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gelöst Thema Erdung von Netzwerkschrank

Mitglied: Stefan007

Stefan007 (Level 2) - Jetzt verbinden

31.07.2020 um 18:29 Uhr, 689 Aufrufe, 13 Kommentare, 4 Danke

Hi!

Ich habe hier einen kleinen Netzwerkschrank (12HE) und würde gerne wissen, wann die Erdung tatsächlich notwendig ist.


Komponenten die verbaut werden:

- Firewall
- Switch (Kein Poe)
- NAS
- 2 externe HDDs

Angeschlossen werden diese an eine USV mit 8 Schuko-Slots.

Da ich in der Thematik leider nicht zuhause bin, würde ich gerne eure Infos dazu haben. Oft habe ich jetzt gelesen, dass man angeblich ein Potentialausgleich benötigt, manch einer sagt dann wieder, dass es bei kleinen Umgebungen nicht notwendig sei.


Achso ein Patchpanel ist NICHT vorhanden und wird auch nicht verbaut.



Danke und ja, es ist Freitag ;) von daher schönes Wochenende!

Stefan
Mitglied: IT-Prof
LÖSUNG 31.07.2020 um 18:36 Uhr
Ist immer notwendig und sollte immer funktionierend ausgeführt sein.
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Mitglied: Vision2015
31.07.2020 um 20:11 Uhr
MOIN...
> Ich habe hier einen kleinen Netzwerkschrank (12HE) und würde gerne wissen, wann die Erdung tatsächlich notwendig ist.
vor dem einbau der geräte

Frank
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Mitglied: chiefteddy
LÖSUNG 31.07.2020 um 23:00 Uhr
Hallo,

wie überall sollten sicherheitsrelevante Arbeiten (Schutz vor elektrischer Körperdurchströmung) von Fachleuten gemacht werden. Du kommst doch sicher auch nicht auf die Idee, an einer Gasleitung im Haus rumzubasteln?! Und nur weil es Elektro-Material in jedem Baumarkt frei verkäuflich gibt, heißt das doch nicht, das jeder Laie an der Elektroinstallation rumbasteln kann und darf!

Geht es dir um den Schutzleiteranschluß oder um die Funktionserdung oder um den örtlichen Potentialausgleich oder....oder... ?

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdung

Wenn der Netzwerkschrank fest installiert ist, muß er in den örtlichen Potentialausgleich mit einbezogen werden. Gleichzeitig sind alle Metallteile sternförmig mit einem zentralen Erdungspunkt zu verbinden. Dafür gibt es in der Regel als Zubehör ein "Erdungs-Set" beim Schrankhersteller.

Ist der Netzwerkschrank mobil (wie zB. ein Kühlschrank), muß auch hier ein Erdungs-Set verbaut werden. Der Elektro-Anschluß erfolgt aber über ein Anschlußkabel mit Schuko-Stecker. Denk´aber daran, dass die zugehörige Steckdose mit einem FI-Schutzschalter Typ B abgesichert werden muß!

Aber das sind alles Arbeiten, die von einer Elektro-Fachkraft ausgeführt werden sollten.

Jürgen
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Mitglied: Stefan007
01.08.2020 um 08:49 Uhr
Hi,

also ich muss das jetzt mal fragen: Momentan habe ich die Komponenten in einem Regal stehen, einzeln per Steckdose in der USV und die USV ist in der Wandsteckdose.

Was ist jetzt der große Unterschied zum Netzwerkschrank?

Der Switch und die Firewall wären die einzigen Komponenten, die per 19" Montage eingebaut werden würden. Die anderen Komponenten werden auf einem Einlegeboden aufgestellt, die USV liegt unten im Netzwerkschrank, ebenfalls keine Rackmontage.

Habe mir jetzt noch eine Potentialausgleichschiene für meinen Schrank bestellt, würde es halt doch gerne verstehen, warum es so ist.

Gruß und schönes Wochenende!

Stefan
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Mitglied: maretz
LÖSUNG 01.08.2020 um 09:10 Uhr
Naja - das eine ist ja was auf dem Papier steht. Das steht da auch gut und trocken... Aber ich persönlich würde in einer normalen Wohnung den Schrank eben nicht noch extra absichern wenns nich grad bequem machbar ist aus genau dem Grund: Wenn ich die Geräte einzeln auf nen Regal lege dann habe ich das auch nicht... Der Schrank dient lediglich der "ordnung" im Regal weil ich die Geräte einschrauben kann... Den rest überlasse ich den normalen Steckdosen - da die ja bereits ne Schutzleitung drin haben.

Natürlich - es kann passieren das die Leitung irgendwie versagt und der Schrank plötzlich Strom hat... ich kann aber auch vom Heiligen Geist beim Sch... getroffen werden und tot von der Schüssel fallen... Da wäre es aber dasselbe - wenn ich dann aufm Regal das Gerät anfasse hab ich auch nen Metallgehäuse -> dumm gelaufen. Natürlich wird nen Elektriker das anders sehen - das ist schön, das darf er auch... Für mich persönlich reichts...
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Mitglied: IT-Prof
01.08.2020 um 09:29 Uhr
Schon mal daran gedacht, dass ein Strom von dir als Bediener bei jeder Berührung fließt?
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Mitglied: chiefteddy
01.08.2020, aktualisiert um 11:10 Uhr
Hallo.

Naja - das eine ist ja was auf dem Papier steht.

Du gehörst also auch zu der Gruppe, die zB. die Straßenverkehrsordnung für eine unverbindliche Empfehlung hält - steht ja auch nur auf dem Papier und das ist geduldig. Bis zum nächsten (tödlichen) Unfall.
Eine rote Ampel ist auch nachts um 3 eine rote Ampel und man hält an.

In vielen Jahrzehten haben Fachleute aus dem Bereich der Elektrotechnik Regeln erarbeitet, die einen sicheren Betrieb von elektrischen Anlagen und Geräten ermöglichen! Diese Regel werden ständig den neuen Gegebenheiten angepaßt.

Diese Regeln gelten nicht nur im betrieblichen/geschäftlichen Umfeld, wo sie von der Berufsgenossenschaft, der Gewerbeaufsicht usw. überwacht werden. Die Regel gelten auch und im besonderen im privaten Bereich!

wenns nich grad bequem machbar ist....

Eine solche Aussage in einem Fachforum von jemanden auf Level 4 ist schon fahrlässig. Und diese Antwort wird dann auch noch als "Lösung" makiert! Weil diese "Lösung" den geringsten Aufwand für den TO bedeutet - weil sie so "bequem" ist.

Natürlich - es kann passieren das die Leitung irgendwie versagt und der Schrank plötzlich Strom hat...
ich kann aber auch vom Heiligen Geist beim Sch... getroffen werden und tot von der Schüssel fallen...

Es könnte aber auch sein, dass nicht du, sondern deine Tochter, dein Sohn, deine Frau/Freundin, deine Muttter usw. "tot von der Schüssel fallen"!

Und damit genau das nicht passiert, gibt es Regel, Vorschriften, Normen und Gesetze, die natürlich nur "schützen", wenn sie eingehalten bzw. umgesetzt werden!

Vom Verlust des Versicherungsschutzes, dem Verstoß gegen das "Kleingedruckte" im Vertrag mit dem Energieversorger usw. will ich gar nicht reden.

Wenn ich die Geräte einzeln auf nen Regal lege dann habe ich das auch nicht...
Der Schrank dient lediglich der "ordnung" im Regal weil ich die Geräte einschrauben kann...

Und diese Begründung ist Spitze!

Ein Regal in der Wohnung ist selten aus Metall und damit elektrisch leitfähig. Ein Netzwerkschrank sehr wohl! Deshalb ist das Gefahrenpotential bei auftretenden Fehlern deutlich größer. Und darum gelten hier eben auch andere Regeln.

Und: Jeder Switch, Router, USV usw. mit Metallgehäuse hat einen separaten Erdungsanschluß, den du auch außerhalb eines Netzwerkschrankes mit dem zentralen Potentialausgleich verbinden solltest. Auch wenn du alles ins Holz-Regal stellst.

(Warum, glaubst du, baut zB. AVM seine Router, die für den Einsatz im SOHO-Bereich konzipiert sind, in Plast-Gehäuse mit externem Netzteil? So lassen sich nämlich die Vorschriften und Normen am leichtesten umsetzen und der Betrieb dieser Geräte ist für die Zielgruppe - elektrotechnische Laien - einfach und ohne intensives Studium der (Hardware-) Installationsanleitung möglich)

Jürgen
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Mitglied: Ex0r2k16
01.08.2020 um 11:18 Uhr
Kleine Ergänzung noch: Bei mehreren Schränken/ Räumen mit unterschiedlichen Leitungslängen auf der Sammelschiene der Erde, muss sogar darauf geachtet werden, dass der Erdwiderstand überall einigermaßen gleich ist, da es sonst auch unerwünschte Potentiale auf dem Schrank geben kann.
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Mitglied: maretz
01.08.2020 um 11:57 Uhr
Zitat von chiefteddy:

Hallo.

Naja - das eine ist ja was auf dem Papier steht.

Du gehörst also auch zu der Gruppe, die zB. die Straßenverkehrsordnung für eine unverbindliche Empfehlung hält - steht ja auch nur auf dem Papier und das ist geduldig. Bis zum nächsten (tödlichen) Unfall.
Eine rote Ampel ist auch nachts um 3 eine rote Ampel und man hält an.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben - ja, ich bin einer dieser wilden Rocker die in einer Stadt sogar mal 55 oder sogar 60 fahren - obwohl nur 50 erlaubt sind... Und manchmal biege ich sogar ohne zu blinken ab oder überhole im Überholverbot - auch das ist schon vorgekommen. Und wundersamerweise ist noch niemand dabei gestorben...


In vielen Jahrzehten haben Fachleute aus dem Bereich der Elektrotechnik Regeln erarbeitet, die einen sicheren Betrieb von elektrischen Anlagen und Geräten ermöglichen! Diese Regel werden ständig den neuen Gegebenheiten angepaßt.

Ja - stimmt... und was kommt jetzt als nächstes? Für die inbetriebnahme einer elektrischen Anlage holt man immer eine Fachkraft, ja? Was dann auch bedeutet ich hole mir nen Elektriker um den Stecker einzustecken... Grad wenn man ein Gerät mit US-Stecker hat könnte man ja auch da an die Kontakte kommen...


Diese Regeln gelten nicht nur im betrieblichen/geschäftlichen Umfeld, wo sie von der Berufsgenossenschaft, der Gewerbeaufsicht usw. überwacht werden. Die Regel gelten auch und im besonderen im privaten Bereich!


Das die Regeln da sind habe ich nicht bezweifelt... Regeln gibt es nunmal viele - so sollte man ja auch keine gefährlichen Arbeiten alleine machen. Es sind sogar schon Menschen gestorben die nur auf ne Leiter im Haushalt geklettert sind... Also - ab sofort Leitern am besten nur noch im Beisein der Feuerwehr und eines Rettungsteams besteigen...

wenns nich grad bequem machbar ist....

Eine solche Aussage in einem Fachforum von jemanden auf Level 4 ist schon fahrlässig. Und diese Antwort wird dann auch noch als "Lösung" makiert! Weil diese "Lösung" den geringsten Aufwand für den TO bedeutet - weil sie so "bequem" ist.

Stimmt - und auch da stehe ich dazu. Ja, es ist nicht immer alles vorschriftsmässig. Und stell dir vor - ich stehe nich mal permanent am Fenster und gucke ob alle Leute hier richtig parken... Ich muss halt abwägen ob ich das Risiko eingehe oder nicht. Und ja, das entscheide ich selbst weil ich auch für die Konsequenzen grade stehe ... ich weiss, das ist für dich nicht nachvollziehbar...


Natürlich - es kann passieren das die Leitung irgendwie versagt und der Schrank plötzlich Strom hat...
ich kann aber auch vom Heiligen Geist beim Sch... getroffen werden und tot von der Schüssel fallen...

Es könnte aber auch sein, dass nicht du, sondern deine Tochter, dein Sohn, deine Frau/Freundin, deine Muttter usw. "tot von der Schüssel fallen"!

Und damit genau das nicht passiert, gibt es Regel, Vorschriften, Normen und Gesetze, die natürlich nur "schützen", wenn sie eingehalten bzw. umgesetzt werden!

Stimmt - es grenzt an ein Wunder das ich noch lebe..


Vom Verlust des Versicherungsschutzes, dem Verstoß gegen das "Kleingedruckte" im Vertrag mit dem Energieversorger usw. will ich gar nicht reden.

Wenn ich die Geräte einzeln auf nen Regal lege dann habe ich das auch nicht...
Der Schrank dient lediglich der "ordnung" im Regal weil ich die Geräte einschrauben kann...

Und diese Begründung ist Spitze!

Ein Regal in der Wohnung ist selten aus Metall und damit elektrisch leitfähig. Ein Netzwerkschrank sehr wohl! Deshalb ist das Gefahrenpotential bei auftretenden Fehlern deutlich größer. Und darum gelten hier eben auch andere Regeln.

Nun - nen Vorratslager-Regal wäre z.B. auch aus Metall, genauso wie viele andere Regale. Aber unabhängig davon: Das Gerät auf dem Regal hat auch dort ein Metall-Gehäuse und dann fasst man eben nich das Rack sondern das Gerät an... Ok - deine Fritzbox ist aus Plastik (wohl eher weils billiger in der Herstellung ist, aber sei's drum). Nur mal kurz hier ins Regal geguckt: Mein HiFi-Verstärker hat nen Metallgehäuse, der DVD-Player auch. Die Dreambox(SAT-Receiver) hat auch eines. Meine Brotmaschine hat div. Metalloberflächen, ... Bei soviel Geräten ohne Erdung - das ich noch lebe muss ein Wunder sein... (und nich mal alle Geräte haben nen 0-Leiter...).


Und: Jeder Switch, Router, USV usw. mit Metallgehäuse hat einen separaten Erdungsanschluß, den du auch außerhalb eines Netzwerkschrankes mit dem zentralen Potentialausgleich verbinden solltest. Auch wenn du alles ins Holz-Regal stellst.


Stimmt - und was meinst, in wievielen Wohnungen wirst du DAS finden?

(Warum, glaubst du, baut zB. AVM seine Router, die für den Einsatz im SOHO-Bereich konzipiert sind, in Plast-Gehäuse mit externem Netzteil? So lassen sich nämlich die Vorschriften und Normen am leichtesten umsetzen und der Betrieb dieser Geräte ist für die Zielgruppe - elektrotechnische Laien - einfach und ohne intensives Studium der (Hardware-) Installationsanleitung möglich)

Nein - weil Plastik deutlich günstiger in der Herstellung ist, leichter Formbar,... Grad mal geschaut - u.a. selbst der SoHo-Router von Cisco (RV220 iirc) hat nen Metallgehäuse...


Also - natürlich hast du formal recht. Ja, es ist alles schön genormt, iso'fiziert,... Und - oh wunder - nicht nur in der elektro-technik. DAS ist halt dein Fachgebiet, das ist schön und auch ok... Nun - hast du denn zuhause auch ne vernünftige Datenschutz-Mülltonne wenn du z.B. nen Brief wegwirfst? In deinem WLAN findet die Kommunikation selbst mit deinem Server nur via VPN statt? Dein Arbeitsplatz ist nach allen ergonomischen Vorgaben aufgestellt? Du gehst min. 1x im Jahr zum Doc für nen Gesundheitszeugnis (weil du ja ggf. für deine Familie kochst)? Und selbstverständlich reinigst du deine Küche auch regelmässig durch eine Fachfirma die eben alle möglichen Keime entfernt? Deine Rauchmelder lässt du regelmässig von einer zertifizierten Firma überprüfen (Jährlich z.B.)? Und natürlich nimmst du regelmässige Wasserproben in Badezimmer + Küche um zu garantieren das deine Leitungen "sauber" sind? Im Gewerblichen Bereich ist das meiste davon "standard" - und es kann natürlich sein das du das auch alles zuhause machst. Dann bist du ja sicher... Ich behaupte aber mal die wenigsten werden das so machen. Und ja, man kann dadurch verletzt werden. Genauso wie ich eben draussen auf der Strasse immer das Risiko eingehe das mich jemand umfährt der - wenn er nur 30 statt der erlaubten 50 gefahren wäre - noch hätte Bremsen können.. Und es wird dich wundern - selbst mit nur etwas nachdenken schafft man es das die Bude eben nicht abfackelt, das ich noch keinen Mengenrabatt beim Leichenbeschauer bekomme und selbst Versicherungen nicht schon lange die Verträge gekündigt haben... Und das ganz ohne jede Norm, Vorschrift usw. zu kennen...
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Mitglied: chiefteddy
01.08.2020 um 13:26 Uhr
Hallo,

ja, ich trage beruflich die Verantwortung, das ca. 50 Menschen bei ihrer Arbeit durch die Nutzung von Geräten und Anlagen nicht durch Strom verunfallen. Und ja, ich informiere mich über Normen und Vorschriften und bemühe mich, diese umzusetzen.

Und natürlich treffe ich in diesem Bereich auch Ermessens-Entscheidungen. Das tue ich aber auf der Grundlage Wissen und Erfahrung und nicht, weil es bequem ist!

Und ja, ich bringe mein berufliches Wissen auch in die Entscheidungsfindung unserer Eigentümergemeinschaft im privaten Wohnumfeld ein. Wir lassen regelmäßig das Trinkwasser testen (ist gesetzlich vorgeschrieben), unsere Rauchmelder sind vernetzt und werden regelmäßig (wie auch Wärmezähler und Wasseruhren) überprüft (geht ohne großen Aufwand per Funk und keiner muß zuhause sein), die ortsfeste Elektroinstallation im Haus wird alle 6 -8 Jahre geprüft (ist Vorschrift).

Vertrauliche Post entsorge ich in der Sammeltonne für vertrauliche Schriftstücke in der Firma, die von einem Fachunternehmen entsorgt wird. Mein Home-Office ist über eine RED-Box von Sophos an das Firmen-Netz angebunden.

Natürlich kenne ich nicht jede Vorschrift, Norm usw. und werde sie auch nicht alle einhalten (bewußt oder aus Unkenntnis).

Ich werde aber nie einem anderen einen fachlichen Rat geben, wenn ich von der Thematik keine Ahnung habe!
Und schon gar nicht würde ich wider besseren Wissens etwas raten, was fachlich falsch ist, nur weil ich es aus Bequemlichkeit auch so mache.

Vielleicht sollest du deine Ratschläge auf die Themengebiete beschränken, auf denen du Fachmann bist.

Was sonst dabei raus kommt, sehen wir doch hier: Der TO hegt Zweifel an der Notwendigkeit einer Schutzmaßnahme beim Aufbau eines Netzwerkschrankes. Alle Antworten, die darauf hinweisen, das eine "Erdung" sinnvoll und notwendig ist (aber auch mit Aufwand verbunden ist und von einem Fachmann realisiert werden sollte), werden ignoriert. Nur die Antwort, die seine Zweifel bestätigen, wird als "Lösung" makiert.

Da stellt sich mir schon die Frage, ob in einem Fachforum ein mit Level 4 ausgewiesener Fachmann seiner Verantwortung gerecht wird, einem Fragendem, der offensichtlich kein Elektrofachmann ist, als elektrotechnischer Laie (so sieht es für mich aus) eine falsche Antwort zu geben. Und das auch noch in Kenntnis, dass die Antwort nicht den Vorschriften gerecht wird und man es selbst aus Bequemlichkeit macht.

Was du in deinem privaten Umfeld machst, hast du zu verantworten. In einem Fachforum einem Fragenden zu raten, die Vorschriften und Normen nicht einzuhalten, ist aber schon krass.

Nein - weil Plastik deutlich günstiger in der Herstellung ist, leichter Formbar,...

Das habe ich nicht bestritten. Aber ein Gerät der Schutzklasse III (Schutzkleinspannung) ist für einen elektrotechnischen Laien einfacher zu händeln als ein Gerät der Schutzklasse I (Schuko). Und der Hersteller muß in seiner Installationsanleitung auf weniger hinweisen.

Grad mal geschaut - u.a. selbst der SoHo-Router von Cisco (RV220 iirc) hat nen Metallgehäuse...

Dann wird er auch eine Erdungs-Schraube haben.

Nur mal kurz hier ins Regal geguckt: Mein HiFi-Verstärker hat nen Metallgehäuse, der DVD-Player auch.
Die Dreambox(SAT-Receiver) hat auch eines. Meine Brotmaschine hat div. Metalloberflächen, ...
Bei soviel Geräten ohne Erdung - das ich noch lebe muss ein Wunder sein... (und nich mal alle Geräte haben nen 0-Leiter...).

Das zeigt nur, wie wenig Wissen du im Bereich Elektrotechnik, speziell Schutzmaßnahmen, du hast! Nur geräte der Schutzklasse I haben eine Schutzerdung (Schuko-Anschluß), Geräte der Schutzklasse II oder III benötigen keine Schutzerdung. Der Schutz vor elektrischer Durchströmung wird durch doppelte oder verstärkte Isolierung bzw. Schutzkleinspannung realisiert. Ob eine Funktionserdung notwendig ist, hängt, wie der Name schon andeutet, von der Funktion ab.

Und ob ein Gerät zur Schutzklasse I gehört, hängt nicht davon ab, ob äußere Metallteile berührbar sind.


Jürgen

PS: In meinem ersten "Serverraum" vor über 30 Jahren standen meine Tower-Server auf Metall-Regalen aus den Baumarkt. Und ja, die Metall-Regale waren geerdet.
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Mitglied: Stefan007
01.08.2020 um 13:47 Uhr
Hallo Jürgen,

danke für deine ausführlichen Antworten.

Ich habe weitere Beiträge als Lösung markiert, keine Sorge.

Mir geht es hier auch nicht darum Kosten zu sparen, ich habe ja das Zubehör samt Erdungskabel bestellt.

Ich weiß z.B nicht wie viele Erdungskabel ich brauche (als Laie ausgedrückt). Hast du vielleicht eine Seite wo man solche Sachen inkl. dem perfekten Aufbau eines Schrankes einsehen kann?

Gruß,
Stefan
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Mitglied: MysticFoxDE
LÖSUNG 01.08.2020, aktualisiert um 23:29 Uhr
Moin Stefan007,

Mir geht es hier auch nicht darum Kosten zu sparen, ich habe ja das Zubehör samt Erdungskabel bestellt.

Ich weiß z.B nicht wie viele Erdungskabel ich brauche (als Laie ausgedrückt). Hast du vielleicht eine Seite wo man solche Sachen inkl. dem perfekten Aufbau eines Schrankes einsehen kann?

Du weisst nicht wieviel Kabel du brauchst, aber du hast es schon bestellt. 🙃 Aber sei es drum.

Der nächste Anschlusspunkt für das Erdungskabel ist der nächste Stromverteiler- oder Unterverteilerschrank oder direkt Erdungsschiene (Hauserdung), das was eben am kürzesten, zu dem zuletzt genannten ist.

Ferner ist der Querschnitt der Erdleitung auch sehr wichtig, ich hoffe, dass du nicht gerade 2,5² oder noch schlimmer 1,5² bestellt hast.
Für 12 HE sollten es je nach Bestückung und Leitungslänge der Erdungsleitung mindestens 4² sein, ich würde sogar 10² verbauen, dann ist man weitestgehend auf der sicheren Seite.

Rein funktional benötigst du die separate Erdungsleitung eigentlich nicht, das hast du schon richtig erkannt.
Aber man braucht rein funktional auch keinen Fi-Schutzschalter im Haus. Aber spätestens, wenn dir der eingeschaltete Föhn in die Wanne fliegt, während du darin sitzt, wirst du den Fi zu schätzen wissen.

Das Erdungskabel kostet im vergleich zu den Komponenten und dem Schrank so gut wie nichts, somit gibt es eigentlich auch kein Potenzial irgend etwas wirklich zu sparen.

Deshalb mein Rat.
Mach es bitte gleich richtig, dann musst du dir im Nachgang auch keine Vorwürfe machen, wenn doch etwas passieren sollte.

Grüsse aus BaWü

Alex

P.S. aber spätestens beim Stromverteilerschrank solltest du eigentlich eine VDE Fachkraft (Elektrofachkraft) die Arbeit erledigen lassen.
Schon alleine aus versicherungstechnischen Gründen.
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Mitglied: chiefteddy
LÖSUNG 03.08.2020 um 10:27 Uhr
Hallo,

Vorweg: Meine Bemerkungen bezogen sich nicht auf dich. Du hast eine Frage/ ein Problem und wendest dich damit an die Community in der Hoffnung, eine fachlich fundierte Antwort zu bekommen.
Alles richtig gemacht.

Nun zu deinen Fragen:

Das "Erdungs-Set" des Herstellers zu seinem Netzwerkschrank enthält passend abgelängte, mit Ösen versehende grüngelbe Erdungsleitungen (zB. https://akdv.org/de/product_info.php?info=p1705_rittal-erdungsset-fuer-k ... oder https://www.voelkner.de/products/564540/Rittal-DK-7829.110-Erdungsset-1S ... ) . Mit diesen Erdungsleitungen verbindest du alle metallischen Flächen (insbesondere die Tür und abnehmbare Wände) und Einbauteile (zB 19"-Rahmen) mit dem zentralen Erdungspunkt des Schrankes. Das kann deine "Erdungsschiene" im Schrank sein (zB. https://www.rittal.com/de-de/product/show/variantdetail.action?productID ... ). An den Gehäusewänden finden sich dazu häufig Kupfer-Stehbolzen für die Kabel-Ösen.

Die "Erdungsleitung" von der nächstgelegenen Unterverteilung schließt du dann ebenfalls an der Erdungsschiene im Netzwerkschrank an.

Weiterhin kannst du nun die Geräte im Netzwerkschrank mit 2,5mm² grüngelb Cu ebenfalls mit der Erdungsschiene verbinden.

Die "Erdungsleitung" von der Unterverteilung zum Netzwerkschrank sollte, wie @MysticFoxDE schon schrieb, mindestens 4mm² haben (bei ungeschützter Verlegung), bei geschützter Verlegung ( zB in einen Installationsrohr)) mindestens 2,5mm². (Mehr ist immer besser)

Hier noch etwas zum Nachlesen:

https://www.forum-verlag.com/blog-es/potentialausgleich

https://blitzschutz.eu/mhb/MHB_2016-09/09%20Potentialausgleich/9-4%20Erd ...

https://www.yumpu.com/de/document/read/2332688/6-innerer-blitzschutz

Jürgen
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