Wechsellösung für 2,5" Festplatten

net-zwerk
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Moin!

Wir benutzen bei einem unserer Kunden zur Sicherung der Server 2,5" Festplatten, die jeden Abend gewechselt werden. Die bisherigen Festplatten sind mit dem USB 3 Micro Anschluss ausgestattet. Das Kabel wird am Server belassen, nur die HDD getauscht. Nach den Jahren der Benutzung sind jetzt so langsam die Anschlüsse ausgenudelt und wir brauchen was neues. Damit wird nicht in 4 Jahren wieder mit dem gleichen Problem konfrontiert werden, suche ich nach einer besseren Lösung.

Ich stelle mir einen Kasten im Serverschrank vor, in den ich die 2,5" HDD einschiebe. Aber nicht direkt mit den SATA Anschlüssen, sondern die HDD soll in ein Gehäuse, welches dann einen stabilen Anschluss zu dem "Kasten" hat. Habt Ihr da eine Lösung? Ich habe nichts, was meinen Vorstellungen entspricht, gefunden.

Wie betreibt Ihr eure Backuplösung? Cloud kommt nicht in Frage. Auch ein Wechselrahmen in den Server einbauen geht nicht, Server ist voll...

Danke!

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Ausgedruckt am: 18.05.2022 um 14:05 Uhr

Mitglied: chgorges
chgorges 09.07.2021 um 10:36:55 Uhr
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Moin,

in eurem Fall wäre ein externes RDX-Laufwerk perfekt. Zumal ihr mit Bändern dann auch erschütterungsresistente Sicherungsmedien hättet.

VG
Mitglied: Net-ZwerK
Net-ZwerK 09.07.2021 um 11:01:33 Uhr
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Gut, RX wäre erstmal eine Investition, aber es würde sich rechnen.... Wie sieht das mit den Zugriffen bei RDX aus? Was ich gelesen habe, ist das eine Art Festplatte?! RDX ist doch der "Nachfolger" von Bandlaufwerken, oder?
Mitglied: chiefteddy
chiefteddy 09.07.2021 um 11:19:50 Uhr
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Hallo,

ja, RDX-Medien sind Festplatten und keine Bänder. https://www.tandbergdata.com/de/index.cfm/products/media/rdx-media/hdd-r ...

Wobei Tandberg auch LTO-Laufwerke im Angebot hat.

Ich nutze die RDX-Laufwerke schon viele Jahre als 3. Stufe der Datensicherung.

Über die WORM-Funktion auch zur revisionssicheren Archivierung.

Jürgen
Mitglied: wiesi200
wiesi200 09.07.2021 um 11:56:55 Uhr
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Hallo,

RDX ist nicht der Nachfolger von Bändern sondern eher als Alternative für kleinere Firmen.
Bänder sind günstig und schnell für große Datenmengen. Du musst aber erstmal die Daten in der Benötigten Geschwindigkeit herbringen.

Ich beschreib ein LTO-7 Laufwerk mit Daten aus einem SATA Raid 10 aus 6 Festplatten und das Teil läuft auf der Untergrenze der benötigten Geschwindigkeit.
Mitglied: chiefteddy
chiefteddy 09.07.2021 um 12:05:27 Uhr
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Hallo,

wer hat denn behauptet, dass RDX ein Nachfolger von LTO-Bändern ist?

Allein schon bei der Kapazität gibt es große Unterschiede: RDX max 5.000GB; LTO weit in den 100.000GB-Bereich.

Jürgen
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 09.07.2021 um 12:29:20 Uhr
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MOin,

nennt sich RDX. :-) face-smile

Das ist im Prinzip die alte Idee von Wechselrahmen, nur etwas moderner und stabiler mit SATA-Festplatten/SSDs.

lks
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 09.07.2021 um 12:30:11 Uhr
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Zitat von @chgorges:

in eurem Fall wäre ein externes RDX-Laufwerk perfekt. Zumal ihr mit Bändern dann auch erschütterungsresistente Sicherungsmedien hättet.


RDX sind Festplatten, keine Bänder.

lks
Mitglied: JoeToe
JoeToe 09.07.2021 um 14:25:46 Uhr
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Hallo,

wir haben das besagte RDX-Wechselplattensystem im Einsatz.

Das externe Laufwerk ist in etwa 5,25" groß, es wird über USB 3.0 angeschlossen und über ein eigenes Netzteil mit Strom versorgt. Die "Eject"-Taste auf der Frontseite des Laufwerks wirft sowohl das Medium HDD aus dem Windows-System als auch die Kassette motorisiert aus dem Laufwerk.

Die Kassette ist ein robustes Gehäuse um eine 2,5"-SATA-HDD. Die verbaute HDD kann nicht gegen eine beliebige 2,5"-Platte getauscht werden. Angeschlossen wird direkt über die Anschlüsse der HDD, d. h. die Anschlüsse der HDD werden bei jedem physikalischen Trennen/Verbinden auch beansprucht.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 09.07.2021 um 14:36:49 Uhr
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Zitat von @JoeToe:

Hallo,

wir haben das besagte RDX-Wechselplattensystem im Einsatz.

Das externe Laufwerk ist in etwa 5,25" groß, es wird über USB 3.0 angeschlossen und über ein eigenes Netzteil mit Strom versorgt.

Das nennt sich zwar "Laufwerk", ist aber nichts anderes als ein Gehäuse mit Rahmen und einen USB-zu-SATA-Wandlerchip. Das echte Laufwerk ist in der RDX-"Kasette.

lks
Mitglied: it-fraggle
Lösung it-fraggle 09.07.2021 um 15:59:38 Uhr
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Zitat von @Net-ZwerK:
Wie betreibt Ihr eure Backuplösung?
Wir haben einen Server, den wir absolut getrennt von allem laufen lassen müssen und er hat auch keinen Kontakt zu einem Backupserver. Wir sichern ihn mit Windows Backup rotierend auf 5 USB-Disks. Das haben wir so gelöst, dass wir ein USB-Hub am Server angschlossen haben und somit der Port am Server nicht ausgelutscht wird. Die USB-Disk hängen nacheinander in Rotation am USB-Hub. Wenn Ports ausgelutscht sind, dann immer die vom HUB und der kostet nicht viel. Man muss noch dazu sagen, dass uns nur alle paar Jahre das Ding verreckt. Für eine Einzellösung kann man damit leben.

Aber die Kollegen haben schon Recht. Lieber ein vernünftiges RDX mit ausreichend Kapazität und gut ist es.
Mitglied: Net-ZwerK
Net-ZwerK 13.07.2021 um 14:33:09 Uhr
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Vielen Dank für den Input!

Wir haben nun mit dem Kunden abgemacht, dass wir erstmal die Festplatte ersetzen werden, da er nächstes Jahr sowieso neue Server braucht. Dann machen wir das mit RDX.