Lokaler SMTP-Server als "Puffer" mit Weiterleitung an anderen E-Mail-Server

hit123
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Hallo zusammen,

ich habe einen Debian-Server auf dem eine Anwendung läuft, die über SMTP E-Mails versendet. Bisher war diese direkt mit unserem E-Mail-Server
(Exchange) verbunden und hat darüber verschickt. Problem ist natürlich eine Nichterreichbarkeit des Exchange aus welchen Gründen auch immer,
da dann keine E-Mails mehr verschickt werden.

Nun bräuchte ich eine einfache Lösung hierfür, vielleicht einen lokalen SMTP-Server der E-Mails entgegennimmt (würde ja ausreichen wenn der nur
auf 127.0.0.1 hört) und diese bei einem Ausfall des Exchange "puffert" und dann weitergibt wenn dieser wieder verfügbar ist.

Ich habe das bereits mit EXIM4 mit Konfiguration für Smarthost getestet, hatte da aber keinen wirklichen Erfolg. Sobald der Exchange nicht mehr
erreichbar ist, ging da auch nichts mehr mit E-Mails.

Wäre da EXIM4 eine Lösung und ich habe lediglich eine falsche Konfiguration oder kennt jemand etwas besseres für dieses Problem? Der Server soll
die E-Mails aus diversen Gründen auch nicht selbst versenden.

Für eure Hilfe oder auch Tipps bin euch schon jetzt dankbar face-smile

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Ausgedruckt am: 15.08.2022 um 17:08 Uhr

Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 02.07.2022 um 21:40:18 Uhr
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Exim hat doch eine Warteschlange?
Deine Projektion geht doch davon aus, dass dein externer Server nicht erreichbar ist? Was soll ein weitere interner Dienst daran ändern?
Mitglied: commodity
commodity 02.07.2022 um 21:47:38 Uhr
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Hallo,
würde ja ausreichen wenn der nur auf 127.0.0.1 hört und diese bei einem Ausfall des Exchange "puffert" und dann weitergibt wenn dieser wieder verfügbar ist.
Das sollte ein möglicher Weg sein. Ich habe das mit Postfix realisiert.
Stichwort: Relayhost. Der lokale Server ist der im Client eingetragene Mailserver, der Exchange ist der in der Konfig des lokalen Servers eingetragene Relayhost.
hatte da aber keinen wirklichen Erfolg
Das ist keine Fehlerbeschreibung. Verfolge den eingeschlagenen Weg weiter. Kläre, ob der lokale Server die Mails entgegennimmt und was passiert, wenn der Exchange ausfällt. Du musst den Weg der Mail über die Logs verfolgen, dann kommst Du ans Ziel.

Viele Grüße, commodity
Mitglied: Windows10Gegner
Windows10Gegner 02.07.2022 um 22:10:14 Uhr
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Zumindest mit sendmail ist sowas ganz easy eingerichtet.
DeamonPOrtOptions in der sendmail.mc so einstellen, dass der nur auf 127.0.0.1/::1 lauscht,
Smarthost einrichten, sendmailconfig ausführen.
http://www.sendmail.org/~gshapiro/8.10.Training/DaemonPortOptions.html

define(`SMART_HOST',`mxpool1.spamgateway.comodo.com') dnl

Beides in der sendmail.mc in /etc/mail.
Geht in 3 Minuten.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 02.07.2022 um 23:39:05 Uhr
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Moin,

Prinzipiell tut es jeder MTA (exim, postfix, sendmail, etc.) auf Deinem debian. Die Puffern alle, dmh. wenn die Mail nicht gleich rausgeht, probieren sie es immer wieder, bis der timeout, I.d.R mehrere Tage, wenn nichts anderes eingestellt, erreicht ist.

Die defailt-Konfiguration für senden mit smarthost über dpkg-configure reicht üblicherweise.

lks
Mitglied: NordicMike
NordicMike 04.07.2022 aktualisiert um 12:24:44 Uhr
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Am Exchange hängen einige Clients, die schimfen, wenn der Exchange nicht erreichbar ist. Mach doch einen Exchange Cluster mit DAG, damit auch die Clients eine ständige Verbindung haben. Davor ein OPNsense, das die Emails (Port 25) und die MAPI Zugriffe entweder zu einem Clusterteil oder zum anderen Clusterteil leitet, wenn einer der Clusterteile fehlen. Und schon hast du eine Hochverfügbarkeit ohne Ausfälle, auch, wenn der Exchange 2h für die Updates benötigt.
Mitglied: hit123
hit123 17.07.2022 um 18:51:41 Uhr
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Danke euch allen für eure Tipps, damit sollte ich sicherlich weiterkommen face-smile
Mitglied: commodity
commodity 17.07.2022 um 19:00:00 Uhr
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Dann sei so gut und mach hier zu face-smile

Viele Grüße, commodity