Infrastruktur für Firma

Mitglied: brainwash

brainwash (Level 1) - Jetzt verbinden

10.04.2021 um 13:36 Uhr, 1464 Aufrufe, 14 Kommentare, 4 Danke

Hallo zusammen, kurze Erklärung zu meinem Problem...

Wir sind eine kleine Firma mit zwei Standorten im Bereich Brandschutz. Zur Zeit nutzen wir für unsere Arbeiten einen PC auf dem wir über Remotedesktop zugreifen und dort alle Arbeiten erledigen. Das Problem an dieser Methode ist, dass wir nicht mit mehr als einen Benutzer arbeiten können.
Da auch wir immer mehr am Wachsen sind müssen wir uns professioneller aufstellen und meine Erfahrungen mit Server etc. geht gegen Null.

Deswegen frage ich hier und hoffe auf ein paar Antworten :) face-smile.

Was muss es können?
- Zeitgleich 4 Benutzer
- Ausbaufähig bis 10 Benutzer
- Windows Programme (Laufen auf einem Server Einzelplatzlizenzen?)
-Buchhaltung
-Zeichensoftware
-Office
- automatsiche Backups
- CAD arbeiten

Was benötige ich für so etwas?
Was sind marktübliche Preise (Hessen) für IT Unternehmen die so etwas betreuen?
Vor- und Nachteile von eigener Hardware oder gemietete von Strato etc...?


Ich hoffe man versteht was ich möchte... :) face-smile
Vielen Dank im vorraus.

Gruß
Christoph
Mitglied: transocean
10.04.2021 um 13:45 Uhr
Moin,

Du brauchst einen Terminalserver.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terminalserver

Gruß

Uwe
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Mitglied: Looser27
10.04.2021 um 14:13 Uhr
Zitat von @transocean:

Moin,

Du brauchst einen Terminalserver.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terminalserver

Gruß

Uwe

Das ist aber nur die halbe Wahrheit.....da noch nichts vorhanden zu sein scheint, wird das ne größere Baustelle.
Am besten Angebote von mehreren Systemhäusern einholen.
WICHTIG: Vorher genau auf Papier bringen, was man braucht und was nicht.

Gruß

Looser
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Mitglied: radiogugu
10.04.2021 um 15:09 Uhr
Hallo.

Auch muss für euch festgelegt werden, ob ein dedizierter Raum für einen Server vorhanden ist oder ob dieser mit jeder Menge Geräuschdämmung und zusätzlicher Kühlung ausgestattet im Büro stehen soll.

Prinzipiell könnte man bei der geringen Benutzeranzahl auch über ein NAS nachdenken und darauf virtualisieren, aber das ist von der Leistung nicht so berauschend.

Systemhäuser anfragen.

Die Stundensätze werden dann wahrscheinlich zwischen 100 und 150 € liegen und je nachdem, welche Angaben sich aus euren Lasten- und Pflichtenheften ergeben, können deren Angebote sich grob zwischen 4.500 und 7.500 € für die Hardware bewegen.

Aber da sind alles Schätzungen. Definitive Zahlen erhälst du erst, wenn konkrete Anfragen an die entsprechenden Stellen gestellt wurden.

Hier kannst du keine wirkliche Hilfe bekommen, außer einer der vielen Selbstständigen meldet sich bei dir und erfragt Details.

Gruß
Marc
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Mitglied: em-pie
10.04.2021 um 15:25 Uhr
Moin,

also wenn ohnehin nahezu keinerlei Infrastruktur vorhanden ist:
Es gibt mittlerweile immer mal wieder Systemhäuser, die haben bei regionalen Rechenzentren ein paar HEs oder Schränke angemietet und können dort eine passende Umgebung bereitstellen.

Dann habt ihr (via VPN + RDP) von Überall guten Zugang zu euren Systemen, ohne in den eigenen Büros Equipment vorzuhalten.
Das ganze wird dann gemietet und kann i.d.R. als Betriebskosten abgesetzt werden.

Ihr solltet euch hierbei aber im Vorfeld ein... zwei... Systemhäuser anschauen, die solche Dienste anbieten und deren Leistungen genau hinterfragen und bewerten. Auch im Hinblick auf die Informationssicherheit/ den Datenschutz.

Der Vorteil ist in Summe jedoch:
Ihr kümmert euch um nichts - mal abgesehen von den Nutzdaten. Wartung und Support der Server sowie Absicherung der Umgebung übernimmt das Systemhaus.

Nachteile:
Ihr gebt ein Stück weit Kontrolle ab und seit vom Systemhaus abhängig.
Hat das Systemhaus einen Ausfall im RZ, seid ihr ebenfalls betroffen. Allerdings hat ein guter Partner das bestreben, alle Maßnahmen zu treffen, einen Ausfall so gering we möglich zu halten. Schließlich hängen da nicht selten mehrere Kunden hinter...

P.S.
In welcher Region seid ihr ansässig?
Vielleicht kann dir einer von uns hier einen Tipp für einen möglichen Partner geben ;-) face-wink

Gruß
em-pie
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Mitglied: brainwash
10.04.2021 um 17:37 Uhr
Unseren Hauptsitz haben wir in Lorch am Rhein und eine Zweigstelle in Friedberg/Hessen.

Infrastruktur ist keine vorhanden und auch nicht der Platz in den Büros.

Gibt es spezielle DIN's oder Vorschriften auf die wir achten sollten, wenn wir es von extern bereitstellen lassen? Im Bezug auf Datensicherheit etc...
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Mitglied: mbehrens
10.04.2021 um 18:46 Uhr
Zitat von @brainwash:

Wir sind eine kleine Firma mit zwei Standorten im Bereich Brandschutz. Zur Zeit nutzen wir für unsere Arbeiten einen PC auf dem wir über Remotedesktop zugreifen und dort alle Arbeiten erledigen. Das Problem an dieser Methode ist, dass wir nicht mit mehr als einen Benutzer arbeiten können.

Was muss es können?
- Zeitgleich 4 Benutzer
- Ausbaufähig bis 10 Benutzer
- Windows Programme (Laufen auf einem Server Einzelplatzlizenzen?)
-Buchhaltung
-Zeichensoftware
-Office
- automatsiche Backups
- CAD arbeiten

Was benötige ich für so etwas?

Nach genauer Festlegung aller Anforderungen (Zugriff, Infrastruktur, Software, ...) wohl ein S2S VPN mit RDS oder VDI Infrastruktur.
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Mitglied: Visucius
10.04.2021, aktualisiert um 22:18 Uhr
Warum Zugriff auf den entfernten Rechner und keine lokale Installation bei der nur die Daten zentral gespeichert werden?
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Mitglied: WienersC
11.04.2021 um 09:27 Uhr
RDS/VDI im externen Rechenzentrum. Bei der Konfiguration würde ich mir eine lokale Installation nicht mehr antun. Anbieter wie Gridscale oder oneclick mal checken.
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Mitglied: cykes
12.04.2021, aktualisiert um 07:20 Uhr
Moin,

mir stellen sich zunächst folgende Fragen:

- wie ist der Zugriff auf den PC im Büro aktuell gelöst, da Du nur schreibst "Remotedesktop"? Das hört sich gefährlich nach RDP-Port nach Draußen freigegeben an - das solltet ihr schnellstmöglich abstellen!
- welche CAD-Software, welches "Zeichenprogramm" und welche Buchhaltungssoftware kommt zum Einsatz?
- welche Endgeräte werden aktuell verwendet (u.a. für den RDP-Zugriff auf den Büro-PC?

Die Frage zielt auch darauf ab, was alles auf der kommenden Lösung laufen muss und ob die aktuell eingesetzte Software problemlos auf einem RDS(Terminal)-Server lauffähig ist. Insbesonmdere die CAD-Software kann sich da maximal zickig anstellen, aber auch Einzelplatzlizenzen einer Buchhaltungssoftware lassen sich häufig nicht so einfach auf einem Server betreiben.

Zum Thema Kosten (marktübliche Preise): Das lässt sich pauschal nicht beantworten und kann auch erst ermittelt werden, wenn u.a. ein Überblick über die vorhandenen Endgeräte besteht. Mit der Bereitstellung eines Servers wird es nicht getan sein, ihr werdet vermutlich eure aktuelle Arbeitsweise umstellen und ggf. auch in neue Endgeräte investieren müssen.

Gruß

cykes
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Mitglied: gilligan
12.04.2021 um 08:55 Uhr
Persönlich würde ich hier auf Windows Virtual Desktop gehen in Azure mit AzureActiveDirectory aber es hängt sehr vom Systemhaus ab.
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Mitglied: Visucius
12.04.2021, aktualisiert um 09:03 Uhr
Ich finde es ja bemerkenswert, wie wenige hier den aktuellen RDP Ansatz inhaltlich hinterfragen?

Gerade die Leute, die sonst wegen jeder potenziell „missinterpretierten“ MS Lizenz nasse Füße und Umsatzverlustängste bekommen.
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Mitglied: brainwash
12.04.2021 um 09:32 Uhr
Hallo, zur Zeit ist der RDP so eingerichtet, dass bei mir im Büro ein PC steht mit WIN 10 und wir dort über RDP zugreifen.

Zugegriffen wird mit Huwaei Matebooks, Desktop PC und einem weiteren Laptop. Die Laptops sind alle nicht älter als 2 Jahre.

Im Bezug auf die Lauffähigkeit der Programme sollte es schon so ausgelegt sein, dass die Laptops nur zur Darstellung genutzt werden

Buchhaltung ist Lexware und CAD/Zeichenprogramm ist Tenado Protect
Ansonsten noch Feuertrutz Brandschutzatlas und Brandschutzordnung von Weise Software.
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Mitglied: Visucius
12.04.2021, aktualisiert um 14:13 Uhr
Das Setup, wie Du es momentan fährst ist eher "schwierig". MS sieht die RDP-Funktion von Win10Pro(?) eher als "Notfunktion", damit der lizensierte Nutzer da auch mal aus der Ferne - auf seinen(!) Rechner - schauen kann. Deshalb die Beschränkung auf "einen" Zugriff parallel. Umgehungstools dieses Limits funktionieren mEn. nicht dauerhaft (und sind natürlich lizenzwidrig). VNC ist nicht vernünftig einsetzbar, Alternativen wie Parallels oder Citrix kostenintensiv.

Für alles andere soll man gefälligst nen Windows Server kaufen ... inkl. der Abhängigkeiten bei der HW und natürlich CAL-Lizenzen für den RDP-Zugriff jedes Gerätes oder(!) Nutzers ... Fragst Du das Setup bei nem Dienstleister an, kommt noch ne VPN und Firewall-Appliance dazu (Sophos und Konsorten inkl. Service-Vertrag und Update-Lizenzen).

Ausweichen auf "Cloud-Windows-Server" bzw. "V-Server": Hier gilt meist ein Limit von 2 RDP-Zugriffen gleichzeitig (z.B. Strato) und das summiert sich dann auch mit dem notwendigen Backup-Ressourcen kostenmäßig (min. 25 EUR/Monat). Mit CAD-SW solltest Du da leistungsmäßig "höher greifen" - Grafik-Performance kann da aber strukturell nicht geboten werden. Und die Sicherheit von so nem Setup ist - nicht nur hier im Forum - eher umstritten ;-) face-wink

Hinzu kommt das Thema "Einzellizenzen" der User-Software. Keine Ahnung ob die von Dir eingesetzte Software
a) mit mehreren Nutzern auf einem Rechner eingesetzt werden kann - auch parallel(?) (Filestruktur)
b) derzeit überhaupt per RDP nutzbar gemacht werden darf (Lizenz)
c) wie sinnvoll es ist, allen MA Zugriff auf z.B. die zentrale Buchhaltungs-SW zu geben

Hier im Thread sind VDI-Arbeitsplätze in der Cloud erwähnt worden. Das sind dann mehrere Windows 10 Arbeitsplätze "online". Kostenmäßig fand ich das noch nie interessant. Wenn die nämlich 24/7 online sein sollen/müssen, liegst Du da bei mind. 30 EUR/Arbeitsplatz/Monat aufwärts. Und Du benötigst für jeden Arbeitsplatz eigene Lizenzen ... Und das, wo Deine MAs doch schon leistungsfähige(!) HW (Matebooks, Desktop-PC, ...) haben?! Damit sie sich dann über ne wacklige RDP-Verbindung auf nem Cloud-Win10Pro-Rechner anmelden?! Macht doch keinen Sinn und ruiniert die User-Experience! CAD über RDP ist ja nicht Sinn der Sache. Liegt auch daran, dass über RDP die im Host installierte (leistungsfähige?) Graphik-HW "übersprungen" wird.

So zumindest mein Eindruck der Rahmenbedingungen (bin/war selber in einer ähnlichen Zwickmühle) ... kann ja hier jeder seinen Senf zu geben ob ich das richtig "zusammengefasst" habe ;-) face-wink

PS: Ich habe mich mit den Technikern unserer "eingeschränktesten" SW in Verbindung gesetzt und einfach gefragt, wie das andere Kunden so betreiben und "wo" welche Daten liegen müssen/können/sollen. Müssen Deine Projekt-CAD-Daten z.B. lokal vorliegen (wegen irgendwelcher Teilpläne) oder können Projektdaten zentral auf dem Firmenrechner liegen. Gibts Probleme, wenn die "synchronisiert" werden (z.B. OneDrive/extern oder Nextcloud/inhouse).

PPS: Das Thema "Backup" ist dabei noch das einfachste. Da "tuns" je ein NAS je Standort, mit den jeweiligen Backups der Endgeräte, die sich über Nacht abgleichen. Dann haste sogar ne geographische Trennung der Backups. HW von z.B. Synology bringt dafür die notwendige SW schon "kostenlos" mit. Und die können Dir auch zusätzlich noch z.B. ne "Domäne" aufspannen mit zentraler Zugriffssteuerung.
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Mitglied: jschneppe
12.04.2021, aktualisiert um 11:32 Uhr
Hallo,

wie schon mal erwähnt, erstmal einen gescheiten Plan aufstellen in form von:
Welche Geräte werden benötigt
Welche Programme werden benötigt (welche werden zwingend gebraucht und für welche kann es auch alternativen geben)
Wie viele arbeiten mit dem CAD gleichzeitig etc.

Im besten Fall reicht eine CAD Workstation und ein gescheites NAS um alles abzubilden das ja deine User sowieso einen Rechner benötigen wo das meiste drauf laufen wird.

Beste Grüße
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