Datenrettung von extremst langsamer Festplatte

Moin allerseits,

ich wende mich an Euch mit einem zumindest für mich das erste Mal erlebten Problem:

Ein guter Freund brachte mir seine Western Digital WD5000LPVX (2,5" 500GB Blue) mit dem Problem, daß diese nicht lesbar ist. Wiederum ein anderer Freund von ihm hat "schon was versucht" und ist nicht weitergekommen. Es blieb ihm nur noch die Wahl, die Festplatte an ein professionelles Unternehmen für Datenrettung zu schicken. Man nannte ihm einen Betrag von 3000-5000 Euro, ohne Garantie und im Erfolgsfall. Also kam er mit dem „Problemkind“ zu mir...

Nachdem ich die Festplatte über einen USB-3.0/SATA-Adapter an meinen Windows 10-PC angeschlossen habe, wurde die Festplatte erkannt, aber nachdem ich auf die Daten zugreifen wollte, wurde sie ausgehängt und fortan an diesem PC nicht mehr erkannt. Auch mein dafür immer gern genommenes Tool usbdeview-x64, mit dem ich die USB-Treiber lösche, half diesmal nicht.

Ich dachte mir, ich versuche es mit Linux. Knoppix erkannte die Festplatte zwar, konnte sie aber nicht einbinden. Es kam die Meldung, daß es mit dem Einbinden beschäftigt ist.

Also besorgte ich mir eine baugleiche Festplatte, um die seltene aber doch nicht ausgeschlossene Möglichkeit zu prüfen, durch Tausch der Elektronik im Falle, daß diese beschädigt wäre, so die Daten zu retten. Das war dann leider nicht der Fall und das MiniPartitionTool meldete eine BAD-Partition. Zumindest lies sich die Festplatte nach dem hin- und her tauschen der Elektronik mit der Original-Elektronik nun an meinem Win-10-PC dauerhaft einbinden, so daß ich jetzt die Datenstruktur lesen konnte. Als ich auf Users/Benutzer wechselte und nach Warnung, daß ich nicht die Rechte besitze bestätigte, nudelte der Explorer unendlich und ich mußte abbrechen.

In einem weiteren Schritt veruchte ich mein Glück an meinem alten Win-7-PC. Windows schlug eine Überprüfung der Festplatte vor. Ich machte das manuell über die Konsole mit chkdsk /f /r /x. Nun arbeitete der Rechner 2 Tage lang und kam bis auf 11%. Es wurden keine Fehler gemeldet, aber die Hochzählung der E/A's lag bei 30 pro Minute. Da ich weiterkommen wollte, brach ich die Prüfung ab und wechselte ins Verzeichnis „Pictures“, um das es bei der Rettung geht, zu wechseln. Es war erneut das gleiche Problem mit den Rechten und dem unendlich rudelten grünen Balken im Filexplorer. Auch Midnight Commander kam nicht weiter, das Verzeichnis war nicht ansprechbar. Aber über die Konsole konnte ich in das Verzeichnis wechseln und es gelang mir, testweise 4 Bilder zu kopieren. Allerdings hat das rund eine halbe Stunde gedauert. Also brach ich ab und versuchte mein Glück mit XYPlorer. Dieser File-Browser konnte mir erstmals die gesamte Struktur von Pictures "in Echtzeit" anzeigen und ich konnte in die Verzeichnisse wechseln, wo die zu rettenden Bilder sind. Allerdings dauerte auch das Kopieren hier ewig.

Momentan habe ich die Funktion „Backup“ des Picture-Ordners angewählt mit folgendem Ergebnis:

Nach 9h20m habe ich 49 Bilder bzw. 1,24GB retten können. Da noch 325GB zu retten sind, wären das bei einer Übertragungsrate von 40 KB/s knapp 100 Tage. Immerhin brach der Rechner nicht mit einem Fehler ab und so könnte ich den Rechner 3 Monate lang laufen lassen. Was aber wenn dabei irgendwas schief geht...

Daher meine Fragen:

Könnt Ihr aus meiner Schilderung die Ursache des Fehlers erkennen? Liegt es an der Elektronik, dem Medieum oder an beidem?

Gibt es evtl. eine weitere Möglichkeit, um die Daten in diesem Zustand etwas schneller zu übertragen? Tools, andere Betriebssysteme, etc...

Zum Platinentausch: Ist es den Versuch wert, auf der baugleichen Festplatte die gleichen Partitionen einzurichten (in diesem Fall wären es die typischen 4 Stück, die bei Windows 10 benötigt werden) und dann nochmal in die defekte Festplatte einzubauen? Das für den Fall, daß die Festplatte die Information über die Partitionen im Flash speichert. Oder ist hier der Zug endgültig abgefahren, da die Elektronik aufgrund unterschiedlicher Herstellungsjahre (2014 vs. 2013) vermutlich andere Chips, Versionen, Firmware haben dürfte?

Besten Dank für Eure Mühe!

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Ausgedruckt am: 29.09.2021 um 03:09 Uhr

Mitglied: BirdyB
Lösung BirdyB 11.07.2021 um 11:18:18 Uhr
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Moin,

ich hätte vor allen anderen versuchen per ddrescue ein Image gezogen…

VG
Mitglied: Vision2015
Vision2015 11.07.2021 um 11:27:40 Uhr
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Moin....
Zitat von @vafk18:

Moin allerseits,

ich wende mich an Euch mit einem zumindest für mich das erste Mal erlebten Problem:

Ein guter Freund brachte mir seine Western Digital WD5000LPVX (2,5" 500GB Blue) mit dem Problem, daß diese nicht lesbar ist. Wiederum ein anderer Freund von ihm hat "schon was versucht" und ist nicht weitergekommen. Es blieb ihm nur noch die Wahl, die Festplatte an ein professionelles Unternehmen für Datenrettung zu schicken. Man nannte ihm einen Betrag von 3000-5000 Euro, ohne Garantie und im Erfolgsfall. Also kam er mit dem „Problemkind“ zu mir...
dann hättest du ihn am besten gleich zur Datenrettung geschickt!
wenn da schon wer anders gefummelt hat...... :-( face-sad

Nachdem ich die Festplatte über einen USB-3.0/SATA-Adapter an meinen Windows 10-PC angeschlossen habe, wurde die Festplatte erkannt, aber nachdem ich auf die Daten zugreifen wollte, wurde sie ausgehängt und fortan an diesem PC nicht mehr erkannt. Auch mein dafür immer gern genommenes Tool usbdeview-x64, mit dem ich die USB-Treiber lösche, half diesmal nicht.
das war schon dein erster großer fehler!
du hast das wichtigste missachtet, das erste was jemand tun sollte, ist die platte mit linux nur lesend zu mounten, und mit DD
ein image erstellen, auf eine neu festplatte etc...

Ich dachte mir, ich versuche es mit Linux. Knoppix erkannte die Festplatte zwar, konnte sie aber nicht einbinden. Es kam die Meldung, daß es mit dem Einbinden beschäftigt ist.
na dann wirst du nix mehr machen können... dei fachwissen reicht nicht, du hast schon fehler genug gemacht!


Also besorgte ich mir eine baugleiche Festplatte, um die seltene aber doch nicht ausgeschlossene Möglichkeit zu prüfen, durch Tausch der Elektronik im Falle, daß diese beschädigt wäre, so die Daten zu retten. Das war dann leider nicht der Fall und das MiniPartitionTool meldete eine BAD-Partition. Zumindest lies sich die Festplatte nach dem hin- und her tauschen der Elektronik mit der Original-Elektronik nun an meinem Win-10-PC dauerhaft einbinden, so daß ich jetzt die Datenstruktur lesen konnte. Als ich auf Users/Benutzer wechselte und nach Warnung, daß ich nicht die Rechte besitze bestätigte, nudelte der Explorer unendlich und ich mußte abbrechen.
oha... einfach mal die Platine Tauschen!
Großer Fehler Nr.2
und du rödelst wieder auf dem FS rum....
als erstes macht man ein Image, und arbeitet darauf, und nicht auf dem Orginal!

In einem weiteren Schritt veruchte ich mein Glück an meinem alten Win-7-PC. Windows schlug eine Überprüfung der Festplatte vor. Ich machte das manuell über die Konsole mit chkdsk /f /r /x. Nun arbeitete der Rechner 2 Tage lang und kam bis auf 11%. Es wurden keine Fehler gemeldet, aber die Hochzählung der E/A's lag bei 30 pro Minute. Da ich weiterkommen wollte, brach ich die Prüfung ab und wechselte ins Verzeichnis „Pictures“, um das es bei der Rettung geht, zu wechseln. Es war erneut das gleiche Problem mit den Rechten und dem unendlich rudelten grünen Balken im Filexplorer. Auch Midnight Commander kam nicht weiter, das Verzeichnis war nicht ansprechbar. Aber über die Konsole konnte ich in das Verzeichnis wechseln und es gelang mir, testweise 4 Bilder zu kopieren. Allerdings hat das rund eine halbe Stunde gedauert. Also brach ich ab und versuchte mein Glück mit XYPlorer. Dieser File-Browser konnte mir erstmals die gesamte Struktur von Pictures "in Echtzeit" anzeigen und ich konnte in die Verzeichnisse wechseln, wo die zu rettenden Bilder sind. Allerdings dauerte auch das Kopieren hier ewig.
ich vermute du machst mehr kaputt, als dir lieb ist- und erst recht dem Besitzer!


Momentan habe ich die Funktion „Backup“ des Picture-Ordners angewählt mit folgendem Ergebnis:

Nach 9h20m habe ich 49 Bilder bzw. 1,24GB retten können. Da noch 325GB zu retten sind, wären das bei einer Übertragungsrate von 40 KB/s knapp 100 Tage. Immerhin brach der Rechner nicht mit einem Fehler ab und so könnte ich den Rechner 3 Monate lang laufen lassen. Was aber wenn dabei irgendwas schief geht...
dann würde der Profi sein Arbeits Image nutzen und von vorne anfangen.... das Orginal bleibt Orginal und wird nicht genutzt!

Daher meine Fragen:

Könnt Ihr aus meiner Schilderung die Ursache des Fehlers erkennen? Liegt es an der Elektronik, dem Medieum oder an beidem?
das kann keiner aus der entfernung sagen, dafür gibbet geräte... und wissen, was du nicht hast!

Gibt es evtl. eine weitere Möglichkeit, um die Daten in diesem Zustand etwas schneller zu übertragen? Tools, andere Betriebssysteme, etc...
klar... möglich ist das, aber ich denke nicht, das du das nötige wissen oder equipment hast!

Zum Platinentausch: Ist es den Versuch wert, auf der baugleichen Festplatte die gleichen Partitionen einzurichten (in diesem Fall wären es die typischen 4 Stück, die bei Windows 10 benötigt werden) und dann nochmal in die defekte Festplatte einzubauen? Das für den Fall, daß die Festplatte die Information über die Partitionen im Flash speichert. Oder ist hier der Zug endgültig abgefahren, da die Elektronik aufgrund unterschiedlicher Herstellungsjahre (2014 vs. 2013) vermutlich andere Chips, Versionen, Firmware haben dürfte?
ganz ehrlich... der Besitzer der HDD hat 3 große Fehler begangen.
1 Fehler.. keine Datensicherung
2 Fehler...die HDD einen Freund zu geben...
3 Fehler... die Festplatte dir zu geben!
du machst mit deiner unwissenheit mehr kaputt, als ganz!
Bitte gebe die Daten einen Profi, der auch weiß was gemacht werden muss... du hast nicht mal ein Image zum arbeiten erstellt!
ich will dich nicht ärgern oder als blöd hinstellen, aber du hast nicht einmal das kleine fachwissen, was zuerst gemacht werden muss, und was auf keinen fall! du hast alles gemacht, was man nicht machen soll!
dir weiter Tips zu geben, ist zu gefährlich für die Daten... wenn es nicht eh zuspät dafür ist!
wenn die Daten wichtig wären, gäbe es ein Backup!

Besten Dank für Eure Mühe!
Frank
Mitglied: Penny.Cilin
Lösung Penny.Cilin 11.07.2021 um 11:28:32 Uhr
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Zu spät. Es wurde schon zuviel daran rumgedoktert. Und Datenretter ist wie bereits geschrieben zu teuer.
Und wenn der Datenretter schon zurückmeldet:
ohne Garantie und im Erfolgsfall.
dann ist es sowieso sinnlos, Selbstversuche zu betreiben.

Und Datensicherung (Backup) scheint auch keines vorhanden zu sein.
Ergebnis: Lernen durch Schmerzen!

Ich betone immer wieder, auch im Privatenumfeld:
  • Macht regelmäßige Datensicherungen!
  • Prüft, ob Ihr diese gesicherten daten auch wieder herstellen könnt!

Und wie oft bekomme ich zu hören:
  • Das ist mir zu kompliziert
  • Das ist mir zu aufwändig
  • keine Zeit
  • usw.

KEIN BACKUP - KEIN MITLEID!

Gruss Penny.
Mitglied: Vision2015
Vision2015 11.07.2021 um 11:28:33 Uhr
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Zitat von @BirdyB:

Moin,

ich hätte vor allen anderen versuchen per ddrescue ein Image gezogen…
ach was... :-) face-smile
mit Mut zur Zerstörung wird das schon :-) face-smile

VG

Frank
Mitglied: chgorges
chgorges 11.07.2021 um 11:32:54 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Moin allerseits,
Moin,
Also besorgte ich mir eine baugleiche Festplatte, um die seltene aber doch nicht ausgeschlossene Möglichkeit zu prüfen, durch Tausch der Elektronik im Falle, daß diese beschädigt wäre, so die Daten zu retten. Das war dann leider nicht der Fall und das MiniPartitionTool meldete eine BAD-Partition. Zumindest lies sich die Festplatte nach dem hin- und her tauschen der Elektronik mit der Original-Elektronik nun an meinem Win-10-PC dauerhaft einbinden, so daß ich jetzt die Datenstruktur lesen konnte. Als ich auf Users/Benutzer wechselte und nach Warnung, daß ich nicht die Rechte besitze bestätigte, nudelte der Explorer unendlich und ich mußte abbrechen.

An der Stelle hätte ein Image abgezogen werden müssen, alles danach hat den Zustand eher verschlimmert.

VG
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 um 12:54:56 Uhr
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Fair enough. Also soll ich mir die Festplatte unter den Arm schnappen und sie meinem Freund an die Wand nageln?
Mit anderen Worten, ist es das, was Ihr im jetzigen Stand empfiehlt?
Mitglied: Vision2015
Vision2015 11.07.2021 um 13:08:56 Uhr
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moin...
Zitat von @vafk18:

Fair enough. Also soll ich mir die Festplatte unter den Arm schnappen und sie meinem Freund an die Wand nageln?
nein... einem fachmann geben, der verantwortungsvoll und mit technischer weitsicht handelt!
Mit anderen Worten, ist es das, was Ihr im jetzigen Stand empfiehlt?
nein, als empfehlung würde ich mich an deiner stelle, bei denem freund entschuldigen!
dann würde ich das einer Fachfirma übergeben, und mit dem Freund einen Backup Plan ausarbeiten!

Frank
Mitglied: SeaStorm
SeaStorm 11.07.2021 um 13:13:55 Uhr
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Wenn eh nichts mehr geht und ihr die Daten abgeschrieben habt, kannst du noch die eigentliche Platte in das baugleiche, funktionierende Modell einbauen.
Aber hier ist die Chance das dann gar nichts mehr geht sehr hoch.

Die Elektronik zu tauschen war übrigens nicht die schlechteste Idee. Habe ich auch schon sehr oft mit Erfolg gemacht.
Schlechte Idee war allerdings chkdsk usw zu starten. Damit veränderst du die Daten teilweiße massivst.
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 aktualisiert um 14:10:59 Uhr
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Nachdem die hier gegebenen fachlichen Hilfestellungen soweit fortgeschritten sind, daß ich mich bei meinem Freund entschuldigen sollte dafür, daß er a) kein Backup gemacht hat, b) die Festplatte einem anderen Freund gab, von dessen Reparaturversuchen mir nicht berichtet wurde und danach c) keine 3000-5000 Euro in professionelle Datenrettung investieren kann oder will ich d) an der Reihe bin und nun wie ein Depp aussehe, nur weil ich die Festplatte an einen Windows-Rechner angestöpselt habe und nach Vorschlag des BS die Festplattenprüfung gemacht habe, rief ich zunächst einmal meinen Psychiater an. Er war gar nicht sauer, daß ich ihn am Sonntag beim Gebet gestört habe, denn er is nebenbei auch ein kleiner IT-Freak (was ich bis dato nicht wußte). Er meinte, daß ich mich nicht über die Kommentare ärgern soll, denn wenn ich gar nichts gemacht hätte, hätte man mir empfohlen, die Festplatte in die Hände eines Profis zu legen und nachdem ich nun als Dritter versucht habe, die Daten zu lesen, ich logischerweise die Prügel für die anderen beiden inklusive der Fehler aller anderer, allen voran derjenigen, die mir Ahnungslosigkeit vorwerfen, denn aus seiner Erfahrung ist es unwahrscheinlich, daß diese schon mit umfassenden IT-Wissen auf die Welt kamen und folglich selbst erst aus Fehlern gelernt haben. Aber es sagte auch, daß es Ausnahmen gibt, wie den 11-jährigen Physik-Studenten aus den Niederlanden, ergo soll ich es nicht persönlich nehmen.

Statt dessen gab er mir auf den Weg Folgendes mit:

1) Knoppix starten
2) Lsblk ausführen und die Partition mit den Windows-Dateien aufschreiben (ist bei mir sdc4)
3) Die neue, funktionierende Festplatte an Windows anschließen und z.B. mit meinem MiniPartitionTool als GPT und mit einer Partition einrichten.
4) Zurück an Knoppix mit lsblk die neue Partition herausfinden (ist bei mir sdd1)
5) Folgenden Befehl eingeben:
dd if=/dev/sdc4 of=/dev/sdd1 status=progress
und einen Kaffe trinken...

Mir ist alles Recht, da ich mir jetzt nichts vorwerfe, mein shrink hat Recht, das Problem liegt nicht bei mir, schließlich bin ich kein professioneller Datenretter und muß auch nicht den dd-Befehl kennen und vor allem muß ich nicht bei jeder noch so ahnungslosen Festplatte immer als erstes diese an einen Linux-Rechnern anschließen und mit dd ein Backup machen. Das geht auch mit Windows, wenngleich man darüber streiten kann, was besser ist und was nicht.

Ich habe nun gelernt, daß es besser ist, das nächste Mal meinen Freunden den Hammer zu leihen und einen Nagel zu schenken, damit sie sich ihre Festplatten sonst wohin nageln.

So, betreffend der jetzigen Festplatte, habe ich das gemacht was der shrink gesagt hat, mit dem Ergebnis, daß Knopix nun die Daten von der alten Partition auf die neue Überträgt. Soweit so gut. Aber! Zunächst war die Übertragungsgeschwindigkeit ca. 2MB/sec und nach kurzer Zeit fiel sie auf aktuell 130kB/sec. Immerhin hat Knoppix schon ganze 170 MB an Daten kopiert. Das sagt mir, daß die Festplatte ansprechbar ist, sowohl unter Windows als auch unter Linux. Das Problem ist, daß sie extrem langsam ist, weshalb ich zur Wiederholung meiner oben geschrieben Frage komme, woran es liegen kann und wie ich dies beheben kann und wenn nicht, ob ich dann den PC die nächsten 30 Tage laufen lassen soll.

Bliebe noch die akademische Frage, was ein professioneller Datenretter machen würde, ob er die Elektronik tauscht samt den zugehörigen Chips mit der identischen Firmware. Ob er auch den Schreib-Lesekopf tauschen würde oder aber genauso vorginge wie ich jetzt auch und dann nach 1 Monat eine saftige Rechnung über 5000 Euro ausstellen würde.

@SeaStorm - genau das habe ich gemacht, mit dem Ergebnis, daß die alte Platte mit der neuen Elektronik und die darauf gelisteten Partitionen als "BAD" angezeigt werden. Ich habe dazu die originale Partitionsstruktur auf die neue Platte kopiert mit

sgdisk --backup=table /dev/sda
sgdisk --load-backup=table /dev/sdb
sgdisk -G /dev/sdb

und danach die Platinen getauscht. Was mir sagt, daß es diesmal nicht klappt, aber den Versuch wert war. Die Festplatte ist nach dem Zurückbauen der alten Elektronik immer noch lesbar :-) face-smile
Mitglied: Kuemmel
Kuemmel 11.07.2021 um 14:12:18 Uhr
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Der Weg den du jetzt eingeschlagen hast, ist gar nicht mal verkehrt. Gut, es wäre besser (g)ddrescue anstelle von dd zu verwenden, aber wenn es schon läuft lass es mal laufen. ddrescue hätte dir den Vorteil gebracht, das sollte es defekte auf der HDD geben, würde ddrescue diese sozusagen ignorieren/überspringen.

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, kannst du die alte HDD in die Tonne werfen, die ist so langsam weil es da vermutlich einen physikalischen Defekt gibt den du nicht beheben kannst, das muss schon eine Fachfirma machen und dann wären wir wieder bei einem 4-stelligen Betrag. Da ist es lukrativer eine neue HDD zu verwenden.

Gruß
Kümmel
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 um 14:18:14 Uhr
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@ alle die das mit dem Backup erwähnt haben:

Ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich sage es meinen Freunden auch immer wieder, macht Backups. Sie hören nicht auf mich. Vermutlich wissen sie nicht, was ein Backup ist. Es ist noch schlimmer wie mit Corona, wenn man über AHA-Regeln spricht. Sie weinen erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

So, jetzt hat mein Rechner ganze 250 MB von insgesamt 330 GB kopiert, juchu, es sind noch 33 Tage bis dahin :-) face-smile))
Mitglied: Vision2015
Vision2015 11.07.2021 um 14:21:01 Uhr
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Moin...
Zitat von @vafk18:

Nachdem die hier gegebenen fachlichen Hilfestellungen soweit fortgeschritten sind, daß ich mich bei meinem Freund entschuldigen sollte dafür, daß er a) kein Backup gemacht hat, b) die Festplatte einem anderen Freund gab, von dessen Reparaturversuchen mir nicht berichtet wurde und danach c) keine 3000-5000 Euro in professionelle Datenrettung investieren kann oder will ich d) an der Reihe bin und nun wie ein Depp aussehe, nur weil ich die Festplatte an einen Windows-Rechner angestöpselt habe und nach Vorschlag des BS die Festplattenprüfung gemacht habe, rief ich zunächst einmal meinen Psychiater an. Er war gar nicht sauer, daß ich ihn am Sonntag beim Gebet gestört habe, denn er is nebenbei auch ein kleiner IT-Freak (was ich bis dato nicht wußte). Er meinte, daß ich mich nicht über die Kommentare ärgern soll, denn wenn ich gar nichts gemacht hätte, hätte man mir empfohlen, die Festplatte in die Hände eines Profis zu legen und nachdem ich nun als Dritter versucht habe, die Daten zu lesen, ich logischerweise die Prügel für die anderen beiden inklusive der Fehler aller anderer, allen voran derjenigen, die mir Ahnungslosigkeit vorwerfen, denn aus seiner Erfahrung ist es unwahrscheinlich, daß diese schon mit umfassenden IT-Wissen auf die Welt kamen und folglich selbst erst aus Fehlern gelernt haben. Aber es sagte auch, daß es Ausnahmen gibt, wie den 11-jährigen Physik-Studenten aus den Niederlanden, ergo soll ich es nicht persönlich nehmen.
dein angeschlagenes Selbstwertgefühl kann nichts für deine nichtvorhandene Fachliche Kompetenz!
nicht mal die wichtigen Tips von uns möchtest du beachten!
....du bist einfach beratungsresistent!

Statt dessen gab er mir auf den Weg Folgendes mit:

1) Knoppix starten
2) Lsblk ausführen und die Partition mit den Windows-Dateien aufschreiben (ist bei mir sdc4)
3) Die neue, funktionierende Festplatte an Windows anschließen und z.B. mit meinem MiniPartitionTool als GPT und mit einer Partition einrichten.
4) Zurück an Knoppix mit lsblk die neue Partition herausfinden (ist bei mir sdd1)
5) Folgenden Befehl eingeben:
dd if=/dev/sdc4 of=/dev/sdd1 status=progress
und einen Kaffe trinken...

Mir ist alles Recht, da ich mir jetzt nichts vorwerfe, mein shrink hat Recht, das Problem liegt nicht bei mir, schließlich bin ich kein professioneller Datenretter und muß auch nicht den dd-Befehl kennen und vor allem muß ich nicht bei jeder noch so ahnungslosen Festplatte immer als erstes diese an einen Linux-Rechnern anschließen und mit dd ein Backup machen. Das geht auch mit Windows, wenngleich man darüber streiten kann, was besser ist und was nicht.
richtig, du bist kein professioneller Datenretter, kannst aber auch nicht lesen und verstehen!
dir wurde ja mehr als einmal geschrieben, was zuerst zu tun ist!!!!!

Ich habe nun gelernt, daß es besser ist, das nächste Mal meinen Freunden den Hammer zu leihen und einen Nagel zu schenken, damit sie sich ihre Festplatten sonst wohin nageln.
sicherer wäre es, dir die Platte nicht zu geben....
dich zum Freund zu haben, was EDV angeht- ist schlimmer als ein Virus oder Trojaner....

So, betreffend der jetzigen Festplatte, habe ich das gemacht was der shrink gesagt hat, mit dem Ergebnis, daß Knopix nun die Daten von der alten Partition auf die neue Überträgt. Soweit so gut. Aber! Zunächst war die Übertragungsgeschwindigkeit ca. 2MB/sec und nach kurzer Zeit fiel sie auf aktuell 160kB/sec. Immerhin hat Knoppix schon ganze 170 MB an Daten kopiert. Das sagt mir, daß die Festplatte ansprechbar ist, sowohl unter Windows als auch unter Linux. Das Problem ist, daß sie extrem langsam ist, weshalb ich zur Wiederholung meiner oben geschrieben Frage komme, woran es liegen kann und wie ich dies beheben kann und wenn nicht, ob ich dann den PC die nächsten 3 Monate laufen lassen soll.
tja... wie war die sache mit dem lesen und verstehen?
was sollst du als erstes tun? und was kannst du damit machen, wenn was nicht klappt?

Bliebe noch die akademische Frage, was ein professioneller Datenretter machen würde, ob er die Elektronik tauscht samt den zugehörigen Chips mit der identischen Firmware. Ob er auch den Schreib-Lesekopf tauschen würde oder aber genauso vorginge wie ich jetzt auch und dann nach 3 Monaten eine saftige Rechnung über 5000 Euro ausstellen würde. Was mich zum Grübeln bringt, wieviel Strom mein Rechner in dieser Zeit verbraucht und wie hoch der Wertverlust sein wird, es sei denn, nach der 4. Welle die Preise für gebrauchte Laptops in die Höhe schießen werden...
nun ein professioneller Datenretter kann schon die Platine Tauschen, und kann auch die Firmware etc. anpassen....
selbst die Platine würde nicht mehr gebraucht, weil der plattenstapel reicht....
und nein, für einen reinraum reicht es nicht staub zu wischen, oder zu saugen!

dein verlust hält sich in grenzen.... die daten die du zerstörst mit sinnloser aroganz, wären wertvoller gewesen..........

Frank
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 aktualisiert um 15:46:00 Uhr
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@Vision2015

Fachlich kompetent sollte sein, wer das von sich behauptet oder es Kraft seines Berufes sein müßte. Das hat mir mein Psychiater bereits erklärt und auch, daß einige Zeitgenossen andere gerne bei jeder Gelegenheit wegen aus ihrer Sicht angeblichen IT-Ahnungslosigkeit ausschimpfen und nebenbei peinlichst darauf achten, sich nicht in die Trickkiste oder auf die Finger schauen zu lassen. Ein Laie ist das gefunden Fressen einiger Admins, sei es weil sie sich damit beweisen, wie gut sie und wie Bescheuert die User sind, nach dem Motto, ein Taxifahrer kann immer besser fahren als sein Fahrgast. Ja es soll auch Ärzte geben, die ihre Patienten auslachen, weil sie die Pille vergessen, nicht aufgepaßt, sich eine Erkältung geholt oder den Magen verdorben haben.

So und nun zu der angeblichen Beratungsresistenz und zu dem was mir als Tipps auf meine Fragen mehrmals geschrieben wurde, was man als ersten Schritt hätte machen sollen, sprich durch den Kunden generelle Backups bzw. durch den ersten Freiwilligen mit dd oder ddrescue ein Backup zu erstellen. Beides ist selbstverständlich korrekt und daß ich nicht darauf eingegangen bin, hat einen Grund:

nicht vorhandene Backups, dd und ddrescue liefern keine Antwort auf meine zwei Fragen:

Frage 1) Könnt Ihr aus meiner Schilderung die Ursache des Fehlers erkennen? Liegt es an der Elektronik, dem Medieum oder an beidem?

Frage 2) Gibt es evtl. eine weitere Möglichkeit, um die Daten in diesem Zustand etwas schneller zu übertragen? Tools, andere Betriebssysteme, etc...


Zugegeben, ich habe in meiner jugendlichen Naivität und da ich Zeit im Überfluß habe, mehr geschrieben, als man hier vielleicht gewöhnt ist. Nirgendwo in meinen Fragen und Kommentaren finde ich den Hinweis meinerseits, daß irgendwelche Daten zerstört sind, geschweige denn das angebliche Schuldeingeständnis, ich hätte durch Ahnungslosigkeit und zum Himmel schreiende Beratungsresistenz Daten meines Freundes zerstört, Zitat

"die daten die du zerstörst mit sinnloser aroganz, wären wertvoller gewesen"

Immerhin habe ich heute Nacht 41 der insgesamt 16000 auf der Festplatte befindlichen Bilder übertragen, gerettet und Du unterstellst mir Zerstörung und Arroganz. Ich glaube, ich bin im falschen Film, oder wie Asterix zu sagen pflegte, die spinnen, die Römer.

Mag sein, daß diejenigen, die mir dieses und andere unterstellen, es in ihrem Kaffeesatz oder in ihrer Glaskugel gelesen haben oder sogar ihrer Zeit voraus sind.

Um es klar zu sagen, mein Problem ist nicht das was gemacht werden sollte und nicht gemacht wurde, auch nicht das was nicht ist, sondern das was ist: die verdammt lange Übertragungszeit von mittlerweile 90 KB/sec. Wenn ich die Antworten lese, hätte man unter Linux ein Backup machen müssen. Klasse Tipp, aber wenn die Festplatte gar nicht ansprechbar war und unter Linux nicht erkannt wurde. Vielleicht ist es keinem aufgefallen, als ich geschrieben habe, daß erst nachdem ich die beiden Elektronikplatinen hin – und hergetauscht habe, die Festplatte danach dauerhaft unter Windows und Linux ansprechbar und lesbar wurde. Zweitens habe ich danach ein 2-Tage-langes Checkdisk durchgeführt, das zwar keine Fehler gemeldet hat, aber danach war die Dateistruktur des NTFS sicht- und lesbar. Ich habe dafür keine Erklärung, nur die Vermutung, daß es entweder an dem Tausch der Elektronikplatine oder am Checkdisk oder an beidem liegen kann. Ich habe auch nicht gefragt, ob das richtig oder falsch war oder ob ich mir lieber statt dessen eine Flasche Whisky hätte reinschütten sollen, statt mich tagelang mit fremden Bildern zu beschäftigen.

Ich wollte wissen, wie ich es beschleunigen kann, die Bilder von der fehlerhaften Festplatte auf die gute Festplatte zu übertragen. Falls mir jemand dafür auch noch eine fachliche Erklärung geben würde, weshalb die Festplatte lesbar aber mit so einem Schneckentempo, wäre mein Sonntagswunsch nach Aufklärung perfekt.

Es wäre Klasse, wenn ich einen Tipp bekommen hätte, wie ich die begonnene Arbeit nicht in 30, sondern vielleich in 15 Tagen erledigen kann. Selbst der Hinweis, daß dieses Schneckentempo bekannt und somit in Ordnung ist, hätte mich aufgemuntert. Statt dessen muß ich mir mit fortschreiteder Stunde anhören, was ich alles falsch gemacht habe. Ich kenne ähnliche Mentalität aus anderen Bereichen, wenn man beispielsweise in einem Autoforum fragt, wie man eine bestimmte Reparatur durchführt, wird man als Idiot und gar potentioneller Mörder ausgeschimpft, der es wagt, das Heiligtum bereits in Theorie zu reparieren und wird statt dessen zum Freundlichen geschickt. Mißachtet man dieses Gebot, wird man endgültig niedergestampft. Anders auf US-amerikanischen Foren, wo man in 9 von 10 Antworten konkrete an die Anfangsfrage anknüpfenden Tipps bekommt und nebenbei, daß man dem Fragesteller Glück bei seinem Vorhaben wünscht.

Bleibt nur zu hoffen, daß diese meine Bemerkung nicht gleich mit dem Kommentar beantwortet wird, daß ich doch zu den US-Admin-Foren wechseln soll. Wenn doch, bleibt mir nur zu sagen, arm was die Netiquette betrifft.
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 15:41:23 Uhr
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hallo

ist die Festplatte lesbar dann clone sie per (1:1 kopie) Clonezilla. Aber bei den einstellungen beachten das du die rescue Option vorgibst.

Dann legst du die fehlerhafte an die Seite und arbeitest bitte nur noch mit dem Clone. Und mit Glück hast
du Erfolg (gute Chancen hast du dabei )

Thomas
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 um 15:47:51 Uhr
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@thomas

vielen Dank! Weißt du evtl., ob Clonezilla schneller arbeitet als dd (bzw. ddrescue)? Das dd ist echt lahm, aber vielleicht hängt das mit dem generellen Zustand der HDD zusammen.
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 15:47:52 Uhr
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Hallo

du kannst auch photorec mit linux versuchen bzw. mit Windows. aber bitte nur den Clone

LG Thomas

PS: Der Ton einiger hier ist gewöhnungsbedürftig und/oder rau, aber dich beleidigen oder sonst wie negativ will dir keiner hier was. Alle sind bemüht dir zu helfen.


LG Thmas
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 15:56:11 Uhr
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Clonezilla startet als LiveSystem: es macht von der Festplatte einen eins zu eins Clone. intern beide im pc anschliessen und dann clonezilla Livesystem starten. Direkt Clone auswaehlen. geht nur mit der Ersatzfesplatte gleicher Grösse oder Grösser.
achtung direkt clone ist gefaehrlich wenn du dich vertust, denn dann ist auch das Original weg. Kannst du dann mit testdisk wiederherstellen. Option rescue nicht vergessen. ob schneller, im allgemeinen ja, aber .......

LG Thomas
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 16:13:30 Uhr
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Hallo nochmal ich,

es wird nicht die Elektronik sein, sondern das die WD Blue(fast schlimmer als seagate Consumer HDD'sie geht oder sie geht nicht')

eine erhöhung der Geschwindigkeit kann kommen, muss aber nicht unbedingt und dann sollte man die vorliegende Geschwindigkeit akzeptieren und sich in Geduld üben.


LG Thomas
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 um 16:32:22 Uhr
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Hallo Thomas,

vielen Dank für Deinen Tipp! Clonezilla läuft gerade und in wenigen Minuten sollte ich auch die Übertragungsgeschwindigkeit sehen.

VG
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 17:30:12 Uhr
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hallo ,

ich vergass zu erwaehne das du auch die option ˋdes weitermachen bei fehlernˋ aktivierst´.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 11.07.2021 um 17:34:19 Uhr
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Moin,


ZUnächst mal zu diesem Forum:

Das ist heir ist ein Administratoren-Forum, d.h. die Leute befassen haben meist eine ander Herangehensweise als der Otto-Normalverbraucher, ist das Erste was man hier zu hören bekommt: Backup einspielen und weitermachen.

Auch kostet die Zeit der Admins hier Aufwand, deswegen investieren diese i.d.R. nicht viel zeit in Datenrettung, außer die Daten sind wirklich Geld wert. Aber dann sind die Dienstleister wie Kroll-Ontrack & Co. preiswerter und die Gefahr des Datenverlustes ist geringer. Deswegen gibt es hier meist von mir (und andern) folgenden Tipp zur Vorgehensweise:

  • Ist ein Backup vorhanden? -> Backup einspielen, Platte wegwerfen
  • Kein Backup vorhanden? => Sind die Daten Geld Wert? Ab zum Datenretter ohne eigene Rettungsversuche zu machen.
  • Sind die Daten kein Geld wert? => Haben sie ideellen Wert und sind sie es wert, daß man viel Zeit investiert? => siehe unten, aber darauf gefaßt machen, daß man viele tage Arbeit in den Sand setzt!
  • Haben die Daten weder materiellen noch ideellen wert? Platte wegschmeißen und im Biergarten ein kühles Bier genießen.

Du hast Dich entschlossen, es trotzdem zu versuchen? Dann erwarte nicht, daß die Daten gerettet werden könne. Dann bist Du auch nicht enttäuscht, wenn es wirklich so kommt und wenn dann doch ein paar Daten gerettet werden können, freut man sich um so mehr.

Das Austauschen der Platinen, um trotz einer defekten Elektronik an die Daten zu kommen kann man zwar versuchen, ist aber heutztage nicht mehr so einfach möglich, weil in der Elektronik spezifische Information zu den Scheiben steckt (Fehlerliste, Ersatzsektoren, etc.) und allein dadurch Daten "verlorengehen". Wenn man trotzdem noch Daten herunterkratzen kann, hat man Glück.

Wenn man also die Platte ansprechen kann, sollte man auf keinen Fall versuchen, auf der Platte selbst direkt die Daten zu kopieren, sondern als erstes ein Image machen. Das Erstellen eines Images kann allerdings sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, insbesondere dann, wenn die Platte defekte hat (lesefehler, kaputte Sektoren, etc.). Ich habe schon mal für einen Kunden 5 Tage gebraucht, bis ddrescue durch war. Und nein, mit anderen Imaging-Programmen wird es nciht schneller gehen, es sei denn, die lassen manche Sektoren ganz weg für die Datenrettung, ohne sie versuchen überhapt zu lesen. Dann "fehlen" aber auch viele daten.

Nachdem man das Image hat, sollt eman erstmal eine Arbeitskopie machn, denn wenn man das Image verhunzt (z.B. durch unbedacht durchgeführtest chkdsk), Müßte man ein neues Image ziehen, was ggf nciht mehr möglich ist oder noch fehlerhaftere daten liefert.

Auf dem Image kann man zunächst mit testdisk, photorec oder recuva dann verscuhen die Daten herunterzukratzen. Erst danach sollte man chkdsk und ein normales Kopieren in betracht ziehen.

Man muß sich aber darauf gefaßt machen, daß die Datenrettungsprogramme sehr viel Müll "mitretten" und man dann hinter eine Sisysphus-Arbeit hat, daß ganze wieder auseinanderzusortieren.

Ich hofffe, Dein Kumpel hat ein gutes SingleMalt-Sortiment oder guten Weinkeller, damit Du wenigstens ein wenig Entschädigugn für Deine Zeitaufwand bekommst.

lks

PS: Wenn Du dauernd das Imaging-Programm änderst, gefährdest Du die Daten noch mehr als bisher schon. Du mußt Geduld haben, ggf mehrere Tage, bis das Image fertig ist. Wenn Du das nicht hast oder die Daten die zeit nicht wert sind, wirf die Platte gleich weg und sag Deinem Kumpel, es ist nichts mehr zu machen.
Mitglied: frosch2
frosch2 11.07.2021 um 17:44:18 Uhr
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Hallo

In allen kann ich dir nur zustimmen , lks,

Clonezilla im Image Modus zu betreiben bringt nichts , wenn dann nur eine Kopie on the fly. Und mit entsprechenden Optionen.

LG Thomas
Mitglied: decehakan
decehakan 11.07.2021 um 17:46:49 Uhr
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@vafk18:
Erstmal nimm nicht Vision2015 ernst, er hat sehr gute Fachkompotenz aber auch nun mal eine sadditische Art und dafür kann er nicht (:.

Dir trifft keine Schuld, du brauchst kein Psychiater
da du einfach mal zivilcourage gezeigt hast und mit guter Absicht ihn helfen wolltest.
Und anscheinend hat er selbst kein Backup gemacht und die Daten waren für ihn keine paar tausend Euro Wert.
Und jeder Admin, angehender Admin, ITler machen Fehler auch die Super-Admins.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 11.07.2021 um 18:04:01 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Statt dessen gab er mir auf den Weg Folgendes mit:

1) Knoppix starten
2) Lsblk ausführen und die Partition mit den Windows-Dateien aufschreiben (ist bei mir sdc4)
3) Die neue, funktionierende Festplatte an Windows anschließen und z.B. mit meinem MiniPartitionTool als GPT und mit einer Partition einrichten.

Unnnotig. Wenn man knoppix schon laufen hat, kann man gleich mit gparted die Partitionierung durchführen.

4) Zurück an Knoppix mit lsblk die neue Partition herausfinden (ist bei mir sdd1)
5) Folgenden Befehl eingeben:
dd if=/dev/sdc4 of=/dev/sdd1 status=progress

Falsch dd bricht bei Lesefehlern ab. Sinnvolller ist ddrescue.

Und man macht die Kopie nciht auf eien Partition, sondern auf eine Datei, so daß man diese hinterher kopieren kann, um damit ggf Operationre durchzuführen, die sich nciht wieder rückgängig machen lassen.

ddrescue -S /dev/sdc4 /media/neue-Platte/image-von-Platte.img /media/neue-Platte/image-von-Platte.img.log wäre der richtigere Befehl.

und einen Kaffe trinken...

Ein Kaffe reicht nicht. Je nach Plattenzustand kann das mehrere Tage dauern udn da gehen bei mir schon mal 5-10 Liter Kaffee durch den Automaten.

lks
Mitglied: C.Caveman
C.Caveman 11.07.2021 aktualisiert um 18:46:38 Uhr
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Zitat von @frosch2:
...
PS: Der Ton einiger hier ist gewöhnungsbedürftig und/oder rau, aber dich beleidigen oder sonst wie negativ will dir keiner hier was. Alle sind bemüht dir zu helfen.
Man könnte auch die aktuelle Politik zitieren.
Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts verloren.

Passt irgendwie, geht ja um das Kopieren ;-) face-wink
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 aktualisiert um 19:11:23 Uhr
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@alle

1000 Dank für die Tipps und auch das Mutmachen! Ich könnte mich ebenfalls verfluchen, daß ich den Job angenommen habe. Hätte ich mich bloß vorher besser erkundigt.
Allerdings, nachdem ich Eure Tipps befolgt habe, sehe ich Licht am Ende des Tunnels.
Clonezilla hat aus irgendwelchen Gründen seinen Dienst verweigert und nun ist das Interessante, daß danach die Festplatte nicht mehr unter Windows eingehängt wurde. Wohl aber unter Knoppix, wo jetzt die beiden Platten Daten austauschen, bin ich guter Hoffnung, daß ich durch meine Reparaturversuche keinen Schaden angerichtet habe.
Aktuell zeigt das Programm 14 Tage und mir fällt ein, daß ich für einige Tage wegfahren wollte. Hoffentlich haben wir nicht wieder einen stundenlangen Stromausfall, daß der Akku nicht hält...

Die Ursache für die sehr langsame Datenübertragung werde ich wohl nicht erfahren oder zumindest eine Vermutung? Was mich dabei wurmt ist, daß die Daten fehlerfrei leserlich sind, aber nur sehr, sehr langsam.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 11.07.2021 aktualisiert um 19:19:11 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Die Ursache für die sehr langsame Datenübertragung werde ich wohl nicht erfahren oder zumindest eine Vermutung? Was mich dabei wurmt ist, daß die Daten fehlerfrei leserlich sind, aber nur sehr, sehr langsam.

Das sind i.d.R (fast) defekte Sektoren auf der Platte (oder eine kaputte Leseelektronik), die für jeden Sektor, den sie lesen soll zig Leseversuche macht, bis sie irgendwann mal eine "fehlerfreie" Version abliefern kann oder irgendwann einen Fehler meldet. Das verlängert den Lesezeitraum von wengen Stunden auf mehre Tage. Deswegen gibt man mit ddrescue die Anzahl der wiederholungen mit 1 (oder 0 an), um erstmal von den einigermaßen gut lesbaren Sektoren recht schnell eine Kopie zu bekommen.

Wie gesagt Bei Datenrettung auf diese Weise muß man Geduld haben, ggf. mehrere Tage oder Wochen.

lks
Mitglied: Vision2015
Lösung Vision2015 11.07.2021 um 19:42:26 Uhr
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moin...

Clonezilla hat aus irgendwelchen Gründen seinen Dienst verweigert und nun ist das Interessante, daß danach die Festplatte nicht mehr unter Windows eingehängt wurde.

in meiner sadistischen art und weise, lege ich dir nahe, die platte nicht unter windows zu nutzen!
was du nicht willst, ist das auf die platte geschrieben wird, und das würde windows machen!
unter Linux kannst du nur lesend mounten, und dann in ruhe ein image erstellen- wovon du eine kopie machst, und diese auch zum arbeiten nutzt... das habe ich dir schon von anfang an geschrieben, und andere auch!

Frank
Mitglied: vafk18
vafk18 11.07.2021 aktualisiert um 20:10:43 Uhr
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@Vision2015

Ich habe mich ja schon beruhigt. Danke für die Tipps. Ich sehe ja, daß es vorwärts geht und nein, ich lasse die Festplatte von Windows weg.

@Lochkartenstanzer

Danke ebenfalls für Deine mühevolle Hilfe. Ich denke, der alte Herr wird es zu schätzen wissen. Dafür sind zu viele Erinnerungen auf der Festplatte. Meinst Du, ich sollte wie in Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ddrescue beschrieben, zwei Durchläufe machen:

ddrescue -f -n /dev/sdc4 /media/sdb1/image.img
ddrescue -d -f -r3 /dev/sdc4 /media/sdb1/image.img

damit zunächst die schnell lesbaren Sektoren gelesen und dann die beschädigten? Oder soll ich diesen Versuch knicken und den soeben ausgeführten Befehl

ddrescue -S /dev/sdc4 /media/neue-Platte/image-von-Platte.img /media/neue-Platte/image-von-Platte.img.log

zu Ende laufen lassen, dauert es wie lange es will? Edit: Denn bis jetzt wurden 1,5GB Daten gesichert, ohne einen einzigen Lesefehler.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 11.07.2021 um 20:51:10 Uhr
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Zitat von @vafk18:

@Lochkartenstanzer

Danke ebenfalls für Deine mühevolle Hilfe. Ich denke, der alte Herr wird es zu schätzen wissen. Dafür sind zu viele Erinnerungen auf der Festplatte. Meinst Du, ich sollte wie in Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ddrescue beschrieben, zwei Durchläufe machen:

ddrescue -f -n /dev/sdc4 /media/sdb1/image.img
ddrescue -d -f -r3 /dev/sdc4 /media/sdb1/image.img

damit zunächst die schnell lesbaren Sektoren gelesen und dann die beschädigten? Oder soll ich diesen Versuch knicken und den soeben ausgeführten Befehl

ddrescue -S /dev/sdc4 /media/neue-Platte/image-von-Platte.img /media/neue-Platte/image-von-Platte.log

zu Ende laufen lassen, dauert es wie lange es will? Edit: Denn bis jetzt wurden 1,5GB Daten gesichert, ohne einen einzigen Lesefehler.


Die Frage ist a-priori immer schwierig zu entscheiden, wenn man nicht weiß, wie lange er wirklich brauchen würde, wenn man ihn weitermachen läßt. Nachdem Du aber ihn eine Logdatei schreiben läßt, kann man ihn durchaus abbrechen und dann mit dem zusätzlichen Parameter -n neu starten lassen. Dann solltet er an dem Punkt weitermachen, wo Du ihn unterbrochen hast. Ggf. Noch ein -v für verbose mitgeben. Ansonsten die Zeile so lassen, wie es vor der Unterbrechung war.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 12.07.2021 um 07:12:55 Uhr
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@Lochkartenstanzer

Ich habe Deinen Rat befolgt, insbesondere da heute morgen der Stand immer noch wie beim Elfmeterschießen, sprich bei 7 GB stehen geblieben war, mit 23 Lesefehlern. Klasse finde ich, daß man aufgrund der Logdatei immer da weitermachen kann, wo abgebrochen wurde. Ich mir somit keine Sorgen machen muß, falls ich einige Tage weg bin und den PC ausschalten muß.

Vielen Dank!
Mitglied: Starmanager
Lösung Starmanager 12.07.2021 um 18:31:19 Uhr
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Wenn die Platte noch lesbar ist nicht mehr ausschalten. Danach wird noch weniger gehen. Die Koepfe sind wahrscheinlich nicht mehr empfindlich genug, daher das langsame lesen,.. die Platte versucht immer wieder die gleichen Sektoren auszulesen bis sie die Daten wieder erkennt. Das wichtigste zuerst und dann den Rest versuchen. Bei Fehlern die nicht mehr reparierbar sind einfach die Datei auslassen und weitermachen.
Mitglied: vafk18
vafk18 12.07.2021 aktualisiert um 22:47:42 Uhr
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@Starmanager
Danke. Das mache ich gerade mit ddrescue. Habe bereits 1,5% gerettet. Ab und zu stockt das Programm an der gleichen stelle, dann breche ich ab und starte neu und meist geht es dann wieder schneller, obwohl das bei 130 kB/s leicht übertrieben ist :-) face-smile))

Wie geht es anschießend weiter - kann ich das Image unter Windows mounten oder geht das nur unter Linux bzw. muß ich es auf eine neue HDD zurückspeichern und dann an Windows anhängen, um an die Daten zu kommen?

Sollte irgendwas mit der Platte schiefgehen (beispiel sie geht gar nicht mehr) und das Backup wurde nicht komplett erstellt, ist es dann immer noch möglich, das nicht fertige Image einzuhängen und bearbeiten (wie)? Danke!
Mitglied: vafk18
vafk18 12.07.2021 aktualisiert um 23:54:16 Uhr
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Ich bin auf der Suche nach der Antwort zur Frage nach der extrem langsamen Übertragungsgeschwindigket weitergekommen. Es heißt in Fachkreisen WD Slow Response und wird in einigen Foren* teils eifrig diskutiert:

https://www.mikrocontroller.net/topic/405180

https://forums.tomshardware.com/threads/western-digital-wd10eads-1-0tb-v ...

Es wird auch das Tool "PC-3000" empfohlen https://www.acelaboratory.com/pc3000.udma.php im Zusammenhang mit einem eventuell die WD betreffenden FW-Problem. Mit diesem Tool kann man für kleines Geld die Firmware updaten und dann läuft die Platte wieder schnell. Grund dafür ist, daß mit fortschreitender Alterung die defekten Sektoren zunehmen und die buggy-Firmware schaufelt den Speicher voll, bis dann die Platte nur noch mit dem von mir genannten Schneckentempo arbeitet.

Edit: Es gibt auch noch das Tool hier https://www.dolphindatalab.com/product/dfl-frp-hdd-firmware-repair-tool/ und das http://www.deepspar.com/de/products-ds-disk-imager.html

Kennt jemand eine Firma, die ein PC-3000 ihr eigen nennen und für einen fairen Preis die Firmware updaten würden?

*Edit: Hier ist das ultimative Forum für die Beantwortung meiner o.g. Frage, wenn die nun vermutete " WD Slow Response" schuld ist

https://forum.acelaboratory.com/index.php

... und wenn es jemand packen sollte, eine HDD zu reparieren, gibt es unter dem Suchbegriff "PC-3000" u.a. auf Aliexpress jede Menge nützliches Zubehör https://de.aliexpress.com/w/wholesale-pc3000.html
Mitglied: Th0mKa
Th0mKa 13.07.2021 um 07:07:43 Uhr
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Die Platte kostet 60 Euro und du machst dir Gedanken darüber die zu reparieren? Wieviele Stunden hast du schon in das Ding versenkt?

/Thomas
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 13.07.2021 um 07:42:45 Uhr
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Zitat von @Th0mKa:

Die Platte kostet 60 Euro und du machst dir Gedanken darüber die zu reparieren? Wieviele Stunden hast du schon in das Ding versenkt?

/Thomas

Er will die Daten auf der Platte in "verkürzter" Zeit. Seine Zeit scheint ihm dich etwas wert zu sein.

kjs
Mitglied: vafk18
vafk18 13.07.2021 um 10:58:54 Uhr
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Da ddrescue derzeit gerade mal 3% gesichert hat und noch 35 Tage Restzeit meldet, bin ich mir nicht sicher, ob die Platte den Monat überhaupt durchhält.

Kann ich das halbfertige Image an Windows einhängen, um zu sehen, ob es funktioniert?

Mit einem Hex-Editor habe ich mir gestern das 1% große Image angeschaut und habe dort am Anfang sinnvolle Daten gesehen. Als ich es allerdings mit PowerISO einhängen wollte, wurde es zwar erkannt aber die Partition bzw. Datenstruktur nicht angezeigt.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 13.07.2021 aktualisiert um 22:42:31 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Kann ich das halbfertige Image an Windows einhängen, um zu sehen, ob es funktioniert?

Nein, weil noch wesentliche Teile des Dateisystems fehlen.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 13.07.2021 um 22:20:33 Uhr
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@lks
Danke! Dann muß ich mich noch 37 Tage gedulden...
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 13.07.2021 um 22:54:25 Uhr
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Zitat von @vafk18:

@lks
Danke! Dann muß ich mich noch 37 Tage gedulden...

Oder einfach vorher aufgeben und die Zeit sinnvoller nutzen. :-) face-smile

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 13.07.2021 um 23:21:37 Uhr
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Ich habe es versprochen. Da ist es nicht so einfach. Ist auch eine Herausforderung. Hätte ich vorher gewußt, daß es an der FW von WD liegt, hätte ich die Fesplatte eingeschickt.
Mitglied: vafk18
vafk18 22.07.2021 um 10:21:51 Uhr
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Ich melde mich nach einer Woche, in der viel passiert ist. Wie Ihr seht, war mein letzter Beitrag vom 13.07. Am 14.07. kam die Sintflut durch das Ahrtal. Wir auf 500m wurden verschont, wußten aber nicht, welches Unglück in der Nacht das Ahrtal getroffen hat, da unser Strom um 18:00 Uhr abgeschaltet wurde. Es heulten keine Sirenen, es kamen keine SMS und in der Nina-Warnapp stand das "Übliche" drin. Erst am nächsten Tag wachten wir langsam auf, aber zu uns nach oben kam keine Hilfe von außen durch, nur die Nachrichten, daß es wohl auch Tote gegeben soll. Daß es allein in RLP über 100 oder mehr geworden sind, erfuhren wir erst Tage danach. Ich bin zwar verschon geblieben aber mein Vertrauen in die Technik (vor allem digitale) ist unwiderbringlich erschüttert.

Jetzt habe ich wieder Strom und packte die alte Festplatte wieder an. Ich bin mittlerweile bei 6,5% und habe das Problem, daß wenn Lesefehler ankommen, das ddrescue trotz des -f -n offenbar viel länger an der bestimmten Stelle zu lesen versucht, obwohl es die Lesefehler ignorieren sollte. Ich behelfe mir, indem ich das Programm mit Ctrl-C abbreche und von neuem starte. Gibt es evtl. noch eine Option beim Start von ddrescue, damit das Programm die Anzahl der Leseversuche minimiert?
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 22.07.2021 um 10:41:25 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Ich melde mich nach einer Woche, in der viel passiert ist. Wie Ihr seht, war mein letzter Beitrag vom 13.07. Am 14.07. kam die Sintflut durch das Ahrtal. Wir auf 500m wurden verschont, wußten aber nicht, welches Unglück in der Nacht das Ahrtal getroffen hat, da unser Strom um 18:00 Uhr abgeschaltet wurde. Es heulten keine Sirenen, es kamen keine SMS und in der Nina-Warnapp stand das "Übliche" drin. Erst am nächsten Tag wachten wir langsam auf, aber zu uns nach oben kam keine Hilfe von außen durch, nur die Nachrichten, daß es wohl auch Tote gegeben soll. Daß es allein in RLP über 100 oder mehr geworden sind, erfuhren wir erst Tage danach. Ich bin zwar verschon geblieben aber mein Vertrauen in die Technik (vor allem digitale) ist unwiderbringlich erschüttert.

Das Problem ist nicht die Technik an sich, sondern die Schlamperei der Behörden udn Rundfunkanstalten , die für allen mögichen Scheiß wie gendergerechte Sprache o.ä. Geld rauswerfen aber die einfach Infrastruktur wie Sirenen, zuverlässige Alarmierungssystem noder "Notfallradio" vergammeln lassen. Letztes Jahr wurde ja beim Test festgestellt, daß die Alarmierung nicht funktioniert undanstatt das mit Hochdruck in Ordnung zu bringen, wurde anderes gemacht.



Jetzt habe ich wieder Strom und packte die alte Festplatte wieder an. Ich bin mittlerweile bei 6,5% und habe das Problem, daß wenn Lesefehler ankommen, das ddrescue trotz des -f -n offenbar viel länger an der bestimmten Stelle zu lesen versucht, obwohl es die Lesefehler ignorieren sollte. Ich behelfe mir, indem ich das Programm mit Ctrl-C abbreche und von neuem starte. Gibt es evtl. noch eine Option beim Start von ddrescue, damit das Programm die Anzahl der Leseversuche minimiert?

Die Option "-r0" sort dafür, daß keine Retries gemacht werden. Du könntest auch die Option "-R" versuchen, die versucht, die Platten "von hinten her" zu lesen.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 24.07.2021 um 23:06:24 Uhr
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@Lochkartenstanzer
Danke Dir :-) face-smile Ich habe nun 10% "von vorne" gelesen. Wenn ich jetzt "-R" eingebe und "von hinten" gelesen wird, werden die Daten korrekt an mein bereits bestehendes Image angehängt, oder zerschieße ich damit evtl. dieses?
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 25.07.2021 um 00:35:33 Uhr
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Zitat von @vafk18:

@Lochkartenstanzer
Danke Dir :-) face-smile Ich habe nun 10% "von vorne" gelesen. Wenn ich jetzt "-R" eingebe und "von hinten" gelesen wird, werden die Daten korrekt an mein bereits bestehendes Image angehängt, oder zerschieße ich damit evtl. dieses?

Sofern Du immer die korrekte Logdatei angibst, werden die Daten ergänzt.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 25.07.2021 um 11:21:47 Uhr
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Vielen Dank!

Ich habe gestern Abend die option "-r0" hinzugefügt, aber sobald ein Lesefehler stattfindet, stockt ddrescue bzw. wird immer langsamer. Statt der derzeit angezeigten Resttage von 14d geht der Zähler auf "Jahre". Sobald ich mit Ctrl-C abbreche und neu starte, geht es wieder in der gewohnten Geschwindigkeit weiter, bis zur nächsten Hürde. An für sich nicht schlimm, weil der Laptop neben meinem Arbeitsrechner steht, aber wenn es noch einen Tipp gibt, wäre ich dafür dankbar.

VG
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 25.07.2021 um 12:03:11 Uhr
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Zitat von @vafk18:

... aber wenn es noch einen Tipp gibt, wäre ich dafür dankbar.


Ein guter Tee oder Single-Malt macht das Warten angenehmer.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 25.07.2021 aktualisiert um 13:36:42 Uhr
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Tee ist noch da, aber der Whisky wurde am vergangenen Mittwoch nach der Rettungsaktion meines Sohnes aus dem Ahrtal geleert (wobei ich erst realisiert habe, daß es eine Rettungsaktion war, als wir erst zwei Tage später "oben" Nachrichten erhalten haben, was "unten" wirklich passiert ist :-( face-sad

Ich habe gerade die Option "-R" ausprobiert und da rührt sich nichts bzw. der Timer sagt 305d. Dann doch lieber von vorne. Apropos, wenn das Lesen des Images immer langsamer wird, kann man damit am Ende was anfangen? Denn das Mounten eines unfertigen Images geht wohl (siehe oben) nicht.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 25.07.2021 um 14:23:51 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Tee ist noch da, aber der Whisky wurde am vergangenen Mittwoch nach der Rettungsaktion meines Sohnes aus dem Ahrtal geleert (wobei ich erst realisiert habe, daß es eine Rettungsaktion war, als wir erst zwei Tage später "oben" Nachrichten erhalten haben, was "unten" wirklich passiert ist :-( face-sad


Ich hoffe es geht ihm gut und die Verluste halten sich in Grenzen.



Ich habe gerade die Option "-R" ausprobiert und da rührt sich nichts bzw. der Timer sagt 305d. Dann doch lieber von vorne. Apropos, wenn das Lesen des Images immer langsamer wird, kann man damit am Ende was anfangen? Denn das Mounten eines unfertigen Images geht wohl (siehe oben) nicht.

Mounten funktioniert nicht, solange wesentliche Teile des Filesystems nicht gesichert sind. Aber man kann mit Photorech oder recuva schon nach Daten "buddeln" und wenn man Glück hat, einige Dateien schon wiederherstellen.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 25.07.2021 um 16:30:31 Uhr
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@Lochkartenstanzer
Unseren Kindern geht es Gott-sei-Dank gut. Zumindest was das Materielle betrifft, denn wir leben auf einem Berg. Wie es in ihrem Kopf aussieht, weiß man derzeit nicht. Am Freitag sollten sie ihre Zeugnisse erhalten. Statt dessen nur Horrormeldungen. Daunter fast alle Schulen vom Hochwasser betroffen. In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind außer dem Calvarienberg alle Schulen betroffen. Aber da die Stadt weder Kanalisation, noch Gas oder Strom, geschweige denn fließendes Wasser hat, haben dort derzeit ganz andere Arbeiten Vorrang. Womit wir nach über 1 verlorenen Jahr an Bildung nun in das zweite Jahr fortschreiten. Nur diesmal hilft uns weder Abstand, noch Impfung und bis das Gebiet wieder aufgebaut sein wird, vergehen wohl Jahre. Viel zu lang, um unsere Kinder fit für die Rettung der Welt zu machen...
Mitglied: vafk18
vafk18 21.08.2021 um 13:53:15 Uhr
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Hallo allerseits,

nun ist es irgendwann heute Abend nach 6 Wochen soweit! Es fehlen noch 2 GB an Daten. Um keinen weiteren Fehler zu machen: wie geht es anschließend mit dem Image weiter? Unter Windows mounten, z.B. mit PowerISO oder besser unter Linux (Knoppix)?

VG
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 21.08.2021 um 14:08:43 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Hallo allerseits,

nun ist es irgendwann heute Abend nach 6 Wochen soweit! Es fehlen noch 2 GB an Daten.


Das kann noch eine ganze Weile gehen.


Um keinen weiteren Fehler zu machen: wie geht es anschließend mit dem Image weiter? Unter Windows mounten, z.B. mit PowerISO oder besser unter Linux (Knoppix)?

Als allererstes solltest Du Dir eine Arbeitskopie des Images machen, damit Du eben im Fall des Falles wieder alles auf "Null" setzen kannst.

Danach kannst Du Deine ersten Mountversuche mit knoppix machen.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 21.08.2021 aktualisiert um 19:25:56 Uhr
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@Lochkartenstanzer
Woher wusstest Du es? Dass es noch lange dauern wird...

Gegenwärtig hat das Programm 99,05% gerettet und nun stockt es bei dem restlichen Prozent und zeigt viele read errors an. Wie muß ich jetzt vorgehen? Am liebsten würde ich diese Fehler ignorieren und das Image abschließen. Denn es sind nur Bilder zu retten und wenn einige fehlen, ist es nicht schlimm.

Der letzte Befehl, den ich eingegeben habe, war ddrescue -f -n -R .......

*** edit:
Mit dem -R geht es jetzt rückwärts relativ flott und zeigt nur noch 80 min Restzeit an (aktuell schon 99,31%). Irgendwann kommen aber die defekten Sektoren und da wird das Programm ewig lange brauchen. Was muß ich ggf. machen, damit diese restlichen Blöcke ignoriert werden?
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 21.08.2021 aktualisiert um 20:27:22 Uhr
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Zitat von @vafk18:

@Lochkartenstanzer
Woher wusstest Du es? Dass es noch lange dauern wird...

Magische Kristallkugel!

Erklärung: Der Trick von ddrescue ist es ja gerade, die Stellen, die "langsam" gelesen werden, weil da Fehler gelmeldet wurden, zu überspringen und erst, nachdem alles andere gelesen wurde, dorthin wieder zurückzugehen und dann jeden Sektor noch einmal einzeln durchzugehen. Und da das die Stellen sind, die fehlerhafte Daten enthalten, ist es kein Wunder, daß es da besonders lange braucht.


Gegenwärtig hat das Programm 99,05% gerettet und nun stockt es bei dem restlichen Prozent und zeigt viele read errors an. Wie muß ich jetzt vorgehen?

Schau erstmal, welche Datenmengen (in absoluter Größe) noch nicht "gerettet" wurden.

Am liebsten würde ich diese Fehler ignorieren und das Image abschließen. Denn es sind nur Bilder zu retten und wenn einige fehlen, ist es nicht schlimm.

Wenn die absolute Datenmenge sehr klein ist, kann man durchaus abbrechen.

Mit dem -R geht es jetzt rückwärts relativ flott und zeigt nur noch 80 min Restzeit an (aktuell schon 99,31%). Irgendwann kommen aber die defekten Sektoren und da wird das Programm ewig lange brauchen. Was muß ich ggf. machen, damit diese restlichen Blöcke ignoriert werden?

mit "STRG-C" abbrechen. :-) face-smile

Du solltest auf jeden Fall die Log-Datei und eine Kopie des Images aufheben, damit Du, falls doch "wichtige" Daten fehlen, noch weitermachen kannst.

Mein weiteres Vorgehen wäre:

  • Image read-only mounten erstmal so die Daten "runterkopieren", falls es geht. Bein kopieren Ausgabe in logdatei schreiben lassen, damit man fehler nachvollziehen kann. Wenn Du Glück hast, hast Du alle gewüscnhten Daten schon und kannst aufhören.

  • danach mal ein chkdsk /v /v auf das Image loslassen, um zu schauen, ob man dann an mehr Daten kommt. Ich mmount da einfach as unveränderte und das "gecheckte" image readolny und mache da ein diff darüber, damit ich weiß, was dazugekommen ist (oder wegfiel).

  • Sollten noch Dateien fehlen, lasse ich dann recuva und/oder photorec darüberlaufen und mit einem Duplikate-finder (fdupes unter linux) die Dateien aussortieren, die ich schon in den ersten beiden Schritten "gerettet" habe.

Wenn jetzt noch bedarf besteht, kann man das Image-ziehen nochmal weiterlaufen lassen, damit das restliche Prozent auch nochmal druchprobiert wird. und dann beginnt man wieder bei dem ersten schritt oben.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 21.08.2021 aktualisiert um 20:52:32 Uhr
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@Lochkartenstanzer

Diese Kugel kenne ich :-) face-smile allerdings auf anderen Fachgebieten :-) face-smile))

Ich fange an zu verstehen. ddrescue braucht an sich schon lange, egal wieviel von der Festplatte defekt war (in meinem Fall 0,44% bzw. 2037 MB). Um diesen relativ kleinen Teil zu lesen (bzw. vermutlich irgendwann mit Nullen zu füllen, da defekt), kann es also nochmal gut einen Monat dauern, bis erledigt. Das habe ich nicht bedacht; kein Wunder, war ja auch das erste Mal.

Ich werde nun das Image gemäß Deiner Anleitung jetzt auf meine NAS kopieren und dort mounten. Erstmal vielen Dank und ich melde mich bald!
Mitglied: vafk18
vafk18 24.08.2021 um 00:23:27 Uhr
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@Lochkartenstanzer
Der Versuch, das Image mittels diverser Software (u.a. osfmount) schlug fehl. Ich weiß nicht, ob die 0,44%, die es mir vorerst nicht gelang zurückzusichern (hätte noch einen weiteren Monat gedauert), schuld daran sind, daß sich das Image nicht mounten läßt.

Danach habe ich vom Image mit Photorec alle Bilder kopiert. Mein Problem: Ich habe jetzt 300 Verzeichnisse; zu den Bilder auch allerlei "Schrott", der sich auf der Platte vom Surfen des Besitzers gesammelt hat. Da sich auf der Platte Bilder von Sternen befinden, ist es äußerst schwer, diese den ehemaligen Verzeichnissen (die die Namen der Galaxien getragen haben) zuzuordnen. Außerdem macht es den Eindruck, daß die Bilder eines früheren Verzeichnisses teilweise über viele der neuen durch Photorec erstellten Verzeichnisse verstreut sind.

Hast Du noch ein Idee betreffend des mountens bzw. der Sortierung der Bilder nach tatsächlichen Verzeichnissen?
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 24.08.2021 um 05:10:12 Uhr
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Zitat von @vafk18:

Hast Du noch ein Idee betreffend des mountens bzw. der Sortierung der Bilder nach tatsächlichen Verzeichnissen?

Durch Fleißarbeit: User guckt sich alles durch und sortiert es manuell wieder frisch.

lks
Mitglied: vafk18
vafk18 29.08.2021 aktualisiert um 21:45:43 Uhr
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@Lochkartenstanzer
In diesem Fall unmöglich. Es sind tausende von Astrobildern auf der Festplatte; die sehen alle sehr ähnlich aus.

War es das in diesem Fall, oder gibt es noch eine Möglichkeit? Danke!
Mitglied: frosch2
frosch2 30.08.2021 um 11:17:04 Uhr
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Hallo,

es gibt einen noch einen Versuch :

- du brauchst dazu: die korrupte HDD und eine nicht korrupte die gleichgross oder grösser ist.
- entweder kannst du die beiden Platten intern an zwei Sata anschlüsse anstecken oder aber jeweils an einen mindestens USB3 port (sonst dauert es affig lange) mittels Festplattenadapter.
- Rechner mittels LiveClonzilla booten
- hier local Disk to local Disk (oder ähnlich)
- du musst auswaehlen welche deine Quellplatte ist und welche deine Zielplatte.
- sinngemaess will er am Anfang etwas (dateistruktur oder so) überprüfen, das ist zu übergehen
- experten modus auswählen
- Punkt wählen wo sinn gemäss steht das er auch bei Fehlern weitermachen soll

- komm nicht auf die Idee dein Image benutzen zu wollen



wenn du glück hast sind alle deine Daten mitsamt Ordnern wieder da.

tja, und nun noch ihm alle Sicherheitsfragen mit ja beantworten.

und sonst bleibt dir nur das zu machen was lochkartenstanzer schon sagte.


Zitat von @Lochkartenstanzer:

Zitat von @vafk18:

Hast Du noch ein Idee betreffend des mountens bzw. der Sortierung der Bilder nach tatsächlichen Verzeichnissen?

Durch Fleißarbeit: User guckt sich alles durch und sortiert es manuell wieder frisch.

lks

Gruß froch2
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 30.08.2021 aktualisiert um 11:25:56 Uhr
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Zitat von @frosch2:

Hallo,

es gibt einen noch einen Versuch :

- du brauchst dazu: die korrupte HDD und eine nicht korrupte die gleichgross oder grösser ist.
- entweder kannst du die beiden Platten intern an zwei Sata anschlüsse anstecken oder aber jeweils an einen mindestens USB3 port (sonst dauert es affig lange) mittels Festplattenadapter.
- Rechner mittels LiveClonzilla booten
- hier local Disk to local Disk (oder ähnlich)
- du musst auswaehlen welche deine Quellplatte ist und welche deine Zielplatte.
- sinngemaess will er am Anfang etwas (dateistruktur oder so) überprüfen, das ist zu übergehen
- experten modus auswählen
- Punkt wählen wo sinn gemäss steht das er auch bei Fehlern weitermachen soll

- komm nicht auf die Idee dein Image benutzen zu wollen

Wenn man das image nicht mounten kann, wird das so auch nicht funktionieren, abgesehen davon, daß das wieieder mindesten 3-6 Wochen dauern wird, bis die Platte "kopiert" ist. Das ist alles vergebliche Liebesmühe.

Da hilfe nur ein Datenretter, der vermutlich aber auch nicht mehr wiederherstellen wird.

lks


PS: Das ist wie mit einem Hochwasser im Haus, das alles eingesaut hat, insbesondere wichtige Dokumente oder auch Fotos, die man gerne wieder hätte. Man kann u.U. mit viel Fleißarbeit das ein oder andere retten. Aber i.d.R. wird man sich damit abfinden müssen, das alles "weg" ist. Tut weh, ist aber nicht zu ändern.
Mitglied: frosch2
frosch2 30.08.2021 um 11:47:49 Uhr
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Zitat von @Lochkartenstanzer:


Wenn man das image nicht mounten kann, wird das so auch nicht funktionieren, abgesehen davon, daß das wieieder mindesten 3-6 Wochen dauern wird, bis die Platte "kopiert" ist. Das ist alles vergebliche Liebesmühe.

Da hilfe nur ein Datenretter, der vermutlich aber auch nicht mehr wiederherstellen wird.

lks


PS: Das ist wie mit einem Hochwasser im Haus, das alles eingesaut hat, insbesondere wichtige Dokumente oder auch Fotos, die man gerne wieder hätte. Man kann u.U. mit viel Fleißarbeit das ein oder andere retten. Aber i.d.R. wird man sich damit abfinden müssen, das alles "weg" ist. Tut weh, ist aber nicht zu ändern.

da hast du recht; dass es wieder sehr lange dauern wird, mir war aber so als ob die Chancen dabei nicht schlecht stehen. Zumindest hatte ich bisher mit dieser Vorgehensweise guten Erfolg. Blöd war nur wenn die Festplatte völlig ausgestiegen ist oder die Elektronik darauf einen weg hatte.

Im Prinzip ist schon viel hergestellt und der Rest ist dann Fleissarbeit. aber das sagtest du bereits

LG TT
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 30.08.2021 um 11:55:27 Uhr
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Zitat von @frosch2:

Zitat von @Lochkartenstanzer:


Wenn man das image nicht mounten kann, wird das so auch nicht funktionieren, abgesehen davon, daß das wieieder mindesten 3-6 Wochen dauern wird, bis die Platte "kopiert" ist. Das ist alles vergebliche Liebesmühe.

Da hilfe nur ein Datenretter, der vermutlich aber auch nicht mehr wiederherstellen wird.

lks


PS: Das ist wie mit einem Hochwasser im Haus, das alles eingesaut hat, insbesondere wichtige Dokumente oder auch Fotos, die man gerne wieder hätte. Man kann u.U. mit viel Fleißarbeit das ein oder andere retten. Aber i.d.R. wird man sich damit abfinden müssen, das alles "weg" ist. Tut weh, ist aber nicht zu ändern.

da hast du recht; dass es wieder sehr lange dauern wird, mir war aber so als ob die Chancen dabei nicht schlecht stehen. Zumindest hatte ich bisher mit dieser Vorgehensweise guten Erfolg. Blöd war nur wenn die Festplatte völlig ausgestiegen ist oder die Elektronik darauf einen weg hatte.

Ob man das Image auf Platte herstellt oder als Datei ist unerheblich. Mit den richtigen Tools kann man beides gleich behandeln. Aber der Umgang mit einer Imagedatei ist im gegensatz zu einer Image-Platte einfacher. Zum einen, weil man das Image "sparse" erstellen kann und das dann i.d.R. deutlich kleiner als die Platte ist (ich habe Kundenplatte von 1-2TB, die man sparse auf 50 bis 150 GB bekomt, weil der Großeteil der Platte nur Nullen enthällt, d.h. leer ist). Und zum anderen kann man da einfacher eine Kopie zum ausprobeiren machen als von einer Platte.

Und technisch ist es kein unterschied, ob man mit einer datei oder eine Platte als Imagekopie arbeitet. Selbst unter Windows kann man imagedateien wie normale Platten mounten und bearbeiten (sofern das filesystem nciht zu kaputt ist).

lks
Mitglied: frosch2
frosch2 30.08.2021 um 12:42:14 Uhr
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Hallo,

okay, meine Annahme wie Clonezilla bei einer Kopie arbeitet war dann falsch. Bisher nahm ich immer an das Clonezilla die Platte 1:1 kopiert und kein Image dabei erstellt. Den Punkt Image erstellen gibt es auch.
Wie verhält es sich bei einem defekten Filesystem? Gibt das nicht den Unterschied? wenn ich die festplatte mit sämtlichen defekten clustern und sektoren 1:1 kopiert habe (den filesystemcheck deaktiviert) ist dann die chance die kopierte HDD mittels fdisk /r wieder zubeleben, die gleiche wie mit einem Image? Müsste ja, so wie ich das gerade verstehe. Verstehe ich es falsch dann liegt es am Alter, aber bitte berichtige mich.

TT
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 30.08.2021 um 12:50:45 Uhr
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Zitat von @frosch2:

Hallo,

okay, meine Annahme wie Clonezilla bei einer Kopie arbeitet war dann falsch. Bisher nahm ich immer an das Clonezilla die Platte 1:1 kopiert und kein Image dabei erstellt.

Du hast ein falsches Verständnis von einem Image. Eine 1:1-Kopie, egal ob auf eine zweite Festplatte oder in eine Datei ist immer ein Image!

Den Punkt Image erstellen gibt es auch.

Die Programm unterscheiden meist begrifflich zwischen Klonen und Image erstellen, aber technisch ist es das gleiche. Nur einmal auf HDD und ein anderes Mal in eine Datei,

Wie verhält es sich bei einem defekten Filesystem? Gibt das nicht den Unterschied? wenn ich die festplatte mit sämtlichen defekten clustern und sektoren 1:1 kopiert habe (den filesystemcheck deaktiviert) ist dann die chance die kopierte HDD mittels fdisk /r wieder zubeleben, die gleiche wie mit einem Image?

Am deutlichsten wird das, wenn Du dein fdisk in einer VM mit der eingehängten Imagedatei aufrufst. Wo ist da der Unterschied zu einer "echten" Platte?

Müsste ja, so wie ich das gerade verstehe. Verstehe ich es falsch dann liegt es am Alter, aber bitte berichtige mich.

Es ist technisch kein Unterschied ob du die "Rettungsversuche" mit einer Plattenkopie oder einer Image-Datei machst. Die Datei macht nur die Handhabung deutlich einfacher.

lks
Mitglied: frosch2
frosch2 30.08.2021 um 13:01:09 Uhr
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Hallo,

danke für die Richtigstellung.
Nur eine blöde Frage noch: gab es vor vielen Jahren (17) technische unterschiede von Klon und Image?

TT
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 30.08.2021 aktualisiert um 13:05:21 Uhr
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Zitat von @frosch2:

Hallo,

danke für die Richtigstellung.
Nur eine blöde Frage noch: gab es vor vielen Jahren (17) technische unterschiede von Klon und Image?

Prinzipiell nein.

Allerdings haben mache Programme ein speziellen Imageformat benutzt, indem sie z.B. abhängig vom Filesystem bestimmte Blöcke ausgelassen haben. Das macht z.B . ntfsclone so, daß "unbenutze" Blöcke gar nicht erst versucht werden zu kopieren. Ist natürliche bei einem defekten Dateisystem nicht das optimale, kann aber bei einer Platte, die Defekte nur in "unbenutzten" Sektoren hat, dazu dienen, eine einwandfreie Kopie des Dateisystems zu ziehen.

lks
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