Vorkehrungen für einen Stromausfall

ahussain
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Hallo,

wir betreiben ein Netzwerk mit 8 Clients, Router, Switches, IP-Telefonen, NAS und einem kleinen Anwendungsserver.

Unsere einzige Vorkehrung gegen einen Stromausfall/Blackout ist aktuell eine USV für den Anwendungsserver.

D.h., mehr als sauber runterfahren ist nicht drin.

Ich schätze mal, ein vollständiger Weiterbetrieb des lokalen Netzwerks ist - selbst für wenige Stunden - vollkommen unrealistisch.

Wie sichert Ihr Euch gegen Stromausfälle ab? Habt ihr außer einer USV noch weitere Vorkehrungen?

Gruß :-) face-smile

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Ausgedruckt am: 18.05.2022 um 11:05 Uhr

Mitglied: killtec
killtec 27.01.2022 um 11:18:12 Uhr
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Hi,
in normalen Betrieben reicht eine USV für die Server. Wenn der Strom weg ist, hast du ja auch kein Licht mehr im Gebäude, etc...
Also USV für die Server, die auch etwas länger hält um dann die Server sauber runter fahren.
Man kann auch über Netzersatzanlagen nachdenken. Das kommt aber dann auf die Umgebung an.

Gruß
Mitglied: StefanKittel
StefanKittel 27.01.2022 um 11:21:07 Uhr
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Moin,

die meisten KMU-Kunden haben eine USV für den Server, die diesen auch runterfahren kann.
Meist wird darüber auch die Netzwerkinfrastruktur und Router mit abgesichert und am Leben erhalten.

Erfahrungsgemäßig gibt es meist 2 Arten von Stromstörungen.
A) Wischer und Kurzausfälle: Diese dauern meist nur Bruchteile von Sekunden bis zu 5 Sekunden
B) Ein richtiger Ausfall der 15 Minuten oder längert dauert

Selbst mit USVs an jedem PC kommst Du maximal auf 10-20 Minuten Arbeitszeit.
Laserdrucker kannst Du gar nicht mit einer USV absichern.

Mehr gibt es nur mit einem Verbrennungs-Generator.

Stefan
Mitglied: sabines
sabines 27.01.2022 um 11:23:37 Uhr
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Moin,

über die Absicherung der Server per USV hinaus sind noch Serverraum USV und Gebäude USV Systeme möglich. Als nächste Stufe kommen dann NEA in verschiedenen Ausbaustufen hinzu. Da fängt es an interessant und teuer zu werden.

Wenn deine 8 Clients kritis sind, dann sind solche Systeme oft zwingend.
Wenn du damit zeitkritische Anwendungen laufen lässt und Geld verdienst, dann ist das eine Überlegung wert.
Für alle anderen Fälle gibt es Kaffee beim Bäcker um die Ecke.

Grüße
Mitglied: Visucius
Visucius 27.01.2022 um 11:33:00 Uhr
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Vielleicht könnte man sich ja so ne "Batterie-Wall" für e-Autos sponsoren lassen um größere Strommengen puffern zu können?!
Mitglied: keine-ahnung
keine-ahnung 27.01.2022 um 11:56:48 Uhr
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Stelle einfach eine Anfrage an das Aussenamt! Die neue Chefin dort hat das Patent für die Energiespeicherung im Netz ... da braucht man IMHO nur einen speziellen Dongle-Kobold, um die dann abzurufen. Auf diese Art und Weise wird das Wort Stromausfall bald aus dem Duden verschwinden ...

LG, Thomas
Mitglied: departure69
departure69 27.01.2022 um 12:04:50 Uhr
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@ahussain:

Hallo.

Ich würde zumindest NAS, Switche und den Router/Firewall noch mitdranhängen. Eine USV mit 5000 VA und frischen Batterien hält dann für das "Herz" der IT (aus Server, NAS, Switch u. Router/Firewall) den Strom mindestens für 2 Stunden, wahrscheinlich sogar länger. Dann sind zumindest die zentralen Verbindungen der Kern-IT, der Server, das Backup und der Internetzugang sicher, ohne daß gleich alles heruntergefahren werden muß.

Ich hab' in 20 Jahren IT nur ein einziges mal einen Stromausfall erlebt, der länger als 2 Stunden dauerte (das waren dummerweise 8 Stunden, da mußte ich natürlich auch alles herunterfahren, als sich vor Ablauf der 2 Stunden, die meine USVs die Kern-IT noch unter Strom halten konnte, abzeichnete, daß der Ausfall doch noch deutlich länger dauert).

Viele Grüße

von departure69
Mitglied: EliteHacker
EliteHacker 27.01.2022 aktualisiert um 12:40:22 Uhr
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Du kannst nen Dieselgenerator vorndranschalten...
Noch besser: Eigenes Kernkraftwerk anschliessen.
Mitglied: ahussain
ahussain 27.01.2022 um 14:57:38 Uhr
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Zitat von @keine-ahnung:

Stelle einfach eine Anfrage an das Aussenamt!
Das ist ne gute Idee. Und außerdem kommt der Strom ja aus der Steckdose - wie kann es da überhaupt Stromausfälle geben? ;-) face-wink


Zitat von @departure69:
Ich hab' in 20 Jahren IT nur ein einziges mal einen Stromausfall erlebt, der länger als 2 Stunden dauerte
Mir geht es eher um ein Blackout-Szenario, bei dem der Strom mehrere Tage ausfällt.

Eventuell wäre eine Powerstation eine oder ein Benzin-Generator eine Lösung. Da auf dem Server die Datenbank läuft und der Server gleichzeitig als TS dient, könnte immerhin ein einzelner Anwender sich direkt vor Ort am Server anmelden und arbeiten, ohne die restliche Infrastruktur nutzen zu müssen - auf Internet muss der dann allerdings verzichten.
Mitglied: 148656
148656 27.01.2022 um 15:07:59 Uhr
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Zitat von @ahussain:
...
Zitat von @departure69:
Ich hab' in 20 Jahren IT nur ein einziges mal einen Stromausfall erlebt, der länger als 2 Stunden dauerte
Mir geht es eher um ein Blackout-Szenario, bei dem der Strom mehrere Tage ausfällt.
Kenne dein Budget nicht. Das sieht recht solide und brauchbar aus.
https://www.zeitraffer.tv/bauzeitraffer/maschinenbau/generatoren-notstro ...
Mitglied: Visucius
Visucius 27.01.2022 aktualisiert um 15:30:58 Uhr
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Mir geht es eher um ein Blackout-Szenario, bei dem der Strom mehrere Tage ausfällt.

Am Ende nur ne Frage der Kosten, die man - bisher eher unnötig - vorhält. Ich würde aber die Arbeitsabläufe in so einem Fall mal durchspielen. Du hast dann ja weder Gebäudestrom, noch Internet, ggfs. können MA nicht öffentlich "anreisen", ...

Vom Keller ausmisten (mit Taschenlampe) und Ablage aufräumen abgesehen werden viele Firmen - je nach Ausrichtung - selbst mit funktionsfähigen lokalen Computern ein Interaktionsproblem mit der Außenwelt haben?!

Ab einer gewissen Komplexität lässt sich das mMn. nicht technisch, sondern eher administrativ lösen. Hat auch den Vorteil, dass man dafür nicht sinnlos HW vorhalten, warten und ggfs. erneuern muss. Dann gibts halt 2 Tage "Sonderurlaub" oder man appelliert an die "Solidarität" ... ist ja eh gerade in aller Munde. Können sich die Leute mal an die eigenen Nase fassen.

VG