elmeracmeee
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Migration auf HCI

Moin zusammen,

wir haben eine über Jahrzehnte gewachsene Server, Storage und Netzwerkinfrastruktur.
Es wurde immer das getauscht oder erweitert was gerade notwendig war.

Nun spielt man mit dem Gedanken einer HCI Lösung um Erweiterungen und auch Updates einfacher zu machen.
Für mich ist HCI „Neuland“. Habe noch nie an einer drangesessen und dementsprechend keinerlei Erfahrung. Das Ganze kenne ich nur als theoretisches Konstrukt (z.B. VXRail), wenn man auf der grünen Wiese neu anfängt. Was ja hier so nicht gegeben ist.

Hat von euch mal jemand von „gewachsen“ auf HCI migriert?
Ist das wirklich so, dass man dazu einmal komplett alles rauswerfen muss, um durch HCI zu ersetzen?
Klärt mich mal auf.

Umfang:
Ca 30 ESX im Zustand von „noch nicht mal ausgepackt“ bis 7 Jahre alt
300TB Fullflash HA SAN
8 Redundante Backbone 25/100G Switche: 1 – 4 Jahre alt

Danke und schönes WE

Content-ID: 671684

Url: https://administrator.de/forum/migration-auf-hci-671684.html

Ausgedruckt am: 28.02.2025 um 15:02 Uhr

DerMaddin
DerMaddin 28.02.2025 um 14:00:01 Uhr
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Moin,

Wenn eure Strukturen historisch gewachsen sind, dann wäre das ein großer Aufwand diese Stückweise z.B. nach VMware HCI zu bringen. Wenn genug Ressourcen frei sind, ist dies sicher machbar. Aber wenn da schon Hardware aus verschiedenen Generationen ist, dann wird das vermutlich schon daran scheitern.

Aber auch eine HCI Lösung hat eine begrenzte Betriebs- und Supportzeit. Ein Wechsel ist nach einigen Jahren ein Notwendiges Übel. Allein schon weil die Anforderungen an die Ressourcen ständig wachsen. Klar kann man immer erweitern, dann hat man aber quasi den gleiche Zustand wie jetzt mit "bunter" Mischung.

HCI spielt für mich keine Rolle, da die Lizenzierung für uns zu teuer ist. Da wird z.B. bei VMware nicht nur nach CPUs berechnet, sondern auch nach dem Storage. In euren Dimensionen sind das Preise (jährlich) von €200k und mehr.
em-pie
em-pie 28.02.2025 um 14:51:23 Uhr
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Moin,

Für uns ist HCI auch kein Thema:
Wir haben ein Stretched Cluster. Also die beiden ESXi-Hosts und das SAN sind auf zwei Räume verteilt.
Würden wir auf HCI (z.B. Nutanix) gehen, bräuchten wir 6 Knoten, drei auf jeder Seite. Die Knoten bräuchten dann auch in Summe die rund 140TB Storage (nutzbare Kapazität). Da rechnet sich für uns die bestehende Thematik mehr. Zumal auch SAN-Storages in Teilen Festures mitbringen, die IMHO HCI nicht hat (soweit ich weiß).

Ich würde an eurer Stelle ebenfalls bei dem 2-Tier-Konzept bleiben:
Rechnenjapszität und Stirage getrennt.
Ob ihr die 30 ESXi-Hosts aber braucht, kann ich nicht sagen.
Ggf. Rechnet sich es, diese zu ersetzen, alle mal mit 1-2TB RAM auszustatten und dann deutlich reduzieren.
CPU ist ja selten ein Showstopper. Davon könnte am Ende auch noch anderes profitieren. Wer Veeam nutzt, spart auch bei den Lizenzen. Und bei euerer vSphere Struktur wäre ein absatteln auch finanziell attraktiv (ohne eure Infrastruktur zu kennen).