Hybrid Router - Erfahrungen oder Empfehlungen?

Hallo

Kombiniert werden soll - DSL (ADSL2) mit "LTE" oder "EuroDOCSIS". Oder natürlich gleich alle drei.
Wir haben ja bald Weihnachten... 😁
Nicht als Fallback, sondern gleichzeitig genutzt.

Die Leistung wird nur in einem Raum mit diversen Hosts genutzt. Vorzugsweise Cat6A angeschlossen, WLAN für Tablet / Handy).
Kein nennenswerter Traffic an Audio / Video. Am ADSL2 Router des IP ist noch ein Festnetz Telefon (VOIP) eingesteckt. Wird kaum genutzt.

Hat jemand Erfahrungen / Empfehlungen für einen Hybrid Router?
Voraussetzungen? Budget? Lernkurve?

Danke im Voraus für jede Information.

Beste Grüsse

Content-Key: 631523

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Ausgedruckt am: 24.01.2022 um 18:01 Uhr

Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 13.12.2020 um 16:22:07 Uhr
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Moin,

ich würde da eher drei Modems und einen Multi_WAN-Router nehmen, auch denn das dann "4 Kisten" statt nur einer wären.

lks
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 13.12.2020 aktualisiert um 16:40:55 Uhr
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Hallo Lochkartenstanzer

Da bin ich ganz bei Dir. Simpel (KISS) ist immer besser.

Welche Multi-WAN-Router sind Dir bekannt? Bzw. was sind die üblichen Verdächtigen die man in die Runde wirft?
Ich investiere auch lieber etwas mehr am Anfang / Fundament als hinterher Störungen zu ergründen.

Bevorzugt natürlich Modelle die Ihr kennt, damit meine Lernkurve nicht allzusteil ausfällt...

Beste Grüsse
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 13.12.2020 um 16:33:12 Uhr
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Zitat von @PeterGyger:

Bevorzugt natürlich Modelle die Ihr kennt, damit meine Lernkurve nicht allzusteil ausfällt...

  • pfsense (siehe aquis Anleitung)
  • mikrotik Routerboards mit passender Portzahl und Leistung (der kleine hEX reicht meisten. :-) face-smile)
  • LanCOM
  • Cisco

In der Reihenfolge, wie ich es bevorzuge.

lks
Mitglied: aqui
aqui 13.12.2020 aktualisiert um 16:45:54 Uhr
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Na ja...eigentlich gehört Cisco an die Spitze der Liste jedenfalls wenn es die IOS Modelle 926-4P oder 1112-8P sind.
Gibt natürlich auch noch die RV 340 oder 345 aus der SoHo Reihe die aber zumindestens auf Mikrotik Level gehören.
;-) face-wink
VipriNet ist auch so ein klassischer Vertreter
https://www.viprinet.com/de/produkte/multichannel-vpn-router-modular
Oder auch TDT
https://tdt.de/de/produkte/vpn-router/
Im Grunde geht jeder beliebige Multi WAN Router oder Firewall von der Stange je nach Anspruch.
https://www.heise.de/select/ct/2016/24/1479992026108405
Mitglied: cykes
cykes 13.12.2020 aktualisiert um 18:59:07 Uhr
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Nabend,

ich halte eher diese Anforderung
Nicht als Fallback, sondern gleichzeitig genutzt.
Für eher kritisch. 3 unterschiedliche Techniken (transparent) miteinander zu bündeln dürfte eher schwierig werden. Da fallen dann auch weitere Hindernisse, bspw DS-Lite deutlich mehr ins Gewicht. Wie das in der Schweiz ist, weiß ich allerdings nicht genau, dürften ja auch 3 (2) unterschiedliche Anbieter sein.
Falls dann noch (Provider-)Telefonie genutzt wird, wird's noch schwieriger.

Gruß

cykes
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 13.12.2020 aktualisiert um 18:56:06 Uhr
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Guten Abend zusammen

@cykes
Routbare WAN IP - kein DS-Lite:
- ist beim DSL Router da
- beim DOCSIS Anbieter im Privatverträge Sektor für kein Geld zu haben
- LTE - keine Ahnung - müsste ich abklären.
Bitte ein paar Stichworte dazu, damit ich mich in dieses Thema einlesen kann.

Die gleichzeitige Nutzung ist das ideale Szenario.
Der Multi WAN Router als Interface zwischen Switch und den Modems der ISPs

Man kann natürlich die Hosts auf die Modems der ISP aufteilen: jedes erhält seinen ISP Anschluss.
Wobei mir dann der Vorteil mit einem Multi WAN Router nicht klar.
Bitte (gedankliche) Brille vom Beschlag befreien.
Danke.


@aqui
Ich werde 2021 tiefer in die Cisco Welt eintauchen müssen. Somit wäre ein Cisco Gerät mein Favorit, da ich dann Erfahrungen mit Cisco Geräten sammeln kann.
Ich habe unter Deinen Anleitungen diese gefunden, die wahrscheinlich für das Szenario in Frage kommt.
administrator.de/knowledge/preiswerte-vpn-f%C3%A4hige-firewall-eigenbau-fertigger%C3%A4t-149915.html

@Lochkartenstanzer
Schöne Auswahl. Da mein Kurs aktuell in die Cisco Welt gesetzt ist, wird es wohl ein Cisco Gerät werden. Wenn ich nicht ganz simpel die Hosts auf die einzelnen Modems aufteile.

Andererseits wollte ich schon lange einmal eine PF-Sense in Betrieb nehmen. Einfach um mehr Praxis mit Firewall und Layer 2 zu sammeln. So wenig Zeit, so viel Druck und eine unendliche Anzahl von Möglichkeiten

Beste Grüsse
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 13.12.2020 um 19:10:53 Uhr
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Zitat von @PeterGyger:

Man kann natürlich die Hosts auf die Modems der ISP aufteilen: jedes erhält seinen ISP Anschluss.
Wobei mir dann der Vorteil mit einem Multi WAN Router nicht klar.

Ganz einfach:

bei "Deiner" Lösung mußt Du jedem Host einzeln sagen, was sein gateway ist oder drei getrennte Netze betreiben


Mit dem Multiwan-Router hast Du ein (oder mehrere netze) und der Multiwan-Touter entscheidet, welcher Host über welches Netz geht, ggf durch Policy-based-Routing. Die Host müssen da gar nichts wissen außer ihrem default gateway. Außerdem kann der Multiwan-Router automatisch Fallback auf die anderen Wege machen, ohen daß man am Host "herumschrauben" muß.

lks
Mitglied: cykes
Lösung cykes 13.12.2020 um 19:11:35 Uhr
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Zitat von @PeterGyger:
@cykes
Routbare WAN IP - kein DS-Lite:
- ist beim DSL Router da
- beim DOCSIS Anbieter im Privatverträge Sektor für kein Geld zu haben
- LTE - keine Ahnung - müsste ich abklären.
Bitte ein paar Stichworte dazu, damit ich mich in dieses Thema einlesen kann.
Naja es gibt ja hier in DE von der Telekom Hybrid-Anschlüsse (xDSL und LTE), die funktionieren aber nur mit dem zugeh. Hybrid-Router, da der LTE-Teil über einen speziellen Tunnel mit dem xDSL gebündelt wird. Das habe schon einige versucht mit alternativer Hardware nachzubauen, hat aber alles nicht sauber funktioniert. Telefonie funktioniert bei diesen Anschlüssen nur, wenn der xDSL-Teil läuft.

Bei 2/3 unterschiedlichen Techniken und Providern kannst Du das m.E. nur zurechtbasteln wenn Du bei einem Hoster ein permanent erreichbares Gegenstück zur Verfügung stellst und den Traffic dort auseinanderdröselst.

Die gleichzeitige Nutzung ist das ideale Szenario.
Der Multi WAN Router als Interface zwischen Switch und den Modems der ISPs

Gäbe auch Geräte von Draytek, Du hast ja aber schon Cisco als gesetzt gegeben ;-) face-wink

Man kann natürlich die Hosts auf die Modems der ISP aufteilen: jedes erhält seinen ISP Anschluss.
Wobei mir dann der Vorteil mit einem Multi WAN Router nicht klar.
Dabei wäre er tatsächlich eher sinnlos.
Bitte (gedankliche) Brille vom Beschlag befreien.
Ich hoffe, das Brillenputztuch hat geholfen ;-) face-wink
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 13.12.2020 um 19:24:50 Uhr
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Guten Abend

@cykes
Router mit LTE als Fallback Lösungen sind mir bekannt.
Ein Hybrid sollte - IMO - die Bandbreite von 2 ISP kombinieren.
Quasi wie 2 Automotoren...

Cisco: nichts ist gesetzt. Es muss einfach einen Lerneffekt, ohne sinnlose Quälerei mit Herstellerspezifischen Problemchen und Eigenarten.
Aqui (nicht nur) ist ja ein grosser Fan der Mikro Router. Und wenn ich Multi WAN damit und PFsense umsetzen könnte, dann wäre das ein ebenbürtiges Ziel. Zu PF Sense ist - nicht nur hier - viel Know How im Netz. Und man sammelt Erfahrug mit Layer 2.

Host auf die ISP Modem aufteilen: Warum sinnlos? Brille ist in diesem Punkt noch nicht klar. 😎

@Lochkartenstanzer

Verstehe! Routing Polizei die den Verkehr nach Kriterien bzw. bei Ausfall dirigieren kann. Ferner haben alle Hosts den gleichen Bezugspunkt im LAN, was die Konfiguration vereinfacht. Troubleshooting und so...

Wenn ich nicht sofort am Esstisch erscheine, wird jemand sehr laut werden und das Porzellan könnte gefährdet sein.
Lese aber später weiter...

Beste Grüsse
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 13.12.2020 um 22:09:56 Uhr
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Hallo zusammen

Bitte eine Checkliste wir man Schritt für Schritt für Schritt zu einer Multi WLAN Lösung kommt

A: mit Cisco
oder
B: mit pfsense

Vielen Dank!

Beste Grüsse
Peter
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 13.12.2020 aktualisiert um 22:18:51 Uhr
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Moin

  • Modems besorgen
  • Router besorgen
  • Modem an Interfaces des Routers anflanschen
  • Diese Interfaces im Router konfigurieren, z.B. Zugangsdaten eintragen
  • Ggf. Routingregeln eintragen.
  • Lan-Interface konfigurieren.

Fertig.

lks
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 14.12.2020 um 09:36:58 Uhr
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Hallo Lochkartenstanzer

Danke für die Checkliste 😁

1. Modems ist klar
2. Router besorgen ist klar
3. anflanschen ist klar

4. "Zugangsdaten" - nicht klar
Die Anmeldung erfolgt ja über die Modems des jeweiligen ISP
Man kann diese auch nicht bridgen

5. Klar
6. Klar

Kannst Du zu Punkt 4 mich aufklären?

Besten Dank
Mitglied: aqui
Lösung aqui 14.12.2020 aktualisiert um 11:29:33 Uhr
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Die Anmeldung erfolgt ja über die Modems des jeweiligen ISP
Nein, denn dann wären es ja keine Modems sondern Router !! Hier begehst du also einen technischen Irrtum.
Ein reines NUR Modem ist ja nichts anderes als ein passiver Medienwandler und die Zugangsdaten hält dann immer der Router. Kollege @LKS hat hier also Recht.
Primär sollte man immer reine nur Modems verwenden wenn man es kann um der Problematik einer Router Kaskade mit doppeltem NAT und Firewalling zu entgehen.
Klassische NUR Modems sind bei xDSL z.B. die allseits bekannten Vectoring Hybrid Modems wie Draytek Vigor 165 oder Zyxel VMG3006 oder eine FritzBox 7412 und beim Kabel TV das Technicolor TC4400-EU usw.
Du redest oben aber von einer Router Kaskade. Technisch nicht das Gelbe vom Ei klappt aber auch. Dann hält natürlich immer der jeweilige "Router" davor die Zugangsdaten. ;-) face-wink
Mitglied: PeterGyger
PeterGyger 14.12.2020 um 14:30:07 Uhr
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Hallo Aqui

Natürlich. Ihr habt zu 100%.
Da bin ich schon zu lange weg von dieser Materie, wenn das Fundament bereits bröckelt... 😉

Betreffend Kabel werde ich mich erkundigen, ob man ein reines Modem beim Anbieter in der Schweiz einsetzen kann. DSL sollte gehen, auch wenn der ISP über DHCP anstatt PPoE die Verbindung aufbaut.

Wie sieht es denn aus, wenn man den DSL Router mit einem LTE Router (LTE-Router FRITZ!Box 6820 LTE International V.3) kombiniert? Anstatt Kabel TV?
Ev. gibt es Hybrid Router die das bereits vorsehen und nebst dem DSL auch die LTE Logik verbaut haben?

Last but not least - einen ganz dicken Dank für soooo viel profunde Infos!

Beste Grüsse an das beste Forum!
Mitglied: aqui
aqui 14.12.2020 aktualisiert um 15:23:23 Uhr
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https://www.draytek.de/vigor165.html
https://www.zyxel.com/de/de/products_services/vmg3006modem/uebersicht
https://shop.wernerelectronic.de/antennen-und-kabelfernsehtechnik/tc4400 ...
Die üblichen Verdächtigen... ;-) face-wink
Bei den Mobilfunk_Routern musst du Router nehmen ([ Mikrotik], Huawei,TP-Link, Teltonika und Co), denn dort gibt es keine nur Modems.
https://mikrotik.com/product/wap_lte_kit
https://mikrotik.com/product/ltap_mini_lte_kit
Ausnahme ist z.B. wenn du einen der o.g. Cisco 900 oder 1100er Router nimmst die haben ein xDSL Interface und ein LTE Interface eingebaut. Da hast du dann beides onboard und bräuchtest wenn du alles 3 machen willst nur noch ein Kabel TV Modem wie das TC4400.
Eingebaute Mobilfunk Interfaces sind aber meist kontraproduktiv denn wenn der xDSL/TV Kabel Router im Keller steht ist da dann oft nix mit Funkempfang.
Da sind die abgesetzten Systeme bei hochfrequenten Mobilfunk Bändern besser die man an einen Mast, Mauer oder Fenster mit besserer und freier HF Abstrahlung montiert und dann nur den IP Traffic per Patchkabel auf den Router Port patcht.
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