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Hyper-V Cluster: ISCSI Disk Passthrough oder Initiator in VM?

Hallo zusammen,

unser ERP-System läuft auf einem hyperkonvergenten Starwind Hyper-V Cluster, bestehend aus 3 Windows Servern (2016).
Zusätzlichen zu den virtuellen ERP-Servern bekommen wir jetzt noch ein DMS zur Datenablage und / -archivierung.

Aus Platz- und Skalierbarkeitsgründen soll die Datenablage auf einem externen QNAP Storage (ISCSI Ziel) erfolgen, welcher per 10Gbit mit den 3 Servern verbunden ist.

Ich frage mich jetzt aber, wie ich hierbei am besten vorgehe. Binde ich das ISCSI Ziel auf den 3 Clusterservern ein und übergebe es dann an die VM (passthrough) oder initiiere ich die ISCSI-Verbindung direkt in der DMS VM?

Würde mich über eure Meinungen dazu freuen face-smile

Gruß

g0drealm

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Ausgedruckt am: 06.10.2022 um 21:10 Uhr

Mitglied: canlot
canlot 10.09.2021 um 11:44:45 Uhr
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Kommt drauf an. Wenn du ein Backupsystem hast was auf Snapshots basiert, bietet sich das Einbinden auf den Hyper-Vs an. Dann wird von den Daten auch ein Snapshot gemacht. Wenn du es direkt in der VM eingebunden hast, dann muss man die Daten auch noch mal extra sichern und darauf achten dass bei der Wiederherstellung der Stand der Daten zu dem Stand der VM passt. Den extra Aufwand hat man dann noch zusätzlich.
Mitglied: g0drealm
g0drealm 10.09.2021 um 12:31:49 Uhr
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Backup für Hyper-V wurde noch nicht implemtiert. Da bin ich noch dran. ERP ist noch nicht im Produktivbetrieb.
Backup kann ich ja auch direkt vom QNAP zu unserem Backupserver (auch QNAP) z.B. über Snapshot Replica machen.

Mich hätte jetzt vorallem interessiert, ob es seitens der Perfomance Probleme bei der ISCSI-Verbindung innerhalb der VM gibt.
Mitglied: lcer00
lcer00 10.09.2021 um 12:42:53 Uhr
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Hallo,
Zitat von @g0drealm:


Ich frage mich jetzt aber, wie ich hierbei am besten vorgehe. Binde ich das ISCSI Ziel auf den 3 Clusterservern ein und übergebe es dann an die VM (passthrough) oder initiiere ich die ISCSI-Verbindung direkt in der DMS VM?
Ich weiß jetzt nicht, was Du mit passthrough meinst. Ich würde die vhdx der VMs auf das ISCSI-Laufwerk legen, nicht das ISCSI-Volume direkt an die VM weiterreichen. Dann hast Du innerhalb der VM einfach nur eine VM und auch auf dem Host hast Du ganz normale VMs mit VHDXs.

Grüße

lcer
Mitglied: canlot
canlot 10.09.2021 aktualisiert um 13:32:55 Uhr
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Zitat von @g0drealm:

Backup für Hyper-V wurde noch nicht implemtiert. Da bin ich noch dran. ERP ist noch nicht im Produktivbetrieb.
Backup kann ich ja auch direkt vom QNAP zu unserem Backupserver (auch QNAP) z.B. über Snapshot Replica machen.
Ja, aber weil es dann über die Snapshots geht, die sichern die Festplatten der VM, wenn die Festplatte über ISCSI direkt an der VM angebunden ist, kann von der kein Snapshot gemacht werden, weil der Hypervisor ja keine Festplatte sieht, weil sie direkt an der VM angebunden ist.

Mich hätte jetzt vorallem interessiert, ob es seitens der Perfomance Probleme bei der ISCSI-Verbindung innerhalb der VM gibt.
Mir sind keine Performance Probleme bekannt, wir hatten mehrere SQL Failovercluster die hatten die Festplatten über ISCSI direkt am Server angebunden gehabt. Jetzt haben wir die Cluster aufgelöst, vor allem wegen der Backup Problematik die ich vorher geschildert habe und haben die SAN Platten über ISCSI am Hypervisor angebunden und dann da drauf die VM-Festplatten erstellt. Unterschiede von der Geschwindigkeit haben wir nicht festgestellt obwohl dort im Sekundentakt hunderte oder tausende von Queries ausgeführt werden.
Mitglied: g0drealm
g0drealm 10.09.2021 um 23:37:14 Uhr
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Danke für die Antworten.

Werde das ISCSI-Ziel am Montag mal als erstes auf den Hyper V Servern einbinden und schauen ob das so funktioniert, wie ich es mir vorstelle face-smile