Virtuelles Fax d. Fritzbox und echtes Faxgerät für die selben Telefaxe gleichzeitig nutzen?

departure69
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Hallo.

Eine Außenstelle hat als VDSL-Modem und Router eine aktuelle Fritzbox (7490).

In der Außenstelle gehen viele Telefaxe ein, Faxgerät ist ein Brother-MFP, angeschlossen an die Fritzbox. Die Faxe sollen nun aber auch der Hauptstelle zugänglich sein.

Wie kann ich es bewerkstelligen, daß die Faxe:

- weiterhin auf dem Hardwarefaxgerät (also dem Brother-MFP) eingehen und gedruckt werden
- und zeitgleich mittels dem virtuellen Faxgerät der Fritzbox (per E-Mail-Weiterleitung) an die Hauptstelle gehen?


Wenn ich dieses Dokument:

https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publicati ...

richtig lese und deute, ist die Nutzung des virtuellen Faxgeräts der Fritzbox dafür gedacht, wenn man kein echtes Faxgerät hat und sich so stattdessen die Faxe per Mail zustellen läßt.

Wenn ich das nun so konfiguriere, wie es AVM in dem Dokument beschreibt, gehen die Faxe dann trotzdem weiterhin auch an das Hardwarefaxgerät?

Falls nein, wie ist das hinzukriegen?


Vielen Dank.


Viele Grüße

von

departure69

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Mitglied: tikayevent
tikayevent 23.06.2016 um 16:42:54 Uhr
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Nein, es ist nicht möglich, ein Fax von mehreren Faxgeräten, egal ob virtuell oder echte Hardware, gleichzeitig annehmen zu lassen. Zu Beginn jeder Fax-Kommunikation erfolgt ein Austausch der Fähigkeiten beider Faxgeräte und die synchronisieren sich. Danach erfolgt erst die Versendung.

Technisch gibt es hier keine Möglichkeit.

Lösen könnte man es so, dass ein Faxserver die Faxe annimmt und dann auf dem MFC ausdruckt, aber nicht mit der Fritzbox.
Mitglied: kaiand1
Lösung kaiand1 23.06.2016 um 16:45:57 Uhr
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Nun dazu sollten alle Ankommende Faxe in die Fritzbox gehen womit die Hauptstelle Zugriff auf die Faxe hat.
Dazu sollte eingerichtet werden das jedes Ankommende Fax zudem auch auf dem Drucker gedruckt wird damit es Lokal vorhanden ist.
Wenn du in der FritzBox nur eine Mailadresse angeben kannst musst du ein neues Postfach für den Fax einrichten und jede ankommende Mail an die Hauptstelle weiterleiten und Lokal Drucken lassen.
Da die Fritzbox auch die Faxe wo Speichert könntes du da auch alle X Minuten per Cron nachschauen lassen und dann ggfs per Mail zur Hauptstelle schicken lassen sowie das Dokument drucken.

Das Fax ist eine 1:1 Verbindung und du kannst nicht ein weiteres Empfangsgerät dranhängen.
Mitglied: Kraemer
Lösung Kraemer 23.06.2016 um 16:47:06 Uhr
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Zitat von @tikayevent:
Lösen könnte man es so, dass ein Faxserver die Faxe annimmt und dann auf dem MFC ausdruckt, aber nicht mit der Fritzbox.
Oder man lässt die Fritzbox die Faxe annehmen, per Mail verschicken, per Client abholen und dann automatisch ausdrucken. :-) face-smile

Gruß Krämer
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 23.06.2016 um 17:03:15 Uhr
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Zitat von @departure69:

richtig lese und deute, ist die Nutzung des virtuellen Faxgeräts der Fritzbox dafür gedacht, wenn man kein echtes Faxgerät hat und sich so stattdessen die Faxe per Mail zustellen läßt.

Das funktioniert, auch wenn man ein echtes Gaxgerät hat, aber den Papiermüll nicht haben will.

Wenn ich das nun so konfiguriere, wie es AVM in dem Dokument beschreibt, gehen die Faxe dann trotzdem weiterhin auch an das Hardwarefaxgerät?

Nein.

Falls nein, wie ist das hinzukriegen?

Ganz einfach:

Du stellst in den Faxeinstellugne ein, daß das Ding beim Faxeingang eine Mail schickt und das Fax im Speicher ablegt, z.B. auf einem angeschlossenen Stick.


Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Die Mail ist eine Verteileradresse, die dann durch einen Listserver auf mehrere Empfänger verteilt wird.
  • Die Mail geht an einen Mailprozessor, der einfach die Mails zusätzlich zur Weiterleitung druckt.
  • Du gibst das Faxverzeichnis als share frei und auf einem Client läuft ein Prozess, der automatisch alle neuen Dokmente ausdruckt.
  • usw.

Ich persönlich würde einfach eine verteileradresse machen und die faxe einfach per Mail verteilen. Spart sehr viel Verbrauchsmeterial, insbesondere weil dann der ganze faxspam (der bei mir übrigens 80% ausmacht) fast automatisiert weggefiltert werden kann.

lks
Mitglied: Dobby
Dobby 23.06.2016 um 18:57:57 Uhr
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Hallo,

man kann aber von dem echten Faxgerät Faxe annehmen lassen und über die AVM FB Faxe nach draußen
schicken mittels der CAPI Faxsoftware.

Installiere auf den PCs oder dem PC einfach die CAPI Fax-Software von AVM und versende damit dann
über die AVM FB die Faxe, aber trage die Faxnummer an der AVM FB für den Anschluss des echten
Faxgerätes ein und dieses nimmt dann die Antwortfaxe entgegen und druckt sie aus fertig.

Gruß
Dobby

Mitglied: pc-technik
pc-technik 23.06.2016 um 19:23:06 Uhr
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Hallo depature69,

je nach Brother MFC kann es sein, dass es von Brother eine Firmware-Erweiterung gibt, um ankommende Faxe per Mail weiterzuleiten. Wenn du das einrichtest kannst du dem MFC auch noch sagen, dass er einen Kontrolldruck vornehmen soll -> Fax wird gemailt und gedruckt.

Gruß
pc-technik
Mitglied: Spirit-of-Eli
Spirit-of-Eli 23.06.2016 um 20:40:05 Uhr
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Moin zusammen,

ich nehme an das es sich hier um ein Dienstliches Umfeld handelt.
Ich würde die ganze Nummer über nen FAX Server laufen lassen. Bei Ferrari ist das soweit bei mir in Erinnerung, möglich ein derartiges Schema auf zu bauen.

Leider bin ich selbst kein Spezi was Ferrari Fax Geschichten an geht. Man kann sich die Nummer aber wie eine Weiche vorstellen. Wobei der Vorteil dieser Lösung ist, dass man z.b. auf "Mail to Fax" Lizenzen aufrüsten könnte.

Ich würde mir auf lange Sicht ohne hin die Faxgeräte sparen. Wer faxt Produktiv noch, Richter usw. die ohne hin hinter her hinken..


Mfg Spirit
Mitglied: kaiand1
kaiand1 23.06.2016 um 21:04:32 Uhr
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Nun Faxe haben da noch einen Rechtlichen Vorteil gegenüber einer E-Mail...
Dort wird das Sendeprotokoll als erfolgreiche Übermittlung anerkannt bei Verfahren was eine E-Mail nicht so der Fall ist.
Zudem werden Unterschreibende Unterlagen die gefaxt werden als Gültig anerkannt als eine gescannte Unterlage per Mail.
Zwar werden auch Mails immer mehr als Gültig anerkannt aber nicht jeder hat dafür auch die Elektronische Signatur die die Rechtsprechung ja dafür fordert...
Mitglied: Dobby
Dobby 23.06.2016 um 21:08:06 Uhr
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ich nehme an das es sich hier um ein Dienstliches Umfeld handelt.
Ich würde die ganze Nummer über nen FAX Server laufen lassen.
Bei Ferrari ist das soweit bei mir in Erinnerung, möglich ein derartiges Schema auf zu bauen.
Also die Lösung kann auch ein kleiner FaxServer auf Alix oder Soekris Hardware sein, der mittels
Linux und HylaFax die AVM FB ersetzt und trotz alle dem das Faxgerät mit benutzt zum Ausdrucken.

Leider bin ich selbst kein Spezi was Ferrari Fax Geschichten an geht. Man kann sich die Nummer
aber wie eine Weiche vorstellen. Wobei der Vorteil dieser Lösung ist, dass man z.b. auf "Mail to Fax"
Lizenzen aufrüsten könnte.
Die können auch noch viel mehr machen und realisieren, das ist schon eine schicke Hardware.

Ich würde mir auf lange Sicht ohne hin die Faxgeräte sparen.
Kommt auf Dein Geschäftsumfeld an! Einen Scann kann man unter Umständen auf dem PC verfälschen
oder gar manipulieren, aber das funktioniert bei einem echten Faxgerät eben nicht.

Wer faxt Produktiv noch, Richter usw. die ohne hin hinter her hinken..
Das ist kein hinterher hinken, bei uns wird in internationalen Geschäften sogar ein Faxgerät vorgeschrieben.
Und das ist bei Richtern sicherlich auch nicht verkehrt denn ein ist zu entlassen oder ist nicht zu entlassen
lässt sich schnell mit Adobe Distiller oder Creator verändern.

Gruß
Dobby

Mitglied: Spirit-of-Eli
Spirit-of-Eli 23.06.2016 um 22:48:01 Uhr
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Okay, ich bin es gewohnt das bei uns in der Firma alles Digital läuft und muss sagen das es für mich wesentlich angenehmer ist.

Im großen und ganzen möchte ich für so einen Fall hier auch nur einfach auf die Ferrari Geschichte hinweisen.
Ich finde die Systeme echt klasse!
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 24.06.2016 um 08:44:09 Uhr
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Zitat von @Spirit-of-Eli:

Im großen und ganzen möchte ich für so einen Fall hier auch nur einfach auf die Ferrari Geschichte hinweisen.
Ich finde die Systeme echt klasse!

Naja, es gibt genpügend andere Systeme. Je nach Kundenbedürfnissen installeire ich da auch mal gerne David/Faxware oder auch Lösungen auf Linux-Basis. Aber im vorliegenden Fall sind solche Lösunge, auch die mrit Ferrarifax, vermutlich überdimensioniert. (Fritzbox ist ein dezenter Hinweis auf einen lowbudget-Wunsch :-) face-smile).

lks
Mitglied: departure69
departure69 24.06.2016 aktualisiert um 08:56:08 Uhr
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An alle:


Uuiii, Ihr überschlagt Euch ja mit Lösungsvorschlägen und Know-How, daß mir schwindlig wird. Danke!

Da richtig einzusteigen ist mir, wieder mal, zu aufwendig. Ich hab' das jetzt organisatorisch gelöst (bin ich heute früh erst drauf gekommen):

Die Außenstelle ist das Büro unserer alarmbereiten Feuerwehr. Und die Faxe, um die es geht, sind die Alarmfaxe der Leitstelle. Und weil das Rathaus bzw. die Gemeinde zugleich auch untergeordnete Katastrophenschutzbehörde ist, wollten unsere Leute im Rathaus die Alarmfaxe, die, neben der SMS-Alarmierung eigentlich nur an die Feuerwehr gehen, ebenfalls zeitnah zu sehen kriegen.

Ich hab' jetzt einfach eine der Faxnummern des Rathauses bei der Leitstelle als zusätzliche Faxnummer eintragen lassen, alle Alarmfaxe, die bisher eigentlich nur direkt an die Feuerwehr gingen, gehen nun zeitgleich auch hier ans Rathaus.

Ansonsten wär's wohl der Mailverteiler geworden.


Trotzdem vielen, vielen Dank für Eure tolle Beteiligung und die vielen Ratschläge, ich habe einiges gelernt!


Viele Grüße

von

departure69
Mitglied: kaiand1
kaiand1 24.06.2016 um 10:20:44 Uhr
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Ok Alarmfaxe da muss die Kommunikation ja immer Vorhanden sein und gibt sicherlich Entsprechende Vorschriften/Regeln(Gesetzte)...
Mitglied: Midivirus
Midivirus 03.02.2017 um 11:49:05 Uhr
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Was ist jetzt die Lösung gewesen, weil diese ist so nicht ersichtlich?
Mitglied: departure69
departure69 03.02.2017 um 14:28:47 Uhr
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Mitglied: Midivirus
Midivirus 03.02.2017 um 14:41:34 Uhr
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Besten Dank, weil andere Beiträge als "Lösung" markiert waren.