NetIO-Werte interpretieren
Guten Morgen,
ich habe aus Interesse einfach mal einen Test per NetIO.exe von meiner Workstation zu unserem Windows-Fileserver getestet.
Hardware-Client : Win7; i5-2500; 8GB-RAM; Gbit-Netzwerk von Intel
Server: Virtueller MS 2008R2; 2 Virtuelle Prozessorkerne (Xeon x5650); 4GB-RAM; Hyper-V mit Integrationsdiensten; angeschlossen an V-Switch mit 3 weiteren Servern
Der Test ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Allerdings habe ich ein kleines Problem die "Sache" zu interpertieren.
Was sagen die RX(zurück) bzw. TX(hin) Werte jetzt genau aus?
Prinzipiell: ich sende schneller wie ich empfange.
Frage1: Bedeutet dies jetzt, dass die Netzwerkkonfig schlecht eingestellt ist oder sind die Unterschiede zwischen TX und RX gering genug, um drauf zu schließen, dass es einfach nur daran liegt, dass der Server mehr zu tun hat als auf meinen NetIO-Traffic zu antworten?
Frage2: Ich nehme jetzt einfach mal die beiden niedrigsten Werte (also die mit 1k bytes)
TX=52355 Kbyte/s und RX=52045 KBytes/s
52355 Kbyte sind 418840 Kbit (52355/8=418840)
418840 kbit sind 409 Mbit (418840/1024=409)
52045 Kbyte sind 416360 Kbit
416360 Kbit sind 406 Mbit
Also 409Mbit bzw. 406 Mbit Übertragungsrate.
Kann man das zunächst pauschal so rechnen?
P.S.: Klar, die Werte lassen sich nicht zu 100% auf die täglichen Anwendungsgebiete abbilden, aber ich denke das sie mir zumindest einen groben Stand über die Leistungsfähigkeit des Netzwerks geben.
ich habe aus Interesse einfach mal einen Test per NetIO.exe von meiner Workstation zu unserem Windows-Fileserver getestet.
Hardware-Client : Win7; i5-2500; 8GB-RAM; Gbit-Netzwerk von Intel
Server: Virtueller MS 2008R2; 2 Virtuelle Prozessorkerne (Xeon x5650); 4GB-RAM; Hyper-V mit Integrationsdiensten; angeschlossen an V-Switch mit 3 weiteren Servern
Der Test ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Allerdings habe ich ein kleines Problem die "Sache" zu interpertieren.
Was sagen die RX(zurück) bzw. TX(hin) Werte jetzt genau aus?
Prinzipiell: ich sende schneller wie ich empfange.
Frage1: Bedeutet dies jetzt, dass die Netzwerkkonfig schlecht eingestellt ist oder sind die Unterschiede zwischen TX und RX gering genug, um drauf zu schließen, dass es einfach nur daran liegt, dass der Server mehr zu tun hat als auf meinen NetIO-Traffic zu antworten?
Frage2: Ich nehme jetzt einfach mal die beiden niedrigsten Werte (also die mit 1k bytes)
TX=52355 Kbyte/s und RX=52045 KBytes/s
52355 Kbyte sind 418840 Kbit (52355/8=418840)
418840 kbit sind 409 Mbit (418840/1024=409)
52045 Kbyte sind 416360 Kbit
416360 Kbit sind 406 Mbit
Also 409Mbit bzw. 406 Mbit Übertragungsrate.
Kann man das zunächst pauschal so rechnen?
P.S.: Klar, die Werte lassen sich nicht zu 100% auf die täglichen Anwendungsgebiete abbilden, aber ich denke das sie mir zumindest einen groben Stand über die Leistungsfähigkeit des Netzwerks geben.
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9 Kommentare
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Hi Philipp,
ohne das Startscript ist die Interpretation schwierig.
Wir wissen ja nicht ob voll oder halbduplex gemessen worden ist.
Ausserdem gehen beide Maschinen in die Messung mit ein. Also Unterschiede in der Hardware und im benutzten Betriebssystem können großen Einfluß haben.
Bei TCP wird auch immer auf die Bestätigung des Empfängers gewartet. Bei UDP wird nur zugemüllt.
Also TCP Traffic kann (fast) nie so hoch sein wie UDP TRaffic.
Dann kann auch noch ein Router mit auf der Strecke sein, der z.B: bei kleinen Paketen deutlich mehr Pakete analysieren muss als bei großen.
Gruß
Netman
P.S.: Die Rechnung stimmt.
ohne das Startscript ist die Interpretation schwierig.
Wir wissen ja nicht ob voll oder halbduplex gemessen worden ist.
Ausserdem gehen beide Maschinen in die Messung mit ein. Also Unterschiede in der Hardware und im benutzten Betriebssystem können großen Einfluß haben.
Bei TCP wird auch immer auf die Bestätigung des Empfängers gewartet. Bei UDP wird nur zugemüllt.
Also TCP Traffic kann (fast) nie so hoch sein wie UDP TRaffic.
Dann kann auch noch ein Router mit auf der Strecke sein, der z.B: bei kleinen Paketen deutlich mehr Pakete analysieren muss als bei großen.
Gruß
Netman
P.S.: Die Rechnung stimmt.
Net IO kann man anweisen gleichzeitig oder einseitig zu messen.
Dass die Verbindung vollduplex ist will ich wohl glauben. Das konnte man beinahe an den Messwerten erahnen.
Aber bei der NetIO Messung vollduplex sind natürlich Empfänger und Sender, und damit das OS, besonders belastet, nämlich mit bis zu knapp 2Gigabit/s.
Dass die Verbindung vollduplex ist will ich wohl glauben. Das konnte man beinahe an den Messwerten erahnen.
Aber bei der NetIO Messung vollduplex sind natürlich Empfänger und Sender, und damit das OS, besonders belastet, nämlich mit bis zu knapp 2Gigabit/s.
TX ist der Sendedurchsatz vom Messrechner und RX ist das was er max. Empfangen kann.
Bei Billigswitches ist es in der Regel so das die kleinen Pakete erheblich me Switch (oder Router wenn L3) Performance von der Hardware fordern.
Billigswitche brechen hier meist massiv ein weil sie die HW Performance im Paket Forwarding als Pakete pro Minute schlicht nicht haben !
Bei größeren Paketen gehen einfach bei gleichem Durchsatz weniger Pakete pro Minute über den Draht bzw. Switch. Deshalb ist der Wert dort geringfügig besser.
Bei besserer Hardware sind die RX und TX Werte annähernd gleich...oder sollten es wenigstens.
Die NIC hat natürlich auch einen erheblichen Einfluss. Wenn sie einfach nicht mehr senden kann kann auch der Switch nix mehr ausrichten...logisch !
Du hast deinen Durchsatz mit ca. 400 Mbit/s richtig ausgerechnet.
Für ein GiG Netzwerk ist das ein relativ mickriger Wert der davon zeugt das du eine billige NIC auf einer Seite hast (Server oder Client) wie z.B. eine mit Realtek Chipsatz oder eben einen mickrigen Switch...
Letzteres kannst du verifizieren indem du Client und Server mal mit einem direkcten Crossover Kabel ohne Switch verbindest.
Bei Billigswitches ist es in der Regel so das die kleinen Pakete erheblich me Switch (oder Router wenn L3) Performance von der Hardware fordern.
Billigswitche brechen hier meist massiv ein weil sie die HW Performance im Paket Forwarding als Pakete pro Minute schlicht nicht haben !
Bei größeren Paketen gehen einfach bei gleichem Durchsatz weniger Pakete pro Minute über den Draht bzw. Switch. Deshalb ist der Wert dort geringfügig besser.
Bei besserer Hardware sind die RX und TX Werte annähernd gleich...oder sollten es wenigstens.
Die NIC hat natürlich auch einen erheblichen Einfluss. Wenn sie einfach nicht mehr senden kann kann auch der Switch nix mehr ausrichten...logisch !
Du hast deinen Durchsatz mit ca. 400 Mbit/s richtig ausgerechnet.
Für ein GiG Netzwerk ist das ein relativ mickriger Wert der davon zeugt das du eine billige NIC auf einer Seite hast (Server oder Client) wie z.B. eine mit Realtek Chipsatz oder eben einen mickrigen Switch...
Letzteres kannst du verifizieren indem du Client und Server mal mit einem direkcten Crossover Kabel ohne Switch verbindest.
Nein, es liegt daran das die HW schlappmacht...sind halt billige Customchips die nix kosten dürfen...
Deine Werte sind schon OK. Alles was so ab 850Mbit aufwärts geht ist schon ein sehr guter Wert !
Bei dem VM Test musst du immer aufpassen. Es gibt ja immer den internen V-Switch über den die Pakete müssen und das ist ein Stück Software des VM OSes. Klar das dessen Power noch erheblicher limitiert ist bei kleinen Paketen...deshalb dein mickriger Wert. Bei größeren hat der wenig zu tun...
Nur..Winblows Pakete bewegen sich alle sind der Range 32Byte bis max 256Byte bei SMB/CIFS
Deine Werte sind schon OK. Alles was so ab 850Mbit aufwärts geht ist schon ein sehr guter Wert !
Bei dem VM Test musst du immer aufpassen. Es gibt ja immer den internen V-Switch über den die Pakete müssen und das ist ein Stück Software des VM OSes. Klar das dessen Power noch erheblicher limitiert ist bei kleinen Paketen...deshalb dein mickriger Wert. Bei größeren hat der wenig zu tun...
Nur..Winblows Pakete bewegen sich alle sind der Range 32Byte bis max 256Byte bei SMB/CIFS