Tandberg LTFS Configuration Tool - sinnvoll für Produktiveinsatz?

Hallo,

wir arbeiten generell mit Speicherung auf NAS, jährlich 2x werden aber die Daten als Snapshot auf LTO Band gespeichert.

Da der Entwickler der verwendeten Software Z-DBackup offensichtlich pleite ist, möchte ich die Abhängigkeit von prop. Lösungen gerne vermeiden.

Da wir wirklich nur 1x speichern und sonst stehen die Bänder im Koffer würden die Tools der Hersteller eigentlich reichen. Mein erster Test mit dem Tandberg Tool war soweit OK. Ich konnte das Band beschreiben und in Windows Explorer als Laufwerk "mounten".

Meine Frage ist, ob solchen Tools Ok sind oder spricht etwas gegen das LTFS Speicherformat.

Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung.

Gr. I.

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Ausgedruckt am: 24.09.2021 um 01:09 Uhr

Mitglied: NetzwerkDude
NetzwerkDude 27.08.2020 aktualisiert um 10:21:51 Uhr
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Meine Erfahrung war das ein LTO Tool meist die Daten tatsächlich schön aufs Band "streamt" (d.h. man hört das er ganze Zeit sequenziell schreibt) - während mit LTFS und kopieren via Windows Boardmittel (selbst nur eine große Datei) dazu führt das das Band immer wieder hin und her fährt weil der LTFS Treiber die Daten scheinbar nicht so schön "in Line" liefert.

War ein Tandberg Laufwerk von 2014 - habe das Modell nicht mehr im Kopf.

An sich spricht aber nichts gegen LTFS, ich wäre gar dafür weil es ein Standard ist und die wahrscheinlichkeit das du in 20 Jahren noch die Bänder recovern kannst ist höher als mit einem Herstellerspezifischem Tool das nur unter aktueller Hard/Sofware läuft.
Mitglied: istike2
istike2 27.08.2020 um 10:29:07 Uhr
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Vielen Dank für deine Rückmeldung.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 27.08.2020 aktualisiert um 11:31:53 Uhr
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Zitat von @NetzwerkDude:

An sich spricht aber nichts gegen LTFS, ich wäre gar dafür weil es ein Standard ist und die wahrscheinlichkeit das du in 20 Jahren noch die Bänder recovern kannst ist höher als mit einem Herstellerspezifischem Tool das nur unter aktueller Hard/Sofware läuft.


Ansonsten halt die klassische Methode mit cpio und tar. Ich kann immer noch Bänder lesen, die vor 30 Jahren beschrieben wurden, sofern die Hardware noch tut. Das ist mit den ganzen Programmen, die man damals zu Backup sonst benutzt hat, nicht mehr so ohne weiteres möglich, wenn man nicht die passende Version archiviert hat.

lks

PS: Ansätze für ein Filesystem auf Band gab es schon seit den 80er Jahren. Hat sich aber z.B. aus den oben genannten Gründen (u.A. viele Bandstops und daraus resultierenden kleinen Transferraten) nicht durchgesetzt.

Edit: Typo
Mitglied: istike2
istike2 27.08.2020 um 15:02:38 Uhr
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Hi lks,

vielen Dank.

Welche Software würdest du für Windows 10 empfehlen, wenn wir auf TAR statt LTFS setzen möchten?

Gr. I.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 27.08.2020 um 15:07:48 Uhr
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Zitat von @istike2:

Hi lks,

vielen Dank.

Welche Software würdest du für Windows 10 empfehlen, wenn wir auf TAR statt LTFS setzen möchten?

Ich würde einen Linux-backup-Server aufsetzen, der sich die Daten vom NAS oder von den Server holt oder auf den die backup-Agent schreiben und dieser sichert dann alle per tar aufs Band.

Von welchen Datenmengen reden wir denn? ggf. könnte das NAS das sogar selbst per tar auf das Band schreiben.

lks
Mitglied: istike2
istike2 27.08.2020 aktualisiert um 16:33:57 Uhr
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Die Datenmengen halten sich in Grenzen. Im Lauf der Jahre haben wir 20 LTO6 Bänder geschrieben. Auf LTO archivieren wir nur die Daten, die wir vermutlich nie mehr anfassen werden.

Wir bräuchten auf jeden Fall eine Desktop Lösung. auch die Kollegen müssten ja damit arbeiten können.

Wegen des seltenen Gebrauchs denke ich, dass diese Tandberg Tool für uns immer noch die beste Lösung ist:

- kostet nichts
- Verzeichnisstruktur wird direkt im Windows Explorer dargestellt.
- Recovery ist verhältnismäßig schnell ... (ich teste es gerade mit 276 GB in 76Min --> 61MB/s)
- Auch Kollegen kriegen es hin, auf die Daten zuzugreifen ...
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 27.08.2020 um 15:52:49 Uhr
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Zitat von @istike2:

Auf LTO archivieren wir nur die Daten, die wir vermutlich nie mehr anfassen werden.

Dann kann man die auch wegwerfen. :-) face-smile

Überprüft Ihr die Bänder denn regelmäßig, z.B. einmal im Jahr? Es nützt nichts, für die letzten 10 Jahre Daten aufzuheben und dann festzustellen, daß die Dinger doch nicht mehr lesbar sind.

Ihr solltet mindestens zweo Kopien vorhalten udn einmal im Jahr alle Bänder mal komplett lesen lassen.

Wir bräuchten auf jeden Fall eine Desktop Lösung. auch die Kollegen müssten ja damit arbeiten können

Dann nimm das Tandberg-Tool.

Wegen des seltenen Gebrauchs denke ich, dass diese Tandberg Tool für uns immer noch die beste Lösung ist:

- kostet nichts
- Verzeichnisstruktur wird direkt im Windows Explorer dargestellt.
- Recovery ist verhältnismäßig schnell ... (ich teste es gerade mit ca. 300GB)
- Auch Kollegen kriegen es hin, auf die Daten zuzugreifen ...

Vergiß aber nciht, einmal im Jahr auch die 10 Jahre alten Daten zu prüfen.

lks
Mitglied: istike2
istike2 27.08.2020 um 16:49:27 Uhr
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Vielen Dank lks
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