Bandbreite Link Aggregation

Mitglied: alexx01

alexx01 (Level 1) - Jetzt verbinden

12.06.2019 um 17:33 Uhr, 2265 Aufrufe, 6 Kommentare

Um wieviel erhöht sich die Bandbreite bei der Bündelung zweier physikalischen Ports? Gibt es eine bestimmte Regel? Es heißt immer, durch LA wird die Bandbreite erhöht, aber um wieviel?





LG
Mitglied: theoberlin
12.06.2019, aktualisiert um 17:49 Uhr
Hi Alex,

das kommt jetzt drauf an wie du Bandbreite definierst und wie du die Ports gebündelt hast.

Ich gehe jetzt mal von LACP aus.
Hier wird die Bandbreite zusammengefasst bspw. 1Gbit auf 2Gbit mit Failover auf 1Gbit.

Aber Achtung: Das gilt nicht für einzelne Verbindungen. Hierfür muss das Protokoll das unterstützen. Bspw. SMB3 mit Multichannel.

Grundsätzlich einfach beschrieben kannst du erstmal betrachten, dass zwei unterschiedliche Clients sich die Bandbreite von 1Gbit nicht mehr teilen da sie auf beide aggregierten NICs verteilt werden.
Aber ein Client/Verbindung ist weiterhin nur mit 1Gbit verbunden.

LG
Theo
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Mitglied: aqui
12.06.2019, aktualisiert um 18:08 Uhr
Das kostet langsam extra für ihm hier !
Seit heute erst Forums Mitglied und schon seine dritte Hausaufgaben Frage hier im Forum obwohl offizieller Haussaufgaben Tag immer nur der Freitag ist und wir heute schon eine extra Ausnahme für ihn gemacht haben !! Eine steile Fragekurve ;-) face-wink
Und das auch noch ohne jegliches aktives Feedback von ihm ! Netiquette geht also gegen Null... :-( face-sad
Ich gehe jetzt mal von LACP aus.
Das ist es nicht ganz !
Link Aggregation ist IEEE 802.3ad vom Balancing Algorythmus her.
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0907131.htm
LACP handelt das nur dynmaisch aus.
Beide tauchen aber (fast) immer als Paar auf ;-) face-wink

Die Bandbreite wird physisch nicht erhöht in Bezug auf die Übertragungs Geschwindigkeit. Aus 2 mal 100 Mbit werden keine 200 Mbit/s physisch, wie auch ? Die Bündelung verhält sich nur so von der Kapazität her, da 2 mal 100 Mbit Links soviel Traffic aufnehmen können wie theoretisch eine 200 Mbit Leitung.
Der 802.3ad Standard benutzt ein Hashing Verfahren (XOR) über die letzten Bits entweder der Mac oder IP Adresse um für Kommunikations Partner den physischen Link festzulegen. Intelligentere Systeme rechnen noch den TCP oder UDP Port in den Hash mit rein um die Entropie zu erhöhen.
In der Praxis wird daher keine homogene Verteilung der Last erreicht bzw. das ist in hohem Maße von der Verteilung der IP oder Mac Adressen abhängig. Kann also gut sein das die 2 Clients trotz LACP LAG auf einem Link bleiben je nach Hashwert.
Dieser Fakt ist ein Nachteil von LACP LAGs. Das ändert sich erst wenn man TRILL oder SPB Fabric Switches verwendet. Diese verwenden oft per Paket Round Robin Verfahren auf LAGs die dann eine reale Verteilung bewirken auf Packet Basis und nicht auf Adress Hashing Basis.

Damit sollte @alexx01 eigentlich nun seine Hausaufgaben hoffentlich bestanden haben ?!
(Hätte man mit Befragung von Dr. Google auch ohne ein Admin Forum recherchieren können...)
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Mitglied: alexx01
12.06.2019 um 18:03 Uhr
Oke, Danke @theoberlin

LG
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Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
12.06.2019 um 18:34 Uhr
Es gibt nur wenige Geräte die LACP tatsächlich zur Geschwindigkeitssteigerung eines einzelnen Betriebsytems oder Endgerätes nutzen können... das wird unter Windows, Vmware, HyperV und Xenserver für immer ein Wunschtraum bleiben. Meiner Kenntnis nach unterstützen das nur besitmmte Mac Pro die mit 2 oder 3 Ethernetschnittstellen ausgestattet sind.
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Mitglied: aqui
12.06.2019, aktualisiert um 19:40 Uhr
Es gibt nur wenige Geräte...
Oha...da unterschätzt du aber die ganzen Infrastruktur Geräte (Switches, Router, Firewalls usw.) dort ist sowas gang und gäbe und extrem weit verbreitet. Es gibt kaum Netze die keine LACP LAGs einsetzen. Mit aktuellen Full Stacks oder horizontal Stacks oder mit LAG Cluster Techniken wie Cisco VSS oder vPC, Ruckus MCT usw. ist das mittlerweile Commodity geworden auch weil ein LACP LAG immer gleichzeitig Bandbreitenverdopplung und gleichzeitige aktive Redundanz bedeutet.
Was früher mit Einzelswitches und gewichtetem Spanning Tree so nicht möglich war in redundanten Umgebungen.

Auch Server und NAS Systeme kommen heute durch die Bank alle mit mutiplen Interfaces (sogar billige Home NAS haben meistens 2) und ausnahmslos alle Betriebssysteme und Hypervisor supporten LACP LAGs problemlos. Andere nennen es oft nur anders mit Teaming oder auch Bonding.
Ob und wie man es einsetzt ist dann wie immer eine Design Frage des Netzes und der Anwendung. Aber supporten tut es die gesamte Netzwerkwelt. Sogar ein Raspberry Pi: ;-) face-wink
https://administrator.de/wissen/netzwerk-management-server-raspberry-pi- ...
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Mitglied: theoberlin
12.06.2019 um 20:58 Uhr
@alexx ein „Zur Lösung beigetragen“ wäre nett.

@aqui ich denke er meinte, dass die Macs tatsächlich auch für einzelne Verbindungen in der Lage sind die Geschwindigkeit zu verdoppeln auch ohne multipath im Protokoll. Habe ich gerade mal näher angeguckt. In diesem Fall wird ein virtueller NIC mit einer einzelnen gemeinsamen MAC Adresse generiert...interessant.

LG
Theo
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