Synology-NAS DS1813+: Lebensdauer des Gerätes?

Hallo Forum!

In unserer Firma nutzen wir ein Synology NAS DS1813+ als zentraler Datenspeicherort.
Konfiguriert ist er als RAID mit Ausfallsicherheit einer Platte.
Die Festplatten habe wir in den letzten Jahren immer wieder ausgetauscht.
Die Daten werden regelmäßig auf andere NAS gesichert.
Das System läuft stabil und wir sind sehr zufrieden.

Nachdem des Gerät aber seit fast 8 Jahren praktisch durchläuft, frage ich mich, ob wir das NAS nicht prophylaktisch austauschen sollten, um einen Ausfall des Gesamtsystems vorzubeugen. Dabei geht es mir nicht um den Ausfall einzelnen Festplatten (die habe wir wie gesagt immer wieder erneuert), sondern des kompletten Gerätes.

Wie lange hält so ein NAS?
Habt ihr da Erfahrungswerte/Empfehlungen?
Würdet ihr nach 8 Jahre auf ein neues System umziehen?

Schon mal vielen Dank für eure Feedback,

VG
Sebastian

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Ausgedruckt am: 17.06.2021 um 19:06 Uhr

Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer aktualisiert am 11.05.2021
Zitat von @Ormenson:

Hallo Forum!

In unserer Firma nutzen wir ein Synology NAS DS1813+ als zentraler Datenspeicherort.
Konfiguriert ist er als RAID mit Ausfallsicherheit einer Platte.
Die Festplatten habe wir in den letzten Jahren immer wieder ausgetauscht.
Die Daten werden regelmäßig auf andere NAS gesichert.
Das System läuft stabil und wir sind sehr zufrieden.

Nachdem des Gerät aber seit fast 8 Jahren praktisch durchläuft, frage ich mich, ob wir das NAS nicht prophylaktisch austauschen sollten, um einen Ausfall des Gesamtsystems vorzubeugen. Dabei geht es mir nicht um den Ausfall einzelnen Festplatten (die habe wir wie gesagt immer wieder erneuert), sondern des kompletten Gerätes.

Wie lange hält so ein NAS?
Habt ihr da Erfahrungswerte/Empfehlungen?

So zwischen 1/2 Jahr und 12 Jahren.Zumindest ist das älteste NAS, das noch produktiv bei meinen Kunden ist, so alt

Würdet ihr nach 8 Jahre auf ein neues System umziehen?

Kommt drauf an, welche Verfügbarkeit ihr braucht. Und wie schnell ein neues hochgezogen werden kann.

Wenn ihr ein Bus zwei Tage "durchhaltet" kann man durchaus das Ding noch weiterlaufen lassen. Oder ihr besorgt ein neues und behaltet das alte in der Hinterhand.

Nachtrag: Wenn es mein NAS wäre, würde ich ein neues anschaffen und das dann zum Haupt-NAS machen und das "alte" als Backup im Betrieb beibehalten mit mindestens einer täglichen Synchronisation, ggf. etwas sogar mehrmals am Tag.


lks
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 am 11.05.2021
Technisch würde ich dem Gerät durchaus zutrauen das es sehr langlebig ist, Abschätzen kann ich das allerdings nicht. Eine Zahl kann dir da keiner dran machen aber auch ein Neugerät kann nach 2 Jahren kaputt gehen.

Die meisten Leute setzen einfach die Kosten für ein Neugerät gegen das Risiko für Ausfallzeiten, was durchaus sinnvoll sein kann. Du brauchst aber in jedem Fall einen Notfallplan was zu tun ist wenn das Gerät ausfällt, alt oder neu, und natürlich eine Datensicherung (RAID ist keine Datensicherung). Ich würde tatsächlich ein Neugerät anschaffen und darauf 1:1 replizieren damit im Schadensfall das jeweils andere Gerät mit kleinem Aufwand übernehmen kann.
Mitglied: nixwissender
nixwissender aktualisiert am 11.05.2021
wir nutzen ebenfalls ein nas, welches bereits seit einigen jahren im betrieb ist, zur datensicherung (nicht nur der virtuellen maschinen). auch mussten bereits einige platten gewechselt werden. aber wir haben ein weiteres nas im nachbargebäude im einsatz, auf das die daten quasi gespiegelt werden.

und solange das nas problemlos läuft, wird auch nichts ausgetauscht!
Mitglied: Ormenson
Ormenson aktualisiert am 11.05.2021
Datensicherungen gibt es mehrere, u.a. ein NAS, auf das ich bei einem Ausfall mit ca. 2-3 Std. Zeitaufwand (und bei dann verminderter Zugriffsperformance) umschalten kann und dass zumindest den Datenbestand von gestern Abend enthält.

Der Ausfall an sich ist also abgesichert. Lästig und mit einem geringe Datenverlust wäre es aber verbunden...
Mitglied: NordicMike
NordicMike am 11.05.2021
Reicht denn noch die Performance? Davon würde ich es abhängig machen. Der DS1813+ ist nicht so schnell, wie heutige SSDs im Raid. Aber wenn er performancetechnisch nicht ausgereizt ist, würde ich sagen, lass ihn noch eine Weile weiter laufen.
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 aktualisiert am 11.05.2021
Zitat von @Ormenson:

Datensicherungen gibt es mehrere, u.a. ein NAS, auf das ich bei einem Ausfall mit ca. 2-3 Std. Zeitaufwand (und bei dann verminderter Zugriffsperformance) umschalten kann und dass zumindest den Datenbestand von gestern Abend enthält.

Der Ausfall an sich ist also abgesichert. Lästig und mit einem geringe Datenverlust wäre es aber verbunden...
Klar den Datenverlust hat man beim Umstieg auf das Backup, das ist ein vertretbares Risiko. Wichtig ist das es so eine Möglichkeit gibt und man nicht auf die Lieferung von Ersatz binnen wenigen Stunden angewiesen ist.

Natürlich könnte ein Techniker eventuell die Platten in einem anderen Gerät wieder zum Leben erwecken, aber das kostet auch Zeit und sollte dann eher parallel laufen.

Ich würde die alte Hardware auch belassen wenn es keine Geschwindigkeitsprobleme gibt und die Software noch Updates bekommt. Mein Bauch sagt mir immer was schon lange gelaufen ist hält vermutlich auch noch lange. Du könntest mal eine Sichtkontrolle des Inneren machen und z.B. nach aufquellenden Kondensatoren, Verfärbungen, Rost (Gott bewahre), usw. auf dem Board schauen. Hat das Ding einen Akku für den RAID-Cache?

PS: Auch mal ins Netzteil leuchten aber bitte nicht auf machen wenn das komplex wird oder Siegel dafür aufgemacht werden müssen.
Mitglied: Visucius
Visucius am 12.05.2021
Zitat von @ukulele-7:

Natürlich könnte ein Techniker eventuell die Platten in einem anderen Gerät wieder zum Leben erwecken, aber das kostet auch Zeit und sollte dann eher parallel laufen.

Das ist vermutlich der Punkt. Könntest Du die Platten einfach eins neue NAS schubsen? Wenn überhaupt, dann wohl nur bei halbwegs aktuellen System-Versionen. Und dann ist eher die Updatefähigkeit der limitierende Faktor.
Mitglied: Coreknabe
Coreknabe am 12.05.2021
Moin,

wir setzen seit Jahren Synology ein und sind sehr zufrieden damit. Dass Synology Consumer-Produkte anbietet, stimmt nur bedingt (s. RS-Serie), auch würde ich daraus keine kürzere Halbwertszeit ableiten. Wir haben Synology-Geräte seit 2009 im Einsatz (aktuell DS218, DS1517+, DS1817+, RS3617xs+), in der gesamten Zeit hatte ich genau einen Hardware-Ausfall der DS-Serie.

Ich würde nach 8 Jahren empfehlen, ein neues Gerät anzuschaffen und das alte weiter für Backups / Remotesnapshots (!) nutzen. Clustering geht meines Wissens nur mit zwei identischen Geräten, auch ist das eher ein Pseudo-Cluster.
Willst Du die Daten übernehmen, die Platten einfach in die neue Synology schubsen:
https://dennisvitt.de/synology-auf-neues-modell-migrieren-migration-oder ...

Auch gehöre ich zu denjenigen, die an Geschwindigkeitsverluste (in relativ geringem Ausmaß) aufgrund von Hardware-Alterung glauben :-) face-smile Ohne das belegen zu können. In jedem Fall steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit natürlich mit zunehmendem Alter.

Gruß
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 am 14.05.2021
Selbst wenn ich ein baugleiches Gerät bereits hätte wäre ich doch immer sehr in Sorge das ein Umbau der Festplatten in Datenverlust endet. Daher würde ich das nie unter Zeitdruck machen und eigentlich auch nicht nach try-and-error sondern erstmal irgendwie testen wollen.
Mitglied: Coreknabe
Coreknabe am 14.05.2021
Selbst wenn ich ein baugleiches Gerät bereits hätte wäre ich doch immer sehr in Sorge das ein Umbau der Festplatten in Datenverlust endet. Daher würde ich das nie unter Zeitdruck machen und eigentlich auch nicht nach try-and-error sondern erstmal irgendwie testen wollen.

Natürlich sollte das nicht die letzte Verteidigungslinie sein. Sowas mache ich nur, wenn ich die Daten noch wo anders gesichert habe. Und wenn das unter Zeitdruck zu geschehen hat, ist bereits vorher einiges schiefgelaufen.
Die eigentliche Datenübernahme (Festplatten in andere Synology ohne Datenverlust) habe ich schon 2x gemacht, ging absolut problemlos.
Mitglied: C.R.S.
C.R.S. am 11.05.2021
Hi,

Synology ist Consumer-Hardware, in dem Fall was die Bauform angeht und generell hinsichtlich Design und Produktionsbedingungen, z.B. preisbedingte Wechsel der elektrischen Bauelemente. Bei Consumer-Hardware ist es noch unwahrscheinlicher als sonst, dass sie einer definierten Lebenserwartung gerecht wird und die Streuung sehr hoch. Insofern bringt ein zeitbasierter Tausch gegen ein vergleichbares Produkt nichts außer das Risiko, ein Gerät mit geringerer Lebenserwartung zu erhalten.
Ich würde tauschen, wenn es nötig ist, und dann bei Bedenken in der Richtung gleich einen baugleichen Ersatz bereitstellen oder für Clustering verwenden.

Grüße
Richard
Mitglied: Visucius
Visucius am 11.05.2021
Verstehe den Ansatz irgendwie nicht?!

Ausfallen kann das Ding doch immer - unabhängig vom Alter? Neben den (gespiegelten) Platten, wegen Stromschlag, Motherboard oder Netzteil …

Ersatz mit Konfiguration wird wohl 1-2 Tage in Anspruch nehmen (inkl. Lieferung).

Wie habt Ihr Euch denn bisher diese Überbrückung vorgestellt? Und wenn die zumindest „krückenmäßig“ läuft, kann das NAS doch auch laufen bis zum umfallen?

Jedes „zu früh“ gekaufte IT-Gerät ist alleine schon auf Grund der schnellen Weiterentwicklung ein unnötiges Kostengrab.
Mitglied: Ormenson
Ormenson vor 20 Tagen
Vielen Dank Leute für das Feedback!

Der Hinweis, dass ein Neugerät ja auch schnell kaputt gehen kann und das ein Geräte, das schon lange fehlerfrei läuft wahrscheinlich auch noch länger funktioniert, hat mich erstmal überzeugt.
(Hatte gerade ein Outdoor-Tablet für teuer Geld gekauft, dass nach nicht mal 6 Wochen ein neues Mainboard gebraucht hat....)

Da wir mit der Zugriffs-Performance noch zufrieden sind, werden wir unser altes NAS noch weiter laufen lassen.
Backups und Ausweich-Geräte sind ja vorhanden.

VG
Sebastian
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 vor 17 Tagen
Zitat von @Ormenson:

Backups und Ausweich-Geräte sind ja vorhanden.
Das ist erstmal entscheidend.
a) Alle Daten können wiederhergestellt werden
b) Es gibt Ersatzhardware
c) Du hast einen Notfallplan
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