkt-zu-Punkt Verbindungen bis 100m eingesetzt. Es werden zwei Adernpaare zur Kommunikation benötigt. Im Repeater-Repeater Betrieb müssen die Sende- & Empfangsleitungen gekreuzt werden, so der Anschluß am Repeater sich nicht umschalten läßt. Geeignet ist geschrimtes oder ungeschirmtes Kabel ab Kategorie drei. Die Übertragungsfrequenz beträgt etwa 20MHz. Vierpaariges Kabel gestattet den Full-Duplex-Betrieb mit 20Mbps.

10Base-F
Der Einsatz von Lichtwellenleiter soll helfen größere Entfernungen zu überbrücken. Dazu gibt es drei Substandards:
-10Base-FP
bis 500m auf der Strecke: Hub-Station
-10Base-FB
bis 2000m auf der Backbone-Strecke: synchron Repeater-Repeater
-10Base-FL
wie 10Base-FB für Backbone-Strecken, ersetzt den etwas restriktiveren FOIRL (Fiber Optic Inter Repeater Link). 10Base-FB Adapter können mit FOIRL Adaptern kommunizieren, wenn die strengeren FOIRL Regeln eingehalten werden.

Strukturregeln

Um das CSMA/CD Protokoll einhalten zu können muß eine Kollision wirklich innerhalb der Laufzeit eines Paketes aus 576 Signalfolgen, also innerhalb von 57,6 µs jede Station erreicht haben. Anderenfalls bemerken die sendenden Stationen den Datenverlust durch die Kollision nicht.

Aus dieser Restriktion ergibt sich die maximale Größe einer Collision-Domain, bis zu der Netze aufgebaut werden können. Verzögerungszeiten entstehen durch die Signallaufzeiten auf den Kabeln und durch eingesetzte Repeater (Hubs).

Als Faustregel gilt: Es können max. zwei Repeater-Paare zwischen zwei beliebigen Stationen stehen.

Etwas genauer ist die 5-4-3-Repeater-Regel: Es dürfen zwischen zwei beliebigen Stationen in der Collision-Domain:

max. fünf Segmente
max. vier Repeater
max. drei 10Base2 oder 10Base5 Segmente stehen.

Insgesamt können max. 1023 Stationen in einer Collision-Domain angeschlossen sein.

Will man ein Netz über die Grenzen einer Collision-Domain hinaus ausdehnen, so müssen Bridges oder höher angesiedelte Netztrenner dazwischengeschaltet werden.

Vielleicht hilft es Dir :-) face-smile

Gruß
Frank
Mitglied: it-administrator
it-administrator 25.10.2002 um 09:42:05 Uhr
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He danke für die super ausführliche antwort hat mir wirklich weitergeholfen.


thx
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