Wohin geht die Zukunft?

Guten Tag zusammen,

wir sind gerade dabei, uns eine neue IT-Infrastruktur anzuschaffen, bisher haben wir 2 physische Server, auf denen unsere 9 virtuellen Server (ERP, DMS, CRM, Terminal... mit ca. 25 Usern) verteilt laufen, und ein DAS.
Da uns die Cloud aktuell zu teuer ist, wollen wir diese "Infrastruktur" auch weiterhin beibehalten.
Bisher haben wir auf den physischen Servern die Intel Xeon E5-2630 v3-Prozessoren mit 2.40 GHz im Einsatz und bei der Durchsicht aller virtuellen Server, sind diese je Server maximal zwischen 5-10% ausgelastet, beim RAM hingegen 30-70%. -Natürlich kommt es jetzt wieder darauf an, wie viel CPUs/RAM hat jeder Server, wie viel User greifen auf die darauf installierten Programme zu, aber mir geht es bei dem ganzen nur um folgende Frage:

Geht der "Trend" der Zukunft bei Systemen wie ERP, DMS, CRM, Terminal... eher immer mehr auf den RAM anstatt die CPUs? Woher kommt das? War das früher auch schon so?

Im aktuellen Angebot werden uns nämlich die Intel Xeon Gold 6240-Prozessoren mit 2.60 GHz angeboten, was meiner Meinung nach, hinsichtlich der aktuellen Prozessorauslastung, völlig überzogen ist, da wir ja bisher mit 2.40 GHz-Prozessoren mehr als gut gefahren sind.

Was meint ihr?

Vielen Dank vorab.
Mfg
cramtroni

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Ausgedruckt am: 20.06.2021 um 02:06 Uhr

11 Kommentare
Mitglied: NordicMike
Die CPUs werden immer schneller aber die Daten müssen ja nicht berechnet werden. Datenbanken sind reine Schubser und Cacher. Dank DMA und neuen PCIe Specs bleibt die CPU Last geringer.

Wo du noch CPU Power brauchst ist bei RDP, weil User gerne mal Firefox usw öffnen, die einfach "alles" fressen, was sie bekommen.

Ich komme mit 30 RDP Usern auch mit einem Single Xeon aus, was den Server Lizenzen zugute kommt.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Moin,

Es war schon immer so, daß RAM durch ncihts zu ersetzen war als durch noch mehr RAM, außer zu den Zeoten, wo das Limit bei 8, 16, 32 64 oder 1024 kB lag. Da ging haalt einfach nicht mehr. Seit die Prozessoren virtuellen Speicher unterstützen, gibt es (fast) kein Limit mehr für RAM. Von daher kann man i.d.R. nie zu viel RAM haben.

Bei der CPU-Leistung ist es so, daß man die Server selten an den Grenzen ausfahren will. Die meisten Server rödeln üblicherweise in der unteren Prozentbereichen rum und nur ab und zu bei voller Leistung, damit imemr genug Reserven da sind, insbesondere wenn viele VMs gleichzeitig leistung wollen. Von daher sind auch eher mehr Kerne als mehr GHz von Beudetung, zumindest für die Hardware, die viele VMs schultern muß. Dabei darf man natürlich nicht das Lizenzierungsmodell von MS aus den Augen verlieren (nach Anzahl Prozessoren und Kerne zählt für jede VM). was die Lizenzen sehr schnell sehr teuer macht.

beachte, daß der 6240 18 Kerne hat und damit mehr als die 16, die für eine Standard-Lizenz vorgesehen sind. Da wirde es schnell sehr teuer, wenn Ihr mehr als 16 Kerne drin habt.

lks
Mitglied: SeaStorm
Hi

kommt natürlich immer auf die Software im spezifischen an, aber wenn du sagst das eure CPUs sich langweilen und da auch kein nennenswertes Wachstum zu erwarten ist, dann macht es da natürlich keinen Sinn das Geld für stärkere CPUs in die Hand zu nehmen.
Was man nie genug haben kann ist RAM.
Mehr RAM bedeutet für die Datenbank, sofern es eine entsprechend gute wie MSSQL oÄ ist, das sie einfach alle Tabellen in den RAM laden kann und für eine Abfrage die Festplatte nicht mehr braucht. Oder für ein OS, die Serversoftware etc, das sie einfach alles im Cache lassen kann und keine Ressourcen freigeben muss, die dann später wieder von der HDD gelesen werden müssen.

Aber Leistung am Server ist eh ein recht endliches und eher leicht skalierbares Thema. Da kann man sich heutzutage ja dank VMs einfach einen neuen Server hinstellen, wenn es eng wird (vereinfacht gesagt natürlich).

Viele kleine Unternehmen vergessen aber leider das IT Infrastruktur auch Security bedeutet. Ordentliche Netzwerk-Hardware zur Segmentierung und auch eine vernünftige Firewall. Oder zwei. Denkt darüber vielleicht auch mal nach, wenn nicht schon geschehen
Mitglied: NordicMike
zur Segmentierung
Oh, wie wahr, deshalb darf ich mich hier mit einer /16 Broadcast Domain herum plagen :) face-smile
Historisch gewachsen usw...
Mitglied: ElmerAcmeee
Hallo,
die neuen Server sollen ja bestimmt auch wieder 5 Jahre oder länger halten. Daher greif zu den 2,6 GHz! Der Unterschied auf die Laufzeit gerechnet dürfte sich in Grenzen halten.
Dann bist du auch auf der sicheren Seite was neue Software angeht.

Bezüglich RAM würde ich einfach darauf achten dass er nicht bereits im Vollausbau ist. So kannst du einfach auch nochmals nachrüsten.
Wobei meine Erfahrung zeigt dass dies dann wesentlich teurer ist als direkt mitzubestellen.

Gruß
Mitglied: ukulele-7
Wir haben auch Terminal Server mit ELO Client drauf und hier konnte man das durch den Umstieg auf einen Java Client seitens ELO sehr gut vorab sehen, der RAM-Bedarf des Clients hat sich von ca. 150MB auf 1,1 bis 1,5GB pro User erhöht. Du kannst aber davon ausgehen das die selbe Software auf neuer Hardware nicht mehr RAM braucht als auf der Alten, du kannst also hervorragend beobachten was ein User auf deinem Terminal Server braucht (wenn ihm keine Grenzen gesetzt werden) und das dann hoch rechnen. Sollte Software gewechselt werden kann man gut schon mal beim Hersteller Rat einholen über den zu erwartenden Mehrbedarf.

CPU und RAM stehen sich nicht gegensätzlich gegenüber. Bei CPU ist leider zu sagen das sich viele Kerne auf die Lizenzkosten auswirken, daher habe ich tatsächlich zum teuren 6148 gegriffen der auch ordentlich Boost pro Kern hat. Ich hege Hoffnung das der Windows Server 2022 hier anders zu lizensieren ist als 2019. Wenn du Windows Server Lizenzen anschaffen willst oder langfristig verwendest kann das wichtig werden.
Mitglied: wecanIT
Moin,

die Frage nach der Anzahl von CPUs, Sockets und Kernen ist nicht nur für MS wichtig.
VEEAM, VMware etc. berechnen auch nach Anzahl der CPUs und Cores.

Freundliche Grüße
Ralf
Mitglied: ukulele-7
Zitat von @wecanIT:

Moin,

die Frage nach der Anzahl von CPUs, Sockets und Kernen ist nicht nur für MS wichtig.
VEEAM, VMware etc. berechnen auch nach Anzahl der CPUs und Cores.

Freundliche Grüße
Ralf
Kerne sind aber bei VMware und Veeam derzeit nicht relevant oder? Das dürften nur Sockets sein.

Oracle ist noch so ein Kandidat :-) face-smile
Mitglied: Der-Phil
Zitat von @ukulele-7:
Kerne sind aber bei VMware und Veeam derzeit nicht relevant oder? Das dürften nur Sockets sein.

Oracle ist noch so ein Kandidat :-) face-smile

Das stimmt leider nicht mehr ganz. VMWare lizensiert nach Sockets, so lange ein Socket nicht mehr als 32 Kerne hat.
Ein 64-Kerner "kostet" also zwei Socket-Lizenzen.

Phil
Mitglied: wecanIT
Ja, das ist so, VEEAM und VMware lizenziert nach Socket.
Bei VMware 6.5 und VEEAM Beackup & Replication10 sind die Cores nicht relevant.
Wie ich gerade lese stimmt das bei VMware nicht ganz.

Gerade die Lizenzkosten spielen eine sehr große Rolle.
Wir zahlen gerade für neue MS(RDP CALs, Server CALs, SQL Cals......) und VEEAM Lizenzen
ein Vielfaches der damaligen Server Hardware - inkl. OS- Kosten.
Mitglied: cramtroni
Vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge! Ich nehme die Infos mal mit und hake nochmal beim Diensleister nach.
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