Ressourcenfresser bei Remotedesktop finden - RDP wird immer langsamer

stefanmuc
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Hallo,

wie könnte man die Darstellungs-Geschwindigkeit bei RemoteDesktiop zwischen zwei Win10 Pro Rechnern über OpenVPN optimieren? An der Leitung liegt es nicht, da beide Standorte Kabelinternet mit 1000 up 100 down Mbit/s verfügen.

Nachdem vor einem Jahr bei dem in Win 10 enthaltenen RDP-Client immer der Bildschirm eingefroren ist (Tastatureingaben kamen weiterhin an), bin ich auf MobaRDP umgestiegen. Dieses läuft weitaus stabiler. Trotzdem dauert es 10 Sekunden und mehr, bis sich manche Programme remote bedienen lassen, die direkt am Rechner flüssig laufen. Die Darstellung in Full-HD funktioniert noch sehr gut, bei Umschaltung auf 2560x11440 Pixel dauert es jedoch 30 Sekunden und länger, bis das Bild wieder erscheint.

Remote Desktop Client: Lenovo Thinkpad T420 (i5-2540M 6GB Ram außer RDP nichts geöffnet) + externer 27 Zoll Monitor mit 2560x11440 Pixel
Remote Desktop Host: Intel i9 9900K >16GB RAM + 27 Zoll Monitor mit 2560x11440 Pixel + 24 Zoll Monitor Full-HD

Wie kann man Ressourcenfresser bei Remotedesktop finden oder es wieder so stabil wir vor gefühlt 2 Jahren hinbekommen? Im Taskmanager ist auf beiden Systemen keine Auslastung sichtbar.

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Ausgedruckt am: 01.07.2022 um 22:07 Uhr

Mitglied: Visucius
Visucius 15.07.2020 aktualisiert um 10:15:02 Uhr
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Grundsätzlich kannst Du unter

gpedit.msc: Computer\Policies\Windows Components\Remote Desktop Services\Remote Desktop Session Host\Security

einige Einstellungen wie max-Verbindung, Farben, Auflösung,Cleartype am RDP-Server vorgeben. Vieles davon geht aber auch im Client. Ich wüsste aber nicht, wozu das bei 1000/100 nötig sein sollte. Ich mache sowas wenn überhaupt noch bei häufigeren Mobilanbindungen.

Wir nutzen sowas hier mit ner 50/10er Verbindung von MS-RDP-Client auf Windows Server inkl. VPN/L2TP seit 1-2 Jahren völlig wartungsfrei. Was ich damit sagen will - der MS-Client läuft hier sehr stabil.

Kann es sein, dass Du evtl. "alte" Verbindungen bestehen lässt?! Die Zeit für eine automatische Abmeldung kann man auch hinterlegen.
Mitglied: LordGurke
LordGurke 15.07.2020 um 10:47:54 Uhr
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Die Erfahrung habe ich mit dem originalen RDP-Client gemacht, wenn dieser die Verbindungsgeschwindigkeit automatisch erkennen sollte. Wenn da mal Jitter vorbei kam (also kurzzeitige sprunghafte Veränderungen der Latenz, was bei Kabel oft passiert), hat der seinen Jitterbuffer immer weiter verlängert, was dann irgendwann zu diesem Symptom führte.

Ich habe das jetzt fest auf "WAN/LAN 10 Mbps" konfiguriert und seitdem läuft das sehr flauschig. Wenn mal wirklich hoher Jitter auftritt, merkt man das zwar in dem Moment, das normalisiert sich aber schnell.
Mitglied: tech-flare
tech-flare 15.07.2020 um 12:14:26 Uhr
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Zitat von @StefanMUC:

Hallo,

wie könnte man die Darstellungs-Geschwindigkeit bei RemoteDesktiop zwischen zwei Win10 Pro Rechnern über OpenVPN optimieren? An der Leitung liegt es nicht, da beide Standorte Kabelinternet mit 1000 up 100 down Mbit/s verfügen.
Kabelinternet sagt erstmal gar nicht....Kabel (Vodafone, UnityMedia) ist ein Shared Medium und die Leitungen sind restlos überbucht. Es ist sehr selten, dass die bestellen Leistungen wirklich zu 100% anliegen.

Zumal 1000 Up & 100 Down? Nicht eher andersrum?
Mitglied: StefanMUC
StefanMUC 15.07.2020 um 14:32:56 Uhr
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Zitat von @tech-flare:

Zitat von @StefanMUC:
Kabelinternet sagt erstmal gar nicht....Kabel (Vodafone, UnityMedia) ist ein Shared Medium und die Leitungen sind restlos überbucht. Es ist sehr selten, dass die bestellen Leistungen wirklich zu 100% anliegen.

Zumal 1000 Up & 100 Down? Nicht eher andersrum?

Sorry, natürlich 1000 down und 100 up. Beide Standorte befinden sich im gleichen Kabelcluster und sind definitiv nicht überlastet.

Das Problem muss der RDP Host sein. Zu anderen "0-8-15"-Rechnern klappt die Verbindung mit Standard RDP einwandfrei. Selbst zu den zwei auf dem RDP-Host noch laufenden HyperV-Rechnern (ebenfalls Win10Pro).

Es sind halt brutal viele Fenster offen (u. a. 20x Word, Firefox mit ca. 50 Tabs), die im Nahbetrieb keine Probleme darstellen. Aber anscheinend belastet das die RDP-Verbindung massiv.
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 15.07.2020 um 16:47:02 Uhr
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Eigentlich wirkt sich die Anzahl der Tabs zumindest bei mir nicht auf die RDP-Performance aus. Ich habe auch immer so ~30 Tabs auf (Firefox auf Windows 2012 R2) und bin über RDP mit VPN von Zuhause drauf. Klar wenn der Browser die Ressourcen frist weil eine Seite ausrastet könnte das sein aber RDP ist unter Server bei "normaler" Systemlast nicht beeinträchtigt.

Hintergrundbild und Einblendeffekte in Windows sind ein massives Problem. Das solltest du alles abstellen.