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Unterschied virtueller Desktop und Virtualisierung von Betriebssystemen

Ich muss für einen Kurs eine Präsentation zum Thema virtuelle Desktops machen. Nur gab es auch noch ein anderes Thema "Virtualisierung von Betriebssystemen" und mir ist nicht ganz klar, worin der Unterschied liegt. Der Dozent meinte, das eine sei mehr für Server.
Besteht mein Thema einfach aus dem Einsatz von VMware, VirtualBox usw. oder gehört hier auch das Arbeiten auf dem Server dazu? Also dass man sich ganz normal lokal (bzw im Novell) anmeldet und dann ein Programm startet, welches einen weiteren Desktop startet, der jedoch auf dem Server läuft?

Bin mir sicher, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. :) face-smile

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Ausgedruckt am: 25.07.2021 um 11:07 Uhr

Mitglied: Crusher79
Crusher79 08.11.2008 um 17:26:06 Uhr
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Hi,

öhm ja - für mich sind "virtuelle Desktop" ganz einfach eine Erweiterung des vorhandenen - z.B. von Windows oder KDE (Linux). Hast halt mehrere "Desktops" und kannst zwischen einzelnen wechseln. Man kann festlegen welches Programm wo ausgeführt werden soll - also wo das Fenster zu sehen ist. Alles unter einen Betriebssystem.


Virt. Desktops dienen der besseren Übersicht und Verwaltung. Kannst auch Icons nur auf Desk 1 anzeigen und auf Desk 2 ist alles leer. Google mal. ;)

Virtualisierung von Betriebssystemen ist was ganz anderes. Dort wird komplettes System unter einen fremden Host-System installiert.

Für Server: man kann als Virtualisierungs Plattform z.B. Linux Server nehmen. Mit x64 Bit hat man eine ordentliche Grundlage und z.B. Windows Server läuft schneller ab. Heisst Windows 2003 Server auf Linux Server. Kannst natürlich auch Windows XP oder jedes Linux System als Gast auf einen Linux - Server installieren.

Geht hier mehr um die Performance. Generell ist es eine gute Testumgebung. Da man auch Snapshots machen kann und so immer wieder bei "Null" anfangen kann. Natürlich geht als Host jedes System unter dem die virt. Software läuft! Hab selber unter XP Windows Server für Projektarbeit laufen gahabt -- VMware. MS virt. Soft schränkt einen mehr ein. So läuft Vista-Gast nicht unter XP-Host -- MS Virtual PC.

mfg Crusher
Mitglied: Bierkistenschlepper
Bierkistenschlepper 08.11.2008 um 17:44:23 Uhr
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Das kann nicht sein, oder es ist dann anders gemeint, denn in meinem Kurs geht es um Windows Netzwerke. Und deine Anwendung hat nichts mit Netzwerken zu tun. Du meinst offenbar so etwas wie Spaces auf dem Mac?

Vielleicht können ja noch andere Leute sagen, was genau mit virtueller Desktop gemeint ist. Bei Wikipedia steht zum Beispiel, dass es eben eine Lösung mit VMWare ist. Allerdings scheint mir, dass da einiges durcheinandergewirbelt wird.
Mitglied: Crusher79
Crusher79 08.11.2008 um 17:55:05 Uhr
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ok seh was da steht. Dann meinen die wohl Terminalserver. Also Client verbindet sich mit Server und Ein-/ Ausgabe geschieht auf Terminal Client (z.B. Thinclient). Die eigentliche Verarbeitung nimmt der Terminalserver vor.

Bei VMware Server ist es ähnlich. Nur dort verbindest Du dich mit kompletten OS über Fremdsoftware. Hast Zugriff auf kompletten virt. PC und kannst sogar Bootverhalten - wenn Gast nicht gestartet ist - ändern. Ist was völlig anderes.

Google nach Terminal-Server bzw. Thin Clients. Denke dann wirst Du sowohl Server als auch Clients und die untersch. Systeme finden.

Also so, wie oben dein letzter Absatz im 1. Post schon sagt!!
Mitglied: wiesi200
wiesi200 08.11.2008 um 19:59:11 Uhr
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Virtueller Desktop ist eine Erweiterung vom XEN bzw. ESX. So richtig hab ich's auch noch nicht ausprobiert. Der unterschied zum Terminalserver ist das man als Betriebssystem XP oder Vista hat und nicht zwingend Windows 2003 Server. Vorteile zum konventionellen Virtualisieren von Betriebssystemen ist z.b eine Softwareverteilung (mann installiert eine Programm und kann es dann auf alle Virtuellen Desktops verteilen).
Hab mir bis jetzt aber nur die FAQ's angesehen. Bei Citrix gibt's eine "Express" Version für 10 Desktops kostenlos wenn du dir es ansehen willst. Währ interessant wenn du hier einen Bericht reinstellen könntest.
Mitglied: Bierkistenschlepper
Bierkistenschlepper 08.11.2008 um 21:47:40 Uhr
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Scheint mir aber auch nicht direkt mit Netzwerken zu tun zu haben. Ich denke schon, dass mein Thema sich um solche Software wie die von Citrix dreht, welche es einem PC erlaubt, sich einen zweitem, virtuellen Desktop zu holen, der in Wirklichkeit auf dem Server läuft. In dem Zusammenhang halt auch Thin Clients, wobei es dafür wieder ein extra Thema gab.
Mitglied: n.o.b.o.d.y
n.o.b.o.d.y 09.11.2008 um 10:40:34 Uhr
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Hallo,

so richtige virtuelle Desktops kenne ich von Citrix, dort werden mit dem XEN virtuelle XPs und Vista etc. dem Anwender zur verfügung gestellt.
Hintergrund ist der, dass der Anwender am Arbeitsplatz nur eine Thinclient mit ICA-Client hat. Sein PC mit den (u.U. sensibelen Daten) steht aber sicher im Rechenzentrum. Außerdem kann der sich an jeden belibigen Standort snmelden und bekommt immer seine vertraute Umgebung, muß sich aber die Rechenleistung nicht so teilen wie auf einem Terminalserver.
Ein weitere Gedankengang von Citrix bei der Sache ist, dass die Clients außerhalb der Arbeitszeiten down genommen werden können und die Rechenleistung den anderen Servern zur Verfügung stellen zu können und felxibeler auf Performanzeflaschenhälse reagieren zu könnnen.

Die Berteibssystem Virtualisierung ist ja das was man inzwischen kennt, ein Blech und dort laufen mehrere Server virtuelle nebeneinander. Die Desktopvirtualisierung geht dort halt noch einen Schritt weiter.

hier noch in Link zu Citrix:
http://www.citrix.com/English/ps2/products/product.asp?contentID=163057
Mitglied: Bierkistenschlepper
Bierkistenschlepper 09.11.2008 um 10:50:18 Uhr
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Ich glaube auch, das ist es! Danke!

Allerdings dachte ich immer, dass Terminalserver das gleiche sind wie Citrix. Aber so wie du das darstellst läuft ja bei Citrix immer irgendwo eine VM auf dem Server und beim Terminalserver wird der Desktop eben nur "generiert" oder sehe ich das falsch?
Mitglied: n.o.b.o.d.y
n.o.b.o.d.y 09.11.2008 um 11:21:12 Uhr
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Zu einem gewissen Grad sind Terminalservices und Citrix das "Gleiche", aber Citrix geht vielweiter als es der reine TS tut. Beim Terminalserver wurde ja nix anderes gemacht, als den Kernel so anzupassen, dass er Multiuserfähig ist. Also mehrere User gleichzeitig auf einem Windows. Diese Anpassungen hat damals Citrix gemacht, die haben den NT 3.51 Kernel von MS liezensiert und durften den erweitern, dafür müßten sie MS immer was abgeben. Citrix ist also eine Zusatzsoftware die auf einem TS installiert wird und wesentlich mehr Funktionlität bietet als der reine TS. In letzter Zeit ist Citrix dann einkaufen gegangen und hat sich XEN unter den Nagel gerissen. Damit fing bei Citix die BS-Virtualisierung richtig an. Vorher gab es "nur" eine Virtualisierung auf Applikationsebene.
Zur Zeit ist der Stand der Virtualisierung bei Citrix der XenDesktop, und dass ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Allerdings dachte ich immer, dass Terminalserver das gleiche sind wie
Citrix. Aber so wie du das darstellst läuft ja bei Citrix immer
irgendwo eine VM auf dem Server und beim Terminalserver wird der
Desktop eben nur "generiert" oder sehe ich das falsch?

Das kann man so nicht sagen, ein reiner Citrixserver macht nix anders als eine Terminalserver, aber noch mit zusätzlichen Features, wenn man den XenApp nimmt. Alles ohne VM und nativ installiert.
Mit dem Produkt XenDesktop steigt Citrix in die VMs ein, dort werden VMs über einen Citrixserver an den Client durchgereicht.

Hoffe das verschafft ein wenig Klarheit.... es ist ein zu komplexes Thema um das "mal eben schnell" zu erläutern...hab versucht das wesentlich rüberzubringen.
Mitglied: wiesi200
wiesi200 09.11.2008 um 11:29:02 Uhr
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Citrix ist eine Firma mit unterschiedlichen Produkten. Die vor kurzem XEN gekauft hat und somit in den Markt für VM eingestiegen ist
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