menace
Goto Top

Problem bei lokaler IP- bzw. Namensauflösung - immer IPv6 anstatt IPv4

Hallo,

ich habe hier ein Netzwerk mit knapp 70 WIN 7 Clients.
Zudem gibt es einen standalone MS 2012 Server, welcher als Hyper-V Virtualisierungs-Host fungiert. Auf diesem laufen verschiedene VMs, unter anderem auch ein weiterer virtueller 2012 Server, auf dem DNS, DHCP und WINS aktiviert ist. Es handelt sich um lauter standalone Geräte, es gibt keine Domäne.
Im DHCP und DNS ist ausschlielich IPv4 konfiguriert bzw. eingerichtet. Auf allen PCs und VM Servern ist in den Netzwerkkarten Optionen aber das IPv6 Protokoll angehakt, es wurde dort aber nichts konfiguriert. Die Server haben alle statische IPv4 Adressen, die Clients nutzen DHCP.

Das Problem ist nun, dass sowohl bei den Clients als auch bei den Server bei Ping localhost immer ::1 zurückgegeben wird und nicht die IPv4 Adresse.
Pinge ich von einem der Clients z.B. den hostname Server1 an, bekomme ich dessen IPv4 192.168.1.1 zurück. Pinge ich aber auf Server1 den eigenen Hostname Server1 bekomme ich die dort aktuell hierlegte IPv6 Adresse zurück fe80::35e3:f0b2:4d87:9824%10:
Das selbe bekomme ich auch wenn ich von dort server1.domain.local pinge, was auf den DNS eigentlich mit der zugehörigen IPv4 Adresse eingetragen ist.

Was kann ich nun tun, dass die PCs / Server immer die jeweilige IPv4 Adresse zurückgeben bzw. nutzen und nicht die IPv6?
Das IPv6 Protokoll möchte ich nicht deaktivieren, da ich hier schon gelesen hae, dass es dann zu anderen Problemen kommt und dies von MS außerdem nicht erwünscht ist.

Content-Key: 216311

Url: https://administrator.de/contentid/216311

Ausgedruckt am: 03.10.2022 um 11:10 Uhr

Mitglied: Th0mKa
Th0mKa 06.09.2013 um 19:19:44 Uhr
Goto Top
Moin,

Und inwieweit ist das jetzt ein Problem? Funktioniert irgendetwas nicht? Versuche es mal mit "ping -4 localhost".

VG,

Thomas
Mitglied: menace
menace 09.09.2013 um 09:42:07 Uhr
Goto Top
das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass die Namensauflösung zum Teil nicht ordentlich funktioniert.
Auf den Clients läuft eine Software, welche über Port 45540 mit einem Server funktioniert.
Wenn ich auf den Clients einstelle, dass der Server per UDP Broadcast auf 45540 gefunden werden soll, funktioniert alles.
Wenn ich auf den Clients einstelle, dass der Server per fest eingetragener IP gefunden werden soll, funktioniert auch alles.
Wenn ich aber auf den Clients einstelle, dass der Server per Hostname gefunden werden soll, funktioniert nichts. Am Server kommt dann nichts an.

Ich habe hier dann den Verdacht, das irgendetwas auf IPv6 Ebene abläuft, was nicht passt...
Mitglied: Th0mKa
Th0mKa 09.09.2013 um 11:04:34 Uhr
Goto Top
Und was passiert wenn du wie vorgeschlagen "ping -4 server1" in der Kommandozeile eingibst?
Mitglied: aqui
aqui 09.09.2013 aktualisiert um 11:11:31 Uhr
Goto Top
.local in der DNS Rootdomain zu verwenden ist auch nicht wirklich gut, denn das ist ein fest reservierter Domain Name für mDNS.
http://en.wikipedia.org/wiki/Multicast_DNS
("...exclusively resolves host names ending with the .local top level domain (TLD). This can cause problems if that domain includes hosts that do not implement mDNS but can be found via a conventional unicast DNS server !" )
Das es da früher oder später zu DNS Konflikten kommen muss ist dann vorprogrammiert wenn man die TLDs so fehlerhaft setzt !
Sinnvoller ist immer sowas wie .intern usw. zu verwenden was damit nicht kollidiert !
Mitglied: menace
menace 09.09.2013 um 11:22:22 Uhr
Goto Top
Microsoft Windows [Version 6.1.7601]
Copyright (c) 2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

ping server1

Ping wird ausgeführt für server1 [fe80::9575:c2ab:3a4d:fdb0%10] mit 32 Bytes Daten:
Zeitüberschreitung der Anforderung.
Zeitüberschreitung der Anforderung.

Ping-Statistik für fe80::9575:c2ab:3a4d:fdb0%10:
Pakete: Gesendet = 2, Empfangen = 0, Verloren = 2
(100% Verlust),
STRG-C
^C

ping -4 server1

Ping wird ausgeführt für server1 [192.168.1.7] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128

Ping-Statistik für 192.168.1.7:
Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
(0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
Minimum = 0ms, Maximum = 0ms, Mittelwert = 0ms

ping server1.domain.local

Ping wird ausgeführt für server1.domain.local [192.168.1.7] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.1.7: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128

Ping-Statistik für 192.168.1.7:
Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
(0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
Minimum = 0ms, Maximum = 0ms, Mittelwert = 0ms


also, ping hostname gibt IPv6 zurück.
Ping -4 hostname gibt IPv4 IP zurück.
Ping hostname.domain.local gibt IPv4 IP zurück.

komisch, oder?!


Bzgl. der *.local Domain muss ich mir dann nochmals Gedanken machen, ob und wie ich das dann auf *.intern umstelle...