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gelöst Homeoffice eigenen Server brauche hilfe tipps

Mitglied: noobling

noobling (Level 1) - Jetzt verbinden

01.07.2020 um 22:22 Uhr, 928 Aufrufe, 22 Kommentare, 5 Danke

Guten Abend,

es tut mir leid, wenn ich die frage sicherlich zum hundertsten male stelle.

Ich arbeite Selbstständig im Homeoffice mit Linux Mint und möchte meine IT verbessern.

Folgendes habe ich mir vorgestellt.

Ein Server (NAS) - ich weiß zwar fast nichts, aber ich denke was ich erlesen habe wäre NAS korrekt.

Was ich benötige / benutze.

Ich verwende im wesentlichen die Libreoffice Dokumente, ein paar wenige Linux Programme welche im Appstore frei erhältlich sind... der rest läuft im wesentlichen über den Browser.

Was ich brauche / mir vorstelle.

Eine Möglichkeit von Überall aus mit verschiedenen Geräten auf die Daten zuzugreifen.

Sprich, mit meinem Mini-Laptop wenn ich unterwegs bin, mit meinem Arbeitslaptop mit meinem Privatlaptop, bestenfalls mit Handy sofern möglich.

Mir geht es hierbei im wesentlichen um Tabellen, pdf, jpg etc. quasi um "files".

Was genau benötige ich? Und ist es schwer so etwas einzurichten inkl. Zugriff von "außen" ?

Vielen Dank und einen schönen Abend.

PS: Ich bin ein ziemlich noob in sachen IT.

Danke
Mitglied: it-fraggle
01.07.2020, aktualisiert um 22:30 Uhr
Was du brauchst ist ein VPN und auf jedem Gerät, was Zugriff auf deine NAS haben soll, einen VPN-Client. Vielleicht wäre es sinnvoll den nächsten IT-Service in deiner Gegend das machen zu lassen. Man kann durchaus einiges falsch machen und dann steht Tür und Tor auf. Das willst du sicher nicht.
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Mitglied: noobling
01.07.2020 um 22:37 Uhr
Ja, macht eventuell Sinn. Preislich, grob? Kannst du mir da eine Zahl sagen worauf ich mich ca. einstellen muss?
Und ist es wirklich so schwer?

Ich stelle es mir grob vor, NAS kaufen ; anhand von youtube bzw. anleitungen das gerät einrichten. Dann die VPN von der sprichst, welche manch NAS sicherlich schon mit sich bringen. Dann die programme für laptop und handy, alles mit einem starken PW sichern - fertig ist der Salat.

Oder denke ich da zu einfach.

Und danke für die schnelle Antwort !
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Mitglied: Spirit-of-Eli
LÖSUNG 01.07.2020 um 22:37 Uhr
Moin,

Nextcloud wäre sinnvoll. Daruber lassen sich Dokumente anzeigen und bearbeiten usw.
Außerdem wäre der Zugriff mit verschiedenen Geräten leicht zu realisieren.

Eine Backup Strategie ist dennoch unerlässlich.

Gruß Spirit
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Mitglied: it-fraggle
01.07.2020 um 22:42 Uhr
Zitat von Spirit-of-Eli:

Moin,

Nextcloud wäre sinnvoll. Daruber lassen sich Dokumente anzeigen und bearbeiten usw.
Außerdem wäre der Zugriff mit verschiedenen Geräten leicht zu realisieren.
Dann aber von einem guten (GUTEN!!!) Anbieter mit viel Erfahrung nehmen. Selbst gehostet wird er das nicht sicher betreiben können. Ansonsten gebe ich dir Recht.

Eine Backup Strategie ist dennoch unerlässlich.
Das sowieso.

Ja, macht eventuell Sinn. Preislich, grob? Kannst du mir da eine Zahl sagen worauf ich mich ca. einstellen muss?
Das hängt davon ab was du alles haben willst/musst.

Und ist es wirklich so schwer?
Du willst es gewerblich nutzen und da sollte es schon so sicher wie möglich betrieben werden. "Schwer ist daran eigentlich nichts" sagte der Ingenieur zum Azubi als er eine neue Rakete entwarf. ^^
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Mitglied: Spirit-of-Eli
LÖSUNG 01.07.2020, aktualisiert um 22:48 Uhr
Ich würde da die Hetzner Variante nehmen. Kostet weniger als 5€ im Monat.

Ansonsten hast du mit VPN Anbindung definitiv recht!
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Mitglied: noobling
01.07.2020 um 22:51 Uhr
Guten Punkt das mit der Rakete! ;-P

Was ich nutzen möchte, nicht viel im Grunde - Dokumenten Einsicht / Bearbeitung. Das müsste es eigentlich im wesentlichen schon sein.

Mails lasse ich im Browser durch den Webmail laufen von meinem Homepage-Server Anbieter.

Kosten soll es monatlich am besten "nichts" , klar Strom usw. aber möchte ungern um die 100,- EUR an Hosting kosten haben.

Und ja, da gewerblich hast du recht, eine gute Sicherung wäre hier Sinnvoll. Zumal ich viel täglichen Kundenkontakt habe via Mail / Telefon.
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Mitglied: noobling
01.07.2020 um 22:54 Uhr
Das mit Hetzner sieht interessant aus.

Kannst du mir das kurz erklären in Verbindung mit nextcloud.

Was würde hier benötigt werden und wie würde ich mich mit dem Geräten verbinden?
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Mitglied: lcer00
02.07.2020 um 07:14 Uhr
Hallo,

einen gehosteten Clouddienst schließt Du aus? Als Technik-Noob würdest Du die Fehlerquellen erheblich minimieren.

Grüße

lcer
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Mitglied: Spirit-of-Eli
LÖSUNG 02.07.2020 um 07:46 Uhr
Zitat von noobling:

Das mit Hetzner sieht interessant aus.

Kannst du mir das kurz erklären in Verbindung mit nextcloud.

Was würde hier benötigt werden und wie würde ich mich mit dem Geräten verbinden?

Das ist eine gemietete Nextcloud Instanz.
https://www.hetzner.de/storage/storage-share

Du brauchst um das darunter liegende system nicht kümmern, was für dich perfekt wäre.
Schau dir die Produkte erstmal an.
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Mitglied: Visucius
02.07.2020, aktualisiert um 10:23 Uhr
Das klingt doch prima.

Alternativ ggfs. auch die Business-Cloud von Office, bzw. MS365 "Business Basic".

Da haste für (fast) das gleiche Geld den von Dir gewünschten Cloudspeicher (1TB, OneDrive und Sharepoint), Exchange, Teams inkludiert und auch noch Online-Office-Paket. Gehostet in D. Der Zugriff kann über "alle" Plattformen erfolgen. Mit iOS habe ich z.B. sehr gute Erfahrungen gemacht.
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Mitglied: ASP.NET.Core
02.07.2020 um 12:01 Uhr
Zitat von Visucius:
Da haste für (fast) das gleiche Geld den von Dir gewünschten Cloudspeicher (1TB, OneDrive und Sharepoint), Exchange, Teams inkludiert und auch noch Online-Office-Paket. Gehostet in D. Der Zugriff kann über "alle" Plattformen erfolgen. Mit iOS habe ich z.B. sehr gute Erfahrungen gemacht.

Fast das Gleiche? Damit hostet er seine Daten im Ausland, mit den deutlich schlechteren Datenschutzbedingungen! Plus Überwachung seitens MS, was genau da in deren proprietären Sachen drin steckt ist bis heute nicht endgültig bekannt/geklärt.

Hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz liegen WELTEN zwischen so was und einer Nextcloud-Instanz. Wenn einem die Daten was Wert sind, würde ich nicht mal im Traum daran denken. Die gehosteten Lösungen von Hetzner sind ein sinnvoller Kompromiss als Alternative Alternative, wenn man nicht das entsprechende Wissen hat, um das ganze selbst einzurichten/zu betreiben. Die Daten verlassen dann zwar das Haus, aber bleiben wenigstens in Deutschland. Dazu ist Hetzner ein vergleichsweise seriöser Hoster, der sich dank des Standortes auch an sehr hohe Datenschutzstandards halten muss.
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Mitglied: Visucius
02.07.2020, aktualisiert um 12:43 Uhr
Können lesen?!

"Gehostet in D"

Kann man natürlich drüber streiten in wie fern man einem multinationalen Konzern vertraut. Aber die Business(!)-Pakete wurden bisher in Europa und jetzt "sogar" in D gehostet.

Um die Wichtigkeit von Datensicherheit zu beurteilen, genügt meist ein Blick aufs eigene oder fremde Mobiltelefon (Hersteller, Whatsapp?, Facebook?, Cloud-Backup oder Datensync aktiv, ...). Das ist alles eher sowas gefühltes. Die meisten könnten Ihr Telefon noch nicht mal ohne US-Kontoanbindung anschalten

Keine Frage, man kann das alles umgehen - aber ehrlicherweise nimmt solche Hürden kaum jemand ernsthaft in Kauf. Hier in diesem Fall ist der TE nicht mal fähig nen verschlüsselten Stick oder ne größere Festplatte in Kauf zu nehmen, für die Bequemlichkeit überall auf die Daten zugreifen zu können.

Und ja, in so nem Fall ist der "Business-Standard" durchaus ne wirtschaftliche Alternative, weil die Leute ja nicht mit Nextcloud und BS-Setups ihr Geld verdienen, sondern normalerweise nen anderen Job haben. Es muss halt funktionieren!
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Mitglied: ichhaa1
02.07.2020 um 21:59 Uhr
Guten Abend,

ich finde die Idee mit Hetzner ist eine Fancy idee, wenn man immer aktuell bleiben will und monatlich zahlen will.

Ich persönlich bin immer ein Fan von einmaligen Investitionen, dann muss Zahlungen nicht auf den Schirm haben und bin etwas unabhängiger von Hoster / Internet etc.

Ich würde dir folgendes Empfehlen:
Kauf dir ein 2-Bay Qnap NAS (gibts auch schon günstig bei Ebay gebraucht, hab mein 4-Bay damals für 70 Euro bekommen)
Kauf dir 2 Festplatten dazu (z.B WD Red 2TB, ca 80 Euro)

Auf dem NAS richtest du dir ein Raid-1 ein (Spiegelung von HDD1 auf 2)
Zusätzlich richtest du die Nextcloud auf dem NAS ein (geht bequem über den AppStore)

Solltest du nun einen Zugriff von Außen benötigen, bietet das NAS auch einen OpenVPN Tunnel.
Verwaltung vom OpenVPN ist easy über die Weboberfläche. Nach erstellen der Benutzer einfach eine Export Datei erstellen und am Handy importieren.

Zum Thema Sicherheit:
Auch wenn die Nextcloud nicht immer auf dem aktuellsten Stand ist, ist das nicht so schlimm, da die Nextlcoud nicht direkt im Internet hängt. Zugriff nur über VPN möglich.
Portfreigabe im Router beschränkt sich auf den einen VPN Port (UDP 1194). Dieser Port muss dann nur auf das NAS weitergeleitet werden.
Zugriff von Extern mit dem Dyndns Dienst von Fritzbox auch schön möglich.

Die Nextcloud bietet viele nützliche Apps zur vereinfacherung deines Home Office aufenthalt (Kalender und Kontakte Sync über alle Geräte, Passwort Datenbank, Online Daten bearbeiten, automatisches Backup von Bildern und Videos auf deinem Handy wenn du im WLAN bist etc)

Unterm Strich hast du eine einmalige Investition von ca 100 Euro für das NAS und 160 Euro für die Festplatten. Du kannst natürlich noch sparen wenn du nur ein 1-Bay kaufst und auch nur eine Festplatte. Würde ich aber nicht empfehlen, denn wenn die Festplatte einen Fehler hat, ist alles weg.
Features:
  • Automischer Bildupload
  • Sync von Daten, Kalender und Kontakte
  • VPN Tunnel ins Netzwerk (hilfreich wenn man gerne im öffentlichen WLAN arbeitet, Kaffee oder ICE)
  • Passwort Datenbank in der Nextcloud
  • Desktop Software für Windows, Linux und Mac zum Syncronisieren von Daten vom PC in die Cloud
  • viele zusätzliche Apps in Nextcloud und zusätzliche Software auf dem QNAP NAS (Mediaserver etc)

Lg
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Mitglied: Hypervisor
02.07.2020 um 22:29 Uhr
Das ist nicht (mehr) ganz korrekt. Die German Cloud (Office.de) gibt es nicht mehr, die war in Magdeburg im RZ der Telekom und ist sein Frühjahr nicht mehr fortgesetzt und bezahlt worden.

Die haben inzwischen ein eigenes EU RZ (Irland) wegen des Datenschutzes und des Vertrauens.
Läuft nur noch über office.com

Ändert aber nichts am Kern Deiner Aussage...
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Mitglied: noobling
02.07.2020 um 23:33 Uhr
Guten Abend,

vielen Dank für die ganzen antworten.

Ich habe mich für die Hetzner Variente entschieden 3 Euro und paar zerquetsche macht mich auf kurz oder lang nicht arm.

Habe mir bei YT Videos angeschaut und hab es soweit bereits auf dem Hauptrechner installiert.

Dort habe ich einen Ordner mit Nextcloud, das Uploaden hat soweit bereits geklappt, Textdatei öffnen und bearbeiten ebenfalls.

Morgen kommt der privat Laptop ran, so wie ich denke und mir das vorstelle, gleiche Schritte und schon habe ich ebenfalls zugriff.

Für das Android Handy habe ich es so verstanden, es gibt eine App - hier reicht mir Akteneinsicht.

Wenn jetzt alles klappt, ist es genau das wonach ich gesucht habe.

Denkt Ihr die Verschlüsselung beziehungsweise Sicherheit welche Standard ist reicht aus?

Habe vor mir morgen nochmal ein besseres und längeres Passwort zu vergeben.

Vielen Dank und noch einen schönen Abend.

PS: Von Microsoft will ich nichts mehr hören, und auch kein Gedanken dran verschwenden.
Das Thema ist durch bei mir
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Mitglied: Visucius
02.07.2020, aktualisiert 03.07.2020
Auch wenn noobling jetzt seine Lösung schon mit Hetzner gefunden hat (Glückwunsch!):

Für die Business-Accounts hostet MS die Daten lt. verschiedenen Quellen in D (jetzt zum dritten Mal). Die haben hier extra in eigene Rechenzentren investiert - so wurde mir das zumindest berichtet. Das Irland-Gedönse war ja die Lösung bisher und da hat man eben nachgesteuert für hiesige Business-Accounts - gerade eben, weil die Kooperation mit der Telekom schon seit einiger Zeit abgekündigt war.

Aber selber hosten ist natürlich auch was feines. Und natürlich viel besser - wenn man außer Acht lässt, dass der eigene Geheimdienst Zugang hat und im Auftrag der Amis abschnorchelt und die eMails inkl. Anhängen in 99,9% unverschlüsselt übertragen und meist auch gespeichert werden
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Mitglied: noobling
03.07.2020 um 07:29 Uhr
Guten Morgen,

mir geht es weniger darum das der Server in D ist, noch um abhören etc. - ich möchte einfach nur mit Microsoft nichts am Hut haben.
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Mitglied: Visucius
03.07.2020 um 08:20 Uhr
Hattest Du ja schon gestern deutlich gemacht. Alles „legitim“ 😉
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Mitglied: Hypervisor
03.07.2020, aktualisiert um 11:45 Uhr
Die Server in D werden in Kürze abgeschaltet...
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Mitglied: Visucius
03.07.2020, aktualisiert um 12:00 Uhr
Zitat von Hypervisor:

Die Server in D werden in Kürze abgeschaltet...

Sagt wer?!

https://docs.microsoft.com/de-de/office365/enterprise/o365-data-location ...

(Und warum sollten sie das tun?)

Mein Gott, dass ich MS mal "verteidige", hätte ich mir auch nicht träumen lassen (MacOS seit 1992 und Office-frei seit 15 Jahren).
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Mitglied: ASP.NET.Core
03.07.2020 um 13:11 Uhr
Zitat von Visucius:

Können lesen?!

"Gehostet in D"

Kann man natürlich drüber streiten in wie fern man einem multinationalen Konzern vertraut. Aber die Business(!)-Pakete wurden bisher in Europa und jetzt "sogar" in D gehostet.

Kann ich. Bleibt in der Konstellation aber Augenwischerei, weil es ein US-Unternehmen ist. Setze dich mal z.B. mit dem Cloud Act auseinander. Der sagt eindeutig: Als US-Unternehmen hast du zu tun was die US-Behörden verlangen, selbst wenn deine Server am anderen Ende des Erdballes stehen.

Und naja, abgesehen davon: Windows 10 hat den Ruf, seine Nutzer auszuspionieren. Mit Office 365 hat Microsoft sich diesen zweifelhaften Ruf selbst streitig gemacht. Da würde ich mir schon mal Gedanken machen, ob ich denen meine ganzen Daten anvertrauen möchte.


Um die Wichtigkeit von Datensicherheit zu beurteilen, genügt meist ein Blick aufs eigene oder fremde Mobiltelefon (Hersteller, Whatsapp?, Facebook?, Cloud-Backup oder Datensync aktiv, ...). Das ist alles eher sowas gefühltes. Die meisten könnten Ihr Telefon noch nicht mal ohne US-Kontoanbindung anschalten

Da bin ich ein schlechtes Beispiel: Custom ROM ohne Google Apps außer Play Store für einzelne Apps, FairMail, NetGuard (der alles blockt was nicht koscher ist) und so weiter. WhatsApp ist in der Hinsicht der einzige Kompromiss, den ich (noch) eingehe

Ich verstehe aber was du meinst und gebe dir dahingehend Recht, dass man so etwas ganzheitlich umsetzen sollte. Wobei ich das Problem weniger darin sehe, alles was (vermeintlich) datenschutzfeindlich ist, abzuschaffen. Sondern, dass man erst mal ein Bewusstsein schafft. Wenn man sich den Risiken im Klaren ist und sich bewusst dafür entscheidet, ist das eine fundierte Entscheidung. Genau so wie ich im Alltag auch sagen kann, Biofleisch statt abgepacktes 3€ Hackfleisch ist in Ordnung, nur ganz darauf verzichten will ich nicht. Das ist eine ganz andere Haltung, als das Thema noch nie reflektiert zu haben.

Daher sehe ich nicht, was das mit meinen berechtigten Bedenken zutun hat. Klingt ein wenig wie "ach, wieso auf die Nahrungsmittelqualität achten, ich mache das doch schon immer so und außerdem muss man sowieso sterben". Das halte ich prinzipiell mal für eine schlechte Einstellung, egal zu welchem Thema.

Keine Frage, man kann das alles umgehen - aber ehrlicherweise nimmt solche Hürden kaum jemand ernsthaft in Kauf.

Das hängt mit dem eben erwähnten Bewusstsein zusammen. Erst wenn das da ist, kann man sich die Frage stellen, wo man die Grenze zieht. Davon hängt dann auch der nötige Aufwand ab. Ist das gleiche mit z.B. Plastik im Alltag. Man kann schon einiges machen, wenn man einfach ab und an in ein anderes Regal greift oder Mehrwegdosen statt Plastiktüten nutzt. Es gibt aber auch Menschen, die sind

Hier in diesem Fall ist der TE nicht mal fähig nen verschlüsselten Stick oder ne größere Festplatte in Kauf zu nehmen, für die Bequemlichkeit überall auf die Daten zugreifen zu können.

Datenschutz und Sicherheit muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man extrem unkomfortabel wie vor 15 Jahren arbeiten muss. Ein guter Kompromiss könnte z.B. darin liegen, die Daten (oder wenigstens die wichtigsten) verschlüsselt abzulegen. Schon habe ich mit relativ wenig Aufwand Sicherheit hergestellt, ohne auf den Komfort verzichten zu müssen.

Oder halt selbst hosten bzw. bei einer vertrauenswürdigen Quelle. Das macht das ganze etwas weniger sicher, da ein Hoster immer noch drauf zugreifen kann. Aber bei Hetzner genießt man immerhin strengeren Datenschutz wie bei ausländischen Unternehmen. Hier ist also wieder die o.g. Frage, wie wichtig mir die Daten und deren Sicherheit ist. Ausländische Cloudanbieter ungeschützt sind da halt die unterste Stufe.

Und ja, in so nem Fall ist der "Business-Standard" durchaus ne wirtschaftliche Alternative, weil die Leute ja nicht mit Nextcloud und BS-Setups ihr Geld verdienen, sondern normalerweise nen anderen Job haben. Es muss halt funktionieren!
Wenn es nur um die Wirtschaftlichkeit geht, kommen Sicherheit und Datenschutz meist zu kurz. Die kosten nämlich oft etwas Geld. Vermeintlich kann man dort sparen, ohne dass der Kunde es merkt - denken zumindest einige ;)
Aber ohne das zu vertiefen ist Nextcloud kein riesen Setup, wofür man 2 Tage der Einrichtung benötigt.
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Mitglied: Visucius
03.07.2020, aktualisiert um 13:43 Uhr
a) Für den TO hinfällig, weil er ja aus anderen Gründen schon MS verabscheut.

b) Ja, kenne Cloud Act: Und heißt letztlich, dass auch Anbieter, die sich ein Geschäft in USA versprechen oder dort Töchter haben ein Problem sind (z.B. auch Telekom, 1&1, VW, Fluggesellschaften, Krankassen, ...). Es geht aber nicht darum, weil die US-Geheimdienste faktisch immer Zugriff haben. Auch wenn die Daten bei Hetzner liegen. Dann ist es ggfs. nur umständlicher. Aber was wollen die von Dir, was sie nicht aus Deinen Transferdaten 1. und 2. Ordnung raussfinden?! Es geht einzig und alleine um die DSGVO. Und hier wirst du kein Problem mit MS haben - schlicht aus politischem Kalkül.

c) DEIN Telefon - ist toll. Du hast aber hier auch keine Frage eingestellt. Und ja, besser "ein wenig" als gar nix.

d) Bewusstsein ist immer gut. Nur Id(i)ologie ist halt Kacke

e&f) Das habe ich so pauschal nicht behauptet. Aber in der Praxis wird Sicherheit halt abgewogen - nicht unbedingt gegen Geld, sondern gegen Praxistauglichkeit in Form von Bequemlichkeit. Die Leute interagieren nämlich im Business - und da gehts um Geschwindigkeit und praktikable Hürden

Aber um diesen Religionskram ging es hier doch auch gar nicht. Es war eine weitere Option zu Hetzner mit anderen - erweiterten Funktionen zum gleich Preis. Der TE hat sich für eine Lösung entschieden - eine andere. Ich habe ihn dazu von Anfang an beglückwünscht und dann ist auch mal wieder gut.
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