Backupkonzept erstellen

easyrider
Goto Top
Hallo,

wir haben bei uns einiges neu gemacht und ich bin mir einfach nicht sicher, wie das Backup-Konzept am bestens aussehen soll. Hatte neulich schonmal über Sicherung bei einem externen Dienstleister nachgedacht, bin davon aber wieder abgekommen.
Folgende aktuelle Struktur:

8 User
1x SBS2011 Server für Exchange und Files
1x Server 2008 R2 mit SQL Datenbank
1x Server 2008 R2 mit spezifischer Firmenapplikation
Haben die aktuelle BackupExec Version mit allen Agenten um die anderen Server zu sichern

Habe mir folgendes Konzept vorgestellt:
Montag: inkrementell
Dienstag: Vollsicherung
Mittwoch + Donnerstag: inkrementell
Freitag: Vollsicherung
Jede Freitagssicherung wird 4 Wochen aufbewahrt und dann wieder überschrieben

Bei o.g. Konzept fallen insg. 1.2 TB an Daten an.
Ich bin mir jetzt einfach nicht sicher, auf welches Medium ich sichern soll. Ein NAS wäre sicherlich nicht schlecht, jedoch haben wir nur ein kleines Büro und d.h. Server und NAS würden mehr oder weniger nebeneinander stehen. Bei Feuer etc. wäre das schlecht. Deshalb würde ich jetzt noch gerne 2 externe Festplatten kaufen. Auf die eine wird dann zusätzlich jede Nacht die Sicherung geschrieben wie auf das NAS auch, und die andere Platte liegt bei einem Mitarbeiter zu Hause. Wenn der Mitarbeiter dann morgens kommt steckt er die Platten um nimmt abends wieder eine mit nach Hause. Problem ist dann aber auch wieder, wenn es brennt etc. und alle externen Platten im Hause sind wäre wieder alles verloren.

Was haltet ihr generell von meinem Konzept? Was würdet ihr anders machen?
Vielen Dank vorab!

Grüße
Easyrider

Content-Key: 179064

Url: https://administrator.de/contentid/179064

Ausgedruckt am: 25.05.2022 um 15:05 Uhr

Mitglied: O-Marc
O-Marc 17.01.2012 um 15:44:13 Uhr
Goto Top
Hallo easyrider,

warum nicht 3 Wechselplatten? Dann wären maximal immer 2 Platten im und die andere außer Haus.
Das kann man dann noch erweitern, indem man z.B. für jeden Wochentag eine Platte nimmt.

Was mir spontan noch einfällt:
- die SQL Datenbank würde ich zusätzlich noch mit dem SQL Management Studio sichern (Redundanz)
- denkbar ist auch, Mitarbeiterverzeichnisse zusätzlich mit NTbackup oder Robocopy zu sichern (Redundanz)
- Eine hausinterne NAS-Station ist trotz der Nähe zum Server sinnvoll, weil darauf im Regelfall deutlich schneller gesichert wird als auf eine Wechselplatte.
Du könntest z.B. auch immer alles aufs NAS sichern und diese Sicherung dann tagsüber auf die Wechselplatte kopieren.


Edit:
Was genau macht BackupExec für eine Sicherung? Komplettimage?



Gruß
O.Marc
Mitglied: SlainteMhath
SlainteMhath 17.01.2012 um 16:04:30 Uhr
Goto Top
Moin,

aus der Erfahrung heraus kann ich Dir folgendes empfehlen:

1. Sichere auf Band!
Festplatten taugen nicht als Sicherungsmedium, schon gar nicht wenn sie regelmässig ausser Haus gebracht werden!
Deine 1,2 TB müssten noch auf LTO-4 passen (kommt auf die Art der Daten an wg. kompression) oder gleich LTO-5. Spätestens wenn es darum geht Mants und Jahressicherungen aufzubewahren (um z.b. gesetzlichen Vorgaben zu genügen) bist du mit Festplatten "am ende"

2. Mach solange es geht Vollsicherungen.
Du wirst i.d.R. nicht an der Geschwindigkeit des Backups sondern an der des Rrestores im K-Fall gemessen.

lg,
Slainte
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 17.01.2012, aktualisiert am 18.10.2012 um 18:49:46 Uhr
Goto Top
Vor ein paar tagen wurde hier schon über Backup-Konzepte diskutiert.

Das wichtigste ist erstmal, Dir klar zu werden:

  • Wieviel Datenverlust (welchen zeitraum) kann ich verkraften, ohne das wichtige daten verlorengehen, bzw nicht mehr rekonstruierbar sind.
  • wie schnell müssen daten wiederhergestellt werden können.
  • wie weit zurück muß ich notfalss mit dem rekonstruieren gehen können (Archiv?)
  • Was kostet mich der Ausfall in 1h einem tag, mehreren Tagen?
  • Muß wegen Konsistenzproblemen eine Anwendung während des Backups angehalten werden? (Passiert gerne bei Datenbanken)
  • etc.

Wenn die Punkte geklärt sind, weiß man auch, welche Datenmengen in welcher Zeit zu sichern sind. Dann kann man auch beurteilen, welche Medien dafür geeignet sind. Die meisten verwenden ein zweistufiges konzept.

  • Über netzwerk auf NAS sichern. (geht relativ schnell, so daß eventuelle Anwender mglichst kurz beeinträchtigt sind).
  • Dann die Daten vom NAS auf Offline-Medien wie Bänder, optische medien oder externe Platten sichern.

Daten nur über übers Netzwerk auf ein NAS zu sichern, das direkt neben dem Server steht und auch online erreichbar ist, ist imho kein Backup (Was passiert, wenn die Software verrückt spielt und alle im Netzwerk erreichbaren Daten verfälscht?).

lks
Mitglied: PhilippBeitz
PhilippBeitz 17.01.2012 um 17:16:21 Uhr
Goto Top
Vielleicht sollte man endlich ein Sticky Thread oder Anleitung erstellen, in der solche Fragen kompetent beantwortet werden (diese Frage nach empfehlenswerter Backup Strategie sieht man ja wirklich alle 3 Tage hier )
Mitglied: easyrider
easyrider 17.01.2012 um 18:56:16 Uhr
Goto Top
Hallo und Danke für eure Antworten

Kurz zu euren Fragen:
- Datenverlust von einem bis max 2 Arbeitstagen wird von der GF verkraftet
- Rücksicherung der Daten ebenfalls bis max. 2 Arbeitstage
- Datenmengen die es zu sichern gilt hatte ich ausgearbeitet, siehe meinen ersten Beitrag

Ich denke ich werde mir ein anständiges NAS holen und insg. 3 externe Platten. Damit kann dann immer eine Platte zuhause beim Chef bzw. Mitarbeiter bleiben.
Noch kurze Frage zum Thema Daten bei einem Provider speichern. Ich denke bei unserer Datenmenge kommt das nicht in Frage, richtig? Wie machen das eigentlich größere Firmen? Die lagern die Daten doch bestimmt irgendwo hin aus, also anderer Standort oder ebenfalls externer Provider, oder?

Vielen Dank und Gruß
Mitglied: PhilippBeitz
PhilippBeitz 18.01.2012 um 09:36:38 Uhr
Goto Top
Kommt auf eure Verbindungsgeschwindigkeit an. Kommt auf euren Standort an. Evtl gibts ja ganz in eurer Nähe ein RZ Betreiber ? Wo ist denn euer Standort ?
Mitglied: easyrider
easyrider 18.01.2012 um 10:08:46 Uhr
Goto Top
Standort ist in der Nähe von Stuttgart aber im etwas ländlicheren Bereich
Mitglied: goscho
goscho 18.01.2012 um 10:35:19 Uhr
Goto Top
Morgen
Zitat von @O-Marc:
Edit:
Was genau macht BackupExec für eine Sicherung? Komplettimage?
Nichts für ungut, aber wenn ich ich so wenig über das weltweit verbreitetste Sicherungsprogramm weiß, würde ich mich mit Beiträgen zurückhalten und vorher informieren. :-( face-sad

Wie wär's denn z.B. hier mit der Recherche zu beginnen.

BTW: Wer auf einem SBS2011 mit installiertem BE zusätzlich NTBackup installiert (wenn es denn überhaupt noch geht), dem ist kaum noch zu helfen. :-( face-sad
Mitglied: O-Marc
O-Marc 25.04.2013 um 19:36:28 Uhr
Goto Top
Zitat von @goscho:
Morgen
> Zitat von @O-Marc:
> Edit:
> Was genau macht BackupExec für eine Sicherung? Komplettimage?
Nichts für ungut, aber wenn ich ich so wenig über das weltweit verbreitetste Sicherungsprogramm weiß, würde
ich mich mit Beiträgen zurückhalten und vorher informieren. :-( face-sad

Wie wär's denn z.B. hier mit der Recherche zu beginnen.

BTW: Wer auf einem SBS2011 mit installiertem BE zusätzlich NTBackup installiert (wenn es denn überhaupt noch geht), dem
ist kaum noch zu helfen. :-( face-sad


Meine Antwort kommt zwar etwas spät, aber dennoch möchte Deinen Beitrag nicht unkommentiert lassen, weil ich ihn sehr überheblich finde.

1. Man kann mit Backup Exec nicht nur komplette Images erstellen. Daher meine Frage nach einem >Komplett<image.

2. Du hast meinen Beitrag nicht verstanden. Ich habe NTBackup und Robocopy als Beispiele für >zusätzliche< Sicherungsmaßnahmen erwähnt. Für den Fall, dass das weltweit verbreitetste Sicherungsprogramm mal versagt. Denn das kann vorkommen, musste ich erst kürzlich wieder erfahren.

Spätestens wenn Du mal betriebswichtige Daten aus einem Image nicht wiederherstellen konntest, wirst Du vielleicht nachvollziehen können, dass eine unabhängige zusätzliche Sicherung sehr viel Sinn machen kann.
Mitglied: goscho
goscho 25.04.2013 um 20:39:53 Uhr
Goto Top
Zitat von @O-Marc:
> Zitat von @goscho:
>
> Morgen
> > Zitat von @O-Marc:
> > Edit:
> > Was genau macht BackupExec für eine Sicherung? Komplettimage?
> Nichts für ungut, aber wenn ich ich so wenig über das weltweit verbreitetste Sicherungsprogramm weiß,
würde
> ich mich mit Beiträgen zurückhalten und vorher informieren. :-( face-sad
>
> Wie wär's denn z.B. hier mit der Recherche zu
beginnen.
>
> BTW: Wer auf einem SBS2011 mit installiertem BE zusätzlich NTBackup installiert (wenn es denn überhaupt noch geht),
dem
> ist kaum noch zu helfen. :-( face-sad
>
>
Meine Antwort kommt zwar etwas spät, aber dennoch möchte Deinen Beitrag nicht unkommentiert lassen, weil ich ihn sehr
überheblich finde.
Du weist immer noch nicht viel mehr über BE.
Besuche doch eine Admin-Schulung, das hilft oft sehr.
Mitglied: O-Marc
O-Marc 26.04.2013 um 13:21:28 Uhr
Goto Top
Ich weiß, dass ich vieles über BE nicht weiß. Da dieser Thread uralt ist und eine Diskussion mit Dir mir nutzlos erscheint bzw. gar nicht zustande kommt, klinke ich mich an dieser Stelle aus.