Hilfe! Professor bewertet nicht Fair? Datenbank

demn21
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Liebe Leute, mein Studiengang hat sehr wenig mit IT zu tun, dennoch mussten wir eine Datenbank als Prüfungsleistung erstellen, die auch vom Professor bewertet. Ich habe, aufgrund meiner Bewertung nun das Gefühl als würde der Professor mich nicht fair bewerten (Ich hab 40% von 100%) bekommen. Könnte sich einer von euch Spezialisten mal meine Aufgabe+Lösung+Bewertungskriterium anschauen? Ich wäre euch mega dankbar.
Die Datenbank befindet sich im Link: https://filehorst.de/d/dzgvmcfk
Sind die 40% eurer Meinung nach gerechtfertigt?
Vielen Dank im voraus

Aufgabe:

Erstellen Sie mit ACCESS eine Datenbank zur Unterstützung von Serviceaufträgen im Facility Management. Beachten Sie hierbei folgende Punkte:
• Überlegen Sie, welche Entitäten und Attribute sinnvoll bzw. notwendig sind. (siehe Aufgabe 1)
• Erstellen Sie die zugehörigen Tabellen und wählen Sie - falls notwendig - einen Primärschlüssel
• Verknüpfen Sie die Tabellen über Relationen so, dass die nachfolgenden Abfragen das gewünschte Ergebnis liefern.
Beachten Sie, dass Sie hierzu eine Mindestanzahl von Datensätzen benötigen, die sich in ihrem Detaillierungsgrad unterscheiden. Eine Eingabe dieser Test-Datensätze ist erst nach der Erstellung der Verknüpfungen sinnvoll. Ggf. müssen Sie Datensätze noch mal löschen.
• Erstellen Sie folgende Abfragen:
o Eine Liste aller Aufträge (alle, die in der Datenbank enthalten sind - unabhängig vom Inhalt der abgefragten Attribute) mit Informationen über den Ort, an dem diese durchgeführt werden sollen, wer den Auftrag gemeldet hat und wem dieser Auftrag ggf. zugeordnet ist.
o Eine Liste der Räume, denen mindestens ein Auftrag zugeordnet ist inklusive der für den jeweiligen Auftrag zuständigen Mitarbeiter.
• Erstellen Sie folgende Formulare:
o Ein Formular, in dem ein Kunde einen neuen Serviceauftrag anlegen kann.
o Ein Formular in dem nach Auswahl des Mitarbeiters die ihm zugeordneten Aufträge angezeigt werden. (Arbeitsliste)
o Ein Formular, in dem nach Auswahl des Kunden die durch ihn ausgelösten Aufträge dargestellt werden. (Statusliste Kunde)
bewertung

Content-Key: 579444

Url: https://administrator.de/contentid/579444

Ausgedruckt am: 16.08.2022 um 22:08 Uhr

Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 15.06.2020 aktualisiert um 22:13:56 Uhr
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Zitat von @Demn21:

Liebe Leute, mein Studiengang hat sehr wenig mit IT zu tun, dennoch mussten wir eine Datenbank als Prüfungsleistung erstellen, die auch vom Professor bewertet.

Was steht den in der Prüfungsordnung?

Ich habe, aufgrund meiner Bewertung nun das Gefühl als würde der Professor mich nicht fair bewerten (Ich hab 40% von 100%) bekommen.

Dann beschwere Dich bei dem entsprechendem Gremium Deiner Hochschule.

Könnte sich einer von euch Spezialisten mal meine Aufgabe+Lösung+Bewertungskriterium anschauen?

Und was soll das bringen, wenn wir weder die Anforderungen noch die Bewertungskriterien wissen? Und vor allem wissen wir nicht, was der konkrete Voerlesungsinhalt war.

Ich wäre euch mega dankbar.

Das führt aber nciht zum Ziel.

Die Datenbank befindet sich im Link: https://filehorst.de/d/dzgvmcfk
Sind die 40% eurer Meinung nach gerechtfertigt?

Wenn du so fragst, offensichtlich ja.

Also:

Wenn du unzufrieden bist mit der Bewertung ist Deien erste Anlaufstelle der Dozent selbst. Der sollte dann darlegen könne, warum Du "gefehlt" hast.

Wenn Du Dann immer noch unzufrieden bist, gibt es i.d.R. noch ein Schlichtungsverfahren. das Du anwerfen könntest.

Und schließlich gibt es noch den Rechtsweg.

Aud den weiter oben genannten Gründen hilft es Dir überhaupt nciht, wenn einer von us sagt, Du hast 100 Punkte verdient oder nur 20 Punkte. Letztendlich ist die Prüfungsordnung ausschlaggebend.

lks

PS: Solltest Du Student einer Dualen Hochschule sein, ist Dein Betreuer in der Firma sicher ein guter Ansprechpartner bei solchen Problemen.
Mitglied: NordicMike
NordicMike 15.06.2020 um 22:19:10 Uhr
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Klingt nach viel Arbeit, ohne sich die Datenbank selbst angeschaut zu haben. Überprüfe einfach selbst, was er bemängelt hat.
Mitglied: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus 15.06.2020 um 22:44:47 Uhr
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Kennst du die Freiheit der Lehre? Grundsätzlich kann er dir für Murks auch einfach so Punkte abziehen. Ist doof, kommt aber vor.

Klär das mit dem Prof.
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 15.06.2020 aktualisiert um 23:00:37 Uhr
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Zitat von @falscher-sperrstatus:

Kennst du die Freiheit der Lehre? Grundsätzlich kann er dir für Murks auch einfach so Punkte abziehen. Ist doof, kommt aber vor.

Die Freiheit der Lehre und berufliche Prüfungen sind zwei paar Stiefel, auch wenn viele "Professoren" den Unterschied nicht kennen.

https://www.danisch.de/Uni/Pruefrecht/Leistungsanforderungen.html

Zitat:

Die Lehrfreiheit des Hochschullehrers umfaßt zwar die inhaltliche und methodische Gestaltung der Lehrveranstaltungen, nicht aber ohne weiteres auch die Bestimmung der Voraussetzungen, unter denen ein Leistungsnachweis erteilt wird. Diese Frage kann vielmehr, soweit sich dies unter Ausbildungsgesichtspunkten als nötig erweist, von der Universität in der für den jeweiligen Studiengang erlassenen Studienordnung geregelt werden. [...]
Ein durch seine Lehrfreiheit geschütztes Interesse des Antragstellers (Prüfers), die Voraussetzungen für die Erteilung des Leistungsnachweises ausschließlich nach eigenem Gutdünken festzulegen, besteht offensichtlich nicht. Denn die Frage nach diesen Voraussetzungen betrifft thematisch den Studienerfolg der Studenten und kann darum, soweit sich das unter Ausbildungsgesichtspunkten als nötig erweist, in der für den jeweiligen STudengang erlassenen Studienordnung geregelt werden. In Anbetracht ihres Inhalts und ihrer Zielrichtung ist eine solche Regelung [...] in erster Linie an dem Grundrecht der Studenten auf Berufsfreiheit (Art. 12 I GG) zu messen.

Quelle: BVerwG, 7 NB 5/90


lks
Mitglied: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus 16.06.2020 um 00:28:27 Uhr
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@lks.

korrekt, du sagst es schon kann und wenn er für Murks nach gutdünken Punkte abzieht (dies aber strukturell macht) ist das, genau das face-wink

damit ist alles andere Makulatur.
Mitglied: cykes
cykes 16.06.2020 aktualisiert um 09:24:53 Uhr
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Moin,

Zitat von @Demn21:
Liebe Leute, mein Studiengang hat sehr wenig mit IT zu tun
Ist das nur Dein Eindruck bzw. Deine Erwartungshaltung oder steht das so in der Studienordnung? Da bleiben aber noch mindestens folgende Fragen offen:
  • Was hat heutzutage (im weitesten oder auch engeren Sinne) keinen Bezug zur IT mehr?
  • Welcher Studiengang ist das denn konkret?
  • Ist Dir die Bedetung eines Studiums bewußt im Vergleich zu einer Ausbildung bspw. (Tellerrand ...)? Dieser kornkrete Fall könnte auch als Prüfungsinhalt haben, wie Du mögliche Lösungen recherchierst und konkret auf die Aufgabenstellung umsetzt (Transferleistung). Außerdem: um später Softwarelösungen bewerten zu können, muss man wenigstens grundlegend die Prozesse dahinter verstehen.
  • Wieviel Zeit hattet ihr denn für diese Aufgabe? Hast Du rechtzeitig damit angefangen oder am Wochenende vor Abgabe (Zeitmanagement)?
Ich habe, aufgrund meiner Bewertung nun das Gefühl als würde der Professor mich nicht fair bewerten (Ich hab 40% von 100%) bekommen.
Auch hier, nur Dein Eindruck oder hast Du mal mit Deinen Kommilitonen verglichen?

Zum weiteren haben sich ja bereits die Kollegen geäußert, eine Bewertung unsererseits ergibt wenig Sinn, Du kannst eben schlecht zu irgendwem rennen und sagen "... im Administrator-Forum haben sie aber gesagt: [...]".

Gruß

cykes

P.S. Auch in Deinem späteren Berufsleben wirst Du nicht nur Aufgaben/Fragestellungen bekommen, die Dir gut liegen.
P.P.S. Ich habe mir jetzt nicht Deinen Datenbankentwurf angesehen, aber der Bewertungsbogen ist ja eigentlich schon recht eindeutig: Die Punkte 2 (notwenidige Tabellen/Attribute) und 3 (Primärschlüssel) wurden nicht zufriedenstellend (eher sogar mangelhaft) gelöst, was der Prof. auch ausführlicher begründet in der letzten Spalte. Insbesondere diese beiden Punkte sind natürlich tödlich beim Datenbankdesign und wirken sich direkt auf die folgenden Bewertungen aus. Kurz: Mangelhaftes Desing -> Mangelhafte Umsetzung bei konkreten Abfragen (Listen). Das ist nicht nur bei Datenbanken so. Vielleicht auch mal die Aufgabenstellung und Deine Lösung aus Kunden-/Anwendersicht betrachten, wäre der Kunde damit zufrieden, erfüllt sie die Anforderungen?
Mitglied: maretz
maretz 16.06.2020 um 07:16:21 Uhr
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Moin,

erst mal sei nicht böse wenn ich sicher nich irgendwelche Links öffne und ggf. sogar noch irgendwelche MS-Files runterlade.
Das wäre auch die Arbeit nicht wert da hier keiner bei euch in der Schule saß - und somit die Anforderungen bei euch nicht kennt. Würdest du bei mir z.B. mit Access als Dozent kommen würde ich fragen ob du morgens schon Alkohol hattest und das es entweder zu viel oder zu wenig war! Gib mir was mit SQL (egal ob nu MS, MySQL,Mariadb,Postgre,.... suchs dir aus, aber nich den Kram).

Dann kommt es ja auch drauf an was bei euch im Unterricht gemacht wurde. Allein beim nem "ID"-Feld (Primärschlüssel) kann man da schon lustige Sachen machen -> du kannst ja u.a. nen einfachen ganzzahligen Wert nehmen der sich automatisch hochzählt. Du könntest aber z.B. ja auch eine - wie auch immer Kodierte - Version z.B. aus dem Kundennamen und ggf. nem weiteren Kriterium nehmen, dabei könnte man dann aber wieder überlegen das sich ne Telefonnummer oder die Firmierung ja ändern kann genauso wie das der Kunde umziehen kann. Hier wäre es dann eine Design-Entscheidung was man genau nimmt - mit dem auto-increment hast du halt das Problem das jeder Zählwert endlich ist... Was du aber sehen kannst - je nachdem was ihr so gemacht habt wären beide Lösungen erst mal machbar, bei beiden könnte ich dir aber auch begründen warum deine Lösung 0 Punkte bekommt (zumindest mit den paar angegebenen Randbedingungen).

Bei den Aufträgen ist es dasselbe - hier ggf. sogar noch schlimmer. Du kannst sowas aufbauen indem du jedes Text-Feld einfach mal als Text siehst (bitte Verzeih wenn die Bezeichnungen bei Access etwas abweichen mögen, wie erwähnt habe ich Access ich glaub das letzte mal in der 95 oder 97er Version genutzt). Wenn ihr nich alle Feldtypen durchgegangen seid mag das korrekt sein - aber Datentechnisch wäre es vermutlich unsinn da es eben auch Felder (varchar z.B.) gibt die es erlauben die Anzahl der Zeichen einzuschränken - und entsprechend weniger Platz brauchen. Selbst ein einfaches Feld wie "Auftrag Erledigt" kannst du entweder als 1-Zeichen Text machen (J/N), als Integer (1/0) oder ggf. hat Access da sogar schon was in seinem Giftschrank (was vermutlich auch sich auf nen kleines Int hinzieht). Wenn ihr nicht so IT spezifisch seid wäre es vermutlich ein J/N-Feld - wenn du aber auf die Rechenleistung guckst würdest du feststellen das ein Text-Vergleich erheblich länger als nen reiner Int-Vergleich dauert (auf CPU-Ebene, um das zu merken brauchst du schon nen paar mehr Einträge). Aber auch hier ist halt: Abhängig von dem was der Lehrer für "wahr" hält könnte er dir JEDE Lösung ablehnen - ein INT-Feld ist nun mal kein Ja/Nein-Feld... Um das zu beurteilen müsste man eben euren Unterricht kennen.

Du siehst - es ist nicht machbar zu sagen ob die Beurteilung gerecht ist oder nicht. Es hängt von dem ab was ihr im Unterricht gemacht habt UND auch davon was der Lehrer davon wirklich versteht. Ich denke einige hier würden dir die normalen Schul-Datenbanken direkt mit 0 Punkten in die Tonne werfen weil idR. vergessen wird was passiert wenn du z.B. nen Kunden löscht (dann sollten ja auch alle verbundenen Daten rausgehauen werden), andersrum kenne ich aus meiner eigenen Ausbildung durchaus den Fall das eine Lösung richtig und gut sein kann, der Lehrer die nich versteht und es trotzdem eine schlechte Bewertung gibt. Das mag dann natürlich unfair sein - ändert aber am Ende auch nichts daran das es eben nicht die Lösung ist die der Lehrer sehen wollte (ein wenig wie die Schablonen bei der theo. Führerscheinprüfung - passt das Kreutz nich in die Schablone is halt falsch...).

Damit bleibt dir nur das der Lehrer dir erklärt warum die Bewertung so ist...
Mitglied: NordicMike
NordicMike 16.06.2020 um 13:03:11 Uhr
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Schön beschrieben, das wollte ich auch eben schreiben, aber kürzer:

Der Prüfer hat einen bestimmten Lösungsweg erwartet, den du einfach anders gelöst hast, nicht so, wie im Unterricht durchgepaukt.