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Anschaffung neue USV

Mitglied: nachgefragt

nachgefragt (Level 1) - Jetzt verbinden

03.06.2020 um 09:54 Uhr, 571 Aufrufe, 30 Kommentare, 3 Danke

Hallo Administratoren,

für das Thema hätte ich gern Eure Meinungen.

Wir haben bisher USV Einheiten (APC mit PowerChute) welche die Anforderungen nicht mehr erfüllen, d.h. Kapazität und Leistung unzureichend sind/werden. Diese werden aber weiterhin mit neuen Akkus versorgt und für Testsyteme, NAS, Switche,... verwendet, ohne jegliches Management dahinter (nicht notwendig).

Anforderung
Gesucht wird eine neue USV für (gekürzt, aufgerundet und vereinfacht):
  • 5x HPE Server: 2x 800W
  • 1x Core-Switch: 2x 250W
  • 1x gepl. Storage: 2x 800W

Setup
Es handelt sich dabei um eine Hyper-V Umgebung:
  • Die HOST-Systeme sollten ca. nach 10 Minuten den Befehl zum Herunterfahren bekommen.
  • Ich rechne damit das ein Heruntrfahren ggf. auch mal 30 Minuten dauern kann (Windows Update,...)
  • Eine Reihenfolge zum Herunterfahren der VMs sollte definiert werden können.

Sonstiges
Themen zur Stromversorgung im Haus deckelt unser Facilitymanagement.
Platz ist vorhanden, d.h. die Höheneinheiten spielen keine Rolle.

Fragen
Welche Fragen solle ich mir noch zum Thema Storage stellen?
Wie berechne ich eine realistische Leistung?
Wie berechne ich eine realistische Kapazität?
Welche zyklischen Aufgaben habt ihr (Kalibrierungstest 2x pro Jahr neben dem Selbsttest,...)?
Wie sind eure Erfahrungen mit PowerChute?

Vielen Dank für Eure Erfahrungswerte!
30 Antworten
Mitglied: BernhardMeierrose
03.06.2020 um 10:10 Uhr
Moin,

ich würde immer grundsätzlich dazu raten, die Tools von APC zu nutzen, um passende Modelle zu finden. Gerade weil viele Menschen immer noch von den VA-Angaben irritiert sind und zur Verlängerung der Laufzeit lieber eine dickere USV kaufen statt ein Batterie-Pack dranzuklemmen.

Mir ist so, als hätte es vor ein paar Wochen einen Thread zum autmatischen Herunterfahren unter Hyper-V gegeben, dass man da die Reihenfolge zum Herunterfahren nicht einstellen kann - aber kann mich auch irren.

Als zyklische Aufgabe würde ich immer einen sog. Schwarzfall empfehlen. Also unter kontrollierten Bedingungen Sicherung raus und USV anspringen lassen, abwarten bis alle Maschinen heruntergefahren sind und die USV leer ist. Dann anschalten und hochfahren.
Men lernt jedes mal was neues über seine Infrastruktur

Gruß
Bernhard
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Mitglied: godlie
03.06.2020, aktualisiert um 10:12 Uhr
Hallo,

also rein gefühlsmäßig wirst du bei einer "Herunterfahrzeit" von 30 Minuten um ein Dieselaggregat nicht rumkommen bei den Leistungsspecs.
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Mitglied: chiefteddy
03.06.2020 um 10:13 Uhr
Hallo,

jeder renomierte Hersteller von USV-Systemen bietet Berechnungs-/Auswahl-Tools für seine USVen an (APC zB. hier: https://www.apc.com/shop/de/de/tools/ups_selector/ ).

Wenn dir das nicht reicht, hänge ein Energie-Meßgerät in die Zuleitung der Geräte und ermittle über einen gewissen Zeitraum den Energieverbrauch, incl. Spitzen.

Zyklische Aufgaben: Kalibrierungstest alle 1/2 Jahr, Selbsttest monatlich.

Beachte: Aus redundanzgründen sind alle Geräte mit 2 Netzteilen an 2 unterschiedlichen (baugleichen) USVen angeschlossen. So ist sichergestellt, dass bei einem Test oder Akkutausch die Geräte weiter versorgt werden.

PowerChute tut was es soll und ist nicht besser oder schlechter als andere Tools.

Jürgen
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Mitglied: nachgefragt
03.06.2020 um 10:26 Uhr
Zitat von BernhardMeierrose:
ich würde immer grundsätzlich dazu raten, die Tools von APC zu nutzen, um passende Modelle zu finden. Gerade weil viele Menschen immer noch von den VA-Angaben irritiert sind und zur Verlängerung der Laufzeit lieber eine dickere USV kaufen statt ein Batterie-Pack dranzuklemmen.

Vielen Dank Bernhard,
mit Erhöhung der Kapazität, also ein Batterie-Pack dranzuklemmen, kommen wir wahrscheinlich nicht mehr hin. Wir müssen auch die Leistung (Watt) erhöhen.
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Mitglied: BernhardMeierrose
03.06.2020 um 10:31 Uhr
Zitat von chiefteddy:
Beachte: Aus redundanzgründen sind alle Geräte mit 2 Netzteilen an 2 unterschiedlichen (baugleichen) USVen angeschlossen. So ist sichergestellt, dass bei einem Test oder Akkutausch die Geräte weiter versorgt werden.

Moin
Akkutausch habe ich schon in der 90ern Hot-Swap gemacht, da gibt es keine Unterbrechung. Und wenn in den 60 Sekunden die man für den Akkutausch braucht zufällig gerade der Strom ausfällt: Auf zur Lotto-Annahmestelle

Redundanz ist trotzdem sinnvoll, falls mal eine USV einen Defekt hat. Da wird nur die Konfiguration spannend weil die Akkus verschieden schnell entleert werden. Aber das kann die APC-Appliance.

Gruß
Bernhard
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Mitglied: manuel-r
03.06.2020, aktualisiert um 10:41 Uhr
also rein gefühlsmäßig wirst du bei einer "Herunterfahrzeit" von 30 Minuten um ein Dieselaggregat nicht rumkommen

Bei weitem nicht. Wir haben eine Jovistar Plus mit 15 kVA. An der hängen 8 Bleche, 2 SAN, 2 NAS, 1 TKA, diverse Switche und ein bisschen Kleinkram. Die Autonomiezeit liegt bei uns - mit zusätzlichem Akkuschrank - bei getestet etwa 200 Minuten bis zum Shutdown mit etwa 35-40% Last.
Das Teil war insgesamt vom Preis etwa dort was ich für mehrere Rack-USVs mit vergleichbarer Gesamtleistung hätte zahlen müssen hat aber weitaus längerere Autonomiezeit.

Manuel
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Mitglied: beidermachtvongreyscull
03.06.2020 um 12:40 Uhr
Danke dafür!
Ich schau auch nach einer Neuen.
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Mitglied: chiefteddy
03.06.2020 um 14:47 Uhr
Hallo,

dass der Akkutausch Hot-Swap geht, weiß ich, Ich dachte auch eher an Kalibrierung und andere Tests. Auch an Wartungsarbeiten am Stromnetz bzw. entsprechend vorgeschriebene Revisionen.
Ich habe in meinem Serverraum 3 getrennte Einspeisungen, auf 2 sind die redundanten USVs verteilt. auf der dritten "hängt" Licht, Alarmanlage usw.

Jürgen
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Mitglied: manuel-r
03.06.2020 um 15:02 Uhr
Ich dachte auch eher an Kalibrierung und andere Tests. Auch an Wartungsarbeiten am Stromnetz bzw. entsprechend vorgeschriebene Revisionen.

Dafür habe ich an meiner Anlage extra einen Bypass. Wenn die Anlage mal bspw. wegen Defekt ausgetauscht werden sollte oder wenn die regelmäßige Prüfung ansteht wird der einfach aktiviert. Dann hängt der komplette Serverraum ohne USV direkt am Netz und die USV ist eingangsseitig stromlos und ausgangsseitig von der Verkabelung in Richtung Technik getrennt.
Während der Arbeiten ist in der Konfiguration natürlich "Daumen drücken" angesagt. Wenn man es richtig gut machen will nimmt man dann zwei USV mit jeweils eigenem Bypass, dann kann man eine abschalten während die andere die Technik versorgt und umgekehrt.

Kostet dann halt auch das doppelte
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Mitglied: maretz
03.06.2020 um 16:51 Uhr
Zitat von chiefteddy:

Beachte: Aus redundanzgründen sind alle Geräte mit 2 Netzteilen an 2 unterschiedlichen (baugleichen) USVen angeschlossen. So ist sichergestellt, dass bei einem Test oder Akkutausch die Geräte weiter versorgt werden.

Das kommt ein wenig auf die Umgebung an - und auch auf die Lizenz (kA ob APC das im Standard drin hat). Denn sonst muss man hier vorsichtig sein. 2 unterschiedliche USVs an selber Stromversorgung/Sicherungskreis is genauso sinnlos (ich mache z.B. idR. 1x nur auf normal-Strom, 1x auf UPS - das macht bei meiner Umgebung mehr Sinn). Wenn man mit 2 USVen die an verschiedenen Sicherungen hängen muss man eben dafür sorgen das die Shutdown-Software auch davon weiss... Nich das eine USV leer läuft weil Abends die Sicherung geflogen ist und die alles runterfährt obwohl die 2te noch wunderbar alles machen kann...

Leider hab ich schon gesehen das Experten das eben nich beachtet haben und die Kisten beim ersten Zucken der USV panisch runtergefahren sind - obwohl es da keinen Grund für gab ;). Leichter Test: Wenns eingerichtet is am WE oder wenn nix los is einfach mal eine USV vom Netz nehmen ...
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Mitglied: BernhardMeierrose
03.06.2020 um 18:01 Uhr
Zitat von maretz:
(ich mache z.B. idR. 1x nur auf normal-Strom, 1x auf UPS - das macht bei meiner Umgebung mehr Sinn).

Moin,
dann solltest Du aber einen Überspannungsschutz zwischen den Normalstrom und Deine Systeme setzen.

Gruß
Bernhard
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Mitglied: maretz
03.06.2020 um 22:10 Uhr
Warum? Das hängt ja nunmal von der Umgebung ab... und ich brauche mir an der Stelle nich mal um nen Blitzschlag sorgen machen :D
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Mitglied: chiefteddy
04.06.2020 um 09:44 Uhr
Hallo,

Überspannungsschutz hat nichts mit Blitzschutz zu tun!!

Blitzschutz ist der Blitzableiter und der Erder, an dem er angeschlossen ist.

Überspannungsschutz ist, wie der Name schon sagt, der Schutz vor Überspannungen, die im Stromnetz auftreten können. Die Überspannungen können durch einen Blitzeinschlag in der Umgebung (1-2km Umkreis, Stichwort Spannungstrichter und Induktion) oder durch Schalthandlungen im Stromnetz (Zu- oder Abschalten großer Verbraucher, Kurzschluß in benachbarten Stromkreisen, Schalthandlungen der Energieversorger usw.) ausgelöst werden. Letztere Ursachen sind viel häufiger als ein Blitzeinschlag. Davor Schützt ein Überspannungsschutz (-konzept)!

Und der Überspannungschutz besteht nicht nur aus einer USV mit integriertem Überspannungsschutz oder einer entsprechenden Steckdose(n-Leiste). Um es mit der alten Bezeichnung darzustellen: Du brauchst Grob- (an der Hauseinspeisung), Mittel- (in der Unterverteilung) und Feinschutz (am Gerät). Ersteres ist mittlerweile per Norm bei allen Neubauten vorgeschrieben (Also nix mit "Das hängt ja nunmal von der Umgebung ab..."). "Mittel-" und "Fein-" Schutz sollte aber im IT-Umfeld gängige Praxis sein ("Feinschutz" ist ja meist durch eine USV bereits vorhanden).

Jürgen
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Mitglied: maretz
04.06.2020 um 12:52 Uhr
Ok - nur das mein "Neubau" nicht am Stromnetz hängt... es is nen Schiff mit eigenen Generatoren...
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Mitglied: chiefteddy
04.06.2020 um 13:27 Uhr
es is nen Schiff mit eigenen Generatoren...

Hallo;

aber auch da ist Überspannungsschutz sinnvoll und notwendig. Schaltvorgänge können auch in einem Insel-Netz Überspannungen erzeugen.

Jürgen
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Mitglied: maretz
04.06.2020 um 15:21 Uhr
Ja - nur um das kümmert sich nicht die IT da es eben im gesamten Bereich ist (und die IT-Schäden da noch so ziemlich das kleinste Übel wären). Aber deshalb ist es da eben auch mal sinnvoller keine 2te USV zu nehmen sondern dafür den passenden Stromkreis zu wählen (gibt da ja div.).

Ansonsten wäre es so als wenn du davon ausgehst das sich die IT-Abteilung eines kleinen Büros um den Überspannungsschutz in nem ganzem Bürokomplex kümmert - da wirst du auch annehmen müssen das eben "andere" ihren Job erledigt haben. DU selbst hast da auch idR. max. Einfluss auf deinen Sicherungskreis
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Mitglied: chiefteddy
04.06.2020 um 17:52 Uhr
Ansonsten wäre es so als wenn du davon ausgehst das sich die IT-Abteilung eines kleinen Büros um den Überspannungsschutz
in nem ganzem Bürokomplex kümmert

Hallo,

der Leiter der IT ist selbstverständlich auch für die sicherstellung der Stromversorgung zuständig! Das er die Kabel nicht selber legt und anschließt, dürfte sich ja von selbst verstehen. Er muß aber im Rahmen eines Pflichtenheftes/ Anforderungskatalog festlegen, welche Bedingungen die Stromversorgung am Übergabepunkt erfüllen muß.

Und sich nur darauf zu verlassen, dass "eben "andere ihren Job erledigt haben. ", ist in diesem Zusammenhang wohl etwas leichtsinnig.

(und die IT-Schäden da noch so ziemlich das kleinste Übel wären)

Das ist sicher Ansichtssache: Eine Bank überlebt einen Totalausfall seiner IT keine 24h, ein großer bayrischer Autohersteller hatte vor vielen Jahren mal durch einen Konfigurationsfehler den Ausfall der "Bank-PCs" (das sind die PCs, mit denen man im Autohaus die Kreditabfrage beim Kauf macht) zu beklagen. Es konnten weltweit einen halben Tag lang keine Autos verkauft werden: Schaden in Millionenhöhe. So kann man das sicher endlos fortsetzen. Und wenn ein Versicherungsmakler wegen "abrauchen" seines Laptops nicht mehr an seine Mails und den Terminkalender rankommt, ist der auch nicht sehr glücklich.

Und sich dann als IT-Verantwortlicher hinzustellen und zu sagen, der Strom kommt aus der Steckdose und wie der da rein kommt, ist nicht meine Sache, ist wohl etwas kurzsichtig.

Jürgen
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Mitglied: maretz
04.06.2020 um 18:15 Uhr
Ich merke schon - das „vom Anwendungsfall abhängen“ ist nicht so einfach zu verstehen... Bei einer Bank oder einem Autohaus ist das eben was anderes - beim Schiff könnte es aber sein das ein Ausfall der IT zwar sicher nervig ist, der Ausfall vom Radar, von Kamara-Systemen oder Steuerungen eine andere Prio haben. Aber klar - aufm Papier wird jeder IT-Leiter das alles geprüft haben oder Anforderungen für sowas erstellen. Irgendwie habe ich da meine Zweifel... Aber das ist wie vieles - aufm Papier is alles ganz toll, ganz wichtig und ganz dringend (und je nachdem aus welchem Fachgebiet der beurteilende kommt umso wichtiger sogar). Nur wenns dann in die Realität kommt siehts anders aus..
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Mitglied: chiefteddy
04.06.2020 um 18:36 Uhr
Hallo,

ich war bis jetzt der Meinung, dass in der heutigen Zeit Radar, Kamera-Systeme oder Steuerungen nicht ohne Rechner (im weitesten Sinne) funktionieren. Und das in der Regel auch vernetzte System sind. Und dass, wenn du von IT auf einem Schiff sprichst, nicht das Gaming-Notbook vom Bootsmann gemeint ist.

Ich komme aus der Industrie-Automatisierung und weiß, dasss die ohne klassische IT heute keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. Deshalb sehe ich das klassische IT-Umfeld vielleicht mit etwas anderen Augen. Ich bin der festen Überzeugung, dass einem ITler, der sich mit Hardware, RZ-Betrieb und Netzwerktechnik beschäftigt, eine gewisse elektrotechnische Grundausbildung nicht zum Schaden gereichen würde.
Ansonsten ist das Gebiet USV und Stromversorgung das klassische Tätigkeitsfeld des IT-Systemelektronikers, der leider viel zu wenig ausgebildet wird.

Jürgen

PS. Das man seine Systeme durchaus mal einem harten Realitätscheck unterziehen sollte (Sicherung abschalten), ist hier ja schon angemerkt worden.
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Mitglied: maretz
04.06.2020 um 19:45 Uhr
Radar usw. IST idr. schon aufm Rechner, aber der steht ja nich im Serverraum... Und je nach Kostenfaktor gibt es da bei der Ausstattung natürlich auch „von-bis“ was die Qualität des Rechners angeht. Da gibt es ja durchaus auch den Fall das der irgendwo an der Notstromversorgung hängt - und die is dann eh anders gespeist ODER das der eben hinter ner eigenen USV hängt... (bzw. gerne auch „und“ statt oder)

Natürlich hängt es dann auch wieder von der Grösse ab - bist du in nem grossen Konzern da hast du ggf. die entsprechenden Leute. Der grosse Teil im Mittelstand hat ja doch eher reine ITler (mehr oder weniger vom Fach) - da würde ich auf sowas also nich lang hoffen...
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Mitglied: Fabezz
04.06.2020 um 20:21 Uhr
Hi,
fahren mit dem Hersteller CyberPower ganz gut bei unseren kleineren Kunden was bei deinen Angaben entsprechen würde.

Hier nach deinen Specs mal eine:
https://www.cyberpower.com/de/de/product/sku/OL10000ERT3UP

Günstig und tut was sie soll.
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Mitglied: nachgefragt
05.06.2020 um 09:45 Uhr
Vielen Dank, der Diskussion hatte ich gefolgt. Für mich interessant, da ich mir in der Angebotsphase "keine Bären ausbinden" lassen möchte.

Die Frage ist noch offen: Wie berechne ich eine realistische Leistung?

Gerade die Leistung spielt eine Rolle beim Kauf wenn man den APC Kalkulator nutzt, z.B.: 11.000 Watt
https://www.apc.com/shop/de/de/tools/ups_selector/server/load/recommenda ...

Ich gehe aber nicht davon aus, dass die zwei redundanten Netzteile je Server immer zu je 800W laufen, sondern einfach großzügig berechntet worden. Gibt es eine Software (von HPE) welche die Auslastung eines Netzteils anzeigt?

Wenn quasi doch immer nur ein Netzteil läuft, dass wäre nur halb soviel Leistung nötig, richtig?
https://www.apc.com/shop/de/de/tools/ups_selector/server/load/recommenda ...
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Mitglied: maretz
05.06.2020 um 09:55 Uhr
Also - 2 Redundante Netzteile sollten NIE beide mit voller Leistung laufen... Was soll wohl "Redundant" bedeuten? Wenn eins ausfällt is das kein Problem, läuft halt das zweite! Wenn du beide auf volllast hast ist es eben nicht redundant, fällt eins aus hast du keinen Strom mehr und ruhe is...
Und normal läuft selbst 1 NT nich auf Anschlag, das kannst du aber nich einfach ausrechnen da du ja auch noch Verluste hast (das was du als Wärme merkst). Daher kannst du entweder messen oder nimmst halt die Max. Leistung ...

Bei Geräten mit 2+ Netzteilen sollten die aber ja auch nich auf derselben Versorgung hängen (dann wäre redundanz auch wieder ziemlich sinnlos). Ob du jetzt 2 USVen nimmst oder 1x "Wand", 1x"USV" ändert da erst mal nix, für deine USV rechnest du ja was da drauf hängt. Wenn du also z.B. nen Server hast der 2x 800W hat, dabei 1x auf USV1, 1x auf USV2 -> dann muss halt jede USV 800W geben können und du musst nur überlegen wie lang du den halten willst. Dabei würde ich persönlich immer das max. rechnen - d.h. du wirst ja ggf. Geräte haben die nur 1 Netzteil haben -> das würde ich dann für beide USVen rechnen (falls eine kaputt geht hängst du es ja dann mit auf die zweite).

Eine Sache noch -> du musst halt auch gucken was deine USV als EINGANG hat. Es bringt dir nix wenn du da ne 10 kVA reinhängst, alles anklemmst und plötzlich feststellst das du mit deinen 16A-Sicherungen nicht weit kommst... Es gibt eben auch USV'en die da mehr nehmen - dann müsstest du dir vom örtlichen Kabelmenschen noch so ein wenig Strom hinlegen lassen...
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Mitglied: BernhardMeierrose
05.06.2020 um 10:39 Uhr
Moin

bei Redundanzen spricht man immer von n+m-Redundanz.
n= die Anzahl der Systeme, die für den Betrieb notwendig sind
m= die Ersatz-Einheiten
3+2-Redundanz wäre, dass man 3 Netzteile benötigt und 2 in Reserve hat
Bei Raid 5 hat man z.B. eine n+1-Redundanz ( n Nutzplatten und 1 die ausfallen darf) - kann man bei RAID durch Hot-Spares erweitern

So, deine 2 HP-Netzteile stellen eine 1+1 Redundanz dar. 1 Netzteil im Betrieb, das zweite wartet auf den Ausfall von Nummer 1 - ganz grob gesprochen. Es gibt durchaus Systeme, da wird zwischen den beiden Redundanz-Partnern aktiv hin- und hergeschwenkt ( bei Klimageräte sehr beliebt damit die in Bewegung bleiben)
Für die Kalkulation kannst Du also das zweite Netzteil gedanklich aus der Berechnung nehmen. Sowieso würdest Du ja nicht beide Netzteile an die eine USV hängen sondern das zweite Netzteil entweder an eine zweite USV oder an einen Überspannungsschutz.
Über den Daumen gepeilt kommt da eine 8000er USV mit ein paar Zusatz-Akkus raus. Die meiste Zeit werden Deine Server sicherlich weniger als 800W pro Einheit brauchen aber hier näht man besser nicht zu sehr auf Kante.
Überleg auch, was da in den nächsten Jahren noch an Verbrauchern dazu kommen kann. USVs wollen zwar regelmäßig gewartet werden und gelegentlich neue Akkus aber die werden nicht alle 3-4 Jahre ausgetauscht wie man es in der IT sonst gerne macht.

Gruß
Bernhard
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Mitglied: chiefteddy
05.06.2020 um 13:15 Uhr
Hallo,

wenn du redundante Netzteile hast, muß jedes alleine genügend Leistung abgeben, um auch bei Ausfall eines Netzteils das System am laufen zu halten.

Also, wenn dein System in der Spitze 800 Watt benötigt, brauchst du 2 Netzteile a >800 Watt. Die davorgeschalteten USVen müssen aber jede für sich maximal >800 Watt liefern. Egal ob Netzteil 1 alleine 800W zieht oder Netzteil 2 oder jedes 400W.

Wenn du die (sichere) Dimensionierung der USV nicht mit der maximalen Last machen willst (was sinnvoll ist), mußt du, wie ich schon oben schrieb, mit einem Energiemessgerät eine Langzeitaufzeichnung (empfohlen 1 Monat) machen und auswerten.

Ich rate aber dringend dazu, die Max-Werte der Netzteile als Grundlage zu nehmen. Erstens hat der Hersteller ja bewußt die Netzteilgröße festgelegt, weil es einen Betriebszustand gibt, der diese Leistung abfordert und dann darf die USV nicht Überfordert sein. Und zweitens altern die Akkus ja über die Betriebszeit und dann ist die vermeintliche Überdimensionierung eine willkommene Absicherung gegen diese Leistungs-/Kapazitäts-Minderung durch Alterung.

Jürgen
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Mitglied: BernhardMeierrose
05.06.2020 um 13:50 Uhr
Ich nochmal

wo man ggf. etwas tiefer stapeln kann ist die Kalkulation der Akku-Laufzeit. Es ist ja nicht davon auszugehen, dass die Server nach dem Stromausfall 30 Volllast fahren. Aber da musst Du selber abschätzen, wie Eure Server sich dann verhalten. (aber auch in Betracht ziehen, dass der Strom bei laufendem Backup ausfallen kann, wo viel Traffic herrscht)

Gruß
Bernhard
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Mitglied: nachgefragt
08.06.2020 um 09:48 Uhr
Zitat von Fabezz:
fahren mit dem Hersteller CyberPower ganz gut bei unseren kleineren Kunden was bei deinen Angaben entsprechen würde.
Vielen Dank für den Beitrag, habe ich zwar noch nie angeboten bekommen, aber danke für die Information.
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Mitglied: nachgefragt
08.06.2020 um 09:51 Uhr
Zitat von maretz:
Was soll wohl "Redundant" bedeuten? Wenn eins ausfällt is das kein Problem, läuft halt das zweite!
Genau, ich denke 800W ist allein schon viel. Da müssten lt. Rechnung alle Festplatten (24 + x) verbaut sein und man hat immernoch Puffer.
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Mitglied: nachgefragt
08.06.2020 um 10:01 Uhr
Zitat von chiefteddy:
Erstens hat der Hersteller ja bewußt die Netzteilgröße festgelegt, weil es einen Betriebszustand gibt, der diese Leistung abfordert und dann darf die USV nicht Überfordert sein.
Hallo Jürgen,
nicht ganz, die Server (z.B. HPE ProLiant DL380 Gen10 Server) wurden mit 500W pro Netzteil gelistet. Ich wollte wissen welches Netzteil ich benötigen würde, im Falle ich würde den Server voll mit Festplatten bestücken. Mir wurde dann ein 800W Netzteil empfohlen, der Aufpreis war marginal, daher habe ich nun 2x 800W drin.

Ich lasse den genauen Verbrauch besser nochmal analysieren, da es um einige 1.000€ Unterschied geht.
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Mitglied: chiefteddy
08.06.2020 um 11:25 Uhr
Hallo,

wenn du planst, den Server voll auszubauen und dann sind 800W Netzteile erforderlich (laut Hersteller), ist es ja völlig richtig, die dann auch einzubauen. Dann muß aber auch die USV 800W liefern können! Sonst macht das ja keinen Sinn.

Wenn du nie vor hast, die max. Ausbaustufe bei den Festplatten auszuschöpfen (weil du den Server mit einem externen Storage nutzen willst), macht es keinen Sinn, 800W Netzteile einzubauen, wenn 500W auch reichen. Der Wirkungsgrad der Netzteile nimmt drastisch ab, wenn sie nicht richtig ausgelastet werden und du erzeugst nur unnötig Wärme, die dann wieder über die Klimatisierung abgeführt werden muß.
Wenn Du nur 500W Netzteile verbaut hast, brauchts du natürlich auch nur 500W von der USV.

Wenn du 800W Netzteile hast, aber den Server nur im Teillastbereich betreibst, kannst du natürlich auch die USV kleiner auslegen. Ob du dann später, beim Aufrüsten der Festplatten daran denkst, ab einen bestimmten Ausbaustufe auch die USV zu tauschen, weiß ich nicht. Ich hoffe es aber!

Jürgen
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