Mikrotik-WAN-Failover

Schönes WE in die Runde,
isch hab da nen Problemchen und vermutlich ist es nur ne Kleinigkeit. Gewünscht ist ein WAN-Failover von Vodafone-Cable auf ether1 (WAN1_Cable) zu LTE-Modem auf ether2 (WAN2_LTE).
Man landet bei dem Thema - neben unendlich vielen Optionen auf z.T. Skript-Basis - am Ende auch hier im Forum bei:
https://help.mikrotik.com/docs/pages/viewpage.action?pageId=26476608
Soweit so gut. Beim übertragen auf mein Setup:
8.8.8.8 > 1.1.1.1
8.8.4.4 > 1.0.0.1
to_ISP1 > to_WAN1
to_ISP2 > to_WAN2
10.111.0.1 > WAN1_Cable
10.112.0.1 > WAN2_LTE
sehen die routing-Befehle entsprechend so aus:
/ip/route/
add dst-address=1.1.1.1 scope=10 gateway=WAN1_Cable
add dst-address=1.0.0.1 scope=10 gateway=WAN2_LTE
add distance=1 gateway=1.1.1.1 routing-table=to_WAN1 check-gateway=ping
add distance=2 gateway=1.0.0.1 routing-table=to_WAN1 check-gateway=ping
add distance=1 gateway=1.0.0.1 routing-table=to_WAN2 check-gateway=ping
add distance=2 gateway=1.1.1.1 routing-table=to_WAN2 check-gateway=ping
Die Folge:
Das Immediate Gateway: unknown
Liegt wohl daran, dass ich die IP-Adressen (10.111.0.1, 10.112.0.1 )als Gateway durch WAN1_Cable und WAN2_LTE als Variable ersetzt habe. Das sind ja nicht die am Router-anliegenden WAN-Adressen, sondern die (vermutlich) Gateway-IP des ISPs. Oder?
Wie ließe sich das denn Mikrotik-konform lösen? Denn zumindest die WAN-Adresse des Cable-Modems ist nicht komplett fix.
VG
isch hab da nen Problemchen und vermutlich ist es nur ne Kleinigkeit. Gewünscht ist ein WAN-Failover von Vodafone-Cable auf ether1 (WAN1_Cable) zu LTE-Modem auf ether2 (WAN2_LTE).
Man landet bei dem Thema - neben unendlich vielen Optionen auf z.T. Skript-Basis - am Ende auch hier im Forum bei:
https://help.mikrotik.com/docs/pages/viewpage.action?pageId=26476608
Soweit so gut. Beim übertragen auf mein Setup:
8.8.8.8 > 1.1.1.1
8.8.4.4 > 1.0.0.1
to_ISP1 > to_WAN1
to_ISP2 > to_WAN2
10.111.0.1 > WAN1_Cable
10.112.0.1 > WAN2_LTE
sehen die routing-Befehle entsprechend so aus:
/ip/route/
add dst-address=1.1.1.1 scope=10 gateway=WAN1_Cable
add dst-address=1.0.0.1 scope=10 gateway=WAN2_LTE
add distance=1 gateway=1.1.1.1 routing-table=to_WAN1 check-gateway=ping
add distance=2 gateway=1.0.0.1 routing-table=to_WAN1 check-gateway=ping
add distance=1 gateway=1.0.0.1 routing-table=to_WAN2 check-gateway=ping
add distance=2 gateway=1.1.1.1 routing-table=to_WAN2 check-gateway=ping
Die Folge:
Das Immediate Gateway: unknown
Liegt wohl daran, dass ich die IP-Adressen (10.111.0.1, 10.112.0.1 )als Gateway durch WAN1_Cable und WAN2_LTE als Variable ersetzt habe. Das sind ja nicht die am Router-anliegenden WAN-Adressen, sondern die (vermutlich) Gateway-IP des ISPs. Oder?
Wie ließe sich das denn Mikrotik-konform lösen? Denn zumindest die WAN-Adresse des Cable-Modems ist nicht komplett fix.
VG
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Content-ID: 3237156061
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Ausgedruckt am: 05.04.2025 um 17:04 Uhr
14 Kommentare
Neuester Kommentar
Die Frage ist WIE diese WAN1 und WAN1 IP Adressen zustande kommen??
Die 1er Adressen können niemals als Gateway Adressen von den WAN1 und WAN2 Providern kommen, da sie ja im Internet offiziell vergeben sind z.B. 1.1.1.0-255 an Cloudflare!
Damit scheidet die 1.1.1.1 als Gateway IP ja schonmal völlig aus, denn das ist ja eine niemals direkt erreichbare next Hop IP Gateway Adresse von deinem Mikrotik. Gleiches gilt für das 1.0.0.0er Segment.
Da stimmt also generell mal schon etwas grundsätzlich mit deinen Default Routen nicht. Genau deshalb sind die auch alle rot weil nicht erreichbar.
Bleibt also die Frage WIE WAN1 und WAN2 angebunden sind? WAN2 (LTE) vermutlich mit einem Router via Koppelnetz. Dann wäre die Koppelnetz IP des LTE Routers der next Hop aber niemals einen offizielle IANA IP wie die 1.0.0.1!
Gleiches gilt für WAN1 das Kabel TV. Hier müsste als next Hop eine öffentliche v4 IP des Providers Vodafone stehen sofern es ein reines Modem ist und diese Route dynamisch über DHCP oder PPPoE gelernt wurde. 1.1.1.1 gehört aber nicht zu Vodafone sondern Cloudflare in den USA, kann also niemals Gateway IP des MTs sein.
Oder eben auch wie oben wenn WAN1 einen Koppelrouter nutzt dann über die Router IP als next Hop.
Irgendwas kann da also nicht so wirklich stimmen an deinem o.a. Routing Setup?!
Die 1er Adressen können niemals als Gateway Adressen von den WAN1 und WAN2 Providern kommen, da sie ja im Internet offiziell vergeben sind z.B. 1.1.1.0-255 an Cloudflare!
Damit scheidet die 1.1.1.1 als Gateway IP ja schonmal völlig aus, denn das ist ja eine niemals direkt erreichbare next Hop IP Gateway Adresse von deinem Mikrotik. Gleiches gilt für das 1.0.0.0er Segment.
Da stimmt also generell mal schon etwas grundsätzlich mit deinen Default Routen nicht. Genau deshalb sind die auch alle rot weil nicht erreichbar.
Bleibt also die Frage WIE WAN1 und WAN2 angebunden sind? WAN2 (LTE) vermutlich mit einem Router via Koppelnetz. Dann wäre die Koppelnetz IP des LTE Routers der next Hop aber niemals einen offizielle IANA IP wie die 1.0.0.1!
Gleiches gilt für WAN1 das Kabel TV. Hier müsste als next Hop eine öffentliche v4 IP des Providers Vodafone stehen sofern es ein reines Modem ist und diese Route dynamisch über DHCP oder PPPoE gelernt wurde. 1.1.1.1 gehört aber nicht zu Vodafone sondern Cloudflare in den USA, kann also niemals Gateway IP des MTs sein.
Oder eben auch wie oben wenn WAN1 einen Koppelrouter nutzt dann über die Router IP als next Hop.
Irgendwas kann da also nicht so wirklich stimmen an deinem o.a. Routing Setup?!
Nach der Konfig ist die MT Zeichnung unvollständig, denn deren beiden WAN Leitungen gehen von je einem /30er Koppelnetz aus an beiden WAN Ports, also mit je 2 IP Adressen pro Netz. Dort verbergen sich also sehr wahrscheinlich noch Router dazwischen.
Du hast Recht was die Healthchecks anbetrifft. Dort muss man natürlich eine Internet IP pingen um zu merken ob einer der beiden WAN Provider ausgefallen ist um dann ggf. umzuschalten.
Das ist oben richtig und muss man über beide Anschlüsse machen, denn das Verfahren nutzt rekursives Routing.
Das ist bei dir ja etwas anders zumindestens wenn du die Provider Gateway Adressen dynamisch bekommst. Daher die Frage WIE die WAN Ports angebunden sind.
Wenn du einen LTE Router mit Koppelnetz betreibst ist zumindestens da die Router IP einzutragen.
Beim Vodafone ist die Frage ob dort dann auch ein Router mit Koppelnetz im Einsatz ist oder ein Modem direkt am MT hängt und die Provider Gateway IP dann direkt am MT hängt.
Hier wird das ganz gut mit einem Beispiel beschrieben:
https://forum.mikrotik.com/viewtopic.php?t=182209
Bzw. als Filmchen:
https://www.youtube.com/watch?v=QWPCMNMF-jI
Du hast Recht was die Healthchecks anbetrifft. Dort muss man natürlich eine Internet IP pingen um zu merken ob einer der beiden WAN Provider ausgefallen ist um dann ggf. umzuschalten.
Das ist oben richtig und muss man über beide Anschlüsse machen, denn das Verfahren nutzt rekursives Routing.
dass es in der Zeichnung von Mikrotik auch nicht die von außen anliegende WAN-IP ist
10.111.0.1 und 10.112.0.1 sind ja die jeweiligen Router Adressen in den Netzen. Das MT Tutorial geht davon aus das das die Provider Router sind.Das ist bei dir ja etwas anders zumindestens wenn du die Provider Gateway Adressen dynamisch bekommst. Daher die Frage WIE die WAN Ports angebunden sind.
Wenn du einen LTE Router mit Koppelnetz betreibst ist zumindestens da die Router IP einzutragen.
Beim Vodafone ist die Frage ob dort dann auch ein Router mit Koppelnetz im Einsatz ist oder ein Modem direkt am MT hängt und die Provider Gateway IP dann direkt am MT hängt.
Hier wird das ganz gut mit einem Beispiel beschrieben:
https://forum.mikrotik.com/viewtopic.php?t=182209
Bzw. als Filmchen:
https://www.youtube.com/watch?v=QWPCMNMF-jI
Das Forum hat noch einen Thread zu dem Thema:
Zweites Gateway erreichbar machen
Zweites Gateway erreichbar machen
Hier ist übrigens noch ein interessanter Ansatz wie man das mit Routing Marks statt mit Reverse Routing löst:
https://www.youtube.com/watch?v=3R6GloC-Ltk
Mir erscheint diese Option etwas sinnvoller und passt auch besser auf dein o.a. Design!
Mit der Distance (Metric) geht das natürlich auch.
https://www.youtube.com/watch?v=3R6GloC-Ltk
Mir erscheint diese Option etwas sinnvoller und passt auch besser auf dein o.a. Design!
Mit der Distance (Metric) geht das natürlich auch.
Und wegen denen benötigst Du vermutlich auch diese Pings auf DNS-Server.
Die o.a. Konfig kommt OHNE DNS Pings aus. Der macht das auch nur über die Metric.DNS Pings benötigt man für das Reverse Routing. Man kann da aber auch beliebig andere IPs pingen.
Google, Cloudflare, Quad9 und Co sind sicherlixh noch very amused wenn Millionen von Mikritiks ihre Server pingen. OK, Google schon die wissen dann wo MT User sind, was die machen und verdienen mit dem Wissen mehr Geld als MT selber wert ist... 😉