tantalos
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Software RAID 10 unter Server 2022

Hallo,

wir wollen unter Windows Server 2022 Datacenter ein Software RAID 10 aus 4 NVMe SSDs (PCIe 4.0) einrichten.

Die SSDs hängen direkt an MCIO-Ports (PCIe 5.0) am Board.

Auf dem RAID-Volume sollen ausschließlich virtuelle Maschinen liegen, ausgeführt unter Hyper-V.

Eine Erweiterung um weitere SSDs soll es dauerhaft sehr wahrscheinlich nicht geben, ebenso nicht einen Wechsel des RAID-Modus.

Nun gibt es wohl 2 Wege,

a) das klassische Windows RAID über die Datenträgerverwaltung (erst die RAID 0-Volumes einrichten, dann das RAID 1) oder

b) Storages Spaces (nicht Storages Spaces Direct) mit resilience "mirrored" und 2 columns.

Was wäre Eure Empfehlung?

Würdet Ihr mit NTFS oder mit ReFS arbeiten?

Danke für Eure Einschätzungen und Grüße,
tantalos

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Printed on: June 22, 2024 at 20:06 o'clock

Member: Hubert.N
Hubert.N Feb 26, 2024 at 15:41:48 (UTC)
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Moin

Zitat von @tantalos:
Was wäre Eure Empfehlung?

... einen RAID-Controller nehmen.

Ich bin auch ein wenig verwirrt.... NVMEs, DAtacenterlizenz und KEIN Raidcontroller??? Wurde das gesamte verfügbare Kapital in die Anschaffung der Datacenterlizenz gesteckt?


Gruß
Member: tantalos
tantalos Feb 26, 2024 at 16:10:19 (UTC)
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Es ist ein bisschen schwierig oder sehr teuer, einen Hardware-RAID-Controller zu finden, der kein Bottleneck darstellt. Allenfalls GRAID scheint hier was zu bieten.

CPU-Power ist mehr als ausreichend vorhanden.

Für das Boot-Volume, auf dem Windows läuft, gibt es einen Hardware RAID-Controller.

Die Diskussion Hardware RAID-Controller vs. Software-RAID möchte ich an dieser Stelle aber nicht aufmachen.

Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr eine Einschätzung zur genannten Frage geben würdet.
Member: Avoton
Avoton Feb 26, 2024 at 17:56:42 (UTC)
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Moin,

Was ist das für ein Server?

Kann das Mainboard dir das RAID ggf abnehmen? Bei Intel nennt sich das vROC, ob AMD was passendes dafür hat weiß ich nicht.

Gruß,
Avoton
Member: C.R.S.
C.R.S. Feb 26, 2024 at 19:12:43 (UTC)
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Hallo,

ganz klar Storage Spaces, das "RAID" ist ein totes Pferd.

ReFS oder NTFS hängt grundsätzlich vom Workload ab. Ein gewisser Zusammenhang besteht zum Storage Spaces bzw. jeglicher Kombination von mehreren Datenträgern darin, dass die Prüfsummenfunktion von ReFS sich mit der steigenden Kapazität aufdrängt.

Grüße
Richard
Member: commodity
commodity Feb 26, 2024, updated at Feb 27, 2024 at 00:02:40 (UTC)
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Die Diskussion Hardware RAID-Controller vs. Software-RAID möchte ich an dieser Stelle aber nicht aufmachen.
Das finde ich gut. Der (heutige) Nutzen eines HW-Controllers wird oft überschätzt, auch im Verhältnis zur Gefahr, für diesen SPoF nach etlichen Jahren ggf. unvermittelt Ersatz beschaffen zu müssen. Raus damit.

Kann das Mainboard dir das RAID ggf abnehmen?
Das ist Fake-RAID und davon sollte man dringlichst die Finger lassen. Dann hängt die Wiederherstellung des RAID an der Implementierung des Mainboards, d.h. wenn das abraucht ist ohne ein gleichartiges Board/Chipset das RAID u.U. futsch. Kann man hier im Forum immer mal wieder lesen. Auch Updates sind so kaum möglich. Software-RAID setzt man standardkonform mit dem OS auf, nicht auf irgendeiner Mainboard-Implementierung.

"RAID" ist ein totes Pferd
Auch das sehe ich anders. RAID ist etabliert, gut bedien-/beherrschbar und perfekt unterstützt. Kurz gesagt, das, was man sich in der IT wünscht. Die neuen Tools müssen nicht nur gelernt werden, sie haben auch ihre Komplexität und Tücken, wie zB der gestrige Fred zu ReFS mal wieder zeigt. Linux ist den Storage Spaces mit ZFS um 10 Jahre in der Entwicklung voraus, dennoch wird IMO in der produktiven Welt zumindest kleiner bis mittlerer Unternehmen ganz überwiegend RAID mit ext4 oder BTRFS eingesetzt. Im Storagebereich finde ich eine konservative Grundhaltung sinnvoll. Man möchte seine Daten ja behalten face-wink

Hier noch ein bisschen mehr Lesestoff zur Vertiefung (Whitepaper hinter dem Download-Button).

Viele Grüße, commodity
Member: ultiman
ultiman Feb 26, 2024 at 23:59:44 (UTC)
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Moin,
Fragestellung letztes Jahr ausprobiert auf DL380, Geschwindigkeit kaum ein Unterschied. Die Lanes und Hardware limitieren da schon schnell. Storage Spaces benötigt mehr RAM und eine einzelne Platte (alle 2TB) aus dem Pool konnte ich nicht an einem anderen Rechner einlesen. Beim Windows Soft-Raid war das möglich.
VG Ulti
Member: C.R.S.
C.R.S. Feb 27, 2024 at 00:16:46 (UTC)
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Zitat von @commodity:

Auch das sehe ich anders. RAID ist etabliert, gut bedien-/beherrschbar und perfekt unterstützt.

Das war - Novum in einem IT-Forum - eine Aussage bezogen auf die eigentliche Frage, also Storage Spaces vs. die als "RAID" bezeichnete Windows-Datenträgerkonfiguration.
Member: DerNixWusste
DerNixWusste Feb 27, 2024 at 06:44:49 (UTC)
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Moin,

a) das klassische Windows RAID über die Datenträgerverwaltung (erst die RAID 0-Volumes einrichten, dann das RAID 1)

klassischer Fehler: erst Raid-1, dann Raid-0. Es heisst ja Raid-10, und nicht Raid-01.
Member: StefanKittel
StefanKittel Feb 27, 2024 at 07:24:25 (UTC)
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Moin,

Ein RAID-10-Verbund ist ein RAID 0 über mehrere RAID 1.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/RAID#RAID_10

Stefan