Exchange PST Archive

bvsn
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Hallo,

ich suche eine Übergangslösung für unser Archivierungsproblem bei Exchange. Zukünftig werden wir exchange@PAM einsetzen um das Problem ein für alle mal in den Griff zu bekommen. Aus organisatorischen Gründen ist dies jedoch nicht vor Frühjahr 2008 angestrebt.

Zur Zeit archivieren die User Ihre E-Mails als PST und haben teilweise bis zu 5 GB große PST Archive in ihrem Outlook. Outlook wird dadurch sehr instabil. Ist es ggf. sogar besser das Archivieren zu lassen und stattdessen die Exchange Datenbank aufzublähen? Wobei dann doch prinzipiell die OST, die jetzt relativ schlank ist, auf die größere der PST Archive anwachsen würde, oder sehe ich das falsch?

Eingesetztes System

Server:
Microsoft SBS 2003

Clients:
XP
Outlook 2003 SP2

Gruß

Christoph

Content-Key: 68100

Url: https://administrator.de/contentid/68100

Ausgedruckt am: 29.05.2022 um 13:05 Uhr

Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 06.09.2007 um 21:01:29 Uhr
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Ich persönlich würde den Usern grundsätzlich einbläuen, die PST-Archive nicht zu gross zu machen. Nach 500 MB werden die Dinger einfach instabil. Sag den Usern, sie sollen mehrere PSTs erstellen und sag Ihnen, sie sollen doch unnötige Mails bitte löschen (private Mails, vorallem die mit 20 MB grossen Bitmaps oder Videos im Anhang). Eine Möglichkeit, korrupte PSTs zu reparieren, ist übrigens das Tool scanpst.exe (hab leider vergessen, wo es abgelegt ist, sollte aber bei jedem PC, auf dem Office drauf ist, drauf sein).

Wenn deine User nicht so lernfreudig sind, bläh besser die Exchange-Datenbank auf.

Edit:
Interessante Anekdote:

M$ übernimmt keinen Support für PST-Files, welche nicht auf dem Client lokal gespeichert sind. Soll heissen, sobald die betreffende PST-Datei auf einem Netzlaufwerk liegt, hilft einem Microsoft nicht.
Mitglied: bvsn
bvsn 07.09.2007 um 08:52:11 Uhr
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Hallo TuXHunt3R,

vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem Erziehen haben wir schon mal versucht. Das kannst du in dieser Firma und insbesondere in den höheren Etagen leider absolut vergessen. Aber gut, da wir ohnehin nächstes Jahr exchange@PAM einsetzen werden, werde ich die Last mal besser auf den Exchange Server auslagern ;-) face-wink

Aber wie verhält es sich dann mit der OST...die müsste doch dann größer werden. Ist die denn stabiler als die PSTs? Beziehungsweise würdest du den Cache Modus bei so großen Postfächern dann ganz abschalten damit keine OST erstellt wird (Ist doch so, oder?)?

Gruß

Christoph
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 07.09.2007 um 20:42:32 Uhr
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Ich bin leider im Moment nicht im Betrieb, daher kann ich dir nicht sagen, ob in jedem Fall eine OST generiert wird oder nur, wenn du den Cache-Modus einschaltest.
OSTs sind aber mit Sicherheit stabiler als PSTs und ich würde in jedem Fall den Cache-Modus abschalten. Falls dein Exchange abstürzt, haben halt die User vielleicht eine halbe Stunde ihre Mails nicht zur Verfügung. Ich denke, das würden sie überleben.

By the way: Sind die Postfächer bei dir nicht in der Grösse limitiert? Bei uns in Betrieb haben wir eine Maximalgrösse von 80 MB festgelegt. Alles was nicht reinpasst, müssen die User leider Gottes auf PSTs auslagern. Unsere User haben sich daran gewöhnt.
Mitglied: 51705
51705 07.09.2007 um 21:08:50 Uhr
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Eine *.ost wird nur im Cache-Mode erstellt. Der Cache-Mode ist grundsätzlich aus Performancegründen hilfreich, ich würde den also nicht pauschal abschalten. Zusätzlich ergeben sich so Möglichkeiten, bei einem Serverausfall bedingt weiterarbeiten zu können.

Die Exchange Datenbank kann für private/public Store jeweils bis zu 75 GB umfassen. Sind diese Grenzwerte nicht in Gefahr, halte ich eine Auslagerung von Archiven in *.pst für Müll.

Meine Meinung:
Nicht der User hat sich der IT anzupassen, sondern die IT passt sich dem User an.
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 07.09.2007 um 21:27:46 Uhr
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@ srmerlin

Im Grunde schon, aber wenn die GL dir zu wenig Geld zur Verfügung stellt, muss man Kompromisse eingehen.
Mitglied: 51705
51705 07.09.2007 um 21:36:06 Uhr
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@ srmerlin

Im Grunde schon, aber wenn die GL dir zu
wenig Geld zur Verfügung stellt, muss
man Kompromisse eingehen.

Speicher- bzw. Backupplatz wird doch so oder so anfallen, dein Argument zieht nicht.
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 07.09.2007 um 22:15:00 Uhr
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Wenn du meinst......................
Mitglied: 51705
51705 07.09.2007 um 22:26:44 Uhr
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Hast du widersprechende Argumente?
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 07.09.2007 um 22:34:45 Uhr
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Der Grund, neben der Ersparnis an Speicherplatz, wieso wir die Beschränkung der Postfächer auf 80 MB festgesetzt haben, ist folgender:
Die Datenmenge lässt sich einfach besser unter Kontrolle halten und die Berechnungen werden einfacher. So ist die Gefahr gering, dass man entweder zu wenig oder zu viel in Speicherplatz investiert.

Das gleiche war früher bei den Fileservern. Früher hatten wir auf allen Homeshares eine Diskquota von 300 MB. Dies wurde inzwischen aufgehoben, was zur Folge hatte, dass die User angefangen haben, ihre kompletten Fotoalben auf unsere Server zu schieben. Sicher, der Benutzer ist zufrieden, allerdings steigen bei uns die Kosten für laufend neue SAN-Disken.
Mitglied: 51705
51705 07.09.2007 um 22:40:45 Uhr
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Du, oder eher das Unternehmen, ist gesetzlich verpflichtet, geschäftliche E-Mails für einen bestimmten Zeitraum vorzuhalten. Mach ich das mit verteilten PST-Files oder mit einer Datenbank?

Speicherplatz kostet doch, gemessen an den allgemeinen Kosten, nichts.
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 07.09.2007 um 23:43:39 Uhr
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Ich habe diese Strategie nicht erfunden und sie hat bestimmt Vor- und Nachteile.
Ich bin 1. noch in der Berufslehre und arbeite 2. nur an der technischen Umsetzung mit. Solche Regelungen erarbeiten die Leute über mir.

Ich werde die Frage mal dem Verantwortlichen weiterleiten, der wird mir sicher weitere Begründungen liefern können, wieso sie sich für die Strategie mit den 80 MB-Postfächern entschieden haben.


PS: Sehr gute Website (vom Design und vom technischen Standpunkt her)
Mitglied: 51705
51705 07.09.2007 um 23:55:22 Uhr
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PS: Sehr gute Website (vom Design und vom
technischen Standpunkt her)

Welche Web-Site meinst du?
Mitglied: bvsn
bvsn 08.09.2007 um 08:46:05 Uhr
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Hallo miteinander,

also es ist sicherlich im Interesse der Geschäftsleitung, dass die E-Mails vernünftig archiviert werden. Insbesondere da es sich hier nicht nur um ein technisches, sondern auch gesetzliches Problem handelt. Deswegen haben wir uns auch bereits für den Einsatz von exchange@PAM entschieden.

Ich würde aber gerne noch einmal den Verzicht auf die PST Archive näher beleuchten (Für die Übergangslösung). Wenn wir die Daten nicht in PST Archive auslagern und auch den Cache Modus nicht abschalten, da dieser ja durchaus eine wichtige Funktion hat, dann wird nach meinem Verständnis das OST File immer größer, oder nicht?

Ist es tatsächlich so, dass das OST File stabiler als ein PST File ist? Ich habe nämlich Angst, dass das OST File dann ggf. die Integrität des Postfachs direkt auf dem Server gefährdet. Und dann schlage ich mich lieber hin und wieder mit einem kaputten PST File rum als mit einem komplett kaputten Postfach auf dem Server.

Gruß

Christoph
Mitglied: TuXHunt3R
TuXHunt3R 08.09.2007 um 21:47:10 Uhr
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@51705


Die, die du in deinem Profil eingetragen hast

http://www.pnsc.de
Mitglied: 51705
51705 09.09.2007 um 21:02:52 Uhr
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Vielen Dank für die Blumen ;)