Klimasteuerung Serverraum

Hallo zusammen,

ich habe gerade im Zuge eines Projektes einen Serverraum mit zwei neuen Klimageräten bestückt. Bin ganz neu auf dem Gebiet und mache das quasi zum Ersten mal. Jetzt kamen einige Fragen auf, die ich leider auch nicht beantworten kann. Eventuell kennt sich von euch jemand aus, oder hat einen Tipp.

Die Hardware war relativ teuer, somit soll eines der beiden Geräte als "Backup" dienen und dann angehen, wenn das erste Gerät aussteigt. Jetzt weiß ich aber, dass es für ein Splitgerät nicht gerade förderlich ist, wenn es einige Zeit aus war und plötzlich angeschmissen wird. Deshalb war meine Idee, die Geräte jeweils immer im Wechsel laufen zu lassen. Immer wenn ein Monat vergangen ist, soll das eine Gerät aus und das andere Gerät angehen.

Zusätzlich soll beim Ausfall eines Gerätes das andere Gerät automatisch anspringen.

Für alle Wechsel-, Ausfall-, oder Temperaturevents soll am Besten eine E-Mail verschickt werden (wenn die Raumtemperatur z.B. 30 Grad übersteigt). Wenn man das jetzt so liest, klingt das sehr nach Home Automation, aber solche Probleme müssen doch auch andere Firmen haben? Leider habe ich abgesehen von einer Raspberry Pi Bastellösung bisher nichts brauchbares finden können.

Ich freue mich auf eure Meinungen!

viele Grüße
Mr.Robot

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Ausgedruckt am: 22.01.2022 um 00:01 Uhr

Mitglied: Looser27
Looser27 21.08.2018 um 14:24:17 Uhr
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Moin,

so wie sich das liest, habt ihr vergessen, die entsprechende Ansteuerung für die Geräte mit auszuschreiben.
Sowas nachzurüsten wird nicht ganz trivial.
Die Klimageräte haben lediglich die Handbedienteile, richtig? Je nach Hersteller kann man die so programmieren, dass Ein-/Ausschaltzeiten eingefügt werden können. Doch das löst nicht Dein Redundanz-Betrieb.
Wenn Du ganz sicher gehen willst, lässt Du beide Anlagen auf einer Temperatur mit Ventilator im Auto-Modus laufen. Doch auch dann hast Du noch keine Überwachung der Geräte selber.
Es gibt Hersteller, die eine Überwachung im Gerät haben, doch da Du nicht sagst, was Du für Geräte im Einsatz hast, bleibt das ein Rätselraten.

Gruß

Looser
Mitglied: thommy75
thommy75 21.08.2018 um 14:40:47 Uhr
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Hallo Mr. Robot,

Ungefähr so machen wir es hier im Rechenzentrum einer größeren Bank.

Die beiden Klimageräte laufen im wöchentlichen Wechsel, den Status bekommen wir auf die Gebäudeleittechnik.

Außerdem überwachen wir die Temperatur über Sensoren, die an die vorhandene Einbruchmeldeanlage angeschlossen sind und benachrichtigen im Bedarfsfall unser Wachdienst-Unternehmen, der weitere Schritte unternimmt (Verständigung Haustechnik und Schlüsselträger)

Gruß, Thomas
Mitglied: wiesi200
wiesi200 21.08.2018 um 15:16:26 Uhr
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Sorry,

mag ja falsch liegen aber wenn beide gleichzeitig laufen?
Wenn die ziehltemperatur erreicht ist, dann kühlen die ja nicht noch mehr runter. Somit dürfte nicht so viel mehr Energie verbraucht werden.

Somit bräuchtest du nur eine Überwachung ob die Geräte laufen und ober die Temperatur im Raum passt, was ja nicht so extrem aufwendig ist.
Mitglied: chiefteddy
chiefteddy 21.08.2018 um 15:48:23 Uhr
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Hallo,

natürlich ist das keine technische Herausforderung. Wenn man zur Ausschreibung das Plichtenheft ordentlich erstellt hat und alle Anforderungen vor der Planung/ Auftragserteilung sauber formuliert hat.

Dann kann der Auftragnehmer/ Planer nämlich die richtigen Komponenten auswählen!

Je nach Hersteller und Gerätefamilie bieten die Klimageräte eine Bus-Schnittstelle (evtl. als Nachrüstmodul), mit der man eine übergeordnete Steuerung anschließen kann. Im einfachstem Fall ist das nur ein Web-Server, der zur Überwachung über das IP-Netzwerk dient und zB auch eMails verschicken kann. Das geht aber bis zur komplexen Anbindung an Gebäudemanagenten-Systeme (wie es @thommy57 ja auch beschreibt).

Im Nachgang ist so etwas natürlich schwieriger umzusetzen.

Welche Klimageräte (Hersteller und genauer Typ) sind denn im Einsatz?

Was sagt denn die Klimaanlagenfirma, die euch die Anlagen installiert hat, zu eurem Problem/ Wunsch?

Jürgen

PS Wir haben uns eine Klimaanlage von Mitsubishi heavy industries installiert. Dazu gibt es ein "CompTrol Interface 4Web", mit dem man bis zu 4 Anlagen über das Netzwerk bedienen und überwachen kann. Darüber hinaus kann das Web-Interface im Fehlerfall auch eMails verschicken.
https://www.s-klima.de/produkte/klimasysteme/comptrol/comptrol-interface ...

Unabhängig davon ist eine USV (APC) mit einer Netzwerkschnittstelle ausgestattet, die auch die Temperatur erfasst. Auch von dort werden bei erreichen von Grenzwerten eMails verschickt. Über SNMP ist auch eine Einbindung in ein Management-System möglich.
Mitglied: certifiedit.net
certifiedit.net 21.08.2018 um 22:57:43 Uhr
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Wir sind die falschen AP, da, wo du die Geräte geordert hast solltest du nachhaken.

VG
Mitglied: Mr.Robot
Mr.Robot 23.08.2018 um 08:18:05 Uhr
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Da es sich um günstige Klimageräte handelt ist da nichts mit externen Anschlüssen oder Modulen. Ich werde es vermutlich über ein KNX Busssytem lösen müssen/können. Danke für die Hilfen.
Mitglied: chiefteddy
chiefteddy 23.08.2018 um 09:55:15 Uhr
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Hallo,

warum KNX? Was führt dich zu der Vermutung, dass das KNX-System dein Problem löst?

KNX ist kein reines Bus-System im klassischen Sinn. Im KNX-System gibt es keien "Zentrale", jeder Knoten hat seine eigene "inteligenz" und muß programmiert werden. Dazu wird eine spez. (kostenpflichtige) Software benötigt. Und eine intensive, einwöchige Schulung.

Wenn es dir nur um die Überwachung auf Ausfall oder Grenzwertüberschreitung mit eMail-Benachrichtigung geht, gibt es einfachere, handelsübliche Lösungen. ZB. die Netzwerk-Management-Karten für die USVs von APC (wenn du APC-USVs im Einsatz hast).

Wenn du einen alternierenden Betrieb bzw. Redundanz realisieren willst, setz eine zentrale Steuerung (Mini-SPS (zB. Crouzet) oder Raspberry Pi) ein, die direkt die Stromversorgung der Klimageräte Ein- und Ausschaltet.

Wenn deine "günstigen Klimageräte" keine Nachrüstung mit Kommunikations-Modulen (des Herstellers) erlauben, ist KNX nur dafür Blödsinn.

Nochmal die Frage: Hersteller und genauer Typ deiner Klimageräte. Ich arbeite in einem Kälte-Klima-Unternehmen und bin für die Entwicklung und Programmierung der Steuerungen verantwortlich, vielleicht kann ich dir ja einen konkreten Tip geben.

Jürgen
Mitglied: Looser27
Looser27 23.08.2018 um 10:56:02 Uhr
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Wenn du einen alternierenden Betrieb bzw. Redundanz realisieren willst, setz eine zentrale Steuerung (Mini-SPS (zB. Crouzet) oder Raspberry Pi) ein, > die direkt die Stromversorgung der Klimageräte Ein- und Ausschaltet.

Bei den kostengünstigen Geräten reicht das Einschalten der Stromversorgung nicht zum Start des Gerätes. Hier muss dann die Fernbedienung noch entsprechend programmiert werden. Und damit entsteht ein neues Problem: Bei baugleichen Geräten wird die FB immer beide Geräte bedienen.

Aus diesem Grund würde ich eine reine Monitoring Lösung nehmen, welche den Stromverbrauch beider Geräte einzeln loggt.
Beide Geräte parallel laufen lassen. Dann bekommt man mit, wenn nur noch ein Gerät Strom verbraucht.

Oder: Manuelles umschalten der Geräte inkl. Monitoring (Strom und Raumtemperatur). Dann muss aber im Zweifelsfall jemand hin und umschalten, wenn es knallt.
Mitglied: chiefteddy
chiefteddy 23.08.2018 um 11:41:00 Uhr
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Hallo.

Nochmal die Frage: Hersteller und genauer Typ deiner Klimageräte. Ich arbeite in einem Kälte-Klima-Unternehmen und bin für die
Entwicklung und Programmierung der Steuerungen verantwortlich, vielleicht kann ich dir ja einen konkreten Tip geben.

== Insider

Was ist denn daran nicht zu verstehen?

Am Ende wird immer nur ein Relais oder Schütz ein- bzw. aus geschaltet. Ob nun über den Schaltausgang eines Infrarot-Empfängers oder einer SPS oder eines RasPi ist doch egal

Jürgen
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