Warum 400mbit Leitung um von Home-Office aus Server zu konfigurieren?

sunstrike
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Hallo zusammen,

erst einmal zu mir: ich bin neu hier und unerfahren was IT angeht. Klar, ich kann einen Drucker installieren, kenne von damals noch den Unterschied von A- zu S-DSL. Ich hatte heute ein Gespräch (Diskussion), ob eine 400mbit/s Leitung in Zukunft notwendig ist, um im Home-Office einen Server in einem mittel- bis großständigen Unternehmen neu zu konfigurieren oder aufzusetzen.

Gesprächspartner meinte, es passiere regelmäßig, dass er zu Hause wäre und einen Server neu aufsetzen müsste oder neue Server konfiguriere. Dazu müsse er von seinem Laptop aus (große) Dateien rüberkopieren (und es geht nur vom Laptop aus, da der Server [unkonfiguriert] ja gar nichts mit den Befehlen anzufangen wüsste, wenn er jetzt von einer Cloud oder einem anderen VorOrt-Server angesprochen werde). Und deshalb brauche er diese 400mbit/s Leitung (statt einer bestehenden 150er Leitung). Ich fragte, warum es nicht einen Server vor Ort mit den übergroßen Dateien gäbe, auf die er Remote-Zugriff nehme und die dann rüberkopiere (Direktlan oder was auch immer) oder alternativ diese Daten in einer Cloud wären, statt auf dem Laptop. Würde es dann nicht schneller gehen, so mal zwei weitere MA's ja auch Server reparieren, konfigurieren oder neu aufsetzen müssten (d.h. die müssten alle auf ihrem Laptop die übergroßen Dateien horten)!?
Ich bekam die Antwort, ich hätte ja keine Ahnung. Stimmt. Aber eine zufriedenstellende Antwort erhielt ich auch nicht darauf, warum es nicht geht.

Kann mir da jemand sagen, ob es nicht bereits Lösungen gibt?

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Ausgedruckt am: 07.08.2022 um 07:08 Uhr

Mitglied: wiesi200
wiesi200 10.07.2022 um 05:28:22 Uhr
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Hallo,

dann soll der Typ dich doch mal erleuchten und nicht nur sagen das du keine Ahnung hast. Bei so Antworten schalte ich dann schnell mal auf Stur. Entweder es gibt nen vernünftigen Grund, dann kann man den erklären oder es Gibt keinen Grund.

Es mag ja sein daß es gewisse Konstellationen gibt wo es keinerlei andere Möglichkeit gibt. Aber wie du schon schreibst. Entweder die Daten im Haus ablegen wenn man die denn öfter braucht. Oder in der Cloud ablegen.
Genauso kann man z.b. bei Windows einen WDS Server für die Installation bereit stellen.
Mitglied: Vision2015
Vision2015 10.07.2022 um 07:43:18 Uhr
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Moin...

was genau stört dich eigentlich an der 400er Leitung?
selbst wenn die daten vor ort irgendwo liegen, kann es sein, das mal etwas übertragen werden muss!
ob das mit der Cloud geht, keine ahnung - DSGVO könnte da eine rolle spielen.
da ich persönlich auch zu 80% remote arbeite, weiß ich eine schnelle leitung zu schätzen!

Frank
Mitglied: MirkoKR
MirkoKR 10.07.2022 um 08:14:12 Uhr
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Es ist wie immer bei solchen Leitungen:

Der Download wird mit hohen Transferraten beworben - der Upload kriecht im Verhältnis vor sich hin ...

das besonders deutlich bei Kabel-Internet, aber eben auch bei xDS und je nach Vertrag sogar FTTx ....

Dein Kumpel bezieht sich beim Bedarf für eine hohe Download-Leitung sicher auf die Hoffnung, das diese auch eine vernünftig großen Upload-Transfer mitbringt...

In eurem Fall mit der Fern-Einrichtung /-Konfiguration kann es schon lässtig sein, wenn du größere Installations-Images oder Updates, etc. über einen langsamen Upload bei dir rauf zum Server schicken musst ... da gehen dann schon ein paar Kaffee übern Tisch ...

.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 10.07.2022 aktualisiert um 08:38:42 Uhr
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Moin,

  • Wo stehen die Server?

  • Welches OS muß auf die Server

  • Wo liegt die Software, die auf die Server soll?

  • Welche Software muß auf die Server?

  • Wird die Software manuell installiert oder gibt es Automatismen?

Je nachdem, wie die Antworten sind, kann eine 9600er Modemverbindung reichen oder man muß vielleicht bis zu 1Gbps hochgehen

lks
Mitglied: Inf1d3l
Inf1d3l 10.07.2022 um 08:55:25 Uhr
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Dein Gesprächspartner will eine fettere Leitung auf Firmenkosten, ganz einfach.
Mitglied: altmetaller
altmetaller 10.07.2022 um 10:36:41 Uhr
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Hallo,

in derartigen Fällen installiert man in der Serverfarm einen Wartungs-PC oder eine Wartungs-VM.

Gerne auch mit Browser, Cloudanbindung usw. face-wink

Dafür reichen 4MBit locker aus. Alles darüber hinaus ist Raffgier des Admins.

Gruß,
Jörg
Mitglied: Penny.Cilin
Penny.Cilin 10.07.2022 um 10:41:20 Uhr
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Hallo,

@wiesi200 hat es schon angemerkt. Einmal zu behaupten daß man keine Ahnung hat, kann jeder. Soll Dein Gesprächspartner sachliche Argumente liefern.

Auch ich setze aus dem Home / Mobile Office öfter Server auf. Ich muss nichts über meine DSL Leitung kopieren.
  • Die VMs werden aus Templates bereitgestellt
  • Physische Server werden über IMM / iLO / iDRAC bereitgestellt. Die ISOs liegen im RZ und können gemountet werden.
  • Weitere Einrichtungsskripte, sofern benötigt, liegen auf Shares im RZ
  • Weitere Programme, welche installiert werden sollen, liegen auf bereitgestellte Shares im RZ.

Auch die Argumentation von @inf1d3i ist nicht von der Hand zu weisen.

Ich habe das Gefühl, Dein Gesprächspartner will sich wichtig machen. Und er meint er wäre etwas besonderes.

Gruss Penny.
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 10.07.2022 um 11:08:06 Uhr
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Lass es dir doch vom Anforderer erklären.

Ein ESXI Image was er vielleicht auf dem Notebook vorbereitet, ist meistens kleiner 1GB und ein Windows Server Image ist 5GB und kopiert ca 4GB über die Leitung.

Ich für meinen Teil weiß, dass ich Server mit 256kbit einrichte, wenn jemand die Patchkabel vor Ort anschließt.
Mitglied: Vision2015
Vision2015 10.07.2022 um 11:43:12 Uhr
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moin..

Ich habe das Gefühl, Dein Gesprächspartner will sich wichtig machen. Und er meint er wäre etwas besonderes.
natürlich kann das so sein, das auch ein ESXI mit 256kbit einzurichten geht ist klar, aber was wirklich gebraucht wird , und vor allem warum, wissen wir nicht!
ich finde daher die frage kann nur einer beantworten, und das ist der "Gesprächspartner"

Frank
Mitglied: LeReseau
LeReseau 10.07.2022 aktualisiert um 12:00:11 Uhr
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Ich hatte heute ein Gespräch (Diskussion), ob eine 400mbit/s Leitung in Zukunft notwendig ist, um im Home-Office einen Server
Nein, das ist völlig übertrieben, denn dafür reicht eine stinknormale 10 Mbit xDSL Verbindung sofern das nur remotes Aufsetzen betrifft.
Es ist eher so das dein Gesprächspartner keine Ahnung hat. Siehst du ja auch schon an der Tatsache das ihm die vernünftigen Gegenargumente fehlen.

Auf dem remoten System hast du ja nur eine .iso Datei die man remote installiert und dann entsprechende Komponenten zur Installation lokal nachladen lässt. Wohlgemerkt lokal... Das was zu dir remote übertragen werden muss ist quasi ja nur der Bildschirmoutput und die Tastatureingaben. Dafür sind sogar 10 Mbit schon völlig überkandidelt und eine klassische alte ISDN Verbindungen mit 64 kBit würden dazu auch allemal reichen.
Vergiss das also was dein "Gesprächspartner" da geschwurbelt hat. DER hat keine Ahnung, nicht du!
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 10.07.2022 um 12:15:44 Uhr
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Zitat von @altmetaller:

Dafür reichen 4MBit locker aus.

9,6 kbps sind vollkommen ausreichen um eine Serverfarm remote zu warten. face-smile

lks
Mitglied: Gentooist
Gentooist 10.07.2022 um 14:46:16 Uhr
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Nur zum Aufsetzen eines Servers ist diese Bandbreite nicht notwendig.

Sie kann allerdings durchaus Sinn machen, wenn man über Internet ein Remote Backup betreiben will und die Datenmenge reichlich groß ist, die da bewegt werden muss.
Mitglied: StefanKittel
StefanKittel 11.07.2022 um 02:48:57 Uhr
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Moin,

mal was Anderes am Rande.
Entweder habe ich es überlesen oder es steht dort nicht.

Solange wir nicht von symetrischen Anschlüssen sprechen ist es völlig egal ob das 150Mit oder 400 MBit sind.
Meine 100er vDSL hat einen höheren Upload (40MBit) als die 1GBit Kabel Leitung von Vodafone mit 25Mbit.

Und auch für solche Dinge lädt man sich keine ISO zu Hause runter und dann wieder in die Firma hoch.
Man wählt sich auf einer Remote-VM ein, macht das da und lädt es per LAN in den ESXi oder Hyper-V.
Und ganz nakte Server muss ja eh Jemand auspacken. Geht mit IPMI aber auch.

Klingt ein bisschen nach Boris Johnsen.
Ich will das haben, sonst kann Niemand arbeiten und kostet die Firma hunderttausende....

Stefan
Mitglied: SachsenHessi
SachsenHessi 11.07.2022 um 07:47:36 Uhr
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Guten Morgen,
Wie die Vorredner ja schon sagten: Da will Dir einer was vom Pferd erzählen face-smile
Im Erst, stell dem einen "Wartungs-Rechner" hin, auf den er remote zugreifen kann.
Dann reicht auch ein Consumer-Zugang mit ADSL.
Das andere braucht er nur, wenn er wirklich Datenmengen schaufeln "muss".
LG
SH
Mitglied: farddwalling
farddwalling 11.07.2022 um 07:57:55 Uhr
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@StefanKittel
Ab der 500er Leitung hat Vodafone allerdings 50MBit Upload. face-smile
Mitglied: NordicMike
NordicMike 11.07.2022 um 08:58:54 Uhr
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Wenn das gesamte Firmennetzwerk aus einem einzigen Server besteht und dieser neu installiert werden muss, hat er Recht. Sobald du einen zweiten Server im Netzwerk stehen hast, auf dem die Daten zur Installation bereit gestellt werden, kann der neu zu installierende Server mit einer 6MBit Leitung (und einer RDP Verbindung zum zweiten Server) schneller installiert werden, als übers Internet, egal wie viel MBit oder GBit die Leitung her gibt.
Mitglied: goscho
goscho 11.07.2022 um 09:45:11 Uhr
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Moin
Zitat von @farddwalling:

@StefanKittel
Ab der 500er Leitung hat Vodafone allerdings 50MBit Upload. face-smile

Ich habe seit vielen Jahren einen 200er Vodafone Leitung mit 50 MBit im Upload.

BTT: Was regt ihr euch denn auf, wenn jemand meint, man benötigt in Zukunft eine schnellere Leitung. Das ist doch normal. In ein paar Jahren werden alle um uns herum Gigabit-Leitungen als Standard haben. Nur in DE wird immer noch die Super-Vectoring 250 Mbit VDSL-Leitung der Standard sein. face-smile
Mitglied: wiesi200
wiesi200 11.07.2022 um 09:51:41 Uhr
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Ne ich würd mich schon aufregen, wenn jemand Beruflich zu mir kommt und sagt ich will was von dir.
Und auf auf die Frage "warum" Antwortet: "Das verstehst du nicht".

Das versuchen die Leute regelmäßig und wenn ich da nicht etwas Filtere was wichtig ist und was nicht kommen die tollsten Sachen raus.
Mitglied: NordicMike
NordicMike 11.07.2022 um 09:55:28 Uhr
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will was von dir.
Und auf auf die Frage "warum" Antwortet: "Das verstehst du nicht".

Zwei mögliche Antworten:
Als Entscheidungsträger: Ohne glaubhafte Begründung keine Leitung.
Als Dienstleister: Du kannst alles haben, was du willst.
Mitglied: wiesi200
wiesi200 11.07.2022 um 09:58:03 Uhr
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Zitat von @NordicMike:

will was von dir.
Und auf auf die Frage "warum" Antwortet: "Das verstehst du nicht".

Zwei mögliche Antworten:
Als Entscheidungsträger: Ohne glaubhafte Begründung keine Leitung.
Als Dienstleister: Du kannst alles haben, was du willst.

Trift es perfekt auf die kürze.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 11.07.2022 um 10:29:53 Uhr
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Zitat von @NordicMike:
Als Dienstleister: Du kannst alles haben, was du willst.

Solange Du genug bezahlst face-smile

lks
Mitglied: erikro
erikro 11.07.2022 um 16:10:21 Uhr
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Moin,

wie habe ich das bloß damals gemacht, als 2Mbit noch teurer Standard war? Keine Ahnung!

Im Ernst, wie die Vorredner schon sagten, brauche ich für Fernwartung genau die Bandbreite, die ein RDS in der Firma verbrät. Also heutzutage langt da jede handelsübliche Leitung. 400MBit brauche ich, wenn ich drei Filme gleichzeitig streamen will. face-wink

Liebe Grüße

Erik
Mitglied: Dobby
Dobby 11.07.2022 um 17:56:03 Uhr
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Hallo,

Was kostet denn die 400 MBit/s Leitung? Und was bringt Sie Dir? Und wenn Du sie hast kannst Du eventuell
ja auch über die Steuer etwas davon absetzen. Ist ja auch ne Möglichkeit wenn man es denn beruflich benötigt.

In ein paar Jahren werden alle um uns herum Gigabit-Leitungen als Standard haben.
Jo, das ist doch mal ne Hausnummer, nur haben wir schon das Jahr 2022 (Juli) und wir haben gerade gelesen
das man auch ein recht auf langsames Internet hat und 10 MBit/s eben schon ein schneller Zugang sind!
(Kein Witz)

Nur in DE wird immer noch die Super-Vectoring 250 Mbit VDSL-Leitung der Standard sein.
Naja das wäre dann, wenn es denn wirklich überall verfügbar wäre auch nicht soooo problematisch.
Nur was erwarten denn die Leute von der Telekom oder den anderen ISPs? Wenn man hier und dort noch
700 € für eine 20 MBit/s Leitung bekommt, will man eben nicht für ~150 € 1 GBit/s company pro anbieten.

Klar verstehe ich das schon, nur wie gesagt die anderen Länder sind dann eben technologisch Vorreiter und
wir Nachzügler! Gerade zu Corona und HomeOffice wäre das ja "fett" gewesen, solche Zugänge zu haben!

Dobby
Mitglied: LeReseau
LeReseau 12.07.2022, aktualisiert am 15.07.2022 um 16:50:32 Uhr
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In ein paar Jahren werden alle um uns herum Gigabit-Leitungen als Standard haben.
Aber immer solche die man dann mit Tausenden von anderen Usern auf der letzten Meile sharen muss. Siehe GPON, Kabel-TV usw. Also, wie immer, nicht wirklich Gigabit!

Kommt ja auch keinerlei Feedback vom TO. face-sad Wahrscheinlich hat er eh das Interesse an einer zielführenden Lösung verloren.
Hoffentlich reicht es bei ihm dann noch zum Schliessen seines Threads
https://administrator.de/faq/32